Beitragvon Roman Pelek » 25. Oktober 2001, 23:18
Hi Christian
> nach der schon vor Essen hier im Forum geäußerten Kritik, bin
> ich froh Frachtexpress (zu Dritt) auf der Messe gespielt zu
> haben.
So gehört sich das ja auch, wenn man die Möglichkeit dazu hat ;-)
> Genau wie meine Mitspieler, habe ich Frachtexpress für 20 DM
> direkt nach der Partie am Franjos-Stand erworben. Uns hatte
> es also gefallen (daß es Zusatzkarten gibt, habe ich übrigens
> erst nach dem öffnen der Schachtel bemerkt).
Kann ich vollstens verstehen: zu dritt und ohne die Zusatzaktionen macht FrachtExpress auch mir Spass...
> Euer Problem scheint mir im horten von Karten zu liegen: erst
> nicht die passenden Karten, dann nichts machen (außer Karten
> nachziehen), damit das Spiel beschleunigen und sich dann
> wundern verloren zu haben!? Völlig verfehlte Taktik, würde
> ich sagen.
Ich denke: nicht ganz verfehlt, wenn man erhofft, durch eine längere Route das Manko, am Anfang nicht die ABCD-Variante fahren zu können, ausgleichen zu wollen. Dann möchte man nämlich gerne wenigstens zwei, drei Waggons ins Ziel bringen, und dafür braucht man auch die entsprechenden Würfelaugen, die man erstmal ziehen muss. Aber, richtig, diese Taktik funktioniert meistens nicht, wenn die anderen Spieler auch ein paar Karten auf der Hand halten, weil das Spiel vorbei ist, bevor man etwas machen konnte.
Aber das ist ja das eigentliche Manko, das ich dem Spiel zu viert ankreide: es wird zu kurz, wenn ein Spieler versuchen muss (da ihm seine Handkarten zu Beginn nichts anderes erlauben), eine längere Route zu fahren. Wenn Sonderaktionen im Spiel sind, werden ihm also auch noch die Handkarten geraubt. Dieser Spieler hat also keine Chance. Was wiederum bedeutet, dass man dringend die ABCD-Route fahren muss, was wiederum von den Handkarten, die man zieht abhängt. Damit ist das Spiel mir zum einen zu stark glücksabhängig gewesen, und zum anderen wurd's einfach beim dritten Spiel langweilig, dass alle immer dieselbe Richtung fahren.
Um das, was mich gestört hat, auszugleichen, gibt's wohl mehrere Sachen:
1) Mehr Karten zu viert, das kostet aber Geld und kann auch manche Partie unnötig lang machen
2) Freie Wahl des Startbahnhofs (hilft zumindest ab, wenn man nicht gerade A-J, A-H und A-G zu Beginn zieht :-)
Kurzum, nochmal meine Hauptkritikpunkte beim Spiel zu viert, um mal von dem Kartenhorten wegzukommen:
1) Das Kartenglück ist doch sehr stark
2) Planung nur bedingt möglich
3) Das Spiel läuft bei gleichem Aufbau immer auf die gleiche Taktik hinaus, sofern 1) das erlaubt
4) Sonderaktionen restringieren alternative Taktiken zusätzlich
Beim Spiel zu dritt ohne Sonderaktionen fallen obige Kritikpunkte fast gänzlich weg, da man mehr Zeit hat, sich zu entwickeln. Hätt' ich's zuerst zu dritt gespielt, mir wären diese Gedanken nie gekommen.
Ciao,
Roman