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Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

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Michael Schlepphorst
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Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Michael Schlepphorst » 7. Februar 2011, 12:45

Hallo!

In einem anderen Thread vor einigen Tagen hatte ich ja versprochen zu berichten wie es mir ergangen ist mit der womöglich übermächtigen Münz-Strategie.

Am Freitag Abend war es nun so weit und wir haben zu dritt eine Partie gespielt. Meine Gegner waren die Deutschen und die Russen. Ich selbst spielte Amerika bzw. USA. Vor dem Spiel habe ich meinen beiden Mitspieler über das "Experiment" aufgeklärt und wir haben uns geeinigt zu überprüfen ob es möglich ist diese 9-Runden-Münzstrategie zu besiegen bzw. sie aufzuhalten.

Um es schon mal vorweg zu nehmen, die Münz-Strategie wurde vernichtend geschlagen ;-)

Ich habe begonnen wie in meinem Beitrag zuletzt geschildert und schnell "Code of Laws" entwickelt. Kurz danach "Pottery" und nach ca. 5 Runden hatte ich schon meine ersten 4 Münzen zusammen (2 x Pottery und 1 x Code of Laws + 1 Persönlichkeit).

Nun wollte ich das nächste Dorf erobern und anschließend auf diesem Feld meine dritte Stadt errichten. Es war alles geplant. Letzte Runde Irrigation entwickelt und schon Democracy zur Seite gelegt für diese Entwicklungsrunde. Die Ressource unter dem Dorfmarker war auch schon eingeplant um sie gegen Gold bei Pottery einzutauschen etc. Zudem befand sich noch eine weitere Hütte in Reichweite.

Als ich dann jedoch zur Eroberung des Dorfes losziehen wollte, zückte Russland einen Seide-Marker aus den Hüttenmarkern hervor und verbat mir mit seiner Kommunismus-Fähigkeit diese Bewegung. Die nun folgenden Spieler nahmen mir dann die Hütte weg und durch eine Kulturkarte verlor ich auch noch eine Armee-Figur :-(

Dies brachte meinen Fahrplan gehörig zum Einsturz. Zusätzlich hatte der Deutsche inzwischen kräftig aufgerüstet und drohte mir mit seinen vielen Armeen von Westen her. Seine vielen Eisen-Ressourcen ließen das Drohpotential noch gefährlicher erscheinen und so war ich gezwungen einige Aktionen in die Rüstung zu stecken um nicht schnell überlaufen zu werden.

Deutschland besetzte dann meine Persönlichkeit (Gold) und meine Kaserne (Bonus) mit seinen Figuren, so dass ich immer mehr in die Defensive gedrückt wurde. Zwar konnte ich durch Democracy einige Goldmünzen sammeln, aber Code of Laws und auch Pottery waren quasi lahmgelegt.

In der geplanten Siegrunde 9 hatte ich dann lediglich 8 Münzen und die Deutschen standen kurz vor meiner Hauptstadt. Die Russen fingen inzwischen an Technologien zu kopieren und brauchten auch nur noch 2 Runden bis zum Sieg.

Letztendlich konnte ich nur noch versuchen die Eroberung meiner Hauptstadt zu erschweren. In Runde 11 waren beide Mitspieler so weit das sie das Spiel beenden konnten. Ich hätte noch den Königsmacher spielen können in dem ich Deutschland den Weg zu meiner Hauptstadt mit Figuren zu stelle (er hätte dann kämpfen müssen ohne in meine Hauptstadt zu kommen), aber ich dachte mir der finale Kampf soll darüber entscheiden wer gewinnt.

Vor dem Kampf hatte ich einen Bonus von +12. Aber meine minderwertigen Einheiten (und auch schlecht gezogenen) waren denen der Deutschen klar unterlegen (Samurai Castle). Wenn es drohte knapp zu werden setzte er Eisen ein um Extra-Schadne zu verteilen und schließlich kam er mit +18 durch und gewann mit 6 Punkten Überschuss.

Russland hätte eine Phase später auch mit Technologie gewonnen. Ich hätte bei konsequenter Fortführung der Gold-Strategie es vielleicht noch auf 11-12 Gold gebracht, aber Siegchancen waren nicht da.

Fazit: Es ist auf jeden Fall möglich gegen die Coin-Strategie zu gewinnen. Fraglich ist nur noch ob es nur geklappt hat weil beide sich von Beginn an zusammen getan haben (schlechte Karten nur gegen mich, gegenseitiges Pushen durch Horseback Riding). Wie es wäre bei weniger konsequenter Absprache wird sich nun in den kommenden Partien zeigen müssen. Fest steht aber wohl, dass man jemanden der die Coin-Strategie verfolgt ständig unter Druck setzen muss.
Auch das Gelände ist nicht unwichtig. Da ich quasi auf einer eigenen Insel war und keine Naviagtion hatte, war es schwer für mich an weitere Hütten und Dörfer zu kommen.
So oder so war ich selten so froh über eine Niederlage wie hier ;-)

Grüße

Michael, der sich jetzt wieder auf eine Partie freut bei der er im Spiel entscheiden wird welche Strategie er fährt ...

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Braz
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Re: Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Braz » 7. Februar 2011, 12:48

Hi Michael,

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht!

Michael Schlepphorst schrieb:
> So oder so war ich selten so froh über eine Niederlage wie
> hier ;-)


....und ich erst *ufz* ;-)


Schön, dass du es ausprobiert.


Viele Grüße
Braz

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Braz
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[OT] Re: Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Braz » 7. Februar 2011, 12:49

Braz schrieb:

> Schön, dass du es ausprobiert.


..."hast" fehlt natürlich noch am Ende ;-)

Mea culpa

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Bundyman
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Re: [OT] Re: Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Bundyman » 8. Februar 2011, 08:25

Gibt es schon einen Veröffentlichungstermin für Civ-Board von den Heidelbergern? Ich habe irgendwo gelesen im März, aber der März ist lang und davor gibt´s noch etwas Februar.

Kann man Civ in rund 4 Stunden mit erfahrenen Spielern durchspielen?

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Braz
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Re: [OT] Re: Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Braz » 8. Februar 2011, 08:34

Bundyman schrieb:
> Kann man Civ in rund 4 Stunden mit erfahrenen Spielern
> durchspielen?


Du meinst "in Vollbesetzung"?
-> denke schon

Ich will`s aber mal daingehend korrigieren: Ich denke in 4h ist das Spiel mit Spielern, die zügig spielen, spielbar ;-)

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Michael K

Re: [OT] Re: Civilization - Erfahrungsbericht Münz-Strategie

Beitragvon Michael K » 10. Februar 2011, 21:14

Bei den Heidelbergern steht Juni 2011 als Erscheinungstermin.


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