Beitragvon Philipp Klarmann » 28. November 2001, 21:42
Aargh...ich finde es nicht mehr!!! Dreimal vermaledeit....wenn man einfach zu viele Spiele hat.... eine Chance besteht noch, wenn ich alle Boxen von anderen Spielen durchsuche (es ist nämlich im Ziplock und daher leicht zu knicken), da habe ich es vielleicht reingesteckt.
Ansonsten kann ich zum Spiel Folgendes sagen:
Das Material ist einfach gehalten, die Karte 2xDINA4 groß und schwarz weiß und es liegen so 80 Pappcounter bei.
Jeder Spieler stellt eine ansteckende Krankheit im Europa des Mittelalters dar (so viel zum Thema Rollenspielelement). Die Krankheit hat zwei Werte Virulenz und Letalität. Deren Werte gehen von 1-6. Dies hat natürlich mit dem Würfel zu tun. Die Summe der beiden Werte muss immer sechs (oder doch sieben?) sein. Man kann die Werte am Anfang des Spieles frei wählen. Die Krankheit wird durch kleine Pappsteine dargestellt (in kreischbunten Farben).
Die Krankheit startet ganz brav und klein an einem Kartenrand in einem Hafen. Jede Stadt in Europa hat vier Felder, Konstantinopel glaub ich sechs. Diese Felder stellen einhunderttausend (1 Mio?) Einwohner dar...wenn der Spieler dran ist, würfelt er einmal für die Ausbreitung der Krankheit (unterwürfelt er die die Wertzahl, breitet sich die Krankheit für jeden schon auf dem Brett liegenden Stein aus, man würfelt für jeden Stein). Dann würfelt er für die Letalität. Unterwürfelt er den Letalitätswert, sterben die Einwohner an der Krankheit, aber es können nur soviele sterben, wie die Stadt Felder hat. Irgendwann hat eine Krankheit dreißig Felder belegt, diese "gewinnt".
Das Spiel entscheidet sich eigentlich schon am Anfang. Eine hohe Verbreitungsrate macht eine niedrige Letalität, so dass man zwar eine hohe Verbreitungschance hat, aber nicht so viel "Erfolg" hat.
Die Designer haben noch die Werte historischer Epidemien ins Spiel gepackt, wobei die Pest hier herausragt (die Pocken sind aber auch nicht übel).
Also, wie ihr schon an diesem Text gemerkt habt, ist das Spiel nichts für die lauschige Kaminstunde...eher was für härtere Kaliber mit einem Bierchen oder zwei nebenbei.
(und ich werds noch finden, Christian!)