Beitragvon HBS » 6. Januar 2002, 12:08
Moin Arno,
schwierig schwierig, wie Du (und Arne und Jost) ja schon geschrieben hast...
das fängt schon bei dem/n Lieblingsspiel/en an, nach denen Du ja fragst :-)) , denn auch da gibt's für mich schon drei klare Kategorien, die ich alle, jede zu ihrer Zeit, gerne spiele und dazwischen unterscheiden sich eben auch die Prozentzahlen.
Also: ähnlich wie bei Arne und Jost spiele ich gerne Spiele (und "gewinne an ihnen", schöne Formulierung übrigens... da ich lieber [i]am[/i] Spiel als [i]das[/i] Spiel gewinne ;-) ) mit hoher "Eigenleistung" die ich durch meine Erfahrung und meinen Spielüberblick erbringe.
Allerdings verstehe ich Deine Kategorie "Eigenleistung" nicht so richtig: wo liegt bei Dir die "Leistung" im Spiel? Daran, daß man etwas gut und richtig macht und gewinnt? Daran, daß man viel Spaß daran hat? Daran, daß man die Regeln gut kennt, das System durchschaut? In jedem Fall überschneidet sich die Leistung mit Deinen anderen Punkten...
Schwierig finde ich auch Deinen Punkt "Spielsystem" - im Endeffekt mag ich doch nur Spiele, deren System mir (subjektiv) gefallen? Und Du fragst ja nach Lieblingsspielen...
Bei den Fehlern meiner Mitspieler geht es mir ähnlich wie Arne... eigentlich mag ich offensichtliche Fehler nicht (es sei denn ich bin eh' schon von Mitspielern genervt... aber dann ist der Punkt "Gewinn am Spiel" sowieso schon wieder relativ ;-) ), sie schmälern eher den Spielspaß. Provozierte, geschickt eingefädelte unoffensichtliche oder erst längerfristig erkennbare Fehler dagegen können schon Spaß machen... was dann aber eher eigene Taktik/Strategieleistung ist, als Fehler der anderen...
Zu einer meiner anderen "Lieblingsspielkategorien" haben Jost und Arne auch schon einiges treffendes geschrieben (jaja, wer zu spät postet...): ich mag durchaus auch schnellere bzw. kürzere Fun- oder Bluffspiele, bei denen der Punkt "Zufall/Glück" dann auch höher sein darf/ muß.
Bei meiner dritten Kategorie (die sich, da sie keine inhaltliche Kategorie ist, natürlich mit den anderen überschneidet) 2er-Spiele, ist es nun wieder etwas anders... was sich aber aus den äußeren Umständen ergibt. Also, ich spiele 2er-Spiele tendenziell immer mit/gegen den gleichen Partner, der mir tendenziell spielerisch unterlegen ist (das kann, beiläufig, übrigens schlimme Folgen haben: wenn man immer nur mit dem gleichen Gegner spielt, gegen den man regelmäßig gewinnt und auf dessen "Spielarten" man sich eingestellt hat, kann man ganz leicht böse abgezockt werden, wenn man dann mal mit wem anders spielt :-/ , nech, Christian? ;-) ) Deshalb spielen wir da ganz gerne Spiele mit höherem Glücksfaktor, so daß die Ergebnisse ausgeglichener sind...
Also, so interessant das Nachdenken (und darauf kam's Di ja auch an, oder :-) ) über Deine Fragen ist: absolut kann ich dazu nichts sagen. Auf die Mischung kommt's an! Und: alles zu seiner Zeit, in der jeweiligen Situation. Und: bitte nicht immer das gleiche!
Ach ja, und ein Punkt, der für mich für den "Gewinn am Spiel" auch noch recht wichtig ist, taucht bei Dir gar nicht auf: ich habe gerne "schöne" Spiele... was aber auch wieder vieles heißen kann: griffiges Material, gelungene Grafik, schönes Thema... - Äußerlichkeiten sicherlich, aber ich habe nunmal lieber einen Holzpöppel als einen aus Plastik in der Hand.
Gruß,
Hanna
(ohne klares Ergebnis aber um ein paar interessante Überlegungen reicher)