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Agricola - offene Karten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Mikos
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Agricola - offene Karten

Beitragvon Mikos » 2. Juni 2009, 22:59

Hi

Wir haben heute erstmals Agricola zu Zweit mit offenen Karten gespielt. Dabei haben wir am Anfang 10 kleine Anschaffungen und 10 Ausbildungen aufgedeckt. Beide können daraus im Laufe des Spiels auswählen. Wenn eine Karte genutzt wird, wird danach eine neue dafür aufgedeckt.

Hat mir sehr gut gefallen. Beide haben die selben Chancen. Weiter gibt es eine größere Auswahl, bessere Möglichkeiten an Altenativwegen, die komplette Strategie muß/kann nicht vor dem Spiel zurechtgelegt werden. Man kann während des Spieles auf neue Karten reagieren. Es gibt einen gewissen Wettbewerb um "gute" Karten, man kann aber auch erahnen, auf welche Karten der Gegner scharf ist bzw. man sieht, welche er überhaupt nehmen kann.

Hat noch jemand ähnliche Hausregeln erprobt, evtl. auch mit mehreren Mitspielern?

Gruß, Mike

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ravn

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon ravn » 2. Juni 2009, 23:20

Mikos schrieb:

> Wir haben heute erstmals Agricola zu Zweit mit offenen Karten
> gespielt. Dabei haben wir am Anfang 10 kleine Anschaffungen
> und 10 Ausbildungen aufgedeckt. Beide können daraus im Laufe
> des Spiels auswählen. Wenn eine Karte genutzt wird, wird
> danach eine neue dafür aufgedeckt.

Klingt gut, nur hat der Startspieler nicht den enormen Vorteil, aus eben 10 kleinen Anschaffungen und 10 Ausbildungen sich die beste Karte herauszusuchen? Also eine Karte, die wie Hebamme enorme Vorteile bringt, oder Grundrohstoffe vermehrt, oder bei der Ernährung hilft?

Wer erst als Zweiter an der Reihe ist, muss also sehen, was übrig bleibt ... wobei natürlich die Chance besteht, dass eine entsprechend stärkere Einzelkarte nachgelegt wird.

Weil nach ungezählten Agricola-Partien bin ich an dem Punkt angekommen, wo sich der Sieg meist über gut zusammenpassende Handkarten entscheidet. Hat man da nur blöde Karten (wenige preiswerte Anschaffungen, wenige Karten für den Spielbeginn, keine Karten mit Ernährungsvorteilen, viele Karten mit Voraussetzungen, ...), so wird es arg schwierig, da das eben bestmögliche daraus zu machen. Manche Kartenkombinationen sind schlicht stärker als andere.

Cu/Ralf

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Volker L.

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Volker L. » 3. Juni 2009, 00:20

ravn schrieb:
>
> Mikos schrieb:
>
> > Wir haben heute erstmals Agricola zu Zweit mit offenen Karten
> > gespielt. Dabei haben wir am Anfang 10 kleine Anschaffungen
> > und 10 Ausbildungen aufgedeckt. Beide können daraus im Laufe
> > des Spiels auswählen. Wenn eine Karte genutzt wird, wird
> > danach eine neue dafür aufgedeckt.
>
> Klingt gut, nur hat der Startspieler nicht den enormen
> Vorteil, aus eben 10 kleinen Anschaffungen und 10
> Ausbildungen sich die beste Karte herauszusuchen?

Ich verstehe Mikos so, dass sie die 10+10 Karten offen
bereitgelegt haben, bis sie jemand per Aktion Ausbildung
bzw. kleine Anschaffung erworben hat, also analog zu
den großen Anschaffungen, und nicht dass sie sich
unverbindlich eine Kartenhand zusammengestellt hätten
für den späteren Gebrauch.

Gruß, Volker

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Andreas Last

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Andreas Last » 3. Juni 2009, 00:40

Yep, und ich denke, ravn hats genauso verstanden :) Das Problem ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass sich dadurch der Startspieler die beste Ausbildung aussuchen kann.

Interessant wäre doch vielleicht mal eine Variante, bei der jeder Spieler einen eigenen vollen Kartensatz besitzt und sich daraus sein eigenes Deck aus 10/7 Ausbildungen und Anschaffungen zusammen stellt, mit dem er dann das Spiel bestreitet. Ok, ja, ich bin Magic-Spieler, wie ich ja schon öfter zugegeben habe ;)

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Dirk Piesker
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Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Dirk Piesker » 3. Juni 2009, 08:16

Hallo Andreas,

aber wenn jeder seine eigenen 10 Karten auf der Hand hält, darunter eine Hebamme, dann ist der Vorteil ja noch größer.

Viele Grüße,
Dirk

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Andreas Last

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Andreas Last » 3. Juni 2009, 08:59

Ja, das ist klar. Aber beim Verteilen der Karten hat jeder dieselbe Chance, besonders gute Karten zu bekommen. Werden statt dessen gemeinsame Karten offen ausgelegt, sieht das halt anders aus.

Ich meine, ich finde die Variante von Mikos interessant, verstehe aber halt auch ravns Einwand.

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Mikos
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Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Mikos » 3. Juni 2009, 09:26

Hi

So enorm sehe ich den Vorteil nicht. Wen sich der Startspieler eine gute Ausbildung holt, kann der Zweite sich ja eine gute kleine Anschaffung holen und Startspieler werden und im zweiten Zug dann eine gute zur Anschaffung passende Ausbildung holen. Dass eine entsprechende Kombi vorhanden ist, ist sehr wahrscheinlich bei insgesamt 20 Karten.

Der Vorteil ist definitiv höher, wenn ein Spieler von vornherein gute und zusammenspielende Karten auf der Hand hat und der andere Spieler nicht.

Mit der offenen Variante ist es auch wahrscheinlicher, dass beide Spieler vernünftige zusammenspielende Karten erhalten und wenn nicht, kann der zweite Spieler wenigstens das gute Zussammenspiel der Karten des anderen Spielers verhindern.

Ansonsten könnte man den Startspielervorteil auch durch einen weiteren Ernährungsmarker Unterschied am Start ausgleichen, wenn man es für nötig hält.

Bin mir nur nicht sicher, ob das mit mehreren Spielern praktikabel ist.

Gruß, Mike

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Dirk Piesker
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Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Dirk Piesker » 3. Juni 2009, 09:38

Hallo Andreas,


folgendes Ritual ist bei Agricola strengstens einzuhalten:

Nach Ausspielen einer Ausbildung oder Anschaffung des Gegners muss sofort mit einem Lamento über das Kartenglück, die unglaubliche Stärke der gespielten Karte und die eigene Chancenlosigkeit begonnen werden!
Von daher kommt die Variante für uns nicht in Frage. :-)

was ich an Agricola so mag, ist aber unter anderem die Tatsache dass sich vermeintlich starke Karten in einem Spiel plötzlich als nicht entscheidend herausstellen und die Matchwinner dann kleine, unbeachtete Karten sind.

Viele Grüße,
Dirk

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freak
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Re: Agricola - offene Karten abgewandelt

Beitragvon freak » 3. Juni 2009, 09:56

Hallo,

mir schwirrt immer noch folgende Variante im Kopf herum, die ich noch nicht ausprobiert habe.

Zu den normalen Handkarten gibt es jeweils x kleine Anschaffungen und x Ausbildungen, die offen liegen.
Als eine Personenaktion kann man wählen, eine dieser Karten zu nehmen.
x = eine Karte mehr wie Mitspieler oder gleich Mitspieleranzahl

Ich hoffe, ich denke dran, dass beim nächsten Mal auszuprobieren.

Viele grüße
freak

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Frank

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Frank » 3. Juni 2009, 10:16

Ist schon interessant, wie das Thema "Kartenglück" diskutiert wird.

Wir haben das Thema in Herne mit Uwe diskutiert und heraus kam eine, dem hier Diskutierten sehr ähnliche Variante:

Es liegen x-kleine Anschaffungen und x-Ausbildungen aus.
Statt (!) einer Personenaktion, kann man eine ausliegende Karte auf die Hand nehmen. Das Aufnehmen der Karte ist also eine zusätzliche Aktion zu den personenaktionen. Damit muß man die Entscheidung treffen, sich zwischen einer vermeintlich starken Karte und einer Personenaktion zu entscheiden. Entscheidet man sich für die Karte, haben die Mitspieler einen Vorteil bei den Personenaktionen, da sie ja hier in der jeweiligen Runde die besseren bekommen. Jeder Spieler darf pro Spielrunde 1 Ausbildung und 1 kleine Anschaffung auf die Hand nehmen. Die Karten werden wieder auf x aufgefüllt.

Ausgangspunkt dieser Variante ist die kommende Erweiterung "Moorbauern", wo ein ähnlicher Mechanismus verwendet wird.



Frank

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freak
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Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon freak » 3. Juni 2009, 10:55

liegt ja dann recht nahe bei meiner Idee...
mal schauen, wie sich das spielen lässt.

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Andreas Last

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Andreas Last » 3. Juni 2009, 11:01

Hihi dieses Ritual kenne ich auch :D Aber du hast recht. Geschickt passende kleinere Karten sind oft deutlich mächtiger, als sehr starke Karten, die aber mit dem Rest nicht passen.

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ode

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon ode » 3. Juni 2009, 11:57

Ich denke auch, dass man mit den offen ausliegenden Karten dann gute Kombinationen beim Mitspieler verhindern kann. Daher bringt eine starke Karte vielleicht etwas, aber es ist auch zu bedenken, dass starke Karten auch viel Kosten oder schwerer auszuspielen sind. Daher kann es auch von Vorteil sein, billige Karten zu nehmen und sie zwischendurch auszuspielen und so immerwährende, kleine Vorteile zu haben. Ich finde die Idee sehr interessant und besser, als alle bisher vorgeschlagenen Draft-Mechanismen. Natürlich nur im Spiel mit wenig Spielern...

ode.

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Andreas Last

Re: Agricola - offene Karten

Beitragvon Andreas Last » 3. Juni 2009, 15:04

Also ausprobieren werde ich die Variante von Mikos auf jeden Fall auch :)

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Robert Vötter
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Frage zu dieser VarianteAgricola - offene Karten

Beitragvon Robert Vötter » 5. Juni 2009, 11:51

Hallo Frank,
könntest du mir vielleicht noch eine frage zu dieser Variante beantworten ?

Wenn ich einen Personenstein hergebe, darf ich mir entweder 1 Ausbildung oder 1 kleine Anschaffung nehmen ?

Stimmt das so oder verstehe ich das falsch

Gruß
Robert (Findet diese Variante sehr interessant)

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freak
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Re: Frage zu dieser VarianteAgricola - offene Karten

Beitragvon freak » 5. Juni 2009, 12:53

Hi Robert,

in Franks Variante "opfert" man keinen Personenaktion dafür, sondern nimmt sich eine der offen liegenden Karten (Anschaffung oder Ausbildung).
In der Gefahr, dass jemand eine Personenaktion nutzt, die man selbst gerne gehabt hätte.

Ich hatte dran gedacht, diese Karten auch als Personenaktion zu nehmen, in dem man seinen Stein drauflegt und die Karte dann bei der Abrechnung der Runde nimmt.

Was sich besser spielt, muss ich dringend mal antesten...

Viele Grüße
freak

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Ralph Bruhn
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Re: Frage zu dieser VarianteAgricola - offene Karten

Beitragvon Ralph Bruhn » 5. Juni 2009, 19:15

Hallo Robert,

Frank schrieb "Statt (!) einer Personenaktion ...".
Du musst also keinen Personenstein dafür abgeben. Du setzt sozusagen eine Runde mit deinen Personensteinen aus.
Hört sich sehr interessant an!

Viele Grüße
Ralph


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