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unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

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toolate
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unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

Beitragvon toolate » 23. Oktober 2007, 13:36

Als ich mir gestern die Ebay-Auktionen von diversen Messeartikeln angeschaut habe, ist mir wieder dieses Wort ins Auge gesprungen "unbespielt". Ist das eine Verballhornung von unbenutzt und ungespielt oder trügt mich da mein Sprachgefühl, wenn ich denke, dass es das in dem Zusammenhang nicht gibt? Der Duden jedenfalls kennt dieses Wort nur im Zusammenhang mit Kassetten: http://www.duden-suche.de/suche/trefferliste.php?suche=einfach&treffer_pro_seite=10&modus=title&level=125&senden=suchen&suchbegriff[AND]=unbespielt

mfg,
toolate

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Ilooe
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Re: unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

Beitragvon Ilooe » 23. Oktober 2007, 13:47

Ich würde das als unbenutzt bezeichnen und den Begriff unbespielt unter der Kategorie "Wir können alles, außer Hochdeutsch." ablegen.

Ilona

Die tagtäglich an dem "außer Hochdeutsch" verzweifelt.

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Grzegorz Kobiela

OT

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 23. Oktober 2007, 13:48

Vielleicht hat er versucht, das Spielmaterial mit Musik zu versehen und als es doch nicht geklappt hat und das Spielmaterial weiter schweigt, verkauft er es nun als unbespielt. Man weiß ja nie.

:lol:

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Thomas O.
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Re: unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

Beitragvon Thomas O. » 23. Oktober 2007, 14:15

toolate schrieb:
>
> Als ich mir gestern die Ebay-Auktionen von diversen
> Messeartikeln angeschaut habe, ist mir wieder dieses Wort ins
> Auge gesprungen "unbespielt". Ist das eine Verballhornung von
> unbenutzt und ungespielt oder trügt mich da mein
> Sprachgefühl, wenn ich denke, dass es das in dem Zusammenhang
> nicht gibt? Der Duden jedenfalls kennt dieses Wort nur im
> Zusammenhang mit Kassetten:

Hallo toolate,

ich kenne den Begriff (zumindest in seiner Grundform) auch im Zusammenhang mit Sportplätzen: "Der Platz ist heute wegen Regens unbespielbar." Wenn er denn nicht bespielbar ist, bleibt er für den Rest des Tages unbespielt, d.h. auf ihm hat kein Spiel stattgefunden, niemand hat ihn zur Sportausübung benutzt. Übertragen auf Brettspiele würde ich den Begriff nun so interpretieren, mit diesen Spiel hat noch kein Spiel stattgefunden, niemand hat es zum Spielen benutzt.

Also doch eine Ver*ball*hornung, aber eine interpretationswürdige :-)

Grüße Thomas

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Joker13
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Beiträge: 651

auch OT

Beitragvon Joker13 » 23. Oktober 2007, 14:16

müsste derselbe sein, der 'ne Scheibe Salami in den CD-Brenner packt und versucht, das Lied "That's Amore" draufzubrutzeln.

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Peter Gustav Bartschat

Re: unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 19:34

toolate schrieb:
> [...] oder trügt mich da mein
> Sprachgefühl, wenn ich denke, dass es das in
> dem Zusammenhang nicht gibt?

Nein, lieber toolate, das was dich hier trügt, ist eher dein Verständnis des Wortes "geben" im Sinne von "existieren":

Ab dem Augenblick in dem jemand ein Wort zum ersten Mal benutzt, gibt es dieses Wort auch. Und jedes Wort, dass es gibt, ist irgendwann einmal zum ersten Mal benutzt worden.

Der Duden ist keine Instanz, die die Erlaubnis zur Benutzung von Wörtern erteilt: Er dokumentiert ausschließlich den jeweiligen Ist-Zustand der Sprache. Die Existenz eines Wortes muss daher zeitlich immer vor seiner Aufnahme in den Duden liegen.

Zudem umfasst die deutsche Sprache auch Wörter wie "Laßdünkel", "Seelgeräth" und "Uchse", die du im Duden vergeblich suchen würdest.

(Bei mündlich geführten Diskussionen darüber, welche Wörter andere Leute benutzen dürfen und welche nicht, ist eins meiner erfolgreichsten Beispiele übrigens das zu einem Missverständnis provozierende "Scheidekünstler" - das steht sogar im Duden, aber man kann durchaus darauf wetten, dass sich in einer zufällig zusammengestellten Gruppe von zehn Personen niemand befindet, der es schon mal gehört hat. Kreuzworträtsellöser, Mittelalter-Rollenspieler und Naturwissenschaftler mal ausgenommen.)

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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toolate
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Re: unbespielt vs. unbenutzt/ungespielt

Beitragvon toolate » 24. Oktober 2007, 02:32

Na dann vielen Dank lieber Gustav, dass du mich an deiner Weisheit hast teilhaben lassen. ;)
"Laßdünkel", "Seelgeräth", "Uchse" und "Scheidekünstler" werde ich aber erst nach einer ordentlichen Mütze voll Schlaf mal suchen gehen...

Vielen Dank auch für die anderen Antworten und Gedanken zum Thema.

mfg,
toolate


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