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Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

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wuddel

Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

Beitragvon wuddel » 15. März 2009, 10:29

Ich hatte ja einen Koop Thread erstellt und fand die Vorschläge sehr gut.Daher werde ich mir Pandemie holen und entweder noch Arkham Horror oder Der Hexer von Salem.Nur wollte ich mal fragen wo bei den beiden Spielen jetzt der Unterschied ist und welches empfehlenswerter ist?Auf den ersen Blick schaut Der hexer von Salem so aus wieder der kleine Bruder von Arkham Horror,also gleich nur kürzer und weniger Regeln.Kommt das hin oder ist es allgemein spielerisch ganz anders?

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Peter Gustav Bartschat

Re: Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 15. März 2009, 11:44

Beide haben durchaus ihren Reiz, und ich spiele beide gern.

Um sich den Unterschied klar zu machen, kann man etwa an folgendes denken:
- Arkham Horror ist ein Kind der "amerikanischen Regelschule", deren Motto lauten könnte: Wieviel Material und wieviele Regeln kann ich gerade noch in ein Spiel packen, damit in jeder Spielrunde wenigstens Einer ist, der den Überblick nicht völlig verliert?
- Der Hexer von Salem ist ein Kind der "deutschen Regelschule", deren Motto lauten könnte: Was kann ich alles weglassen, so dass noch ein klar erkennbares Konzept übrig bleibt, das mit minimalem Verwaltungsaufwand einen abwechslungreichen Spielablauf ermöglicht?

Es gibt aus meiner Sicht bei der Bewertung dieser beiden Möglichkeiten (die so, wie ich sie oben formuliert habe, natürlich Exteme sind, die wir in dieser Ausschließlichkeit wohl nur in wenigen Spielen umgesetzt finden) keine Trennung zwischen "gut" und "schlecht", sondern es sind unterschiedliche Herangehensweisen an die Entwicklung von Spielen, die allerdings bei Spielern unteschiedlich ankommen mögen.

Wenn du unsicher bist, welches du kaufen willst, und nur eines von beiden in Frage kommt, dann rate ich eher zum "Hexer von Salem": Er wird sich vermutlich mehr Mitspielern leichter erschließen und wegen seiner geringeren Spieldauer ingesamt häufiger auf den Tisch kommen.
"Arkham Horror" erfordert Spieler mit Geduld zum Regel-Erlernen sowie Toleranz gegenüber - sagen wir - kreativen Regelformulierungen in der Anleitung.
Im Unterschied zum "Hexer", der mindestens 2 Spieler erfordert, kann man den "Horror" auch allein spielen.
Ach ja: "Horror" verträgt sich nicht mit kleinen Wohnzimmertischen, mit denen sich der "Hexer" durchaus zu arrangieren versteht.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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ferox
Spielkamerad
Beiträge: 39

Re: Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

Beitragvon ferox » 15. März 2009, 12:04

Hallo!

Um es vorweg zu sagen, kennen tue ich nur Arkham Horror und habe bisher etwa 10 zweier Partien hinter mir.

Wenn du ein Vielspieler bist, dürftest du die Regeln nicht so abschreckend finden, wie mein Vorredner beschrieben hat.

Es stimmt zwar, dass ein intensives Regelstudium notwendig ist, aber wenn sich die Reglen einem erstmal erschlossen habe, ghehen die Spielrunden flüssig und schnell von der Hand, da ich finde, dass der Spielmechanismus ganz gut ineinader greift.

Wenn du ein Spiel mit einer sehr hohen atmosphärischen Dichte suchst und durchaus mal bereit bist einen ganzen Wochenendabend in ein Spiel zu investieren (ca. 4 Stunden) bist dur mit Arkham Horror sehr gut beraten.

Mir scheint der Hexer (nach Sichtung einiger Reszensionen)ein recht lauer und etwas liebloser Abklatsch von Arkham Horror zu sein, aber das sei mal als meine Meinung dahin gestellt...ich würde lieber zum "Original" greifen.

Gruß, ferox

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ravn

Re: Alternative "A touch of Evil"

Beitragvon ravn » 15. März 2009, 14:04

ferox schrieb:

> Mir scheint der Hexer (nach Sichtung einiger Reszensionen)ein
> recht lauer und etwas liebloser Abklatsch von Arkham Horror
> zu sein, aber das sei mal als meine Meinung dahin
> gestellt...ich würde lieber zum "Original" greifen.

Wenn wuddel Arkham Horror zu regellastig ist, könnte "A touch of Evil" auch eine gute Alternative sein. Setzt eben mehr auf Story statt Regeldetails. Aber ist aktuell leider nur in englisch erhältlich. Übersetzungspläne meine ich aber bei Heidelberger gesehen zu haben, oder...

Cu/Ralf

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Tanakor
Kennerspieler
Beiträge: 181

Re: Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

Beitragvon Tanakor » 15. März 2009, 14:41

ferox schrieb:

> Mir scheint der Hexer (nach Sichtung einiger Reszensionen)ein
> recht lauer und etwas liebloser Abklatsch von Arkham Horror
> zu sein, aber das sei mal als meine Meinung dahin
> gestellt...ich würde lieber zum "Original" greifen.

Auch ich habe Hexer von Salem nicht gespielt - vor allem weil es ein so offensichtlicher Arkham Horror-Abklatsch ist, daß es schon dreist von Kosmos ist. (Außerdem habe ich eine sehr ausgebprägte Abneigung gegen Wolfgang Holbein, so daß ich allein deswegen schon nicht zu dem Spiel greifen würde.)

Meine Erfahrung mit Arkham Horror (über 100 mal gespielt) ist, daß es auch bei Gelegenheitsspielern sehr gut ankommt - natürlich vorausgesetzt, daß jemand Ihnen die Regeln erklärt. Die Erarbeitung der Regeln anhand des Regelhefts ist zu Anfang etwas mühsam (was nicht vorrangig an der komplexität der Regeln liegt, sonder eher an dem meiner Meinung didaktisch sehr schlecht gemachten Regelheft).
Auch muß man kein Lovecraft-Fan sein um in den Hintergrund einzusteigen. Von den etwa 10 bis 15 Leuten, mit denen ich Arkham schon gespielt habe, kannten nur zwei oder drei H.P. Lovecraft. Trotzdem hat das Spiel jedem gefallen, dem ich es vorgeführt habe.
Was mir an dem Spiel neben der dichten Athmosphäre und dem hohen Wiederspielwert gefällt, ist daß das Spiel mit fast jeder Anzahl exzellent funktioniert. Das Optimum sind zwar drei oder vier Spieler, ich habe aber sehr viele Spiele zu zweit bestritten und auch mit fünf oder sechs Leuten macht das Spiel viel Spaß. Viele Leute spielen es auch gerne solitaire. Lediglich bei sieben oder acht wird das Spiel meiner Meinung nach zu zäh.

Unterm Strich also eine absolute Kaufempfehlung für Arkham Horror! Ich bin aber auch absoluter Fan dieses Spiels.

Bezüglich Peters vergleichs zwischen europäischer und amerikanischer Regelschule, möchte ich noch etwas nachtragen, da mir das zu negativ klingt, was er geschrieben hat:
Der Unterschied, sofern er denn heute überhaupt noch so sauber existiert, ist die Priorität bei der Entwicklung.
Bei europäischen Spielen stehen meist saubere und ausgewogenen Regelmechanismen im Vordergrund. Der Glücksfaktor wird dabei oft bewust gering gehalten.
Amerikanische Spiele zäumen die Regeln von dem gewünschten Thema her auf - da wird der Zufall zum Prinzip erhoben (wie das wahre Leben eben) und es gibt oft Regel-Ausnahmen in ganz bestimmten Situationen.
"Euros" kann man also nach ein oder zwei Spielen normalerweise zu 99% kapiert haben und muß kaum noch ins Regelbuch schauen. Bei amerikanischen Spielen muß man auch nach vielfachen Spiel öfter mal nachschlagen, was die Regeln für ganz bestimmte, seltene Situationen besagen.

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carpet2004
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Beiträge: 183

Re: Arkham Horror vs. Der Hexer von Salem

Beitragvon carpet2004 » 16. März 2009, 17:22

Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe beide Spiele gespielt, Arkham deutlich häufiger, aber auch nur deswegen, weil es die Stimmung besser einfängt. Wenn man Wert auf Story und Atmosphäre legt, ist Arkham die eindeutig bessere Wahl, trotz der umfangreichen (und leider auch etwas unübersichtlichen) Regel. Der Hexer ist eher eine "Light" Version dessen, oder wie meine Freundin sagt, die Familienversion. Sie funktioniert wunderbar, ist klar, aber Stimmung will bei mir da nicht so recht aufkommen. Dafür dauert der Hexer aber auch nur 60-90 Minuten, während man mit Arkham Stunden verbringen kann, die garantiert nicht langweilig werden und mit zunehmender Bedrohung an Spannung gewinnt.


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