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"Rumis" - "Sakkara" Parallelen. Informationen gesucht

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Roman Pelek

"Rumis" - "Sakkara" Parallelen. Informationen gesucht

Beitragvon Roman Pelek » 13. Mai 2001, 15:14

Hallo,
ich wurde darauf angesprochen, dass das Spiel "Sakkara" starke Parallen zu Stefan Kögls Spiel "Rumis" aufweisen soll, das den 2. Platz beim Hippodice Autorenwettbewerb 2001 gewonnen hat.
Mir ist dieses Spiel überhaupt nicht bekannt, ich habe nur unter "Aktuelles" hier von Anfang des Jahres eine Kurzinformation zum Spiel gefunden, dass es sich auch um ein Pyramidenbauspiel handelt, bei dem aussen liegende Farben zählen sollen. Ich bitte um nähere Informationen von Leuten, denen "Rumis" bekannt ist und wie stark die Parallelen von den Kennern eingeschätzt werden. Sind hier Bedenken oder handelt es sich um klar unterscheidbare Gedankengänge?
Für alle, die "Sakkara" nur aus der Beschreibung heraus kennen, möchte ich gerne noch ein paar kurze Takte zum Spiel verlieren, um vielleicht den Grundgedanken besser vermitteln zu können:
Die zentrale Idee hinter Sakkara war das Einsetzen von eigener und gegnerischer Farbe in einem Spielzug, und dies wird auch im Spiel deutlich und bedingt taktische Zwänge. Ursprünglich war Sakkara ein Einsetz- und Laufspiel in einer dreidimensionalen Landschaft (ganz grob zu vergleichen mit Quivive). Diese Idee reichte spielerisch nicht aus, das ganze war recht langweilig. Dann kam das Spiel als kurzes taktisches Setzspiel (zweidimensional) auf Schachbrett. Funktionierte nicht bzw. wurde nur interessant unter Hinzunahme von Sonderregeln, die mir zu unübersichtlich wurden. Um diese Sonderregeln zu vereinfachen, begannen wir, Plättchen mit zwei bis vier Quadraten in zwei Farben zu fertigen. Dabei zeigte sich sehr schnell, dass sich die taktischen Möglichkeiten potenzieren, wenn man die Teile auch übereinander platzieren darf. Um dem Ganzen eine interessante Richtung zu geben, entstand die Stufenpyramide. Die Sache mit den Kuben dann entstand bei der Produktion von Prototypen als Idee und erwies sich spielerisch nochmals als interessanter als das Legen von Plättchen. Und dabei blieb es.
Ich hatte schon fast die Befürchtung, dass Leute, die das Spiel nicht kennnen, es vom flüchtigen Regellesen mit einem Spiel wie Aztec vergleichen könnten - alleine aufgrund der Idee des Pyramidenbaus, auch wenn die Grundidee und taktischen Möglichkeiten komplett anders sind. Dass aber auch ein noch nicht verlegtes Spiel auftaucht, von dem ich bisher keine Informationen hatte, stimmt mich natürlich traurig und ich würde gerne von Fachkundigen aufgeklärt werden, wie stark die Parallelen wirklich sind. Nur thematisch: Pyramidenbauspiel - oder auch vom Konzept. Sollte letzteres der Fall sein, könnte ich die Idee von Sakkara in den Müll werfen, da Stefan Kögl schneller war mit seiner Idee.
Ich hoffe, dass diese Parallelen nur Assoziationen sind, die sich beim Lesen der groben Vorstellungen der Spielideen aufdrängen und nicht bei Begutachtung der Spieltaktiken und des Spielablaufs.
Ciao,
Roman


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