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Big Shot -Materialfrage

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Gerd Hebbinghaus

Big Shot -Materialfrage

Beitragvon Gerd Hebbinghaus » 12. Januar 2001, 17:16

Hallo
bei unserer ersten Runde Big Shot haben wir uns gefragt, wozu die 20er Chips gebraucht werden.
Da jeder nur 10 Mio. als Startkapital, und nur einen Kredit pro Runde (max. 9 Mio.) erhält, haben wir sie nicht gebraucht. Wir haben zunächst vermutet das wir falsch gespielt haben und sofort nach einer Wertung der Betrag für das Stadtviertel ausgezahlt werden müßte. Die Regel ließe sich auch so auslegen, aber dann wäre die x2-Wertung der Parks schwierig.
Wir haben uns dann darauf geeinigt, das die 20er Chips nur bei der Auszahlung am Spielende verwendet werden sollen, obwohl die bei mir vorhanden 2 Stck. dazu eigentlich zu wenig sind. Deshalb haben wir die Schlußwertung nur auf einem Zettel aufgeschrieben.
Also machen die Chips keinen Sinn, da hätte man das Geld besser für ein wenig Farbe in der Spielregel ausgegeben. Oder haben wir was übersehen???
Das Spiel selbst kam bei uns unterschiedlich an (schönes Spiel- nett- muß man nicht nochmal spielen)
Ich denke mit einem anderen Thema und einer schöneren Grafik hätte man aus dem interessanten Mechanismus ein
besseres Spiel machen können.
Gruß Gerd

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Erhard Portner

re: Big Shot -Materialfrage

Beitragvon Erhard Portner » 12. Januar 2001, 19:02

Hallo Gerd,
zunächst einmal zur Regel:
M.E. ist es eindeutig so, dass die Stadtviertel erst am Ende des Spiels gewertet werden. Das heißt, es wird kein Geld zwischendurch an die Spieler ausbezahlt, wenn sie ein Stadtviertel gewinnen.
Nun ja, die beiden 20 Mio. Münzen: Zumindest theoretisch kann es doch durchaus sein, dass durch mehrere Kreditaufnahmen über mehrere Runden hinweg das Geld eines Spielers über 20 Mio. anwächst. Sicherlich hätte man die beiden Münzen aber auch dann nicht unbedingt benötigt. Aber was soll's, das empfinde ich nicht als so tragisch.
Zum Spiel selbst: Nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Ich hatte mir zunachst nach der Lektüre der Regel etwas mehr von dem Spiel versprochen. Die Verteilung der Holzsteine in die Stadtviertel und der Mechanismus zur Gewinnung der Mehrheit in einem Viertel hört sich - wie ich meine - ja ganz interessant an. Für meinen Geschmack steht im Spiel dann aber doch der Versteigerungsmechanismus etwas zu sehr im Vordergrund. Und ich persönlich bin nicht unbedingt der allergrößte Fan von Versteigerungsspielen. "San Marco" gefällt mir da von den beiden großen Ravensburger Neuheiten besser.
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Roman Pelek

Big Shot / San Marco

Beitragvon Roman Pelek » 12. Januar 2001, 21:40

Hi Erhard,
>zunächst einmal zur Regel:
M.E. ist es eindeutig so, dass die Stadtviertel erst am Ende des Spiels
gewertet werden. Das heißt, es wird kein Geld zwischendurch an die Spieler
ausbezahlt, wenn sie ein Stadtviertel gewinnen.<
Vollste Zustimmung, steht ja auch so in der Regel.
>Nun ja, die beiden 20 Mio. Münzen: Zumindest theoretisch kann es doch
durchaus sein, dass durch mehrere Kreditaufnahmen über mehrere Runden
hinweg das Geld eines Spielers über 20 Mio. anwächst. Sicherlich hätte man
die beiden Münzen aber auch dann nicht unbedingt benötigt. Aber was soll's,
das empfinde ich nicht als so tragisch.<
Mich hat's auch nicht gestört, aber ebenso zu Beginn verdutzt, was das denn soll. Theoretisch sind die wirklich nur für Leute, die gerne Geld umtauschen - ist aber eigentlich völlig sinnlos. Vielleicht war auch zu Beginn noch eine andere Spielvariante in Planung, wer weiss...
>Zum Spiel selbst: Nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Ich hatte mir
zunachst nach der Lektüre der Regel etwas mehr von dem Spiel
versprochen. Die Verteilung der Holzsteine in die Stadtviertel und der
Mechanismus zur Gewinnung der Mehrheit in einem Viertel hört sich - wie ich
meine - ja ganz interessant an. Für meinen Geschmack steht im Spiel dann
aber doch der Versteigerungsmechanismus etwas zu sehr im Vordergrund.<
Hm, aber der Anreiz am Mitsteigern ist doch klar durch die taktischen Überlegungen auf dem Brett bedingt. Mir jedenfalls gefällt Big Shot momentan gut bis sehr gut, weil's mir für eine Runde zwischendurch grade prima in dem Kram passt und schön böse Aktionen möglich sind - habe aber in letzter Zeit auch nicht allzuviele Titel mit Versteigerungen oder monetärem Thema gespielt.
>Und ich persönlich bin nicht unbedingt der allergrößte Fan von
Versteigerungsspielen. "San Marco" gefällt mir da von den beiden großen
Ravensburger Neuheiten besser.<
Da bin ich mir nach drei Partien noch nicht sicher. Der Verteilungsmechanismus und die Brücken sind sehr reizvoll, aber meines Erachtens kommen mir zu wenig Wertungen und Dogenbewertungen in Relation dazu zustande. Bei den recht fiesen Möglichkeiten von San Marco, Gebietemehrheiten zu manipulieren, könnte ab und an eine Dogenkarte mehr nicht schaden. Oder nach jeder der drei Runden eine Globalwertung. Aber vielleicht hatten wir einfach ein bissl ungünstige Verteilung der Dogenkarten. Gibt ja noch mehr Möglichkeiten, Siegpunkte zu ergattern. Abwarten. Ausserdem konnten wir's bisher nur zu dritt in sehr ausgeglichener Besetzung spielen.
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Dogenbewegung, nicht -bewertung

Beitragvon Roman Pelek » 12. Januar 2001, 21:46

Hi,
mit dem Alter kommt die Demenz: natürlich meinte ich im vorherigen Text DogenBEWEGUNGEN, nicht Dogenbewertungen.
Ciao,
Roman (will wieder Dogen bewerten, dabei kennt er gar keinen persönlich)

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Carsten Wesel

re: San Marco

Beitragvon Carsten Wesel » 18. Januar 2001, 12:45

> Der Verteilungsmechanismus und die Brücken sind sehr
> reizvoll, aber meines Erachtens kommen mir zu wenig
> Wertungen und Dogenbewertungen in Relation dazu
> zustande.
Das Gefühl hatte ich gestern auch und habe natürlich sofort überlegt, ob man da nicht etwas gegen machen kann.
1) Evtl. nicht bis 10, sonder mehr Punkte spielen, dann kommen mehr Dogen ins Spiel?
2) Evtl. die Gebiete werden, wo der Doge durchmaschiert? (Evtl. nur halb?)
> Oder nach jeder der drei Runden eine Globalwertung.
Ich glaube gerade das macht ja so ziemlich jedes Klötzchen-in-Gebiet-und-Mehrheiten-Ergatter-Spiel. Daher denke ich, daß das nicht der richtige Weg wäre.
> Aber vielleicht hatten wir einfach ein bissl
> ungünstige Verteilung der Dogenkarten.
Dann hatten wir die auch.
> Ausserdem konnten wir's bisher nur zu dritt in sehr
> ausgeglichener Besetzung spielen.
Wir waren immerhin zu viert, hatten aber das Gefühl, daß die Zahlenkarten uns viel zu schnell nach oben treiben und in der kurzen Zeit viel zu wenig Wertungen stattfinden.
Gruß Carsten (San Marco ist besser als Doge)

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Arne Hoffmann

re: San Marco

Beitragvon Arne Hoffmann » 18. Januar 2001, 15:18

Carsten schrieb:
"Wir waren immerhin zu viert, hatten aber das Gefühl, daß die Zahlenkarten uns viel zu schnell nach oben treiben und in der kurzen Zeit
viel zu wenig Wertungen stattfinden."
Das sah ich in unserer ersten Partie nicht so. Da man nie genau weiss wann eine Wertung kommt, muss man zusehen, dass man auf dem Brett recht gut positioniert ist. Somit wird schon ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut, ob man denn noch eine vorteilhaft Mehrheit zustande bringen kann bevor die naechste Wertung kommt. Oder man faehrt auf vielen zweiten Plaetzen, so dass man auch von vielen Wertungen der Gegner immer profitiert.
Ich finde auch nicht, dass einen die Zahlenkarten zu schnell nach oben treiben. In der Regel kann man drei bis vier Runden mitspielen. Somit kommt das Spiel auf insgesamt ca. 12 Runden, was nicht weniger ist als bei anderen Spielen. Bei uns hatte sich im Laufe des Spiels doch recht viel veraendert, so dass man nicht von Untaetigkeit sprechen koennte.
Aber vielleicht hatten wir ja auch nur eine "zu guenstige" Kartenverteilung..... :o)
>>Gruß Carsten (San Marco ist besser als Doge)<<
Gruss Arne (Doge ist besser als San Marco!)


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