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(Neue) Spiele

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Markus N.

(Neue) Spiele

Beitragvon Markus N. » 26. März 2000, 19:47

Jetzt gibt es eine Menge (neuer) toller (?) Spiele. Ich zähle einfach mal die auf, die mich auf den ersten Blick interessieren und würde natürlich u.a.
folgendes gerne wissen (u.a. auch von älteren Spielen):
a) Wie hoch ist der Wiederspielreiz?
b) Ist es ein Glücks- oder Taktikspiel oder beides?
c) Wie anspruchsvoll? / Spannung?
d) Lohnt sich der Kauf? ( J / N )
e) Qualität des Spielmaterials
f) Hat das Spiel überhaupt schon jemand?
Was ich nicht mag, sind Spiele wie Targui, wo bald einer rausfällt und die anderen spielen alleine weiter, oder Spiele mit irgendwelchen mystischen Elementen (Vampire oder so Zeugs). Ebenso Spiele, wo man schnell die Lust
verliert und die dann im Schrank versauern (MAD-Spiel, Mississippi-Queen), oder reine Glücksspiele (Ausnahme: Minister :-)
Es brauchen hier wirklich keine Romane geschrieben werden, da auch z.Teil die Spiele hier schon diskutiert wurden. Ich tu mir auch immer etwas schwer bei längeren Spielebeschreibungen, so toll sie auch sind. Ich bitte nur,
was euch da besonders wichtig erscheint, zu ergänzen. Natürlich kann jeder, der will noch ganz beliebig viele Infos anfügen.
I) La Citta
II) Die Händler
IV) Eschnapur (Schmidt)
V) Steinbeisser (Schmidt)
VI) Elixir
VII) Aztec
VIII) Bausack
X) Die Fürsten von Florenz
XI) Tadsch Mahal
XII) Kardinal und König (Goldsieber)
XIII) Warum? Wieso? Weshalb?
XIV) The High Kings of Tara
XV) Die Weinhändler
XVI) Der weiße Lotus
XVII) Africa 1880. (Tilsit)
Erinnert mich etwas an Diplomacy. Liege ich da richtig?
XVIII) Jeanne d'Arc 1429 (Tilsit)

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Ulrich Roth

Bausack

Beitragvon Ulrich Roth » 27. März 2000, 03:52

Markus,
ich weiß nicht, wie der gute alte Bausack in deine Liste neuer Spiele geraten ist, aber wie auch immer: wenn du gern und viel spielst und dieses Spiel (noch) nicht hast, sei es dir wärmstens empfohlen - es ist ein Klassiker und genialerweise sowohl für absolute Anfänger (dank der durchaus auch an sich interessanten und eigenständigen Einstiegsvariante, bei der die Bauteile nicht versteigert, sondern sternförmig ausgelegt werden, wonach dann von den Sternenden genommen werden darf) als auch für abgezockte Profis (in keinem Spiel gibt es gnadenlosere Versteigerungen...) ein Genuss.
Ich bin nicht auf dem Laufenden über die aktuellen Versionen des Spiels. Ich selbst habe den Original-Bausack (mit holzfarbenen, etlichen roten und ein paar grünen Teilen) + den dazu später erschienen "Ausbausack". Ich kenne auch die Ausgabe "Sac Noir", eine Art Designer-Version, die die Teile von Original + Ausbau vereint, und zwar in elegantem Schwarz/Rot. Für die Kaufentscheidung gebe ich zu bedenken, dass der Sac Noir zweifellos besser aussieht (wahrscheinlich auch teurer ist), die schwarz-roten Teile aber glatter als die naturbelassenen sind und deshalb Gebäude im Schnitt wohl etwas eher einstürzen... Das Ideale wäre natürlich, beide vorher auszuprobieren.
Vielleicht hat jemand anderes Info über die Bausack-Aktualität?

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Bettina

Kardinal & König

Beitragvon Bettina » 27. März 2000, 11:35

Hallo Markus,
ich habe Kardinal & König diesen Samstag gespielt und finde es sehr gut.
Aber Du schreibst ja selbst : alles relativ!
Trotzdem versuche ich Dir Antworten zu geben:
a) Wiederspielreiz:
Zur Zeit sehr hoch. Ich spiele neue Spiele oft mehrmals,
evtl. wochenlang. Ob es den Wiederspielreiz behält, wird
sich im Laufe der Zeit zeigen (gibt ja so Spiele, die
noch nach Jahren immer wieder auf den Tisch kommen)
b) Glück/Taktik:
Ich schätze es eher als Taktikspiel ein (wobei wenige
Spiele keinerlei Glück benötigen, in diesem Fall werden
Karten nachgezogen).
c) Spannung/anspruchsvoll:
Anspruchsvoll ja, denn ich glaube erst nach mehrmaligem
Spielen kommt man (vielleicht)hinter das
"Gewinngeheimnis". In unserer Runde blieb es bis zu
letzt sehr spannend.
d) Lohnt sich der Kauf:
Ich habe es zwar geschenkt bekommen, würde es mir sonst
aber sofort kaufen. Vor allem auch, weil es ein recht
schnelles Spiel ist, eine sofortige Revanche also kein
Problem ist.
e) Material:
Spielsteine komplett aus Holz, Karten in Ordnung, über-
sichtlicher Spielplan - alles okay.
f) Hat das Spiel jemand:
Naja - ich halt.
Wenn Du aber die Läden meinst..
Soweit ich informiert bin, müßte das Spiel im Handel
sein, manche Läden brauchen allerdings immer etwas
länger.
Ich hoffe, es ist Dir geholfen.
Viel Spaß beim Testen (wenn Du die Möglichkeit hast, dies vor dem Kauf zu tun, würde ich das immer empfehlen - Geschmäcker sind halt verschieden)
Nice dice
Bettina

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Volker L.

Re: Kardinal & Knig

Beitragvon Volker L. » 27. März 2000, 12:03

Ich kenne das Spiel aus Essen (der Autor hatte eine
Demoversion, die er mit interessierten Messebesuchern
gespielt hat).
Ein weiteres Merkmal sollte erwaehnt werden. Kardinal
und Koenig gehoert zu den Spielen, bei denen man als
Spieler das Ende beschleunigen kann (das Spiel endet,
wenn der Kartenstapel zum zweiten Mal aufgebraucht ist,
und Spieler koennen die Anzahl der nachzuziehenden Karten
kuenstlich hochtreiben).
Ich weiss, dass es Leute gibt, die sowas moegen, ich
gehoere nicht dazu. Bis auf diesen Kritikpunkt fand ich das
Spiel aber ganz gut.

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Silke

Tadsch Mahall

Beitragvon Silke » 28. März 2000, 16:11

Hallo Markus,
wir haben uns vor kurzem Tadsch Mahall zugelegt. Dieses Spiel konnten wir schon auf den Münchner Spieletagen probespielen und und hat der Prototyp überzeugt. In unserer Spielegruppe lieben wir die Spiele von Knizia.
Jetzt zu Deiner Bewertung:
a) Wiederspielreiz
Meiner Meinung nach hoch - der Spielplan kann variabel gestaltet werden, was ich immer sehr befürworte. Das Spiel kommt zu Dritt oder zu Viert sehr gut. Gewinnen kann man mit unterschiedlichen Strategien - ich habe die beste trotz mind. 10 x spielen noch nicht gefunden - es gibt so viele Möglichkeiten. Was ich besonders an diesem Spiel mag - man ist immer irgendwie dabei. Sehr langes Zuschauen gibt es nicht (außer man hat einen Dauergrübler in der Runde). Selbst wenn man in der ersten Runde einmal aussteigen sollte, muß man nicht lange warten, bis es weiter geht - und dann ist es spannend zu beobachten, was die anderen machen.
b) Taktikspiel
Eindeutig ein Tatikspiel, auch wenn man Karten ziehen muß, aber man kann dies auch beeinflussen, da man sich auswählen kann, welche man sich nimmt.
c) Anspruch/Spannung
Ich bzw. wir finden, daß es sehr spannend ist, anspruchsvoll ist so ein dehnbarer Begriff. Für Vielspieler hat es sicherlich einen hohen Reiz, für diejenigen, die seltener spielen ist es sicherlich sehr anspruchsvoll. Hier würde ich eine mittlere Note vergeben. Spannend ist es auf jeden Fall - in unseren Spielrunden hat sich immer erst in der letzten oder vorletzten Runde entschieden, wer Gewinner ist - und das war nicht immer eindeutig.
d) Kauf?
Eindeutig ja.
e) Spielmaterial?
Schön gemacht. Übersichtliche Regel, schöne Paläste, alles im guten Zustand, Plastik. Einzig und allein der Spielplan könnte ein bißchen größer sein, aber es geht.
f) Wo oder wer hat es?
Mittlerweile alle Spielwarengeschäfte und natürlich "adam spielt". In unserer Spielegruppe ist es auch schon angekommen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Silke

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Thomas Rosanski

Eschnapur

Beitragvon Thomas Rosanski » 1. April 2000, 13:58

Hier meine Meinung zu Eschnapur:
Wiederspielreiz: Das ist immer so eine persönliche Frage, hängt es doch damit zusammen, wie sehr man das Spielprinzip mag. Da es neu raus ist, kann ich das noch nicht so gut einschätzen, aber es gehört jedenfalls nicht zu den Spielen, die nach zwei, drei Runden den Reiz völlig verloren haben. Mir gefällt es im Moment sehr gut (habe es bisher dreimal gespielt)
Glück und Taktik: Da du Karten ziehst und verdeckt liegende Plättchen umdrehst, hat es natprlich eine Glückskompenente. Auch ein bischen Bluff gehört dazu (wer legt eine hohe Karte, wer eine niedriege und wer passt vieleicht?). Trotzdem kann man sehr taktisch agieren, man hat ja immer viele Möglichkeiten (Zahlenkarten nachkaufen, Symbolkarten nachkaufen, Bewegungskarten kaufen, Höchstgebot (geheim) abgeben, Niedriegstgebot abgeben, passen, ...). Meines Erachtens eine gute Mischung aus Glück und Taktik.
Anspruch/Spannung: Wo liegt deine Bewertungsskala? Sehr gut ist jedenfalls, dass man immer dran ist, auch wenn man nicht der "aktive" Spieler ist. Wenn ein Plätchen versteigert wird, kann man (sofern man Geld hat) noch Karten nachkaufen, die einem vieleicht beim verdeckten Bieten helfen. Durch den Mechanismus, dass der Spieler mit den wenigsten Siegpunkten doppelt punktet, bleibt das Feld der Spieler auch dicht beieinander. Ich finde es Spannend.
Qualität des Spielmaterials: Grafisch schön. Spielbrett, -karten wie "üblich". Geldstücke und Bewegungskarten aus Pappe (aber schön gemacht). Der Glücks-Budda (für den punkteärmsten Spieler) ist groß und witzig.
Hat das Spiel schon jemand? Weiss ich nicht. Ich muss es mir erst noch kaufen. Gehört aber zu den Anschaffungsplänen für die nächsten Wochen.

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Stephan Zimmermann

re:

Beitragvon Stephan Zimmermann » 22. April 2000, 18:33

Naja, diese Möglichkeit der Spielverkürzung ist aber nur minimal.
1. ist es ganz witzig wenn man da ein wenig Einfluß nehmen kann
2. wer das nicht aus strategischen Gründen macht, sondern nur so um das Spiel zu verkürzen
verliert ...
Stephan

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Albrecht Werstein

re: Bausack

Beitragvon Albrecht Werstein » 4. Mai 2000, 21:25

Schön, dass Ihr Euch an den guten alten Bausack erinnert. Den gibt es nach wie vor bei uns. Der SAC NOIR wird gerade etwas überarbeitet.
Wir liebäugeln damit, dass wir einen Mini-Bausack in der Schachtel rausbringen, damit diese "legende" vielleicht über den Handel doch einmal einem breiteren Publikum zugeführt werden kann.
Gruß Albrecht.


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