Beitragvon Thomas Rosanski » 4. September 2001, 08:46
Peter Bauer schrieb:
> - Im einen Fall bekommt der zweite die Handkarten des
> Letzten, im anderen das gegnerische Team
Mal sehen:
Spieler A, B, C und D spielen Tichu. A spielt mit C. B spielt mit D.
Nehmen wir oBdA an, dass A als erster und B als zweiter fertig wird (*). Dann hat D keinen Anreiz mehr, als dritter fertig zu werden, da seine Handkarten eh an sein eigenes Team gehen. D könnte sogar mit vielen Punkten auf der Hand (z.B. Drache, 2 König, eine Zehn und 2 Fünfen, sonst aber nur niedriege Einzelkarten) darauf spekulieren, letzter zu werden, da man so ohne selbst irgendwelche Karten gespielt zu haben, die Punkte seiner Handkarten bekommt. Das setzt natürlich voraus, dass A nicht Tichu angesagt hat und dass B nicht erster wurde. Wenn B erster wird, siehst es dann leider schlechter aus für die Punkte aus den Handkarten von D.
Hmm, also nur so nach rein theoretischen Gedankenspielen, gefällt mir diese Variante gar nicht.
(*): Wenn D zweiter wird, geht die Überlegung analog. Wenn C zweiter wird, zählen die Stiche eh nichts, da Doppelsieg.
> - Während man sich mit der 1 im einen Fall nur etwas wünschen
> darf, wenn man sie in einer Kombination spielt, darv man es
> im anderen Fall auch bei einer einzelnen 1
Wenn man eine Kombination spielt, wird das wohl eine Strasse sein (welche andere Kombi will man mit der 1 sonst bilden?). Und ich sehe den Wunsch als Möglichkeit, dem Gegenspieler eine Kombination auf der Hand kaputtzumachen. Wenn aber eine Strasse gespielt wird, kann der Gegenspieler den Wunsch ja eh nur mit einer Strasse (oder Bombe) erfüllen. Sogesehen wird der Wunsch relativ wertlos, da es viel unwahrscheinlicher ist, dass er vom Gegner erfüllt werden kann.
Ich spiele immer noch nach den Regeln, die der Fata-Morgana-Ausgabe beilagen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man nach den Fata-Morgana-Regeln sich selber überstechen darf ("wenn alle Spieler gepasst haben") oder nicht ("wenn alle anderen Spieler gepasst haben"). Ich spiele dabei letzteres.