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Herr der Ringe @ 2Personen

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Joe Hermes

Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Joe Hermes » 2. November 2000, 08:52

Hi,
hat schon einmal jemand von Euch die Gelegenheit gehabt, HdR mit nur 2 Personen zu spielen? Wir haben es gestern gleich 2 mal ausprobiert und sind jedesmal voellig gescheitert! Zuerst auf Position 45, dann auf 42.
In Essen hatten wir das Spiel zu viert gespielt und selbst der Operator von Kosmos war ueberrascht, dass wir es gleich auf Anhieb geschafft hatten, Sauron zu besiegen. Ich glaube wir hatten einen Abstand von ca. 6 Feldern zw. dem vordersten Hobbit und Sauron. Also selbst in der 'Profivariante' haetten wir Sauron geschlagen.
Eigentlich ist bei diesem Spiel die Anzahl der Spieler sekundaer, abgesehen davon, dass die Ereignisse 'Hobbit vorruecken' nur von 2 Figuren abgefangen werden koennen und somit ein gewisser Ausgleich fehlt. Aber alle anderen Mechanismen sind davon unberuehrt - oder doch nicht???
Kosmos gibt verwirrenderweise auf der eigenen Homepage auch eine Spieleranzahl von 3-5 an, ganz im Unterschied zur Anleitung und Verpackung, die ganz klar auch ein 2 Personen-Spiel beschreiben/erlauben/anpreisen.
Also, wie sind Eure Erfahrungen? Kann man Sauron (ausser mit viel Glueck, dazu unten noch eine Anm.) ueberhaupt im 2-Personen Spiel schlagen?
Viele Gruesse,
Joe.
P.S.: Anm. Glueck: Eine Kritik beschreibt das Spiel als zu gluecksabhaengig. Sicherlich ist das Ziehen der Ereigniskarten stark vom Gluecksfaktor gepraegt. Allerdings ist ja auch genau das der Moment, gegen den man spielt (Sauron) und gut vorbereitet zu sein, eine der Tugenden, die man sich als Hobbit ja erwerben sollte. Insofern hat uns das Spiel (vielleicht auch weil wir in der Gruppe gewonnen (und nicht verloren) haben) in Essen voll ueberzeugt.

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Kathrin

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Kathrin » 2. November 2000, 09:35

Hallo Joe,
wir haben das Herr der Ringe Spiel in Essen zu dritt gespielt, danach einmal zu viert und einmal zu zweit. Bei uns ging es eher so, dass wir das Spiel zu zweit am einfachsten fanden. Ok, beim Spiel zu viert hatten wir gerade in Mordor ziemlich Pech mit der geballten Ladung an Ereignissen, die uns dann aus dem Spiel geworfen hat (bin mal gespannt auf die nächste Vierer-Partie).
Nun aber zu unserer Erfahrung mit der 2-Personen-Partie: Unser Eindruck war, dass man mit den Lebensplättchen und mit den Hobbitkarten besser zurechtkommt. Bei vier Spielern ist es ja zB gar nicht möglich, dass alle Hobbits am Ende eines Abenteuers alle erforderlichen Lebensplättchen besitzen. Ausserdem erhält man in Bruchtal und Lothlorien mehr Sonderkarten pro Spieler, was die eigene Anzahl an Hobbitkarten erhöht. Jedenfalls haben wir mit 76 Punkten Sauron geschlagen (16 Schilde).
Allgemein gefällt uns das Spiel sehr gut, obwohl wir auch am Anfang skeptisch waren. Die vielen Details in Zeichnungen (zB Haare auf den Hobbitfüssen bei der Reise) und die gut gelungene Nähe zur Romanvorlage (soweit möglich) tragen viel zur Atmosphäre bei.
Alles Gute von
Kathrin.

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Joe

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Joe » 2. November 2000, 10:25

Hi Kathrin,
die beiden Kartenstapel aus Bruchtal und Lothlorien werden beim 2 Personen Spiel lt. Anleitung nicht ganz ausgeteilt: jeder Spieler erhaelt nur 4 anstatt 6 Karten. Die restlichen 4 Karten werden ungesehen beiseite gelegt.
Ansonsten vielen Dank fuer Deine Anmerkungen. Dann werden wir wohl noch ein bisschen zu zweit ueben muessen!
Gruesse,
Joe.
P.S.: Wie ist Eure Meinung: Ist das (auch) ein Spiel fuer Einsteiger? Wir suchen zur Zeit noch ein Weihnachtsgeschenk, soll zu zweit aber auch mit mehreren gut spielbar sein. Keine reinen Taktikspiele, keine Spiele, bei denen man sich in die Haare kriegt und keine zu komplexen Spiele (da 'Anfaenger').

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Thomas Rosanski

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Thomas Rosanski » 2. November 2000, 10:25

> Ausserdem erhält man in Bruchtal und Lothlorien mehr
> Sonderkarten pro Spieler, was die eigene Anzahl an
> Hobbitkarten erhöht.
Die Spielregel sagt zu Bruchtal:
"Bei zwei Spielern erhält jeder vier Karten und die restlichen vier Karten kommen unbesehen in die Schachtel. [...] bei vier Spielern jeder drei [Karten]."
Ist die eine Hobbitkarte mehr wirklich so stark spielbeeinflussend?
Mit den Lebensplättchen hast du aber sicherlich Recht, da habe ich irgendwo eine Regel vermisst, nach der sich die Anzahl der Lebensplättchen nach der Anzahl der Spieler richtet. Spiel doch einfach mit (#Spieler - 1) Lebensplättchen pro Symbol. Wer danach noch ein Lebensplättchen bekommen dürfte, nimmt sich dann eben ein Schild.
Ich glaube, dass es auch recht viel Glück braucht, z.B. dass die Sonnenuhren nicht so schnell aufgedeckt werden, beim Würfeln etc. Das aber macht das Spiel ja aus, wenn alles berechenbar wäre, was Sauron macht, dann wäre es m.E. schnell langweilig.
Übrigens: Vieleicht war das Spiel auf der Messe auch so leicht zu gewinnen, weil man die Regeln nicht richtig erklärt hat oder falsch umgesetzt hat. Mir war z.B. auf der Messe nicht klar, dass ein Spieler nicht nur ein Ereigniskärtchen aufdeckt, sondern soviele, bis er durch ein Ereigniskärtchen einen Positionsstein auf einer der Aktionsleisten "Freundschaft", "Reise", "Versteck" oder "Kampf" bewegen darf. Dadurch kann der Positionsstein auf den Ereignisstafeln schon mal schneller voranschreiten, als die Spieler ihre Hobbitkarten legen können.
Auch wurde uns auf der Messe erklärt, wer die geforderten Schilde nicht ablegen kann und auch die als "Strafe" geforderten Karten/Symbole nicht hat, hätte Glück gehabt. Die Spielregel besagt aber, dass der Hobbit dann aus dem Spiel ausscheidet. Das macht einen gravierenden Unterschied. (Um den Spieler nicht zu verlieren strengen sich die anderen Spieler an, mit Gandelfkarten etc. das Unheil abzuwenden; wohingegen man bei der falsch erklärten Regel sich eigentlich sogar darüber freuen könnte, die Forderungen nicht erfüllen zu können.)
Jedenfalls finde ich es eine besondere Leistung, gleich bei dem ersten Spiel den Ring zerstört zu haben. Wir mussten im ersten Spiel erstmal einen Überblick gewinnen, worauf den überhaupt hinzuarbeiten ist und sind trotz zu unseren Gusten falsch erklärten Regeln nur bis kurz vor die 60 gekommen. Wenn wir die Regeln richtig gekannt hätten, wären wir sicher schon viel früher gecheitert.
PS: Das soll jetzt keine Kritik an den Leuten sein, die auf der Messe die Regeln erklärt haben. Auf der Messe geht es mir ja mehr darum, das Spiel kennenzulernen, und solange es nicht um gravierende Fehler (Spielprinzipien) geht, kann ich das verkraften. Immerhin müssen die Spieleerklärer ja (gerade bei Kosmos) eine ganze Menge Spiele im Kopf haben und die Neuheiten werden sie wohl auch erst kurz vor der Messe kennengelernt haben.

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Joe

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Joe » 2. November 2000, 10:38

Hi Thomas,
jetzt haben wir zeitgleich auf Kathrin geantwortet ;-)
Nochmals kurz zu Essen: uns erging es aehnlich. Als der Operator meinte, dann sollten wir einfach mal anfangen (ich war Ringtraeger - Frodo), musste ich spontan nachfragen: mit was denn jetzt? Aehnliches passierte dann auf Moria. Allerdings haben wir absolut (im nachhinein festgestellt) regelkonform gespielt. Das hat aber auch was damit zu tun, dass an unserem Tisch 'Andi' aus Muenchen (viele Gruesse von hier!) sass, dessen Gruppe ihn alleine liess. Und dieser besagte Andi wusste zum Glueck immer noch einen Rat oder hat uns korrigiert. Wir hatten sozusagen einen fulltime support.
Alles Gute,
Joe.

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Thomas Rosanski

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Thomas Rosanski » 2. November 2000, 11:00

>P.S.: Wie ist Eure Meinung: Ist das (auch) ein Spiel
> fuer Einsteiger? Wir suchen zur Zeit noch ein
> Weihnachtsgeschenk, soll zu zweit aber auch mit
> mehreren gut spielbar sein.
Sollte wohl auch zu zweit funktionieren.
> Keine reinen Taktikspiele,
Das Kriterium erfüllt Derr Herr der Ringe auch.
> keine Spiele, bei denen man sich in die Haare kriegt
Wie soll man sich in die Haare kriegen, wenn man zusammen spielt? Na ja, vieleicht wenn die Kooperation nicht so gut klappt und jeder doch mehr für sich spielt. Aber ich denke im Allgemeinen ist auch dieses Kriterium erfüllt.
> und keine zu komplexen Spiele (da 'Anfaenger').
Das ist eine schwierigere Frage, ich glaube, um den Herrn der Ringe zu spielen und zu gewinnen, muss man schon einen guten Überblick darüber bekommen, wann und wofür man Schilde, Sonnen, Herzen, Gandalkarten etc. braucht. Andererseits ist das Spielprinzip recht leicht erklärt (Ereignissplättchen legen, Positionssteine bewegen, lesen was auf den Ereignistafeln steht und das machen, was da steht.)
Aber wie wäre es mit Carcanossa, das soll auch gut zu zweit funktionieren. Und wenn man keinen zu starken "Denker" dabei hat, kann man das recht locker spielen; wenn man mal ins Spielen "hineingewachsen" ist, steckt in Carcanossa noch eine Menge Taktik drin. Streit dürfte es (zumindest bezüglich Regelauslegung, wer darf was) nicht sonderlich viel geben. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen, war auf der Messe leider schon recht früh ausverkauft. Mehr zu Carcanossa kannst du lesen, wenn du auf den Link unten klickst.

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ralf

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon ralf » 2. November 2000, 11:02

Also wir haben HdR vor ca. drei Wochen das erste Mal zu zweit gespielt und kamen nur bis 56. Aber es war auch das allererte Mal, daß wir das Spiel überhaupt gespielt hatten. Ich finde es zu zweit recht gut. Man kann sich auch schneller einigen, als in einer fünfer Runde. Schade war nur, daß einer der beiden Spieler, nach dem Ausscheiden des anderen mehrere Runden allein spielen mußte.

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Thomas Rosanski

Carcassonne

Beitragvon Thomas Rosanski » 2. November 2000, 11:04

Sorry, ich meinte natürlich "Carcassonne" und nicht "Carcanossa".

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Holger Kiesel

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Holger Kiesel » 2. November 2000, 12:21

Ich habe es insgesamt jetzt 4 mal gespielt und immer zu zweit!
Erst heute abend habe ich Gelegenheit, das Spiel zu mehreren zu testen und bin schon sehr gespannt.
Wir sind 4 mal gescheitert, allerdings wurde es von Spiel zu Spiel knapper. Bei der letzten Partie sind wir "nur noch" an der Zerstörung des Ringes gescheitert, haben also 60 Punkte erreicht.
Meines Erachtens ist der Glücksfaktor recht hoch, wobei das nicht so sehr am Ziehen der Hobbitkarten liegt, sondern eher an den Ereigniskärtchen!
Wenn es blöd läuft (und das kam durchaus öfter mal vor!) sind die Ereignisse eines Spielplans durch, bevor man mittels seiner Hobbitkarten so richtig ins Spiel kommt.
Trotzdem hat mir das Spiel recht gut gefallen und man kann es auch für zwei Spieler empfehlen!

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Kathrin

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Kathrin » 2. November 2000, 12:39

Hallo Joe und Thomas,
danke für Eure Hinweise bzgl. des 2-Personen-Spiels! Sorry, da haben wir wohl in der Spielregel was übersehen... Nun denn, das ist wohl der ultimative Anreiz, mit der RICHTIGEN Regel loszulegen!
Alles Gute von
Kathrin.

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Tobias

re: Herr der Ringe @ 2Personen

Beitragvon Tobias » 2. November 2000, 22:24

>Kosmos gibt verwirrenderweise auf der eigenen
>Homepage auch eine Spieleranzahl von 3-5 an, ganz im
>Unterschied zur Anleitung und Verpackung, die ganz
>klar auch ein 2 Personen-Spiel
>beschreiben/erlauben/anpreisen.
Ich hatte das Glück genau diese Frage Herrn Knizia persönlich in Essen zu stellen:
Die Angabe von Kosmos "3-5 Spieler" ist lediglich ein Druckfehler, das Spiel ist für 2-5 Spieler konzipiert.
Tobias


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