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Carcasonne-Gewinntaktik

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Helmut
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Beiträge: 1529

Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Helmut » 24. Dezember 2000, 13:09

Hallo, wir haben gestern zum ersten Mal "Carcasonne" mehrmals gespielt und viel Spaß dabei gehabt. Immer gewann allerdings derjenige, der zu Anfang ein oder zwei Bauern auf die Wiese gesetzt hat. Ich will jetzt nicht frühere Diskussionen über CARCASONNE im Forum zu diesem Thema nachschauen. Ich hoffe, dass mir einieg diesen Sachverhalt bestätigen oder widerlegen können.
Schöne Weihnachten
Helmut

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cristinus

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon cristinus » 24. Dezember 2000, 15:17

Ciao !
Du hast schon recht, daß man mit frühen Bauern auf potentiell stark anwachsenden Wiesen Riesenvorteile bringen. Aber auf der anderen Seite muß man auch sehen, daß diese Figuren praktisch für den Rest des Spieles verloren sind !
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es alles andere als schlecht ist, erst mal mit seinen Figuren auf Wegen, in Städten und in Klostern Punkte zu sammeln. Auch wenn es gegen Ende immer schwerer wird, noch Bauern zu setzen auf den großen Wiesen, irgendwie habe ich doch immer noch eine Möglichkeit gefunden.
Ich kann nicht sagen, daß immer diejenigen gewonnen haben mit den besten Bauern, wir hatten auch schon andere Spielausgänge !
Ciao, Christian (...der heute abend mit seiner Familie unbedingt eine Partie Carcassonne spielen will...)

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Carsten Wesel

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Carsten Wesel » 24. Dezember 2000, 15:42

Schon mal die Variante versucht, daß es NICHT erlaubt ist, auf das gerade gelegte Plättchen einen Pöppel einzusetzen? Wer jetzt ein Kloster zieht, legt es nicht unbedingt so, daß schon 5 Seiten voll sind, sondern evtl. in die Randbezirke.
So sind die Klöster nicht mehr ganz so mächtig und das Spiel ein Stück interessanter.
Gruß Carsten (Stellt selten Bauern - die sind so lange punktlos)

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Frank Berger

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Frank Berger » 24. Dezember 2000, 17:09

Hallo Helmut,
habe Carcasonne betimmt 10x gespielt. Hatte stets großen Spaß dabei, wenngleich die Klöster das Glücksmoment zu stark betonen.
Zu deiner Bauern-Anmerkung. Die Bauern sind schon sehr reizvoll; wenn eine Wiese schön groß wird und es viele fertige Städte zum Schluß gibt, dann kann das eine gute Siegtrategie darstellen. Tja, wenn! Wir hatten allerdings einige Spiele, wo eben kaum Städte fertig gestellt wurden, oder es gab nur wenige Riesenstädte. Und da waren die guten Bauern praktisch wertlos.
Hängt jedesmal vom Spielverlauf ab.
Nur die Klöster stören mich an diesem wirklich gelungenem Spiel ungemein. Hat da vielleicht jemand einen guten Vorschlag?
Gruß,
Franky

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Roman Pelek

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Roman Pelek » 25. Dezember 2000, 00:26

Hi Helmut,
>Hallo, wir haben gestern zum ersten Mal "Carcasonne" mehrmals gespielt
und viel Spaß dabei gehabt. Immer gewann allerdings derjenige, der zu
Anfang ein oder zwei Bauern auf die Wiese gesetzt hat. Ich will jetzt nicht
frühere Diskussionen über CARCASONNE im Forum zu diesem Thema
nachschauen. Ich hoffe, dass mir einieg diesen Sachverhalt bestätigen oder
widerlegen können.<
Die Bauern sind in der Tat ein mächtiges Instrument bei Carcassonne, ich habe meine Siege bisher auf geschickten Einsatz von Bauern und natürlich "Kartenglück" (Klöster, passende Bauteile für Städte) gründen können. Wenn allerdings alle Beteiligten sich dessen bewusst sind, ist es nicht einfach, nur durch Platzieren von Bauern den Sieg zu erringen, da die anderen dasselbe im Sinn haben und man sich schon überlegen muss, ob man einen zweiten oder dritten Bauern irgendwo dransetzt, um die Mehrheit zu erhalten - schliesslich sind die Figuren dann bis zum Spielende gesperrt. Zudem bauen geübtere Spieler dann teilweise extra Städte an Wiesen nicht fertig, wenn sie die Bauernmehrheit nicht besitzen. Nur Neueinsteiger kann man mit geschicktem (und frühem) Bauerneinsatz natürlich gnadenlos übern Tisch ziehen ;-) Aber, wie gesagt, das relativiert sich, wenn alle wissen, wie man Bauern gut einsetzt. Zudem kann man ja auch Wiesen bewusst abgrenzen oder Bauern auf andere Wiesen einsetzen, die man dann mit anderen verbindet.
Was mich, wie andere, allerdings auch etwas stört ist das manchmal zu starke Glücksmoment durch die Klöster - wir hatten öfter die Situation, dass einer 2-3 Klöster direkt nebeneinander bauen konnte und damit satt Punkte kassiert hat, während andere ganz leer ausgingen. Alles in allem ist das aber eher ein kleiner Makel in einem hervorragenden Spiel. Wenn ich mehr Strategie/Taktik will, dann packe ich von den Neuheiten z.B. Java aus und nicht Carcassonne - dann ist aber auch der Familienappeal und die Leichtigkeit von Carcassonne nicht mehr in diesem Masse da.
Ciao,
Roman


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Helmut
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Beiträge: 1529

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Helmut » 25. Dezember 2000, 11:44

Danke für eure Ausführungen!
Also, lieber Roman, da ich jetzt gerade Deine Sätze gelesen habe: Wir haben es immer so erlebt, dass ich vor der Endabrechnung vorne lag, aber kaum einen Bauern gesetzt hatte, oder nur so, das er leider keine Verbindung zu einer Stadt hatte. Dann kam Sven, der Freund meiner Tochter daher (Informatik-Student!) und überholte mich durch die Bauernpunkte! Da müssen wir besser aufpassen. Selbst wenn durch glückliches Ziehen der eine im Vorteil und andere im Nachteil sind, gleicht sich das im nächsten Spiel wieder aus.Wir finden's super, und es sagt auch keiner: "Nicht schon wieder Carcasonne!"
Java haben wir noch nicht angepackt, weil man da doch mehr Zeit für braucht als für Carcassonne!
Schöne Weihnachten!
Wir haben Glatteis draussen!
Helmut

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Carsten Wesel

re: Carcasonne - Die lästigen Klöster

Beitragvon Carsten Wesel » 25. Dezember 2000, 19:31

JA - siehe anderes Posting hier in Thread.
Gruß Pater Carsten

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Sönke Weidemann
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Beiträge: 531

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Sönke Weidemann » 26. Dezember 2000, 02:02

Hi! Wir spielen immer öfter die Variante, die wir aufgrund mangelnder Sorgfalt beim Regelstudium schon in Essen gespielt haben: Unfertige Klöster und Städte bringen keine Punkte. So überlegt man sich doch zweimal, ob man sich ins Kloster begibt oder wie groß die zu bauende Stadt eigentlich werden soll.
Gruß Sönke

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günter-spielbox

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon günter-spielbox » 27. Dezember 2000, 12:34

das heißt also, dass ich auf ein beliebiges anderes plättchen eine figur stellen darf? ergibt dies keinen vorteil für den nachziehenden, auch wenn das kloster im randbezirk steht? gibt's schon erfahrungswerte?
danke
günter

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Carsten Wesel

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Carsten Wesel » 27. Dezember 2000, 13:19

Im Randbezirk ist das Kloster nicht so schnell umrundet, so daß die Figuren länger gebunden sind. Ich habe jetzt schön öfter nach dieser Variante gespielt und auch ich setze nicht immer in das Kloster, das mein Vorspieler gelegt hat - es gibt jetzt so viele schöne Alternativen.
Wenn man ferner noch bedenkt, daß man keine Figuren mehr auf fertige Straßen/Städte stellen darf, kann man nicht mehr: Plättchen legen - Figur stellen - Bereich werten - Figur zurück bekommen. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer Kleinstadt nur 2 statt 4 Punkte zu geben. Entweder man steht vorher drin und bekommt 2 Punkte je Plättchen oder ich lege ein Plättchen und die Stadt ist fertig - so fertig, daß ich keinen Anhänger mehr reinstellen kann.
Gruß Carcasten (siehe auch den angegebenen Link und dann ganz unten)

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Ralph J.

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Ralph J. » 27. Dezember 2000, 19:12

Hallo, Carcassonne-Freunde !!
Auch wir haben schon recht oft Carcassonne gespielt.
Gleich nach der ersten Partie fiel mir auf, dass die Klöster ein recht großes Glücks-Element in s Spiel bringen, insbesondere wenn ein/e Mitspieler/in immerfort welche zieht und die anderen gar keine.
Wir haben dieses Problem in "Profi-Spielrunden" so gelöst, dass jeder Mitspieler am Anfang ein Kloster zugeteilt bekommt. Dieses legt er offen vor sich ab und kann es dann im Spielverlauf ins Spiel bringen, anstelle eines normalen Spielzuges.
Ist so etwas weniger glücksabhängig und dafür etwas taktischer, wie ich finde.
Mit Carcassonne-Neulingen spielen wir aber weiter nach der Original-Regel.
Gruß Ralph (der allen Forums-Teilnehmern einen guten "Rutsch" wünscht)

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S.Gienke

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon S.Gienke » 31. Dezember 2000, 14:26

Mann kann noch nachträglich einen Bauern auf die gleich Wiese bekomen, denn es ist ja möglich zwei Wiesen mit je einem oder mehreren Bauern zu verbinden, damit läßt sich der Tempovorteil ausgleichen !
Gruß
Sven

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Mifu

re: Carcasonne-Gewinntaktik

Beitragvon Mifu » 2. Januar 2001, 16:55

cacasonne ist nach meiner meinung schon ziemlich glücksabhängig, ohne das der spielspass darunter leiden muss. auf meiner seite s.o. habe ich auf jedem fall eine variante angeboten, unter anderem :
4 kärtchen liegen immer offen und werden, wenn eines genutzt wird, vom stapel ergänzt. dies macht auch spass und es kann etwas besser taktiert werden.


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