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Outing...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc Noelkenbockhoff
Kennerspieler
Beiträge: 283

Outing...

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 11. Dezember 2006, 14:31

Ich muss es leider zugeben:

ICH BIN MANCHMAL EIN GANZ SCHLECHTER VERLIERER!!!
(und das ist nicht gut so :-) )

Ich bin da nicht stolz drauf, aber es ist schon passiert, dass ich, wenn ich ein Spiel verloren habe (trotz überragender Spielweise :-) ) (IRONIE) "leicht enttäuscht" aus dem Zimmer verschwinde.
Ich kann nicht mal sagen, warum (es ist einfach so).
Wenn ich spiele, habe ich das Ziel, zu gewinnen.
Das hat natürlich jeder, aber irgendwie macht es anderen wohl weniger aus, wenn sie nicht gewinnen.
Natürlich habe ich im Freundeskreis (die mir meine gelegentlichen Fluchten zum Glück verzeihen) einen sehr guten Freund, der sich ein Spaß draus macht, immer nur gegen mich zu spielen. Das treibt mich, wie von ihm erhofft, zur Weißglut.
Aber nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht: Freundschaften sind bei mir dadurch noch nicht zerbrochen oder gefährdet.
Ich schmeiß auch nicht das Spielbrett um (OK 1x :-) ) oder beleidige die anderen.
Bin aber manchmal doch enttäuscht und sauer.
Ich nehme mir immer vor, das zu ändern, muss aber leider mit Rückschlägen leben.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass das für die anderen auch nicht immer angenehm ist.
Komischerweise ist das schon seit meiner frühesten Kindheit so (wenn ich da an einige Kniffel-Spiele gegen meinen Vater denke).
Nun meine Frage (und seid bitte ehrlich): Stehe ich ganz alleine da oder gibt es unter den Freaks hier auch solche, die ein ähnliches Verhaltensmuster aufweisen?
Bis auf diese Macke denke ich, dass ich ein ganz umgänglicher Typ bin.

Gruß

Marc

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Axel Bungart

Re: Outing...

Beitragvon Axel Bungart » 11. Dezember 2006, 15:10

Hi Marc,

kommt ganz drauf an. Wenn ich besch.. :-O spiele, kann ich mich da auch ziemlich drüber ärgern, was dann nach außen hin duchaus nach "schlechter verlierer" aussehen kann. Aber wenn andere einfach besser sind, ich mein bestes gegeben und dennoch verloren habe, kann ich damit leben.

Gruß
Axel

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Tyrfing

Verlieren können - meine kleinen Fehler dazu

Beitragvon Tyrfing » 11. Dezember 2006, 15:29

Nunja, wenn besagter Freund ausschließlich gegen mich spielt und sich das durch die Spiele zieht, dann werd ich wohl auch böse.
Das würde bei mir dazu führen, mit ihm nicht mehr zu spielen (Ausnahme natürlich 2er Spiele, wo es von Anfang an klar ist, dass man gegeneinander spielt).

Derartige Mitspieler verderben mir nämlich das ganze Spiel, außerdem fallen so 2 Spieler aus dem Spiel (ich, weil ich mit einen "Kontraspieler" nicht mehr konkurrenzfähig bin und der "Kontraspieler") womit die anderen eigentlich auch direkt ohne uns 2 hätten spielen können.


Ansonsten gewinne ich definitiv auch lieber, als ich verliere.
Da wir aber mittlerweile häufiger spielen und auch Neuheiten, die eigentlich immer einer ein bisschen besser kennt bin ich mittlerweile daran gewöhnt, auch zu verlieren.
Mittlerweile macht es mir nicht mehr allzuviel aus.

Eine Ausnahme dazu ist, wenn ich bei einem Spiel derart gegen die Wand fahre und auch absolut keine Chance sehe, dass ich das bei einem zweiten Spiel besser machen könnte.
Dann neige ich dazu, dass Spiel erstmal schlecht einzuschätzen und wohl auch "geringzuschätzen". Dadurch stehen dann erstmal ein paar Spiele bei mir nicht gut da, obwohl sie evtl. doch wirklich gut sind.

Aktuell muss ich z.B. "Reef Encounter" mal eine zweite Chance geben, die erste lief für mich nicht gut und auch das Spielprinzip ging mir so auf den Keks.
Wahrscheinlich hab ich völlig falsch -taktisch- gespielt. Nun hadere ich mit mir, ob ich das Spiel nun schlecht finden soll.
Nun gut, ein zweiter Versuch wirds hoffentlich rausfinden ;)

Aber da ich auch das quasi selber über mich weiß, kann man dem etwas aktiv entgegensteuern, indem ich Spielen eine zweite Chance gebe, auch wenn der Ersteindruck desaströs war ;)

Was anderes ist übrigens auch, dass ich dazu neige Spiele, die ich verliere und wo es quasi sicher ist, abzubrechen (oder zumindest es vorzuschlagen).
Meine Freundin hat sich da neulich zu beschwert... (wollte wohl den Sieg auskosten *tststs* :P )
(andersrum akzeptiere ich es aber auch, wenn ein anderer das Spiel nicht zuende spielen muss, weil er sieht, dass es "vorbei ist" - so ist es ja nicht)

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Grzegorz Kobiela

Re: Outing...

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 11. Dezember 2006, 15:37

Ich arbeite auch dran, mir aus Verlieren nichts zu machen. :)
Bist also nicht alleine. :)

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Marc Noelkenbockhoff
Kennerspieler
Beiträge: 283

Re: Verlieren können - meine kleinen Fehler dazu

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 11. Dezember 2006, 15:44

Das meinem Kumpel das so einen Spaß macht, habe ich natürlich durch mein Verhalten auch mitzuverantworten :-).
Hab mich gerade insofern falsch ausgedrückt, dass er das nicht grundsätzlich in jedem Spiel macht, aber ab und zu überkommt es ihn einfach.
Damit kann ich dann leben (wir treffen uns aber auch nur alle 6-8 Wochen, da er weiter weg wohnt).
Wenn das jede Woche wär, sehe das wohl wieder anders aus :-).

Wenn ich ein Spiel das erste Mal spiele, hab ich keine Probleme damit, zu verlieren. Weil das erste Mal für mich eine Art Ausprobieren ist, wie die Mechanismen funktionieren. Auch die Regeln sitzen noch nicht hundertprozentig.
Aber wenn ich meine, ein Spiel durchschaut zu haben und dann untergehe, schlägt mir das auf den Magen :-)

Gruß

Marc

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Marc Noelkenbockhoff
Kennerspieler
Beiträge: 283

Re: Outing...

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 11. Dezember 2006, 15:46

Danke. Das ist doch schon mal ein Trost, dass andere auch so "verrückt" sind :-)

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Tim-spielbox

Re: Outing...

Beitragvon Tim-spielbox » 11. Dezember 2006, 17:10

> ICH BIN MANCHMAL EIN GANZ SCHLECHTER VERLIERER!!!
> (und das ist nicht gut so :-) )

Ich hab's mir abgewöhnt, mich über Niederlagen zu ärgern. Im Grunde spielt man doch sowieso immer gegen sich selbst, vor allem in Spielen mit vollständiger Information. Für mich geht es darum, den Mechanismus eines Spiels immer besser zu verstehen. Solange man ihn nicht vollständig begriffen hat, gibt es immer etwas zu lernen ...


Tim

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namenloser

Re: Outing...

Beitragvon namenloser » 11. Dezember 2006, 18:26

Wir hatten in unserem Spielekreis auch einen Spieler welcher absolut nicht verlieren konnte. Sobald man einen Spielzug machte durch welchen er geschädigt wurde hatte er sofort miese Laune und stänkerte herum. Anders herum, wenn er eine Aktion machte welche andere Spieler schädigte, dann freute er sich wie Harry Hirsch.
Natürlich verliert kein Spieler gerne, aber es gehört halt dazu. Solange man nur aus dem Raum geht und nicht die Laune der anderen Spieler vermiest ist es eigéntlich in Ordnung. Für mich ist das verlieren eher ein Anreiz das nächste Mal eine andere Taktik (wenn das Spiel Taktik zu läßt) auszuprobieren. Spielen ist für mich mit netten Leuten eine angenhme Zeit mit einem schönen Hobby zu verbringen.

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Jingo

Re: Outing...

Beitragvon Jingo » 11. Dezember 2006, 18:48

> ICH BIN MANCHMAL EIN GANZ SCHLECHTER VERLIERER!!!
> (und das ist nicht gut so :-) )
> Marc

Einverstanden. Damit wärst Du aus meiner Spielrunde raus. Ich habe etliche Zeit mit einem solchen Menschen zusammen gespielt, aber es kam der Zeitpunkt, an dem ich das einfach nicht mehr ertragen konnte.

Mir ist es völlig egal, ob ich gewinne oder nicht. Klar, versuche ich jedes Spiel zu gewinnen, sonst könnte ich ja Sauerbaum und Konsorten auf den Tisch legen. Nicht mein Ding. Aber das reale Konkurrenzempfinden über das Spielende hinaus (und sei es eine Sekunde danach) zu konservieren, zeugt m.E. von Problemen. Geh mal in Dich. Das gilt auch für alle anderen die dieses Problem haben. Auch so etwas kann man sicher in den Griff bekommen.

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rbelz

Re: Outing...

Beitragvon rbelz » 12. Dezember 2006, 13:16

Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich freue mich riesig wenn ich gewinne und wenn ich verliere zeige ich auch meine Emotionen. Aber das wichtigste ist doch, daß es ein gutes Spiel war.


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