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Essen: Der Charme von McCharn

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ingo Althöfer
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Essen: Der Charme von McCharn

Beitragvon Ingo Althöfer » 20. Oktober 2007, 10:27

Viele Eindrücke, viele tolle Spiele, viele neue Ideen...
und die Verlags-Szene scheint nach und nach das ultimative
Spielethema erkannt zu haben: G A N G S T E R !

* 2006 war es nur bei Frank Charnetzki (LudoArt) präsent,
als Spiel, aber noch mehr als Gestaltungsmotiv: LudoArts
Gangsterhöhle war der schönste Stand der ganzen Messe.

* 2007 haben immerhin schon drei Verläge begriffen, dass
Gangster gerade für die Standgestaltung das NonPlusUltra
ist. (Beim ersten groben Hingucken schoss mir ein Gedanke
durch den Kopf: Czarne macht eine Filialkette auf - alle
drei Stände in sehr ähnlichen Farben gehalten, das Personal
fast identisch livriert.)

* Wenn es so weiter geht, und praktisch alles spricht für
diese Extrapolations-Theorie, sollten es 2008 ca. neun
Gangster-Stände sein, 2009 um die 27, und für 2010 dürfte
man der Messeleitung nahelegen, mindestens eine ganze Halle
dem Thema zu widmen. Auch der spielbox wird darüber
nachdenken müssen, passend zur Entwicklung eine ganze
Ausgabe nur den Gangster-Spielen zu widmen (mit grafischer
Aufmachung im Original-Czarnetzki-Stil).

Ingo.

Drei PS:
(i) Auch ich spiele mit dem Gedanken, eine Milieu-Version
von "EinStein würfelt nicht" herauszubringen: Arbeitstitel
"Gangster würfeln nicht".
(ii) Glückwunsch an Amigo und PhalanxGames, dass sie so
früh auf den Gangster-Zug aufgesprungen sind!



Ende der Satire:
(iii) Ein echtes Messe-Highlight ist für mich "Druid"
von Cameron Browne, bei RomBol (Halle 9-96) aus edlen
Hölzern für sehr günstige 27,50 Euro.

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JoelH
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Pokereinfluss?!

Beitragvon JoelH » 20. Oktober 2007, 13:10

Ich könnte mir vorstellen, dass der Pokerboom auch eine Rolle dabei spielt.

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Andreas Keirat

Deine Aufgabe !

Beitragvon Andreas Keirat » 20. Oktober 2007, 19:57

> Drei PS:
> (i) Auch ich spiele mit dem Gedanken, eine Milieu-Version
> von "EinStein würfelt nicht" herauszubringen: Arbeitstitel
> "Gangster würfeln nicht".

... und jeder rausgeworfene Stein wird in Zement gegossen und im Hafenbecken versenkt?

Ich glaube, da möchte jemand VIELE Spiele verkaufen *grins*


Ok, dann gebe ich Dir mal ein paar Vorgaben, vielleicht kannst Du ja was nettes daraus für 2008 basteln (bin nach 12 Stunden Schicht gerade in absolutem Dilirium).

Richtlinie: 2-Personen-Spiel
Oberthema: Gangster, Amerika in den 20er Jahren
Themeninhalt, der irgendwie eingebracht werden sollte:

2 Familienclans aus mehreren Personen, Streitigkeiten untereinander, Gefangennahme und Befreiung möglich, Gefangene werden in "Zementschuhe" gesteckt - diese härten nach einigen Spielrunden aus - dann Versenken im Fluss, neutrale Polizei behindert beide Parteien an Machtübernahme, Zigarren und Schnaps und Prostituierte sollten irgendwie beteiligt sein, einer der Gangster heißt Ingo und der Andere Andy, unsymetrischer Spielplan in Form einer Pistole oder eines Gewehres

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(blödelt heute mal ein wenig)

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

Unser Blödeln

Beitragvon Ingo Althöfer » 21. Oktober 2007, 11:31

Hallo Andreas,

ich zäume unser Pferd mal von hinten auf.

> Ciao,
> Andreas Keirat
> (blödelt heute mal ein wenig)

Dank, dank, dank für die Blödelei. Das ist
ja genau der Weg, wie neue Spiele entstehen:
Man blödelt und rödelt und dödelt,
schreibt am Ende alles auf kleine Notizzettelchen,
schläft ne Nacht drüber, wirft am nächsten Morgen
die unsinnigen 80-90 Prozent weg - und verwendet
den (zufällig) genialen Rest als Material für den
Spiele-Erfindungs-Prozess.


>> eine Milieu-Version von "EinStein würfelt nicht"
>> herauszubringen: Arbeitstitel
>> "Gangster würfeln nicht".
>
> ... und jeder rausgeworfene Stein wird in Zement
> gegossen und im Hafenbecken versenkt?

Wohl nicht ganz direkt so. Man könnte aber tatsächlich
kleine Zementförmchen einführen, in die gerade ein
Stein passt. Stehen im Spiel dann irgendwann mal ein
eigener und ein gegnerischer Stein direkt nebeneinander,
darf man (passende Augenzahl vorausgesetzt) den
gegnerischen auf seinem Platz mit dem Zementsockel
"beglücken" - ab sofort darf er sich nicht mehr
bewegen. Würfelt der Gegner später genau diese Nummer,
muß er einfach aussetzen. Er (und auch ich) darf aber
im Prinzip den zememtbeschwerten Stein - wieder
passende Würfelnummer vorausgesetzt - mit anderen
Steinen schlagen. (Als Notzement-Sockel könnte man
vielleicht die Formen aus Reinhold Wittigs "Variomino"
nehmen.)



> Ok, dann gebe ich Dir mal ein paar Vorgaben ...
>
> Oberthema: Gangster

Oder "Gamster", als Kunstwort zwischen Gangster und
Gamers.

> ...
> Gefangene werden in "Zementschuhe" gesteckt - diese
> härten nach einigen Spielrunden aus

Sehr schöne Idee. Man muesste es nur passend umsetzen,
die Runden bis zum Aushärten ohne grossen Aufwand zu
zählen.


> einer der Gangster heißt Ingo und der Andere Andy ...

Fast gut, aber ich selbst komme in meinen Spielen nicht
so gern vor, könnte aber ersatzweise ein paar Typen
einführen, z.B.

Schwere Jungs:
Michail A. , Günter C. , Andreas K. , Tom W. ...
Leichte Mädchen:
Dorothea H. , Dominique M. , Uli S. , Anja W. ...


> unsymetrischer Spielplan in Form einer Pistole ...

Sehr schön. Vielleicht taugt dafür sogar das "Rapa
Nui"-Brett, was ja fast die Form einer überdimensionalen
Pistole hat.


Viel Spass noch am Schlusstag,
Ingo

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Andreas Keirat

Re: Unser Blödeln

Beitragvon Andreas Keirat » 22. Oktober 2007, 11:18

Ingo Althöfer schrieb:
>
> Hallo Andreas,
>
> ich zäume unser Pferd mal von hinten auf.

Ich habe gelernt, man sollte sich einem Pferd nie von hinten nähern, da es dich dann nicht sieht und sich erschrecken kann, wenn Du plötzlich auftauchst oder es berührst. Das gibt dann in 90% aller Fälle einen "Pferdekuss". :-)


>
> >> eine Milieu-Version von "EinStein würfelt nicht"


> > ...
> > Gefangene werden in "Zementschuhe" gesteckt - diese
> > härten nach einigen Spielrunden aus
>
> Sehr schöne Idee. Man muesste es nur passend umsetzen,
> die Runden bis zum Aushärten ohne grossen Aufwand zu
> zählen.

Nehme Ringe, die man über eine Spielfigur schieben kann (in blau). In jeder Runde muß man vor seinem Spielzug einen Ring entfernen. Ist kein Ring mehr da, wird statt dessen ein Rechteck über die Figur geschoben... Oder umgekehrt. Jede Runde einen grauen Ring aufstecken, bis die Figur komplett in einer Röhre steckt. Sie ist dann versenkt und kommt ins Hafenbecken. Sollte man seine Figur irgendwie befreien können, werden einfach nur die restlichen blauen Ringe wieder abgenommen.

Als Spielfiguren kann man Gewindeschrauben (großer Kopf, kleines Gewinde) und passende Muttern dazu nehmen. :-)

(ach ja, ich bin kein Spieleerfinder, das nur nebenbei...)

>
> > einer der Gangster heißt Ingo und der Andere Andy ...
>
> Fast gut, aber ich selbst komme in meinen Spielen nicht
> so gern vor, könnte aber ersatzweise ein paar Typen
> einführen, z.B.
>
> Schwere Jungs:
> Michail A. , Günter C. , Andreas K. , Tom W. ...
> Leichte Mädchen:
> Dorothea H. , Dominique M. , Uli S. , Anja W. ...
>

Also als Kompromiss lasse ich "Ing. O." (Ingenieur Orlewsky) noch zu ;-) Aber bei den leichten Mädchen gibts bestimmt Ärger, hehe.


> > unsymetrischer Spielplan in Form einer Pistole ...
>
> Sehr schön. Vielleicht taugt dafür sogar das "Rapa
> Nui"-Brett, was ja fast die Form einer überdimensionalen
> Pistole hat.
>
>
> Viel Spass noch am Schlusstag,
> Ingo

Ich wußte, Du mußtest mich triezen. Ich hab 12 Stunden draußen verbracht, bin 3km hinter einem vermeintlichen Dieb hinterher gehechelt und hab nun ne Blase am Fuß (schexxx Arbeitsschuhe).

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(hat heute frei und schaut sich die mitgebrachten Essen-Spiele einmal genauer an...)

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Ingo Althöfer
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Re: Unser Blödeln

Beitragvon Ingo Althöfer » 22. Oktober 2007, 12:25

Andreas Keirat schrieb:
> Ich habe gelernt, man sollte sich einem Pferd nie
> von hinten nähern, da es dich dann nicht sieht
> und sich erschrecken kann ...

Du solltest schon genau lesen. Ich hab ja nicht
geschrieben, dass ich mich von hinten nähere...
Wer in der Stallgasse aufgewachsen ist, kann ein
Pferd auch seitlich stehend von hinten aufzäumen ;-)


> > > Gefangene werden in "Zementschuhe" gesteckt - diese
> > > härten nach einigen Spielrunden aus
> >
> > Sehr schöne Idee. Man muesste es nur passend umsetzen,
> > die Runden bis zum Aushärten ohne grossen Aufwand zu
> > zählen.
>
> Nehme Ringe, die man über eine Spielfigur schieben kann
> (in blau). In jeder Runde muß man vor seinem Spielzug
> einen Ring entfernen. ..

Gute Idee. Hab sogar noch einen Satz rote und blaue
Pferdeschwanz-Schleifchen, die gut dafür taugen.


> Als Spielfiguren kann man Gewindeschrauben (großer Kopf,
> kleines Gewinde) und passende Muttern dazu nehmen. :-)

Ne ne, das werden schon richtige Steine sein. Ausserdem
gibt es inzwischen viel zu viele Spiele, in denen
Schrauben und/oder Muttern vorkommen. Neuestes Beispiel:
Mutternland.


> (ach ja, ich bin kein Spieleerfinder, das nur
> nebenbei...)

Nooch nicht. Da wächst man so ganz unmerklich rein (und
kommt dann nie wieder raus).


> > ... ersatzweise ein paar Typen einführen, z.B.
> >
> > Schwere Jungs:
> > Michail A. , Günter C. , Andreas K. , Tom W. ...
> > Leichte Mädchen:
> > Dorothea H. , Dominique M. , Uli S. , Anja W. ...
>
>
> Also als Kompromiss lasse ich "Ing. O." (Ingenieur
> Orlewsky) noch zu ;-)

Hübsch.

> Aber bei den leichten Mädchen gibts bestimmt Ärger, hehe.

Wohl kaum, weil es doch rein gewichtsmäßig gemeint ist
(ebenso wie bei den Jungs) ;-)
Ausserdem ist durch die Verstümmelung der Namen sowieso
höchstens zu ahnen, wer gemeint ist.


> Ich wußte, Du mußtest mich triezen. Ich hab 12 Stunden
> draußen verbracht,

Hmm, habe ich mich schon bei Deinem ersten Posting gefragt.
Was bedeutet das bei Dir: "Stunden draussen verbringen"?
Hat das mit der Messe zu tun?

> bin 3km hinter einem vermeintlichen Dieb
> hinterher gehechelt

Ist die Gesamtgeschichte dazu erzählenswert? Würde mich
jedenfalls interessieren.

Ich geh einfach mal in Vorleistung mit einer eigenen
Begebenheit: Anreise am Freitag von Köln aus, vier Personen
im PKW, Michail Antonow als Fahrer, ich daneben, im
Fond amüsieren sich Jens-Peter Schliemann und sein
Spieleerfinder-"Schüler" Tom. Beim Abbiegen auf den
Parkplatz (P4/5) werden alle Wagen vor uns nach rechts
auf den weiter entfernt liegenden Platz gewinkt, wir
aber nach links - und der Wärter ruft noch "Fahren Sie
ganz bis vorne durch" (von da sind es zur Ampel nur
noch 15 Meter). Ich will einen Witz machen und sag
"Siehst Du, Michael, er hat erkannt, dass Du schon sehr
alt bist." Reaktion ist eine aprupte Vollbremsung des
Fahrers, begleitet vom Spruch "Du steigst jetzt gleich
sofort aus". Ich konnte ihn wieder beruhigen, doch
das Beste kommt erst noch. Wir parken ein, nehmen unser
Gepäck aus dem Kofferraum und wollen losgehen. Ich
hab meine Tasche in der linken Hand, den alten Koffer
in der Rechten. Da ruft Michail in Richtung Jens-Peter
und Tom: "Will nicht einer von den jungen Burschen dem
alten Mann den Koffer abnehmen?" Während ich noch überlege,
ob das eine Retourkutsche war oder ernst gemeint, reißt
mir Tom schon den Koffer aus der Hand und trägt ihn
tatsächlich bis zur Eintrittskarten-Kontrolle.

So, und jetzt kommt hoffentlich Deine 3-km-Geschichte.

Ingo.

PS: Mit Michail kann man sich wirklich unheimlich gut
foppen.

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Andreas Keirat

Re: Unser Blödeln

Beitragvon Andreas Keirat » 23. Oktober 2007, 10:21

Ingo Althöfer schrieb:
>
> > Ich wußte, Du mußtest mich triezen. Ich hab 12 Stunden
> > draußen verbracht,
>
> Hmm, habe ich mich schon bei Deinem ersten Posting gefragt.
> Was bedeutet das bei Dir: "Stunden draussen verbringen"?
> Hat das mit der Messe zu tun?
>
> > bin 3km hinter einem vermeintlichen Dieb
> > hinterher gehechelt
>
> Ist die Gesamtgeschichte dazu erzählenswert? Würde mich
> jedenfalls interessieren.
>

Naja, ich hab gerade Dienst auf einer Baustelle und am Wochenende durfte ich also 50m neben einer Autobahn meine Touren ablaufen. Da es zwei Baustellen sind und die gesamte Anlage ca. 1.6km lang ist, renne ich mehr oder weniger permanent wie ein eingesperrtes Meerschweinchen auf der Bau-Straße hin und her. Nachmittags sehe ich einen ca. 50jährigen Mann mit Damenfahrrad auf dem Parallel-Weg. Er scheint Interesse an der ersten Baustelle zu haben, sieht dann aber, daß die Baugrube geflutet wurde (damit im Moorgebiet die Wände nicht nach Innen gedrückt werden) und fährt dann seelenruhig weiter zur zweiten Baustelle. Ich also schon mal darauf vorbereitet, daß der Mann die Baustelle betreten wird (Touristen hab ich am Wochenende permanent hier). Und so ist es dann auch... Frech über eine moorige Wiese mit seinem Fahrrad. Als er mich dann sieht, dreht er auch schnell wieder um und tut so, als wenn er sich dann die Autobahn bzw. die dort fahrenden Autos anschauen will. Danach gehts wieder in Richtung Dorf zurück, ich immer hinterher, um ihn zur Rede zu stellen. Am Eingangstor der Baustelle komm ich schon japsend an (wie gesagt, die ist recht lang!) und sehe ihn immer schneller werdend... Und vorne im Einkaufswagen liegen unbenutzte Arbeitshandschuhe und der Kerl hatte tatsächlich auch Gummistiefel an. Braucht man natürlich alles, wenn man sich Autos an einer Autobahn anschauen will! Aber leider hatte er mich zu früh gesehen, sonst hätte ich ihn mit Material der Baustelle erwischt! So konnte ich dann nix mehr machen.

Nicht besonders spannend, aber anstrengend :-)

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de


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