Ich bin ein großer Fan von Kooperationsspielen, 2 davon werden in Essen erstmals verkauft: Freibeuter der Karibik (FdK) und Space Alert (SA). Es gibt noch andere wie Ghost Story oder Battlestar Galactica, aber da kann ich nicht so mitreden.
Beide gehören auch in eine ähnliche Kategorie, weil sie elektronische Hilfsmittel benötigen, wobei SA auch rein nur mit Karten gespielt werden kann (dann aber weniger interessant ist).
Space Alert: Das Spiel untergliedert sich in 2 Phasen: 1.Planung, und dann 2.Ausführung (also irgendwie ähnlich wie bei Galaxy Trucker). Es ist mit CD auch ein kleines Stress Spiel, man hat nur begrenzt Zeit zum Planen. Mir gefällt das, ist aber sicher nicht jedermann's Geschmack. Die Entscheidungen sind begrenzt, man plant mit den zufälligen Aktionskarten, die man zu Spielbeginn erhält. Ob Glück eine große Rolle spielt, kann ich noch nicht sagen. Aber schon möglich, dass man wichtige Aktionen nicht ausführen kann, weil einem die Karte fehlt. Aber dann spielt man halt nochmals. Es spielt sich schnell. Danach hat man meist Lust auf eine 2.Partie. Es ist ein klassisches Kooperationsspiel, bei dem alle Spieler gemeinesam gewinnen oder gemeinsam verlieren. So zieht man mit der Spielfigur von einem Raum zum nächsten und führt in dem Raum Aktionen aus, z.b. feuern, Reaktor aufladen usw.
SA ist ein tolles Kooperationsspiel!
Freibeuter der Karibik: Alle Spieler verlieren, wenn die Piraten 5 Häfen besetzen. Andererseits spielt aber jeder für sich und versucht möglichst viel Siegpunkte zu erreichen. Dies schafft man indem man Ausrüstung kauft, Kanonen, Matrosen, Zusatzlager, Segel oder Residenzen, wobei letztere nur Siegpunkte bringen. Auf der Profistufe ist uns ein Sieg bisher noch nicht gelungen, zu sehr haben wir gegeneinander gespielt bzw. uns zu wenig abgesprochen. Bei einem Kampf kann man das Seemanöver bestimmen, man kann auch gegeneinander kämpfen was man natürlich macht, solange die Piraten noch keine große Gefahr darstellen. Es ist spannend einerseits auf sich selbst schauen zu wollen, andererseits auch gemeinsam gegen Piraten spielen zu müssen.
FdK ist ebenfalls ein spannendes Kooperationsspiel, wobei man hier auch auf sich selbst schauen sollte. Wer lieber nicht kooperativ spielt, sollte das normale Spiel spielen, wo die Piraten nicht so schwer sind und man einfach auf 10 Siegpunkte spielt.
Zum Vergleich: Bei SA ist man intensiver beschäftigt, man ist unter gewissem Zeitdruck. Bei FdK kommen die Spieler dran, sobald sie ein Gefecht haben oder einen Hafen erreichen. Wer eine weite Strecke zurücklegt, kommt erst nach einer gewissen Zeit wieder dran. FdK ist mehr ein Brettspiel und ein Aufbauspiel. Dort verbessert man sein Schiff nach und nach und freut sich, wenn man gegen Piraten gewinnt, gegen die man früher keine Chance gehabt hätte. Kooperation ist bei SA wichtiger. Es macht meistens keinen Sinn, wenn 3 Spieler in den gleichen Raum gehen. Bei FdK ist das nur dann wichtig, wenn Piraten 4 Häfen besetzt halten und somit Not am Mann ist(aber vielleicht haben wir es deshalb auch bisher noch nicht gewonnen). Dann sollte man möglichst schnell zu diesen Häfen reisen. Somit haben beide Spiele ihren Platz, beide halte ich für sehr gut!
Ach ja, vergessen habe ich: Bei Space Alert sollte man möglichst zu 4. oder 5. sein, da macht es am meisten Spass. Bei wenigen Spielern gibt es Sonderregeln. Freibeuter der Karibik kann man bis max. 4 Spieler spielen, aber auch alleine. Je weniger Spieler, desto mehr Spielanteil hat man.
Battlestar Galactica soll ja wiederum eher Schatten über Camelot like sein, denn da gibt es Verräter :-)