Beitragvon chrikru » 22. Oktober 2007, 13:05
Hallo,
ich habe Utopia am Freitag mit einem Kollegen und drei Finnen ausprobiert. Im wesentlich läuft es so ab:
Erst werden auf den 3 Meeren vor den 3 Inseln (jede besteht aus verschiedenen Bezirken) zufällig Plättchen platziert, von denen sich dann jeder Mitspieler reihrum immer eines aussucht (insgesamt 3 pro Mitspieler). Auf dem Plättchen ist dann ein Vertreter eines der 5 Völker abgebildet, den man dann in einen beliebigen Bezirk der Insel einsetzt.
Danach bekommt man 5 neue Karten (zu den evtl. bis zu 5 übriggebliebenen aus der letzten Runde). Damit kann man die Völkerplättchen woanders hinziehen, neue Plättchen ins Spiel bringen und die Reihenfolge der Werte der Monumente der 5 Völker ändern.
Schafft man es, drei gleiche eigene Plättchen in einem Bezirk ohne Monument zu versammeln, wir dort ein Monument des entsprechenden Volkes errichtet und die Plättchen dem Spieler zurückgegeben. Für diese Monumente erhält man jede Runde die Punkte, die dieses Monument gerade auf der Werteleiste wert sind (1-5).
Schafft man es, von jedem der 5 Völker ein eigenes Plättchen auf einer Insel zu versammeln, kann man dort ein Weltwunder errichten, falls noch keines gebaut wurde. Für dieses erhält man einmalig 6 Punkte und jedesmal noch zwischen 1 und 4 Punkten, wenn auf der Insel später ein Monument errichtet wird.
Das war auch schon die ganze Runde, bei der immer in der Reihenfolge des aktuellen Punktstands gespielt wird (Führender zuerst, usw.).
Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten (wer hätte das gedacht?).
Insgesamt ist es ein nettes mehrheitenähnliches Spiel. Allerdings fand ich den Einfluss des Kartenglücks ein wenig zu hoch und ich bin da eigentlich nicht sonderlich empfindlich. Alles in allem ein solides Spiel, dass ich irgendwo zwar besser als das ebenfalls neue "Ming Dynastie" ist, bietet aber wenig Neues. "Im Jahr des Drachen" und "Darjeeling" haben mir z.B. wesentlich besser gefallen.
Gruß
Christian