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Babel - Kartenglück

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman

Babel - Kartenglück

Beitragvon Roman » 20. Oktober 2000, 09:10

Hallo,
da ich nun meine ersten vier Partien Babel hinter mir habe, wollte ich mal nachfragen, was Ihr denn so für Erfahrungen mit dem Spiel gemacht habt.
Wir empfanden das Spiel als sehr schön gemacht, hatten aber durchaus etwas "Probleme" mit dem Glück beim Nachziehen der Karten. Oftmals gewann ein Spieler entweder, weil der andere nicht die passenden Handkarten zog, um rechtzeitig an einen Ort zu kommen oder die richtige 3er-Serie zu vervollständigen, oder beim Auslegen der Tempelkarten hatte einer mehr Glück, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen niedrigen Karten zum Weiterbau zu erhalten.
Jedenfalls war's bei uns immer sehr knapp, und leider oft eine Frage der Zeit, ob der eine eher seinen Tempeleinsturz o.ä. fertigbekommt, oder der andere noch seinen Tempel auf Stufe 5 und 6 vervollständigt, was beides ja fast nur davon abhängt, ob gerade die richtigen Karten nachgezogen werden können.
Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob wir vielleicht eine Regel übersehen haben oder missverstanden - irgendwie kann man unpassende Karten schlecht ausgleichen, alleinig das Versetzen dreier Karten ist unabhängig vom Standpunkt der Spielerfigur. Bei allen anderen Aktionen ist man leider gelackmeiert, wenn man nicht dahin kommt, wo man hinwill.
Vielleicht haben wir aber auch nur immer zu viele Karten an zuwenige Orte gelegt, und uns damit selbst die Kartenhand und Möglichkeiten zu stark "beschnitten" - wie seht Ihr die Sache? Eher auf vielen Hochzeiten tanzen oder wenige Tempel höher bauen?
Ciao,
Roman

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Hartmut

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Hartmut » 20. Oktober 2000, 10:26

Hallo Roman,
natürlich kann ich nicht beurteilen, wie weit Ihr beim Spielen Optionen übersehen habt. Das "Pech", einen Ort nicht erreichen zu können, kommt schon mal gelegentlich vor. Dann pausiert man schlimmstenfalls mit drei Karten auf der Hand (wenn es geht nicht mehr, sonst droht die Halbierung der Handkarten) und macht beim nächsten Zug den großen Zampano.
Man muß auch Obacht geben, dass die "Musik" nicht nur an einem Ort spielt. Einen Tempeleinsturz sollte man schon verkraften können, gerade jenseits der 10-Punkte-Grenze. Hat man seine Interessen entsprechend verteilt, ist auch oft was aus den erhaltenen Karten zu machen.
Ich habe schon etliche Partien Babel mehr gespielt (dürften jetzt um die 20 sein), und kann nicht von entscheidendem Glückseinfluß auf's Spielgeschehen sprechen. Wenn ein Spiel unter gleichstarken Spielern knapp entschieden wird, kann man doch nun wirklich nicht nur diesen minimalen Zufalls-Faktor verantwortlich machen. Du willst doch auch nicht wieder nur sowas wie Schach spielen, oder?
Falls es der eine oder andere übersehen hat. Wir haben auf unserer Homepage (siehe Link) schon vor Wochen eine BABEL-Seite (mit Regeln!) aufgebaut, bei der es z.Zt. auch ein WETTSTREIT DER BAUMEISTER (passt doch!) zu gewinnen gibt. Einsendeschluss ist der 29.10.2000 (letzter Messetag in Essen). Besucht uns auch auf der Messe, im Bereich Spieleflohmarkt, Halle 8.
Hartmut
- Spielekreis Hiespielchen -

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Roman

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Roman » 20. Oktober 2000, 13:20

Hi Hartmut,
>Das "Pech", einen Ort nicht erreichen zu können, kommt schon mal gelegentlich vor. Dann pausiert man schlimmstenfalls mit drei Karten auf der Hand (wenn es geht nicht mehr, sonst droht die Halbierung der Handkarten) und macht beim nächsten Zug den großen Zampano.<
Ah, Halbierung der Handkarten, danke ;-) Das hatten wir zum Beispiel in den letzten beiden Spielen ganz vergessen, dass es ja diese Option gibt - das hätte bei uns schon viel geändert, wir haben nämlich beide teilweise hartnäckig Karten gesammelt.
>Man muß auch Obacht geben, dass die "Musik" nicht nur an einem Ort spielt.
Einen Tempeleinsturz sollte man schon verkraften können, gerade jenseits
der 10-Punkte-Grenze. Hat man seine Interessen entsprechend verteilt, ist
auch oft was aus den erhaltenen Karten zu machen.<
Man sollte irgendwie dann auch nicht unbedingt allzufrüh im Spiel mit Baustufenraub seinen Tempel von 0 auf 6 bringen, und dann weitersehen - das gibt dann schnell einen Bumerang und die Entscheidung. Den Fehler haben wir zu Beginn mal gemacht.
>Ich habe schon etliche Partien Babel mehr gespielt (dürften jetzt um die 20
sein), und kann nicht von entscheidendem Glückseinfluß auf's
Spielgeschehen sprechen. Wenn ein Spiel unter gleichstarken Spielern
knapp entschieden wird, kann man doch nun wirklich nicht nur diesen
minimalen Zufalls-Faktor verantwortlich machen.<
Wir wissen halt nicht, ob wir gleich stark sind ;-) Aber ich gehe mal davon aus, da wir bei vielen Spielen uns nix geben, und das Spiel für uns beide gleichermassen neu war (und wir auch die selben Fehler, s.o., gemacht haben).
>Du willst doch auch nicht
wieder nur sowas wie Schach spielen, oder?<
Nö, das war auch nicht gedacht! WIr haben Babel auch eher als etwas lockerere Unterhaltung gekauft und bisher aufgefasst. Nur das abrupte Ende durch Nachziehen der richtigen Karte(n) nach vorher ausgeglichenem Spielablauf bei uns fanden wir halt etwas "komisch". Hängt aber auch damit zusammen, dass wir uns gegenseitig soviel Karten haben sammeln lassen, dass man dann in einem Zug mit der richtigen Zusatzkarte dann das Spiel so abrupt beenden konnte.
Ciao,
Roman

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Stephan v.L.

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Stephan v.L. » 20. Oktober 2000, 17:39

Hi alle zusammen,
die beiden Autoren Uwe Rosenberg und Hagen Dorgathen haben mir letzens erzählt, dass bei ihnen die Partien inzwischen fast nur noch dadurch enden, dass der Stapel mit den Tempelstufen weg ist.
Anscheinend spielen die beiden inzwischen so gut defensiv, dass es dem jeweils anderen nicht mehr gelingt, sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Soweit bin ich noch lange nicht.
Grüße
Stephan

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andreas haun

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon andreas haun » 20. Oktober 2000, 21:06

moin.
das hoert sich ja doch nach schach an mit gleich starken gegnern und einem remis.
andreas ;-)

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Hartmut

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Hartmut » 22. Oktober 2000, 10:41

Nö, das ist eben nur eine andere Ende-Bedingung. Gewonnen hat auch hier, wer bis dahin mehr gebaut hat. Ein echtes Remis habe ich noch nicht erlebt.

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andreas haun

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon andreas haun » 22. Oktober 2000, 11:32

moin,
ist das spiel besser als blitz+donner ?
andreas

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Erhard Portner

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Erhard Portner » 22. Oktober 2000, 20:01

Hallo,
nachdem ich heute die erste Partie "Babel" gespielt habe, muss ich sagen, dass mein erster Eindruck ausgesprochen positiv ist. Ich denke, dass eine ganze Menge Potenzial in dem Spiel steckt. Vom Spiel-Feeling fühle ich mich ein wenig an Sid Sacksons "Die 1. Million"/"Monad" erinnert. Und das ist immerhin eines meiner Lieblingskartenspiele. In beiden Spielen gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Optionen, die auf verschiedenen Wegen zum Sieg führen können. Eine m.E. gelungene Mischung aus Kartenglück und Strategie. Die Sache ist rund und macht Spaß! "Babel" - das läßt sich jetzt schon sagen - dürfte mit Sicherheit ein Highlight in der 2-Personen-Reihe von Kosmos und Kandidat für die Auswahlliste im nächsten Jahr sein. Wetten das?!
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Hartmut

re: Babel - Kartenglück

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2000, 00:13

kann ICH nicht beantworten, weil ich BuD nicht kenne. Da dies aber im weitesten Sinn schon mit Stratego verglichen wurde (was ich nicht besonders mag), könnte das schon subjektiv so sein.


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