Beitragvon Thorsten Löpmann » 4. Dezember 2000, 16:05
Hi Det!
Die Schecks werden OFFEN ausgespielt!
Das verdeckte Legen der Schecks findet nur in Kombination mit den Optionskärtchen statt.
Die Bezeichnung "durch Einflusskarten" und "durch Schecks" bezieht sich also auf die entsprechenden Regelabschnitte "Investitionsrecht durch Einflusskarten" und "Investitionsrecht durch Schecks" und somit auch auf die entsprechende Symbolik dieser beiden Arten.
Übrigens entfällt das verdeckte Legen von Schecks fast vollständig, sobald man mit der in der Regel beschriebenen ersten Variante, dem Verhandeln spielt.
Diese Variante war eigentlich in der Konzeption des Spiels immer fester Bestandteil, wurde jedoch aus regeltechnischen Gründen, auch im Hinblick auf Familien, in die Variante verlegt.
Das Verhandeln war und ist unserer Meinung nach deshalb so wichtig, weil hierdurch Schecks "im Spiel" bleiben und nur den Besitzer wechseln, anstatt an die Bank zu gehen. Somit kann ich am Investitionsrecht eines Mitspielers mitverdienen, indem ich Ihn gegen eine finanzielle Entschädigung investieren lasse.
Dies ist im Hinblick auf den Einsatz und die Planbarkeit mit den Ressourcen eminent wichtig, da ich hierdurch mit den Schecks besser taktieren kann. Ein Verzicht auf ein Investitionsrecht kann so äußerst lukrativ sein und sich auf den weiteren Spielverlauf positiv auswirken.
Bei dieser Gelegenheit:
An dem Bieten mit Einflusskarten scheiden sich nun wirklich die Geister. Den einen vermitteln die auftreten Pattsituationen Spielspaß, den anderen sind sie zu unvorhersehbar, zu glücksabhängig.
Vorweg:
Der Charakter der Pattsituationen war von uns genau so gewollt.
Aber:
Wem diese zu glücksabhängig sind, kann sich ganz leicht mit einer Variante behelfen.
Spieler, die eine gleiche Einflusskarte gespielt haben, dürfen demnach noch eine weitere Einflusskarte ausspielen, um gegebenfalls ihr Patt aufzulösen.
Beispiel:
Es werden 3 Investitionsrechte vergeben.
Spieler A: Wert 7 + Wert 4 = Erstinvestition für 11
Spieler B: Wert 7 + Wert 2 = kein Investitionsrecht
Spieler C: Wert 5 + Wert 3 = Zweitinvestition für 8
Spieler D: Wert 5 + Wert 0 = kein Investitionsrecht
Spieler E: Wert 1 = Drittinvestitionsrecht für 1
Somit erhalten Spieler, die sich in einem Patt befinden, eine zweite Chance. Geht es bei der ersten ausgespieletn Karte meist um die Überlegung "hauptsache ich bekomme ein Investitionsrecht, am besten möglichst billig", so spielt bei der zweiten ausgespieleten Karte auch der Gedanke "Spieler xy darf nun keinesfalls das Investitionsrecht erhalten" eine Rolle.
Mit Hilfe dieser Variante ist es nun auch möglich, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. So kann ich leichter eine 9 ausspielen und im Falle eines Pattes mit der zweiten Karte nachbessern. Dafür muß ich u.U. vom Einfluss her aber mächtig "bluten" und die Realität der Ressourcenknappheit wird mich früher oder später einholen. Dennoch eröffnet es mehr taktische Möglichkeiten, da ich so durch ein zufälliges Patt nicht zwangsläufig von der Investition ausgeschlossen bin.
Eine weitere Variante bzgl. der Einflusskarten wurde von "Adam spielt" in ihrem neuesten Rundschreiben beschrieben.
Mit spielendem Gruß
Thorsten