Anzeige

Essen: Drei kleine Nebensächlichkeiten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Dancer
Kennerspieler
Beiträge: 357

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Dancer » 27. Oktober 2009, 13:36

Hallo Helmut!

Dann probiere ich es mal ganz ohne Ironie:

Was Du als "guten" oder "schlechten" Stil empfindest muss nicht automatisch das einzig Richtige sein. Zum Beispiel gibt es ein recht erfolgreiches Buch mit dem Titel "Der Vollidiot". Sicher kein Anwärter auf den Literaturnobelpreis, aber es scheint genug Leute zu geben, die sich an dem Titel nicht stören. Im Gegenteil, hier wird der provokante Titel sogar als sogenanntes Stilmittel eingesetzt.
Dass Ralf's "Idioten" kein Humor auf Kosten anderer war, sondern - bewusst - auf eigene Kosten lief, hast Du außerdem offensichtlich immer noch nicht kapiert.

An anderer Stelle im Forum schreibst Du: "Spielperlen sind für die meisten Leute diejenigen Spiele, die in 5 min erklärt und verstanden sind."
Auch hier scheinst Du sehr sicher zu wissen, was "die meisten" Leute denken - nämlich das was Du denkst.

Vielleicht solltest Du mal in Erwägung ziehen Deinen persönlichen Erfahrungsschatz nicht so zu verallgemeinern. Oder dass Du Dich im anderen Fall dann zumindest nicht so wundern darfst, wenn jemand nicht Deiner Meinung ist.

Gruß - Stefan

Benutzeravatar
Calavera
Brettspieler
Beiträge: 82

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Calavera » 27. Oktober 2009, 13:43

Helmut, die einzigen Personen, auf deren Kosten der Witz geht, sind diejenigen, die sich über andere aufregen, ohne mal einen gedanklichen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, ob man sich selbst nicht vielleicht in ähnlicher Situation auch so verhalten hat. Also eigentlich genau die Sorte von Mensch, über die du dich grad beim falschen Adressaten beschwerst.
Und die wurden noch nicht einmal mit irgendeinem Schimpfwort versehen, sondern einfach nur persifliert.

Kann man lustig finden, oder auch nicht. Aber den Witz trotz mehrerer geschwenkter Gartenzäune nicht richtig zu verstehen und stattdessen dem Autor Stillosigkeit vorzuwerfen, ist ...unglücklich.

Falls die Pointe immer noch nicht angekommen ist (das ist der Fall, wenn du dieses Posting für falsch und Ralf für einen verbalen Rüpel hältst), kannst du mir auch gerne eine Mail schreiben, damit ich dir in der Antwort den Witz dann wirklich in seine Bestandteile zerlege.


Schönen Gruß,

Calavera

Benutzeravatar
Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Helmut » 27. Oktober 2009, 14:16

Deine letzten Absätze zeigen mir, dass Du nicht verstanden hast, worum es mir geht, aber so wichtig ist das auch wieder nicht. Lassen wir das!

Benutzeravatar
Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Helmut » 27. Oktober 2009, 14:17

Hihi, Intrige ist ein Klasse-Spiel!

Benutzeravatar
Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Helmut » 27. Oktober 2009, 14:23

Dancer schrieb:
>
> Hallo Helmut!
>
> Dann probiere ich es mal ganz ohne Ironie:
>
> Was Du als "guten" oder "schlechten" Stil empfindest muss
> nicht automatisch das einzig Richtige sein.

Stimmt, habe ich auch nicht behauptet, ist nur meine Meinung.

Zum Beispiel gibt
> es ein recht erfolgreiches Buch mit dem Titel "Der
> Vollidiot". Sicher kein Anwärter auf den Literaturnobelpreis,
> aber es scheint genug Leute zu geben, die sich an dem Titel
> nicht stören. Im Gegenteil, hier wird der provokante Titel
> sogar als sogenanntes Stilmittel eingesetzt.
> Dass Ralf's "Idioten" kein Humor auf Kosten anderer war,
> sondern - bewusst - auf eigene Kosten lief, hast Du außerdem
> offensichtlich immer noch nicht kapiert.

Ob auf eigene Kosten oder nicht, ist doch völlig egal, finde ich, aber lassen wird das.

>
> An anderer Stelle im Forum schreibst Du: "Spielperlen sind
> für die meisten Leute diejenigen Spiele, die in 5 min erklärt
> und verstanden sind."
> Auch hier scheinst Du sehr sicher zu wissen, was "die
> meisten" Leute denken - nämlich das was Du denkst.


Ach, komm, die Verkaufszahlen der am meisten gekauften und in den Familien am meisten gespielten Spiele weisen eher auf 5 min-Erklärungen hin als auf Erarbeitung einer Spielregel von 12 Seiten, oder etwa nicht?
Das sind doch objekte Fakten!

Benutzeravatar
Klaus Knechtskern
Kennerspieler
Beiträge: 1660

RE: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Klaus Knechtskern » 27. Oktober 2009, 14:59

"Helmut" hat am 27.10.2009 geschrieben:

>> An anderer Stelle im Forum schreibst Du: "Spielperlen sind
>> für die meisten Leute diejenigen Spiele, die in 5 min erklärt
>> und verstanden sind."
>> Auch hier scheinst Du sehr sicher zu wissen, was "die
>> meisten" Leute denken - nämlich das was Du denkst.
>
>
> Ach, komm, die Verkaufszahlen der am meisten gekauften und
> in den Familien am meisten gespielten Spiele weisen eher
> auf 5 min-Erklärungen hin als auf Erarbeitung einer
> Spielregel von 12 Seiten, oder etwa nicht?
> Das sind doch objekte Fakten!


Was haben Verkazufszahlen mit Spielperlen zu tun?

Ich bin doch eher verwundert dass Monopoly zum Beispiel eine Spielperle sein soll...

Gruß

Klaus

Benutzeravatar
Marc
Kennerspieler
Beiträge: 235

Re: Stilfrage!

Beitragvon Marc » 27. Oktober 2009, 15:00


Dann mal die entschärfte Version für Dich:

"Es gibt eigentlich nur zwei Typen Besucher in Essen: Die, die plötzlich stehen bleiben um sich an einem Stand irgendetwas anzuschauen und damit einen großen Stau produzieren.
Und die, die hinter einem nachdrängen, wenn man gerade an einem Stand etwas Interessantes entdeckt hat ;-) "

So. Und jetzt nochmal durchlesen und über die Selbstgerechtigkeit der Menschheit lachen. Und einfach mal zugeben, dass Du den den Witz erst jetzt verstanden hast, nachdem Du dich echauffiert hast und jetzt nicht weißt, wie Du aus der Nummer rauskommst.



+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

http://www.darmstadt-spielt.de/
7. + 8. November 2009

Darmstädter Spieletreffs:
http://www.spielekreis-darmstadt.de

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Ralf Arnemann » 27. Oktober 2009, 15:12

> zumal man sich den Inhalt des Wortes "Idiot" mal genauer
> anschauen sollte
Interessante Idee.

> Der Idiot (von grch. ἰδιότης (idiótes) „Privatperson“ ... war
> in der griechischen Antike ein Mensch, der Privates nicht von
> Öffentlichem trennte ...
Ja, das verändert die Sachlage natürlich deutlich. Oder so.

Benutzeravatar
Dancer
Kennerspieler
Beiträge: 357

Re: Humor auf Kosten anderer?

Beitragvon Dancer » 27. Oktober 2009, 15:14

Hallo Helmut!

> Ob auf eigene Kosten oder nicht, ist doch völlig egal, finde
> ich, aber lassen wird das.

Nicht egal, wenn Du den Topic in "Humor auf Kosten Anderer" änderst. Weil das die Vermutung nahe legt, dass Du den Beitrag gar nicht verstanden hast.

> Ach, komm, die Verkaufszahlen der am meisten gekauften und in
> den Familien am meisten gespielten Spiele weisen eher auf 5
> min-Erklärungen hin als auf Erarbeitung einer Spielregel von
> 12 Seiten, oder etwa nicht?
> Das sind doch objekte Fakten!

Das sind aber weder die Leute, die - mehrheitlich - auf eine Spielemesse gehen und dort Bewertungen abgeben, noch das durchschnittliche Forums-Publikum hier. Und Dein Beitrag aus dem ich mir zu zitieren erlaubt habe klingt eben so, als müsste jeder logisch denkende Mensch zum gleichen Schluss kommen wie Du. Genau wie bei der Frage nach gutem Stil. Aber ich denke zu schreiben, welchen Eindruck Du mit diesen Postings bei mir hinterlassen hast, das wäre wirklich kein guter Stil...zumal ich zugeben muss, dass zwei Beiträge da eine etwas knappe Grundlage wären...

Also nichts für ungut
Gruß - Stefan

Benutzeravatar
Volker L.

Re: Stilfrage!

Beitragvon Volker L. » 27. Oktober 2009, 17:16

Veda Ssu schrieb:
>
> Ich konnte über den beitrag von Ralf ziemlich
> schmunzeln und bin mir sicher, dass dies von ihm so auch
> beabsichtigt war.

Dass es offenbar notwendig ist, dies explizit zu betonen, erfüllt mich mit Sorge :-/

Benutzeravatar
peer

Trolleys

Beitragvon peer » 27. Oktober 2009, 17:23

Hi,
ein Wort mal zu Trolleys: Ich benutze nämlich auch einen. Um den Verlagen Prototypen in Essen zu präsentieren, damit die auch in Zukunft was zum produzieren haben. Und Essen ist nunmal für viele (vor allem ausländische) Verlage die einzige Möglichkeit sich Prototypen direkt anzugucken, ohne enorme Portokosten in Kauf nehmen zu müssen.
Wenn du eine andere Möglichkeit weißt um 3 Verlagen innerhlab von 2 Stunden insgesmat 15 Prototypen zu zeigen, würde ich sie gerne wissen!

Und ja, ich bemühe mich ernsthaft niemanden über den Fuß zu fahren und entschuldige mich, wenn es doch passiert. Aber dafür sag ich auch nix, wenn mir jemand auf den Fuß tritt... :-)

ciao
peer

Benutzeravatar
Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

RE: Monopoly

Beitragvon Helmut » 27. Oktober 2009, 19:06

Klaus Knechtskern schrieb:
>
>
>
> Was haben Verkazufszahlen mit Spielperlen zu tun?
>
> Ich bin doch eher verwundert dass Monopoly zum Beispiel eine
> Spielperle sein soll...

Das kommt ganz auf den Standpunkt an!
Frag mal z.B. Zehn- bis Fünfzehnjährige, welche Brettspiele sie zu Hause haben und gut finden. Da ist "Monopoly" bestimmt dabei.

Benutzeravatar
Hartmut Th.

RE: Monopoly

Beitragvon Hartmut Th. » 28. Oktober 2009, 07:45

"Helmut" hat am 27.10.2009 geschrieben:
> Klaus Knechtskern schrieb:
>>
>>
>>
>> Was haben Verkazufszahlen mit Spielperlen zu tun?
>>
>> Ich bin doch eher verwundert dass Monopoly zum Beispiel eine
>> Spielperle sein soll...
>
> Das kommt ganz auf den Standpunkt an!
> Frag mal z.B. Zehn- bis Fünfzehnjährige, welche Brettspiele
> sie zu Hause haben und gut finden. Da ist "Monopoly"
> bestimmt dabei.

Meine Kinder haben auch Monopoly kennengelernt und gespielt - dann war das Thema durch, schließlich hatte Papa ja noch andere - bessere! - Spiele. Uninformiertheit (wer hat schon so viel Spiele) oder Produktlebenszeit adelt das Mittelmaß deshalb noch nicht zur "Perle".

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

Benutzeravatar
Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

RE: Monopoly und andere Perlen

Beitragvon Helmut » 28. Oktober 2009, 09:44

Hartmut Th. schrieb:
> Meine Kinder haben auch Monopoly kennengelernt und gespielt -
> dann war das Thema durch, schließlich hatte Papa ja noch
> andere - bessere! - Spiele.

Ja, da haben Deine Kinder, wie auch meine, natürlich Glück!
Andere, in deren Familien außer Skat, Rommé, Mädn, Würfel, usw. nichts weiter vorhanden ist, haben ein paar Jahre Spaß mit Monopoly. Dann spielen sie meistens nichts mehr. Wie bei mir früher zu Hause.

Uninformiertheit (wer hat schon
> so viel Spiele) oder Produktlebenszeit adelt das Mittelmaß
> deshalb noch nicht zur "Perle".

"Perle" ist doch ein rein subjektiver Ausdruck, basierend auf dem, welche Spiele zu Hause vorhanden sind.
Was der eine "Perle" nennt, ist für den anderen "Schrott".
Wie willst du das denn grundlegend ändern?
SG
Helmut (der seit 1987 versucht zu ändern)

Benutzeravatar
peer

RE: Monopoly und andere Perlen

Beitragvon peer » 28. Oktober 2009, 10:06

Hi,
wobei ich bezweifle, dass der Großteil der Familien, die ein Monopoly zu hause haben, es als Perle entfinden :-)

ciao
peer (kennt fast mehr Leute, die von Spielen durch Monpoly abgeschreckt als animiert wurden)

Benutzeravatar
Thomas O.
Kennerspieler
Beiträge: 461

RE: Monopoly

Beitragvon Thomas O. » 28. Oktober 2009, 14:27

Helmut schrieb:
>
> Klaus Knechtskern schrieb:
> >
> > Was haben Verkazufszahlen mit Spielperlen zu tun?
> >
> > Ich bin doch eher verwundert dass Monopoly zum Beispiel eine
> > Spielperle sein soll...
>
> Das kommt ganz auf den Standpunkt an!
> Frag mal z.B. Zehn- bis Fünfzehnjährige, welche Brettspiele
> sie zu Hause haben und gut finden. Da ist "Monopoly" bestimmt
> dabei.

Ich habe auch eine Perle zu Hause, aber mit der spiele ich kein Monopoly... ;-)

Im Ernst: Mit "Perle" bezeichnet man zumeist etwas, das auf Grund seiner Wertigkeit, seiner Bedeutung und seiner (inneren oder äußeren) Ästehtik aus der Masse herausragt und das man mit großer Wertschätzung betrachtet.

(Rhetorik an)
Trifft das auf Monopoly zu?
(Rhetorik aus)

Und wir sind doch hier ein Forum von "Experten" und haben auf unserem Gebiet eine gewisse Urteilskompetenz, also sollten wir schon den Mut haben, zu beurteilen, dass Monopoly keine Perle ist. Punkt. Warum muss ich die Brille einer anderen Gruppe (Wenigspieler) aufsetzen, wenn ich ein Urteil fälle?

Gruß

Thomas

Benutzeravatar
MiKa
Brettspieler
Beiträge: 83

RE: Monopoly

Beitragvon MiKa » 28. Oktober 2009, 15:06

Moin!

"Perlen sind Muschelkotze"

(Transparent der Werderfans zum Spiel beim HSV als Anspielung auf das Stadionlied "Hamburg meine Perle")

In dem Sinne


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste