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Regelfrage 1870

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Regelfrage 1870

Regelfrage 1870

Beitragvon Regelfrage 1870 » 1. Dezember 2000, 01:35

Hi,
nachdem ich mich durch die Regel gekaempft habe, sind noch einige Fragen offen. Hauptsaechlich mit dem Beginn des Spiels. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Privatbahnen an alle verteilt und dann koennen diese Bahnen Strecken (zuerst gelbe) und Bahnhoefe bauen, sowie Zuege kaufen. Nun haben ja die Privatbahnen keine Stationsmarker, also wo bauen diese dann ihre Strecken ? Auf Seite 20 der Anleitung ist ein Beispiel fuer das Ersetzen eines Plaettchens; mir ist allerdings nicht klar, warum die rechte Variante illegal ist. Meine naechste Frage dreht sich um die Plazierung des Stationsmarker. Hat eine AG ihren Startmarker gelegt, kann dieser bereits mit einer Bahn angefahren werden, oder muss man dann in der OR ein Tile mit einem Bahnhof auf das entsprechende Hexfeld legen ? Unklar ist mir auch noch das Verhalten der Zuege. Lege ich einfach fest, welche Strecken meine erworbenen Zuege fahren, oder muss ich irgendwann einen Startbahnhof festlegen ? Ich glaube das wars erstmal. AGs werden in AR schon gekauft, duerfen aber erst in den OR handeln, wenn mindestens 60% der Aktien im Umlauf sind ??
Viel Dank fuer die Hilfe...
Ciao
Campus
PS wie wechsle ich in der Verwaltungssoftware eigentlich zwischen OR und AR ???

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beat

re: Regelfrage 1870

Beitragvon beat » 1. Dezember 2000, 04:39

hallo
na das ist ja gleich ein ganzer strauss voller fragen. also mal schön der reihe nach:
1. privatbahnen
diese werden nicht etwa einfach an die spieler verteilt, sondern versteigert. die regeln zu dieser versteigerung finden sich auf s. 10 unter 'purchasing private companies'.
privatbahnen bauen KEINE gleise und kaufen KEINE loks! stattdessen zahlen sie am ende jeder aktienrunde einen fixen betrag an den besitzer (zahl unten rechts auf dem kärtchen). ausserdem hat jede privatbahn noch eine sonderfähigkeit (kann in der tabelle s. 32 nachgelesen werden).
2. unklares beispiel:
das rechte bsp. ist illegal, weil mindestens ein teil des neu gebauten geleises eine verbindung zu einem bahnhofsmarker der bauenden gesellschaft haben muss. in diesem bsp. liegt der marker auf dem obersten hex, das neue gleisstück ist die abzweigung nach links auf dem mittleren hex und genau diese abzweigung kann vom marker aus nicht erreicht werden.
3. startbahnhöfe:
ich nehme an, deine frage bezieht sich auf die felder, in denen noch gar keine geleise gebaut sind, nach gründung einer gesellschaft aber nun der startbahnhofsmarker liegt. dieser kann natürlich nicht angefahren werden (wie soll eine lok ohne geleise fahren?). befindet sich schon ein gleisteil auf dem feld, so kann diese stadt selbstverständlich auch schon von anderen gesellschaften angefahren werden, egal ob dort ein bahnhofsmarker gebaut ist oder nicht. aber achtung: die frisch gegründete gesellschaft darf erst am schluss ihres zuges, nach dem berechnen der einfahrergebnisse eine lok kaufen und kann daher in der allerersten runde gar keine einfahrergebnisse erzielen! ausserdem muss eine lok immer mindesten zwei städte anfahren - nur der startbahnhof mit einem gleisstück allein nützt somit gar nichts!
4.loks:
etwas klarer wird der punkt 3 vielleicht noch hier. ich befürchte, du hast das fahrenlassen der loks irgendwie falsch verstanden. dies geschieht nämlich folgendermassen (regeln s.21):
- eine lok kann maximal soviele stationen anfahren, wie ihre zahl angibt (bsp. kann eine 3er lok drei stationen anfahren), sie muss mindestens zwei stationen anfahren
- eine station ist eine grosse stadt (weisser kreis), eine kleine stadt (balken auf dem geleise) oder eines der roten felder
- auf einer der angefahrenen stationen muss ein bahnhofsmarker der fahrenden gesellschaft liegen
die regeln sind noch etwas ausführlicher, dies sind aber die wichtigsten punkte. natürlich darfst du für deine lok in jeder runde eine neue strecke festlegen (möglichst die lukrativste!). einen 'startbahnhof' in diesem sinn gibt es also nicht (ausser für den connection-run, aber das ist wieder ein anderes thema).
4. operative gesellschaften:
jawoll, eine gesellschaft wird erst operativ, wenn 60% ihrer aktien verkauft sind. eine ausnahme ist die FRISCO, deren präsidentenaktie zusammen mit den privatbahnen zu beginn des spiel versteigert wird und die auch mit diesem 20%-papier schon operativ ist.
5. verwaltungssoftware:
da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen, da wir immer ohne pc spielen.
so, war nun ziemlich viel und etwas deftig, ich hoffe aber, dir etwas weitergeholfen zu haben. und ansonsten fragst du halt wieder.
gut wurf
beat



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Campus

re: Regelfrage 1870

Beitragvon Campus » 1. Dezember 2000, 23:47

Hi,
vielen Dank fuer dir ausfuehrliche Antwort.
Ich fasse nochmal zusammen:
Die Privatbahnen werden am Anfang an die Spieler versteigert, um dann das Einkommen zu liefern, mit dem die Spieler die Aktien der AGs kaufen. Sobald eine AG mehr als 60% ihrer Aktien in Spielerhand hat, beginnt der Spieler mit den meisten Anteilen, als Direktor der AG, das operative Geschaeft der AG. Er kann dann also auf dem Hex des Startbahnhofs ein entsprechendes Tile legen, ein weiteres anlegen und am Ende der Runde noch eine 2er Lok kaufen. Sollte dann die erste 3er Lok gekauft worden sein, koennen auch die anderen Privatbahnen von den AGs gekauft werden. Muss der Besitzer einer Privatbahn auf ein Kaufangebot eingehen, oder ist das eine freie Entscheidung.
Noch nicht ganz klar ist mir, wann eine Strecke ein "legal track" ist. Wenn ich in dem Beispiel auf Seite 20 in der unteren Stadt einen Stationsmarker lege, muesste nach meinem Verstaendnis auch die rechte Variante korrekt sein. Kann ich Zuege von jeder beliebigen Stadt losfahren lassen, oder nur von einem Stationsmarker aus ?
Meine letzte Frage geht um das Ausbauen von Bahnhoefen. Wenn ich ein gelbes Tile mit einem runden Stationsfeld lege, kann ich das ja spaeter durch ein gruenes ersetzen, beispielsweise Tile #6 durch #14. Kann dann jeder beliebige Mitspieler einen seiner Stationsmarker dorthin legen, oder muss er eigene Gleise bis dahin legen ?
Hoffe, ich stelle mich nicht zu bloed an....
Campus

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beat

re: Regelfrage 1870

Beitragvon beat » 2. Dezember 2000, 00:30

<<Die Privatbahnen werden am Anfang an die Spieler versteigert, um dann das Einkommen zu liefern, mit dem die Spieler die Aktien der AGs kaufen. Sobald eine AG mehr als 60% ihrer Aktien in Spielerhand hat, beginnt der Spieler mit den meisten Anteilen, als Direktor der AG, das operative Geschaeft der AG. Er kann dann also auf dem Hex des Startbahnhofs ein entsprechendes Tile legen, ein weiteres anlegen und am Ende der Runde noch eine 2er Lok kaufen. Sollte dann die erste 3er Lok gekauft worden sein, koennen auch die anderen Privatbahnen von den AGs gekauft werden>>
im grossen und ganzen so richtig. nur dass eine ag nicht operatv wird wenn MEHR als 60% aktien verkauft sind, sondern SOBALD 60% verkauft sind (also mehr als 50%)
<<Muss der Besitzer einer Privatbahn auf ein Kaufangebot eingehen, oder ist das eine freie Entscheidung>>
nein. wenn eine gesellschaft eine kaufofferte für eine privatbahn macht, so muss der besitzer der privatbahn nicht darauf eingehen.
<<Noch nicht ganz klar ist mir, wann eine Strecke ein "legal track" ist. Wenn ich in dem Beispiel auf Seite 20 in der unteren Stadt einen Stationsmarker lege, muesste nach meinem Verstaendnis auch die rechte Variante korrekt sein>>
Stimmt. Nur ist in diesem Beispiel der Marker auf dem obersten Hex. Wäre er stattdessen auf dem untersten, so hättest du natürlich recht und dieser bau wäre legal. wie gesagt: damit ein bau legal ist, muss ein teil der neu gebauten strecke von einem eigenen marker aus erreicht werden können.
<<Kann ich Zuege von jeder beliebigen Stadt losfahren lassen, oder nur von einem Stationsmarker aus ?>>
Züge dürfen von jeder Stadt aus losfahren (egal ob grosse stadt, kleine stadt oder rote offboard location). die regel besagt nur, dass irgendwo auf der gefahrenen strecke eine stadt mit einem eigenen stationsmarker liegen muss.
<<Wenn ich ein gelbes Tile mit einem runden Stationsfeld lege, kann ich das ja spaeter durch ein gruenes ersetzen, beispielsweise Tile #6 durch #14. Kann dann jeder beliebige Mitspieler einen seiner Stationsmarker dorthin legen, oder muss er eigene Gleise bis dahin legen ?>>
Stationsmarker könne selbstverständlich auch schon auf gelben tiles (also auch auf #6)gebaut werden. allerdings haben gelbe städte nur platz für einen marker. auf grüne und braune städte können soviele marker gebaut werden, wie die stadt platz hat (anzahl kreise = maximale anzahl marker). achtung: eine gesellschaft darf pro stadt nur einen marker bauen. um einen marker zu bauen, muss eine gesellschaft eine bestehende gleislinie zwischen dem zu bauenden und einem schon bestehenden marker nachweisen können, sonst wär's doch etwas gar zu einfach den anderen die bahnlinien zuzupöppeln.
<<hoffe, ich stelle mich nicht zu bloed an....>>
sicher nicht. 18xx musss man halt schon ein- zweimal gespielt haben, bis sich der spielmechanismus einigermassen eingeprägt hat. dann aber gehts ganz flott und auch der wechsel zu anderen spielen dieser reihe fällt dann nicht mehr so schwer. auf jeden fall lohnt sich der aufwand!
gut wurf
beat


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Campus

re: Regelfrage 1870

Beitragvon Campus » 2. Dezember 2000, 00:46

Hi,
ich glaube langsam verstehe ich das Spiel. Ich werde mal am WE einige Proberunden spielen und danach bestimmt wieder einige Fragen stellen ;-)
Vielen Dank fuer die Antworten...
Ciao
Campus
...der sich schon auf die Brettspielsession zwischen Weihnachten und Silvester freut

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Dietmar

re: Regelfrage 1870

Beitragvon Dietmar » 2. Dezember 2000, 02:33

Das 18XX-Verwaltungsprogramm wechselt selbständig zwischen AR und OR. Du kannst nicht frei wählen, welche Runde Du spielen willst, sondern die Regeln halten fest, wann & warum die Runden wechseln.

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Campus

re: Regelfrage 1870

Beitragvon Campus » 2. Dezember 2000, 02:51

Hi,
danke fuer den Hinweis. Aber woran erkennt das Programm, dass ein Spieler fertig ist mit dem Bauen und Kaufen ? Ich kann doch ein kostenpflichtiges Tile legen (wie sage ich das dem Programm eigentlich?) bzw eine Lok kaufen, oder auch nicht...
Hat das Programm irgendwie einen aktiven Spieler ??
Danke & Ciao
Campus

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Dietmar

re: Regelfrage 1870

Beitragvon Dietmar » 2. Dezember 2000, 23:54

Da die Aktionen des Spielers bzw. der Gesellschaft eine genau definierte Reihenfolge haben (Spielregel), erkennt das Programm das Ende am Kauf einer Lok. Des weiteren ist es z.B. nicht möglich, nach dem Auszahlen der Dividende noch ein Tile zu kaufen (Regel!).
Es handelt sich hier um ein Programm, bei dem sich die Lektüre des Handbuchs dringend empfiehlt...
Siehe 18xx.doc


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