Good gracious!
Ich so mir heute voll die Anleitung von "Norenberc" am reinpfeifen, da stolpert meine bionische Iris über ein perfides Detail des heimtückischen Gespanns Steding & Köther ("Da kommen diese Trottel nie drauf, das bleibt für immer unser kleines, schmutziges Geheimnis, Ferdinand!"):
In der schönen und mit guter Sprache ausformulierten Regel finden sich zur Veranschaulichung der Spielmechanismen auch illustrierte Auszüge einer Beispielpartie in Dreierbesetzung. Soweit nichts Ungewöhnliches - doch Obacht: Während die Farben "Gelb" und "Orange" (der Kapitän bevorzugt bezüglich der letzt genannten Farbe den Ausdruck "Humsti-farben", der alte Mann soll hier aber nicht schon wieder raumgreifend von Interesse sein) virtuellen Spielern zugeordnet sind, steckt hinter der Farbe "Blau" offensichtlich eine Spielerin:
"Gelb beschließt 3 Aktionen: bei den Bäckern, Schuhmachern und Druckern. ER legt diese drei Karten verdeckt vor sich ab und legt den Passmarker auf seine letzte Karte. Blau ist vorsichtiger und plant nur 2 Aktionen, und zwar bei den Brauern und den Schuhmachern. SIE legt ihren Passmarker auf ihre beiden anderen Karten. Orange plant Aktionen bei allen vier Zünften und spielt deshalb alle SEINE Aktionskarten aus."
Am Ende der Regel wird der Ausgang der Partie wie folgt geschildert: "Humsti-farben" gewinnt das Spiel mit 41 Siegpunkten, dicht gefolgt von "Gelb" mit 35 SP. "Blau" landet mit 25 SP abgeschlagen auf dem letzten Platz. Tja. Die Olle hat's mal wieder vergeigt.
Was aber ja auch kein Wunder ist: Frauen sind in der Regel (und nicht nur in der Besagten) leicht dümmliche Geschöpfe, deren genderspezifische Rolle im Rahmen eines Spieleabends sich eher auf "Salzstangen-Reicherin" oder "Kerzen-nach-dem-Spielabend-mit-den-Dutteln-Auswedlerin" beschränken sollte. Sag' ich jetzt mal so. Und ich war immerhin mal eine Frau.
Harsche Mythen,
Eduard Zigarette