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Internet-Infos vs. Spielspass

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Roman Pelek » 9. Januar 2002, 17:53

Hi Jost,

>> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es [...]?

>Vor dem Kauf will ich möglichst genau wissen, wie die Regeln aussehen. Sie machen schließlich zu 95% ein Spiel aus, der Rest ist normalerweise nur Feinschliff.<

Hm, sicher machen die Regeln ein Spiel aus (abgesehen davon, dass schönes Material zum Spielspass beitragen kann), aber hilft ein Regelstudium alleine so viel bzgl. des Kaufs eines Spiels? Ich persönliche brauche als Kaufkriterium meist Regeln und persönliche Fazits/Spielerfahrungen zu gleichen Teilen. Denn eine Regel gibt nicht wieder, wie viel Spass ein Spiel macht, und auch viele Details wie Spieltiefe etc. sind nicht auf Anhieb zu sehen. Eine Regel ist sicher das beste, um die Spielmechanismen kennenzulernen (besser und ausführlicher als diverse Kurzabrisse des Spiels) und zu beurteilen, ob ein Spiel überhaupt subjektiv in Frage kommen könnte, aber so den Spass beim Spielen gibt sie doch leider nur gering wieder. Ein Spiel kann super-pfiffig klingen und spielt sich dann öde oder funktioniert gar nicht, ebenso lässt sich manchmal ausbanalen, altbekannten Elementen ein erstklassiges Spielerlebnis zaubern.

Für mich persönlich macht deshalb eine gute Rezension auch die ausgewogene Mischung aus Regelzusammenfassung (nicht Nacherzählung), Schilderung des Spielerlebnisses mit Interpretation sowie dem subjektiven Fazit aus, ich persönlich brauche also ziemlich viel an verschiedenen Infos :)

Ciao,
Roman

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Marco Löhrer

Re: Witze (RE: Internet-Infos vs. Spielspass)

Beitragvon Marco Löhrer » 9. Januar 2002, 17:57

Ja!
Hast schon recht scheint was mit dem Intellekt zu tun zu haben.
Der Witz gerade war auf jeden Fall auf Unterbodenniveau ;-) !

Ne, mal im Ernst und Spass beiseite ... Karnevalswitze haben nun wirklich nicht mit Spass zu tun. Da muss man schon die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag legen :-D!

Tschö, wa!

und Alaaf

Marco (der Gottseidank die Pointe irgendwo unter der Fussmatte gefunden hat)

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Sandra-spielbox

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Sandra-spielbox » 9. Januar 2002, 18:02

Hi!

Ich lese eigentlich meistens vor dem Spielekauf einige Rezis. Allerdings achte ich dabei mehr auf das Thema des Spiels und auf die Bewertungen und Kommentare, die es so bekommen hat. Die genauen Spielabläufe überspringe ich meistens oder überfliege sie nur, genauso halte ich's mit den Taktik-Tips.
Nachdem ich einmal blind gekauft und damit eine völlige Pleite erlebt habe, scheint mein jetziges Verfahren voll aufzugehen.

Viele Grüße,
Sandra
(wird heute abend hoffentlich zum erstenmal ihren Freund im Carrom bezwingen)

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Stephan Zimmermann

Re: Rezensionsstil (war: Internet-Infos vs. Spielspass)

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 18:18

Volker L. schrieb:

> Naja, [b]so[/b] genau ins Detail gehen muss die Rezension
> natuerlich nicht, aber wenn ich auf Grundlage von Rezensionen
> eine Kauf-(bzw. Schenken-lass-)-Entscheidung faellen soll/muss,
> dann will ich schon recht genau wissen, wieviele
> Entscheidungsmoeglichkeiten
> ich bei meinem Zug habe.

Ok, in die Verlegenheit komme ich nie. Ich habe nur Leute denen ich
ausschliesslich Spiele schenke, die ich selbst schon kenne
(alles deutlich weniger-als-ich-spieler).

> Da gehen die Geschmaecker zu sehr auseinander. Oder man muesste
> sich von verschiedenen Rezensenten jeweils [i]sehr viele[/i]
> (~50 bis 100) Rezensionen von Spielen, die man kennt, ansehen,
> um dann entscheiden zu koennen, mit wem mein Geschmack so weit
> kompatibel ist, dass was ihm gefaellt mir auch gefallen wird
> und
> was ihm nicht mir auch nicht.

Naja - ein wenig Beschreibung sagt meist schon genug aus - viel
Verhandeln, Grübeln ... so ein paar allg. Sachen über den Spielverlauf.

> > Regeln kann ich selber lesen :-)
> Aber erst, [i]nachdem[/i] Du es gekauft hast, ich will doch

Nein - Ich kaufe immer im Fachgeschäft (das übrigens selten teurer ist als
als Internetangebote) und da kann man alles ansehen :-)


Ciao, Stephan

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Volker L.

Re: Rezensionsstil (war: Internet-Infos vs. Spielspass)

Beitragvon Volker L. » 9. Januar 2002, 18:27

Stephan Zimmermann schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
> > > Regeln kann ich selber lesen :-)
> > Aber erst, [i]nachdem[/i] Du es gekauft hast, ich will doch
>
> Nein - Ich kaufe immer im Fachgeschäft (das übrigens selten
> teurer ist als
> als Internetangebote) und da kann man alles ansehen :-)

Na gut, wenn Du einen Laden kennst, wo man ein geoeffnetes
Ansichtsexemplar hat, bei dem Du die Regeln lesen und das
Material begutachten kannst, und wo sie auch nicht sauer sind,
wenn du nach 45 Minuten und 3 angesehenen Spielen wieder
rausgehst, ohne eines davon zu kaufen... :-))

Das geht ja dann schon tendenziell in die Richtung "eigene
Erfahrung auf der Messe", da braucht man dann ja weniger
Informationen aus Rezensionen.

Gruss, Volker

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Stephan Zimmermann

Re: Wo soll die Information denn stören?

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 18:30

Ralf Arnemann schrieb:

> > es war relativ klar wie zu spielen war, ich hab gewonnen und
> > fühlte mich um das Kennenlernen und Erforschen des Spiels und
> > seiner Strategien betrogen
> "Relativ klar, wie zu spielen war" - das gibt es doch bei
> guten Spielen selbst mit viel Strategiegrübeln nicht.

Naja - aber Extrem-strategien wie Gaukler (nix bauen und 9 Werke machen)
oder Baumeister (Nur Bauen, fast keine Werke) sind in einer normalen Runde einfach keine Strategien, die sofort gespielt werden - jeder versucht da erstmal schöne Mischstrategien zu fahren.


> Und das Vermeiden von primitiven Fehlern ist doch nur positiv.
> Wozu muß ich eine ganze Partie Fürsten vergeuden nur um
> festzustellen, daß Gaukler für 200 einem Spieler den Sieg
> schenken können?

Man kann jedes Spiel nur EINMAL zum erstenmal spielen - das ist
eine Erfahrung, die mir meistens gefällt und die leider nicht wiederholbar ist.


> Deswegen müssen bei großen Erfahrungsunterschieden zwischen
> den Spielern bestimmte bekannte Tatsachen schon in die
> Spielregelerklärung - alles andere wäre doch unfair.
> Wenn ich Neulingen Fürsten erkläre, dann sage ich natürlich
> dazu, was so die üblichen Preise für die Artikel sind oder
> was die wesentlichen Siegoptionen sind.
> Da bleibt immer noch genügend Spielraum für eigene Erfahrungen.

Das ist genau der Punkt den ich gar nicht mag:
"Sowas kostet soviel" beim Regelerklären zu sagen.

Bestes Gegenbeispiel dafür sind "Die Händler". Bei uns hatten sich immer
sehr hohe Preise eingespielt und bewährt.
Dann bin ich auf andere Spieler getroffen da waren die Preise viel viel niedriger.
Wenn ich allen Leuten mit denen ich Spiel vorgebe "das kosten ca. soviel"
dann fällt das spielrundenspezifische Einpendeln weg.
Das finde ich sehr schade.

Genauso schade finde ich das vorgeben "bewährter" Strategien.
Es ist viel netter wenn alle Leute das Spiel selbst entdecken.

Ciao, Stephan

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Stephan Zimmermann

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 18:35

Jürgen Schmidt schrieb:

> Allerdings hat mich der Thread 'Totsichere Gewinnstrategie
> bei FvF' bisher vom Kauf des Spiels abgehalten.

Ich würde es dir trotzdem empfehlen - auch viele nicht-so-oft-Spieler
finden es sehr schön zu spielen.

Was allerdings unbedingt von Nöten ist ist ein gleiche Erfahrung der Spieler
mit dem Spiel - Anfänger haben einfach absolut keine Chance gegen
erfahrene Spieler.

Bei gleichem Erfahrungsstand gibt es die 'Totsichere Gewinnstrategie'
nicht mehr ! :-)

Ciao, Stephan

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Markus Barnick

RE: Internet-Infos vs. Spielspass :-( ???

Beitragvon Markus Barnick » 9. Januar 2002, 19:25

o graus.......
muss ja schlimm sein, mit euch zu spielen.
Wenn ihr vor jedem Spiel schon Gewinnstrategien habt.

Die von FvF hatte ich keine Lust, so richtig durchzusehen, war mir zu kompliziert. Kann mich schon reinsteigern, hatte aber keine Lust dazu.

Spielen muß auch "aus dem Bauch heraus" gehen

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Jost Schwider

RE: Rezensionsstil

Beitragvon Jost Schwider » 9. Januar 2002, 19:33

"Volker L." hat am 09.01.2002 geschrieben:

> aber wenn ich auf Grundlage von Rezensionen
> eine Kauf-(bzw. Schenken-lass-)-Entscheidung faellen
> soll/muss, dann will ich schon recht genau wissen,
> wieviele Entscheidungsmoeglichkeiten
> ich bei meinem Zug habe.

100% ACK!
[i]Unterschreib[/i] ;-)
[b]STEMPEL[/b]

> > Ich will wissen (...) ob es Spass macht zu spielen
> > und derartiges.
>
> Da gehen die Geschmaecker zu sehr auseinander.

So sehe ich das auch: Daher halte ich die Beschreibung des Spielablaufs (aka Kurzfassung der Regeln) für das einzige objektive Kriterium, wo [i]ich[/i] mir selbst ein Bild von [i]meinem[/i] zu erwartenden Spielspaß machen kann.

> > Regeln kann ich selber lesen :-)
>
> Aber erst, [i]nachdem[/i] Du es gekauft hast,

Volker, ich muss dir nochmal zustimmen! (Peinlich? Nö!) :-D
Daher liebe ich die Spielemesse, da man dort nach Herzenslust lesen und blättern kann. Tatsächlich lese ich dort wahrscheinlich genausoviel, wie ich spiele!

Viele Grüße
Jost aus Soest (gegen Willkür - auch beim Spielekauf)

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Jost Schwider

RE: Witze

Beitragvon Jost Schwider » 9. Januar 2002, 19:33

"Carsten Wesel" hat am 09.01.2002 geschrieben:
> "Marco Löhrer" hat am 09.01.2002 geschrieben:
>
> > Marco (der gerade über möglichst flachen Witzen für eine
> > Karnevalssitzung brütet)
>
> Na das kann ja nicht so schwer sein. Das hat doch was mit
> Intellekt zu tun, oder?
>
> SCNR, Carsten (:LOL: hat manchmal nix zu lachen :LOL: )

...vor allem, wenn Marco dich mal auf der Strasse "trifft" :LOL: ;-)
*SCANR*

Jost aus Soest (duckt sich schon mal)

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peer

RE: Skat-Optimierung

Beitragvon peer » 9. Januar 2002, 19:55

Hi,
Stephan Zimmermann schrieb:
>
> peer schrieb:
> Auch egal was man ansagt?
> Das könnte hart werden.
> Mit welchem Blatt kann man denn NULL und ein Farbspiel gewinnen
> egal wie man die Karten rauslegt?
>
> Stephan (glaubt, dass das nicht geht)

Ach, schon wieder was, was lange her ist...
Also wir kannten das von Marten (s.o.). Will man die Reihenfolge verbielibigisieren hatten wir wirklich keine echte Lösung gefunden nur zwei eingeschränkte Lösungen (weiss sie aber nicht mehr, muss mal nachfragen):
1) egal was man spielt, aber man musste Mittelhand sitzen
2) Keine Null
3) Kein Farbspiel, und man musste mit ner bestimmten Karte rauskommen...
ciao,
Peer

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Gustav der Bär

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Gustav der Bär » 10. Januar 2002, 06:49

Stephan Zimmermann schrieb:

> Wie handhabt Ihr das?
> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?
Nein. Viele Dinge sind mir völlig egal: In welchem Land die Druckfarben gemischt wurden, aus welcher Baumart die Pöppel sind, ob sich der Spielplan zwei- oder dreimal falten lässt ...

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?
Nein. Ich bezweifle stark, dass es überhaupt möglich ist, alles über ein Spiel zu wissen, ohne es gespielt zu haben.

> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?
Nein. In einer so strikten Reglementierung meines Verhaltens kann ich keinen Vorteil sehen. Ich suche dann nach Informationen, wenn ich den Eindruck habe, dass mir welche fehlen; da gibt es keinen Zusammenhang dazu, wie oft ich ein Spiel (oder ob überhaupt) gespielt habe.

> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?
Nein. Mal hole ich mir vorher Informationen aus dem Internet, mal hinterher und mal garnicht.

> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?
Nein. Es ist oft von Vorteil, zu wissen, wie andere Leute ein Spiel spielen. Ob ich mir das dann zu eigen mache oder einen ganz anderen Weg gehe, ist davon abhängig, in welchem Maße ich eine vorgegebene Strategie als erfolgversprechend einschätze. Die Tatsache allein, dass sie von jemand anderem entwickelt wurde, ist für meine Entscheidung ohne Belang.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Carsten Wesel

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Carsten Wesel » 10. Januar 2002, 07:33

"Gustav der Bär" hat am 10.01.2002 geschrieben:

> > - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> > ersten mal Spielt?
> Nein. Ich bezweifle stark, dass es überhaupt möglich ist,
> alles über ein Spiel zu wissen, ohne es gespielt zu haben.

Ich grübel auch immer noch, warum bei Siedler diese Sechseckseitenlänge gewählt wurde, obwohl 3mm weniger viel sinnvoller gewesen wären

Gruß Carsten (der sich wundert, daß nicht immer alle Erweiterungen mit ins Spiel passen)
Testschleife: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=34737&t=34646

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Stefanie

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stefanie » 10. Januar 2002, 08:50

Stephan Zimmermann schrieb:

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?

Nein. Ich lasse mich auch immer wieder gern zu Spontankaeufen
mir unbekannter Spiele hinreissen, z.B. weil mir das Thema gefaellt
oder die Grafik nett aussieht. Allerdings ist
das natuerlich auch eine Frage des Preises. Und prinzipiell
lese ich gern Rezis ueber neue Spiele.

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?

Nein. Meist lese ich nicht einmal die Regeln vorher, es sei
denn, es handelt sich um ein sehr komplexes Spiel.

> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?
> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?
> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Mich interessieren die "hundertprozentigen Gewinnstrategien" eigentlich gar nicht -
abgesehen davon, meist kann man denen sowieso entgegensteuern. Allerdings bin
ich gerade bei sehr langwierigen Spielen sehr dankbar, wenn man mich auf "Anfaengerfehler" hinweist (z.B. bei 1830 geschehen), ob per Internet
oder als Mitspieler.

Cheers,
Stefanie

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Stephan Zimmermann

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stephan Zimmermann » 10. Januar 2002, 09:13

Carsten Wesel schrieb:

> Sechseckseitenlänge gewählt wurde, obwohl 3mm weniger viel
> sinnvoller gewesen wären

Das Musst Du jetzt aber genauer erläutern!

:-D Stephan

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Stephan Zimmermann

Preis eines Spiels

Beitragvon Stephan Zimmermann » 10. Januar 2002, 09:17

Stefanie schrieb:

> oder die Grafik nett aussieht. Allerdings ist
> das natuerlich auch eine Frage des Preises.

Ich weiß, daß viele Leute auf den Preis achten ...
... aber ist der Preis nicht mehr oder weniger irrelevant?

Wenn ich mit 4 Leuten ins Kino gehe kostet das 25-30 €.
Wenn ich mir ein Spiel kaufe und es zu viert Spiele ist
das in derselben Größenordnung, nur hab ich viel länger als
einen Abend was davon!

... und Kino ist nicht eine der teuersten Freizeitbeschäftigungen :-)


Ciao, Stephan

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Stefanie

Re: Preis eines Spiels

Beitragvon Stefanie » 10. Januar 2002, 11:30

Stephan Zimmermann schrieb:
[..]

> Ich weiß, daß viele Leute auf den Preis achten ...
> ... aber ist der Preis nicht mehr oder weniger irrelevant?
>
> Wenn ich mit 4 Leuten ins Kino gehe kostet das 25-30 ?.
> Wenn ich mir ein Spiel kaufe und es zu viert Spiele ist
> das in derselben Größenordnung, nur hab ich viel länger als
> einen Abend was davon!
>
Hach ja, schoen waer's ... aber hier in Australien sind Spiele
num mal 2-4* so teuer wie in Deutschland, da
kaufe ich halt seltener spontan. Ich kaufe auch teure Spiele, aber da informiere ich mich vorher drueber.

Abgesehen davon, ich gehe selten (und nicht sonderlich gerne)
ins Kino, daher passt der Vergleich fuer mich nicht. Mein
Geld investiere ich eher in Buecher, und da kann man
fuer den Preis von einem Spiel auch sehr lange was von haben :-)

Cheers,
Stefanie

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erik

Re: Preis eines Spiels

Beitragvon erik » 10. Januar 2002, 19:04

Stefanie schrieb:

> Abgesehen davon, ich gehe selten (und nicht sonderlich gerne)
> ins Kino, daher passt der Vergleich fuer mich nicht. Mein
> Geld investiere ich eher in Buecher, und da kann man
> fuer den Preis von einem Spiel auch sehr lange was von haben
> :-)

und ausserdem zahlt (zumindest durch reihum im Schnitt gesehen)
jeder selbst für sein Kino. Spiele kaufe immer ich :-)

Gruss,

Erik

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Roman Pelek

RE: Rezensionsstil

Beitragvon Roman Pelek » 10. Januar 2002, 23:12

Hi Jost,

Jost Schwider schrieb:

> > aber wenn ich auf Grundlage von Rezensionen
> > eine Kauf-(bzw. Schenken-lass-)-Entscheidung faellen
> > soll/muss, dann will ich schon recht genau wissen,
> > wieviele Entscheidungsmoeglichkeiten
> > ich bei meinem Zug habe.
> 100% ACK!
> [i]Unterschreib[/i] ;-)
> [b]STEMPEL[/b]

Ja, aber im Gegensatz zu reinem Regelstudium bedarf es zu einer Beurteilung dessen meist dem Spielen eines Spiels bzw. dem Lesen einer geeigneten Rezi. Zumindest meiner limitierten Vorstellungskraft ist es nicht möglich, aus der Anleitung jede mögliche taktische Finesse eines Spiels zu ersehen...

> > > Ich will wissen (...) ob es Spass macht zu spielen
> > > und derartiges.
> > Da gehen die Geschmaecker zu sehr auseinander.
> So sehe ich das auch: Daher halte ich die Beschreibung des
> Spielablaufs (aka Kurzfassung der Regeln) für das einzige
> objektive Kriterium, wo [i]ich[/i] mir selbst ein Bild von
> [i]meinem[/i] zu erwartenden Spielspaß machen kann.

Hm, ich denke nicht, dass das alleinig seligmachend ist. Unabhängig von der sicher objekten Regelwiedergabe gibt's oft vieles, was ich aus durchaus subjektiv gefärbten Meinungen oder Rezensionen herauslesen kann, das auch objektiv etwas widerspiegelt. Z.B. dass es gewisse dominante Strategien gibt, dass Spielelemente zu schwach sind, wie groß der Einfluss in einem Spiel ist, wie lang die Wartezeiten werden können, was schieflaufen kann, woraus sich der Spass eines Spiel ergeben "könnte".

Sagen wir's mal so: ich lese liebend gerne Regeln als Vorabinfo, wenn ich die Möglichkeit erhalte, weil sie viel über Spielmechanismen verraten und ob ein Spiel meinem Geschmack entgegenkommen könnte. Die genaue Begutachtung von Meinungen oder Rezensionen würde dies aber nie ersetzen. Wobei man, ketzerisch gesprochen, im Spielerleben natürlich immer am schlauesten ist, wenn man ein Spiel selbst ein paar Mal gespielt hat... ;-)

Ciao,
Roman

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Jost Schwider

RE: Rezensionsstil

Beitragvon Jost Schwider » 11. Januar 2002, 08:35

"Roman Pelek" hat am 10.01.2002 geschrieben:

> Ja, aber im Gegensatz zu reinem Regelstudium bedarf es zu
> einer Beurteilung dessen meist dem Spielen eines Spiels

100% Zustimmung.
Leider hat man nicht immer die Gelegenheit dazu... :-/

> bzw. dem Lesen einer geeigneten Rezi.

50% Zustimmung ;-)
Rezis sind nunmal oft vom persönlichen Geschmack geprägt, daher muss man sie mit Vorsicht geniessen.
Wenn dort aber auf offensichtliche Fehler in der Spielmechanik hingewiesen wird, dann ist eine Rezi sehr gut brauchbar! (Wobei ich glaube, dass solche groben Schnitzer i.A. schon anhand der Regel erkennbar sind.)

> nicht möglich, aus der Anleitung jede mögliche
> taktische Finesse eines Spiels zu ersehen...

:-O Das will ich auch gar nicht, sonst fehlt mir der Spaß des Selberentdeckens. Aber eine Rezi kann (soll!) dir dies auch nicht bieten!

Viele Grüße
Jost aus Soest (findet: Zeitungs-Kommentare = Papierverschwendung!)

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Roman Pelek

RE: Rezensionsstil

Beitragvon Roman Pelek » 12. Januar 2002, 14:45

Hi Jost,

Jost Schwider schrieb:

> Rezis sind nunmal oft vom persönlichen Geschmack geprägt,
> daher muss man sie mit Vorsicht geniessen.
> Wenn dort aber auf offensichtliche Fehler in der
> Spielmechanik hingewiesen wird, dann ist eine Rezi sehr gut
> brauchbar! (Wobei ich glaube, dass solche groben Schnitzer
> i.A. schon anhand der Regel erkennbar sind.)

M.E. nicht immer, aus meiner persönlichen Erfahrung (ich lese auch gerne Regeln vorher :) ) kann man damit auch ins Klo greifen. Man kann sich nicht jede Spielsituation vorstellen, und was allgemein gut klingt und funktioniert, kann von speziellen Konstellationen ausgehebelt werden, und dann taugt das Spiel vielleicht doch nicht so recht... Umgekehrt hab' ich schon manche Regel mit einem leichten Anflug von Gähnen oder Skepsis ob mancher Chaos-/Glückselemente gelesen, und hinterher beim Spielen war's ne Riesengaudi.

So oder so setze ich, wenn ich intensiv vor dem Erstehen eines (teuren) Spiels etwas wissen will und nicht vorher spielen kann, meist auf die Kombination Rezis, Meinungen und Regelstudium... Ansonsten habe ich eine ausgeprägte Neugier und Risikobereitschaft, was Spielekauf angeht ;-)

> > nicht möglich, aus der Anleitung jede mögliche
> > taktische Finesse eines Spiels zu ersehen...
>
> :-O Das will ich auch gar nicht, sonst fehlt mir der Spaß
> des Selberentdeckens. Aber eine Rezi kann (soll!) dir dies
> auch nicht bieten!

Nein, eine Rezi soll sicher keine Spieltaktiken im Detail erläutern. Aber z.B. kann doch Erwähnung finden, aus welchen Spielelementen sich solche taktischen Finessen herausholen lassen. Das sieht man auch nicht immer auf den ersten Blick. Manches "Naja, gut, schön, aber was soll das bringen?"-Element, das man in der Regel liest, entpuppt sich später zur Überraschung doch noch als fieser taktischer "Hammer" :-D

Ciao,
Roman


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