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Horus - Wertungsmechanismus

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Frank

Horus - Wertungsmechanismus

Beitragvon Frank » 7. März 2008, 10:59

Hat sich schon jemand mit den Regeln von Horus beschäftigt?

In der Endabrechnung bringt eine Region für jedes Plättchen aus dem sie besteht 1 Punkt.
Grenzt die Region an den Horus-Tempel verdoppelt sich die Punktzahl.
Ist die Region von einem Fluß umgeben verdoppelt sich die Punktzahl ebenfalls.
Ist beides der Fall, vervierfacht sich die Punktzahl.
Aber nun kommt es: Die Punktzahl für eine Region kann max. 10 Punkte betragen, auch wenn sich rechnerisch mehr ergeben würde.

Was soll das?

Für mich sieht das so aus, als hätte der Autor eine Schwäche im Spiel entdeckt und es ist ihm kein spielerisches Mittel eingefallen, diese auszumerzen. Also wird mal eben die Punktzahl gedeckelt, damit nicht sein kann, was nicht sein soll.

Wie seht Ihr das?
Gibt es noch andere Spiele, wo Siegpunkte berechnet werden, dann aber eine künstliche Obergrenze eingezogen wird?
Mir fällt noch Augsburg 1520 ein. Da stand der Autor in meinen Augen wohl vor ähnlichen Problemen. Das Ganze wurde aber deutlich eleganter gelöst, in dem eine Beschränkung eingeführt wurde ab der man die 25 Punkte-Grenze überschreiten darf.

Frank

PS: Ja, Horus ist noch nicht erhältlich. Wer sich deswegen nicht im Vorfeld mit Regeln auseinandersetzen mag, überlese diesen Thread bitte einfach! Danke.

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Christian Hildenbrand

RE: Horus - Wertungsmechanismus

Beitragvon Christian Hildenbrand » 7. März 2008, 12:01

"Frank" hat am 07.03.2008 geschrieben:

> Wie seht Ihr das?
> Gibt es noch andere Spiele, wo Siegpunkte berechnet werden,
> dann aber eine künstliche Obergrenze eingezogen wird?


Hallo Frank,

so selten ist das gar nicht. Spontan habe ich "Sankt Petersburg" im Kopf, wo Du mit den Adligen ind er Endabrechung nicht mehr als 55 Punkte machen kannst, auch wenn Du noch viel mehr verschiedene hast als notwendig.
Ebenso habe ich "Fangfrisch" im Kopf, wo es ebenso nach oben eine Grenze gibt, was maximal an Geld gemacht werden kann mit einem großen Fang.

Im Prinzip ist eine ähnliche Deckelung auch bei "Jenseits von Theben", wo Du nur eine maximale Anzahl von Plättchen ziehen darfst, egal wie viel Wissenspunkte Du mitbringst. Zu vergleichen sind auch maximale Handkartenzahlen beim Nachziehen, wenn Du eigentlich viel mehr haben könntest, es aber eingebremst wird, damit Du keine Mega-Züge machen kannst, die für den Gegner vernichtend sein können.

Auch in die andere Richtung gibt es das, zum Beispiel in "FrischFisch". Hier kannst Du maximal eine bestimmte Anzahl Punkte bekommen (die hier ja als "Minus"-Punkte gelten), wenn z.B. Dein Fischladen zu weit vom Hafen weg ist.

Wenn ich die Zeit hätte, mich ein bisschen durch mein Spieleregalchen zu wühlen, würde ich sicherlich noch jede Menge mehr finden.

Ich denke schon, dass sowohl Autor als auch Redaktion sich in dem Fall irgendwas gedacht haben bei der Deckelung. ;-)

Ungedeckelte Grüße,

Christian (hatte seinen Fischladen am Wochenende weit weg vom Hafen ... :-/ )

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peer

Re: Horus - Wertungsmechanismus

Beitragvon peer » 7. März 2008, 17:07

Hi,
Nun ja, wie Christian schon schrieb: So selten ist das nicht. Mit der Regel soll halt verhindert werden, dass ein einzelne Stelle total hoch gepunktet wird und die Varianz vergessen wird. Eine Alternative wäre gewesen "Varianzpunkte" zu vergeben. Wäre das besser gewesen? Nicht unbedingt.

ciao
peer

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Roman

Zwischendecken

Beitragvon Roman » 8. März 2008, 11:18

Hi Frank,

Frank schrieb:

> Für mich sieht das so aus, als hätte der Autor eine Schwäche
> im Spiel entdeckt und es ist ihm kein spielerisches Mittel
> eingefallen, diese auszumerzen. Also wird mal eben die
> Punktzahl gedeckelt, damit nicht sein kann, was nicht sein
> soll.

Naja, gut, nur weil ein Autor mal eine Zwischendecke einzieht, muss die Bausubstanz des Spiels als solches darunter ja nicht unbedingt leiden. Aber eine allzu üppige Verwendung solcher Elemente sollte einem als Autor schon zu denken geben, da stimme ich Dir zu. Es ist ein kritisches Element und ruiniert im schlechtesten Falle die Eleganz des Spiels. Man sollte m. E. sehr sparsam damit umgehen.

Ciao,
Roman


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