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Medina bei Spielende

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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jens jan

Medina bei Spielende

Beitragvon jens jan » 4. Oktober 2001, 14:19

Hallöle...

Medina, oft diskutiert.
Zu Recht.Ein hervorragendes Spiel....:-)

Aber was sich mein (hoffentlich) immer emsig arbeitendes spielerhirn fragt:

Wie sieht das Geschehen bei euch gegen Spielende aus?
Ich kann nur immer wieder beobachten das in den letzten 5 Runden zu 80% nur die Stadtmauern und eventuell die Marktgassen-Pöppel gesetzt werden.
Das mag ja nich weiter schlimm sein, aber das Spiel wird meines erachtens an dieser Stelle leider ein bißchen zufällig - und das ist schade.
Schließlich bestimmt die Stadtmauer noch die vergabe der Turmkärtchen und die Marktgasse war in unseren Partien zum ende hin stets BEINAHE beendet, aber wer dann in den Genuß bekam eine neue "zu eröffnen" war eigentlich immer der, der als erster nach demjenigen saß, der Marktgassenpöppel setzten mußte(weil er keine anderen steine mehr hatte).
Man hofft eigentlich nur zur richtigen Zeit am Zuge zu sein.
Versteht jemand meine "klitzekleinen Probleme" mit dem Spielmechanismus gegen ende?

Viele Grüße...jens

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Markus Barnick

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Markus Barnick » 4. Oktober 2001, 14:23

Es ist noch viel schlimmer:

mich haben sie so zugebaut, daß ich gar nicht von jeder Farbe ein Dach setzten konnte, bzw halt eine Farbe gar nicht hatte, weil mit den anderen Farben (teils einzelne "Bauten") der ganze Platz verbaut war.

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Wolfgang Ditt

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Wolfgang Ditt » 4. Oktober 2001, 14:26

Hallo Jens,

Deine Beobachtungen kann ich nur teilen. És ist aber nicht zufällig, wer am Ende zuerst Mauern und Figuren setzen muss, sondern das sind die Spieler, die viele Gebäudeteile abgeben mussten, weil jeder einen Palast in der Farbe hat

Somit werden diejenigen belohnt, die auch dann noch mal ein Gebäudeteil auf das Brett bringen, obwohl sie schon einen Palast in der Farbe haben.

Wolfgang

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Roman Pelek

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Roman Pelek » 4. Oktober 2001, 14:50

Hi Jens,

jens jan schrieb:

> Wie sieht das Geschehen bei euch gegen Spielende aus?
> Ich kann nur immer wieder beobachten das in den letzten 5
> Runden zu 80% nur die Stadtmauern und eventuell die
> Marktgassen-Pöppel gesetzt werden.
> Das mag ja nich weiter schlimm sein, aber das Spiel wird
> meines erachtens an dieser Stelle leider ein bißchen zufällig
> - und das ist schade.

Ich kann Deine Beobachtungen bestätigen, aber nicht, dass das Geschehen zufällig wäre. Im Gegenteil kann man, wenn man Spielgeschehen im Auge behalten hat (wer legt wieviel Teile weg, wer baut ungefähr wie viele Mauern/Pöppel, wer hat welche Paläste in der Nähe welcher Türme), damit ganz gezielt auf den Erwerb von Turmkarten hinbauen.

> Schließlich bestimmt die Stadtmauer noch die vergabe der
> Turmkärtchen und die Marktgasse war in unseren Partien zum
> ende hin stets BEINAHE beendet, aber wer dann in den Genuß
> bekam eine neue "zu eröffnen" war eigentlich immer der, der
> als erster nach demjenigen saß, der Marktgassenpöppel setzten
> mußte(weil er keine anderen steine mehr hatte).
> Man hofft eigentlich nur zur richtigen Zeit am Zuge zu sein.
> Versteht jemand meine "klitzekleinen Probleme" mit dem
> Spielmechanismus gegen ende?

Die Beobachtungen sind richtig, ein Problem sehe ich darin aber nicht. Das "Prinzip Hoffnung" am Spielende rührt, denke ich, eher daher, dass man vorher nicht genau genug auf die Aktionen oder Absichten der Mitspieler geachtet hat. Man kann die Materialknappheit bei den Mitspielern eigentlich gut in einen eigenen Vorteil ummünzen, ab und an hilft auch mal ein Nachzählen der auf dem Spielplan befindlichen Pöppel z.B. ;-)

Ciao,
Roman

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Arne Hoffmann

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Arne Hoffmann » 4. Oktober 2001, 15:24

Hallo Jens!

Die Antworten von Wolfgang und Roman kann ich unterstreichen. Auch bei uns werden in den letzten Runden fast ausschließlich Mauern und Pöppel gesetzt - jedoch kann man vorher schon darauf achten, wie man mit Mauern noch die begehrten Turmpunkte erreichen kann und wie die Figurenschlange evtl. zu eigenen Palästen gelenkt werden kann. Dazu muß man natürlich in etwa den Vorrat der anderen Spieler im Kopf haben (ich rede jetzt nicht von totaler Buchführung).

Wenn es für mich absehbar ist, daß ich mich mit Spieler xy um einen Turm streiten werde, dann achte ich schon sehr genau darauf, ob xy schon Mauerteile verbaut hat, wo ich noch welche setzen kann und wann man mit dem Angriff dort anfangen oder rechnen kann.

Dennoch ist man ab und an nicht vor Überaschungen gefeit, da man sich meist nicht alles merken kann - aber zufällig geschieht auch in den letzten Runden bei Medina nichts.

Tschö,

- Arne -

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Gerhard Passler » 4. Oktober 2001, 21:13

Hallo Markus!
>
> Es ist noch viel schlimmer:
>
> mich haben sie so zugebaut, daß ich gar nicht von jeder Farbe
> ein Dach setzten konnte, bzw halt eine Farbe gar nicht hatte,
> weil mit den anderen Farben (teils einzelne "Bauten") der
> ganze Platz verbaut war.

Das ist mir letzthin auch widerfahren; da musste ich dann doch glatt die Spielanleitung zur Hand nehmen, die mir aber auch nicht weiterhelfen konnte ...

Verspielte Grüße und
bis bald in Essen

Gerhard

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Michael Andersch

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon Michael Andersch » 5. Oktober 2001, 08:36

Markus Barnick schrieb:
>
> Es ist noch viel schlimmer:
>
> mich haben sie so zugebaut, daß ich gar nicht von jeder Farbe
> ein Dach setzten konnte, bzw halt eine Farbe gar nicht hatte,
> weil mit den anderen Farben (teils einzelne "Bauten") der
> ganze Platz verbaut war.

Tja, Markus: Der frühe Vogel fängt den Wurm!
Will sagen: selber schuld wenn Du zu lange wartest. Erzähl mir nicht, dass Du während des ganzen Spiels keine Möglichkeit gehabt hättest einen Palast der vierten Farbe in Besitz zu nehmen. Vermutlich war er Dir entweder zu klein, oder etwas anderes war Dir in diesem Moment wichtiger ;-)

Viele Grüße,
Micha

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jens jan

Re: Medina bei Spielende

Beitragvon jens jan » 5. Oktober 2001, 16:33

"Wohl wahr, Wohl wahr" dachte ich bei euren Anmerkungen.....aber erstmal danke für die Antworten.

Sicherlich ist es ratsam die Mitspieler zu beobachten,Mauerteile zu zählen und auch mal gerne einen mittig an der Stadtmauer liegenden Palast in Besitz zu nehmen um zu guter letzt mit diesem ein Dreier oder Vierer-Palast in Besitz zu nehmen.
Aber dennoch spielt die Sitzverteilung der Spielrunde eine Rolle, zum Glück des Einen und zum Pech des Anderen.
Dies fällt ganz bestimmt bei der Marktgasse auf.Gegen mitte des Spiels sind oft nur noch zwei,drei freie Felder für die Marktgassenpöppel vorhanden bis sie vollendet wäre.Hier tritt in unseren Spielerunden dann das große Zögern ein,keiner wagt es hier zu bauen und dem fogenden Spieler damit eine Vorlage zu geben.
Wer dies schließlich tut?
Meist der Glückliche, der nach demjenigen an der Reihe ist, der zuerst auf seine Pöppel zurückgreifen MUß!Und das ist mit Verlaub einfach nicht planbar, hier gibt es doch noch viel Spielraum bei der Punktezählung für "Hätte", "Wenns" & "Abers" für die zweit,dritt,etc.-Plazierten!
Aber seis drum,diskutieren wir es nicht tot, dieses so lebendige Medina!

Gruß und Dank....Jens


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