Beitragvon Michael Andersch » 27. August 2001, 07:53
Hallo,
ich möchte mal eine andere Perspektive in's Spiel bringen.
Was ist letztendlich das Ziel eines Spieleverlags?
Möglichst viele Spiele zu verkaufen.
An wen?
Möglichst an jeden, wobei die Spielerfraktion wohl eher den kleineren Teil ausmachen dürfte.
Wie bekomme ich also den größeren Teil (Wenigspieler, Papi+Mami nur-zu-Weihnachten-ein-Spiel-Käufer) der Kunden?
Sicherlich weder durch Inserate und Rezensionen in einschlägigen Medien (Spielezeitungen und Spielepages), denn da sieht nur der nach, der sich mit dem Thema Spiel als solches befasst. Oma immer-das-Spiel-des-Jahres-Käufer wird sich vor ihrer Kaufentscheidung sicher keine Meinung im Internet bilden.
Der Vielspieler dagegen ist anderweitig informiert, und das recht schnell (Messen, Spielbox-Forum,...), weshalb also sollte ihn ein Verlag bewerben?
Den größeren Teil der Kunden erreiche ich vermutlich weder durch "Vorabmassnahmen" (Werbung, Herausgabe von Rezi-Exemplaren an div. Redaktionen), sondern dort, wo er die Kaufentscheidung trifft: Im Laden! Dort müssen meine Spiele aus der Masse herausstechen (große Schachtel, bunte Schachtel, interessanter Schachteltext, ansprechende(s) Grafik oder Thema, günstiges Verhältnis von Preis zu Schachtelgröße, ...) um den "unbedarften" Kunden zum Kauf zu bewegen.
Viele Grüße,
Micha