Beitragvon Christian Brunner » 22. Oktober 2007, 15:44
Hallo Hansel,
ich habe beide Spiele in Essen einmal gespielt. Folgendes kann ich Dir sagen:
Kingsburg:
Das Spiel ist in gewisser Weise (vereinfacht gesagt) eine Mischung aus "Um Krone und Kragen" und "Siedler". Jeder erwürfelt sich Rohstoffe, mit denen er Gebäude baut, die mehr Möglichkeiten und/oder Siegpunkte bringen. Es gibt mehr mögliche Gebäude als Möglichkeiten zum Bauen, also wird man irgendwann eine Strategie verfolgen, da man nicht alles haben kann. Die Interaktion im Spiel beschränkt sich darauf, den Mitspieler bestimmte Ratgeber "wegzunehmen", da jeder Ratgeber normalerweise nur einmal genutzt werden darf. Handel oder direkte Konkurrenz finden nicht statt. Mein Eindruck nach einer Runde zu fünft: Schönes Familienspiel mit Würfelglück. Wenn es dereinst in nicht allzulanger Zukunft für 20 Euro zu haben sein wird, werde ich zuschlagen, für knapp 40 Euro ist es mir zu teuer.
Tribun:
Das Spiel um geschickte Einflußnahme auf 8 Fraktionen im alten Rom benutzt den Auswahlmechanismus aus "Säulen der Erde", "Age of Empires" oder "Maestro Leonardo", um eben Karten aus den 8 Fraktionen zu sammeln. Diverses "Chrom" wie variable Siegbedingungen nach Anzahl der Spieler UND gewünschter Spieldauer, opulente Ausstattung mit Myriaden von Pappcountern und ein umfangreiches Regelheft suggerieren ein komplexes Spiel, das "Tribun" aber meiner Meinung nach nicht ist. Die Interaktivität ist aber deutlich höher als bei "Kingsburg", da man dauernd darauf schielen muss, welche guten Positionen es noch gibt und wer daran Interesse haben könnte. Gemeinsamkeit mit Kingsburg ist der mir zu hohe Preis; auch hier werde ich wohl bis Weihnachten warten - oder auch gar nicht kaufen, denn neues bietet das Spiel wie gesagt nicht.
Hoffe geholfen zu haben,
Christian