Beitragvon Heinrich Glumpler » 10. Dezember 2007, 18:37
Hallo,
um meine Meinung (siehe unten) einordnen zu können, zunächst ein paar Informationen zu mir und meinen Vorlieben:
48 Jahre
Lange Zeit Rollenspieler
Ich habe Spass an leicht chaotischen Spielen
Ich mag Deduktionsspiele und spannende Spiele
Ich mag es, wenn ein Spiel schön gestaltet ist
Ich kann mich über einen erfolgreichen Würfelwurf schon sehr freuen :grins:
Ich habe mir "Wer war's" vor kurzem recht impulsiv gekauft, weil ich mich generell für elektronische Spiele interessiere.
Ich hab das Spiel inzwischen zwei, drei Mal gespielt und es hat mir echt viel Spass gemacht. Schon die Gestaltung hat mich begeistert - das Inlet ist fast liebevoll detailliert gestaltet, um das Material sauber aufzunehmen. Die Grafiken sind sehr schön und ansprechend.
Der Mechanismus in Kürze:
Man würfelt sich durch Räume und versucht dabei dem Gespenst auszuweichen.
Gespenst?
Eine neutrale Figur, die sich immer einen Raum weiter bewegt - auf einem vordefinierten Pfad - und ab und zu mal einen Spieler erwischt, der dann ins Kinderzimmer zurück muss, wo alle ursprünglich gestartet sind (hab ich schon gesagt, dass es ein Kinderspiel ist :-) ?).
Befindet man sich in einem Raum, kann man dort entweder suchen (dabei findet man Nahrung oder Schlüssel), oder mit den Tieren reden, die in diesen Räumen hausen. Tut man letzteres, erfährt man zunächst, welche Nahrung die Tiere gerne fressen möchten - hat man diese (zufällig gefunden oder systematisch gesucht und gesammelt), so kann man die Tiere (eventuell erst beim nächsten Besuch) füttern, woraufhin diese einen Hinweis auf den Dieb des Rings geben.
Ring?
Dieb?
Ja - darum geht es letztendlich - den Dieb des Ringes zu finden. Es stehen anfangs 10 potentielle Täter zur Auswahl, von denen man nach und nach mittels der Informationen der Tiere den "Bösewicht" ausfindig machen kann (Ausschlussverfahren: "Der Dieb hat eine Kopfbedeckung" -> alle ausschließen, die keine Kopfbedeckung haben).
Alle Dialoge werden von der "Box" erledigt, die über verschiedene Tasten verfügt, mit denen man angibt, was man genau tut - entweder ertönt dann die Stimme eines Tieres aus einem Raum, oder die Stimme der Katze (eine Art Spielleiter) oder auch einmal die Stimme der Fee, die einen Bonus mitteilt - oder die drohende Stimme des Zauberers.
Zauberer?
Ach ja - die Aufgabe muss erledigt werden, bevor der Zauberer um 6 Uhr auf die Burg zurück kommt. Die "Box" teilt deshalb ab und zu mit, wie viel Uhr es ist (die Elektronik zählt die Züge der Spieler).
Es gibt drei Schwierigkeitsstufen, weshalb das Spiel auch durchaus für ältere Kinder (wie mich ;-) ) interessant ist.
Fazit:
Eine dicke Empfehlung von meiner Seite (basierend auf drei Partien).
Besonders gefallen hat mir, dass die Elektronik "unaufdringlich" ist - sie dominiert keineswegs das Spiel, sondern dient dazu, die geheimen Informationen zu verwalten. Die Bedienung ist unkompliziert.
Tatsächlich habe ich das Spiel schon regelgerecht (!) mit meiner knapp 3 Jahre alten Tochter gespielt - sie hat fast nur "gesucht", während ich die Unterhaltung mit den Tieren übernommen hat - Ergebnis: Gewonnen um 5:40 Uhr :grin: ... auf leichtester Stufe.
O.K. - ich markiere den Beitrag mal als PEEP (normalerweise würde ich mir mehr Mühe geben - das hab ich jetzt auf die Schnelle runtergetippt - hoffe aber, es ist hilfreich).
Grüße
Heinrich