Beitragvon Roman Pelek » 25. Dezember 2000, 00:26
Hi Helmut,
>Hallo, wir haben gestern zum ersten Mal "Carcasonne" mehrmals gespielt
und viel Spaß dabei gehabt. Immer gewann allerdings derjenige, der zu
Anfang ein oder zwei Bauern auf die Wiese gesetzt hat. Ich will jetzt nicht
frühere Diskussionen über CARCASONNE im Forum zu diesem Thema
nachschauen. Ich hoffe, dass mir einieg diesen Sachverhalt bestätigen oder
widerlegen können.<
Die Bauern sind in der Tat ein mächtiges Instrument bei Carcassonne, ich habe meine Siege bisher auf geschickten Einsatz von Bauern und natürlich "Kartenglück" (Klöster, passende Bauteile für Städte) gründen können. Wenn allerdings alle Beteiligten sich dessen bewusst sind, ist es nicht einfach, nur durch Platzieren von Bauern den Sieg zu erringen, da die anderen dasselbe im Sinn haben und man sich schon überlegen muss, ob man einen zweiten oder dritten Bauern irgendwo dransetzt, um die Mehrheit zu erhalten - schliesslich sind die Figuren dann bis zum Spielende gesperrt. Zudem bauen geübtere Spieler dann teilweise extra Städte an Wiesen nicht fertig, wenn sie die Bauernmehrheit nicht besitzen. Nur Neueinsteiger kann man mit geschicktem (und frühem) Bauerneinsatz natürlich gnadenlos übern Tisch ziehen ;-) Aber, wie gesagt, das relativiert sich, wenn alle wissen, wie man Bauern gut einsetzt. Zudem kann man ja auch Wiesen bewusst abgrenzen oder Bauern auf andere Wiesen einsetzen, die man dann mit anderen verbindet.
Was mich, wie andere, allerdings auch etwas stört ist das manchmal zu starke Glücksmoment durch die Klöster - wir hatten öfter die Situation, dass einer 2-3 Klöster direkt nebeneinander bauen konnte und damit satt Punkte kassiert hat, während andere ganz leer ausgingen. Alles in allem ist das aber eher ein kleiner Makel in einem hervorragenden Spiel. Wenn ich mehr Strategie/Taktik will, dann packe ich von den Neuheiten z.B. Java aus und nicht Carcassonne - dann ist aber auch der Familienappeal und die Leichtigkeit von Carcassonne nicht mehr in diesem Masse da.
Ciao,
Roman