Beitragvon Michael Andersch » 18. Juli 2006, 12:22
Hallo Achim,
> die meisten Threads hier im Forum, wie auch anderweitige
> Diskussionen unter Spielern haben sehr häufig die
> Zielgruppe vom SDJ zum Inhalt. Da wird sehr polarisiert
> zwischen familientauglich, Vielspieler, Freak-Spiel oder
> neuerdings auch Geek. Um diese ewigen Diskussionen
> abzukürzen, habe ich halt vorgeschlagen (theoretischer
> Ansatz), den Preis umzutaufen. Nicht mehr und nicht weniger.
Das habe ich schon so herausgelesen. Aber wem bringt das was?
Uns, weil die Diskussionen hier kürzer und zeitsparender sind?
Dem Käufer, weil der Titel "ehrlicher" ist?
Der Jury, weil sie sich weniger Kritik ausgesetzt sieht?
Den Verlagen?
Dem Handel?
> Deine Totschlagargumente, solange ein Käufer das erhält
> was er will,sei alles Bestens, und das beste Spiel gäbe es
> sowieso nicht, gehen zum einen an meinem Vorschlag vorbei
> und zum anderen verhindern sie progressive Disskussion.
Das ist kein Totschlagargument. Den 08/15 Käufer interessiert doch der ganze Kladderadatsch nicht. Der hat ein eingeführtes Label "Spiel des Jahres", mit dem er in den letzten Jahren durchschnittlich wohl recht gut gefahren ist (das mache ich jetzt einfach mal an den nachhaltig guten Verkaufszahlen der SdJ fest). Das macht das Leben für ihn einfach, er kauft einfach nächstes Jahr das nächste SdJ und freut sich (hoffentlich) auch darüber wieder. Oder freut er sich mehr, wenn dieses Spiel FsdJ heisst????
> Natürlich ist auch mir bekannt, dass es das beste Spiel
> nicht gibt, die Auszeichnung SDJ suggeriert aber eben
> dieses in der Bevölkerung.
Das stimmt. Aber ist doch egal, denn Dein Vorschlag "Familienspiel des Jahres" kann ja auch am Thema vorbei gehen. Möglicherweise finden es auch Spieler gut, die hauptsächlich außerhalb der Familie spielen oder es gibt Familien, die eben gerade dieses Spiel NICHT für das Beste halten.
Wenn Du durch den Namen nichts suggerieren willst, dann solltest Du den Preis vielleicht DSseJfFath ("Das Spiel, das eine Jury für Familien am tauglichsten hält") oder EvvfgeSamdndbdJ ("Ein von vielen für gut erachtetes Spiel, aber möglicherweise dennoch nicht das beste dieses Jahrgangs") nennen.
> Viele andere Preisverleiher unterscheiden übrigens, wie
> fast jedem hier bekannt ist, ihre Preise in einzelne
> Sparten.
Auch ich fände das gut. Allerdings aus Vielspielersicht, der bzgl. seines Hobbys gerne die Botschaft los werden würde "he kuckt mal, was es da noch alles tolles gibt".
Ich habe aber keine Ahnung, ob damit dem Gelegenheitsspieler und -spielekäufer ein Gefallen getan wäre oder ob damit nur Verwirrung erzeugt werden würde.
Allerdings ist mir persönlich dieses Thema auch nicht so wichtig, dass ich mir darüber tiefer greifende Gedanken machen möchte.
> SDJ selbst unterscheidet ja auch in Kinderspiele
> und Spiele, in diesem Jahr kamen noch zwei weitere
> Unterpreise hinzu.
Solche Unterpreise gab es auch in der Vergangenheit immer wieder, sie sind also kein Novum.
> Da die Preisträger von SDJ bisher alle
> unter dem Begriff "Familienbrettspiel" gebündelt werden
> können (meine Meinung), halte ich meinen Vorschlag den
> Preis gedanklich in FSDJ umzutaufen weiterhin aufrecht.
Sie könnten auch unter dem Namen "Spiele in Schachteln" oder "Spiele, die teurer als 5 € sind" gebündelt werden.
Gruß des Jahres,
Micha