Beitragvon Michael Andersch » 27. Februar 2002, 07:47
Bernd Schuette schrieb:
> 2.Hat jemand Erfahrung mit dem Spiel "CAIRO" von Günter
> Burkhardt?
Also, ich hab's jetzt zweimal gespielt und war nach anfänglicher Begeisterung über das Spielprinzip ein wenig ernüchtert.
Im Prinzip würfelst Du Dich einen Fluss entlang und wieder zurück, und von dort wo Dein Schiff stehen bleibt darfst Du Bauklötze auf Pyramidenbauplätze schnippen, was im Erfolgsfall am Spielende Punkte bringt, sofern nicht liebe Mitspieler ihrerseits Dich im Spielverlauf mit ihren eigenen Klötzchen aus den Bauplätzen hinausschnippsen.
Auf dem Rückweg darfst Du "fehlgeschnippte" Bausteine wieder einsammeln um diese später erneut einzusetzen.
Zwar ist die Schnipperei selbst recht spassig, das Spielende ist meiner Meinung nach allerdings völlig daneben.
Das Spiel endet für einen Spieler nämlich, sobald er keine Klötzchen mehr "verschiessen" kann, was in direkter Relation zu seinem Würfelglück steht. Lande ich nämlich nie auf Feldern, auf denen zurückholbare Klötzchen von mir liegen ist der Spass für mich SEHR schnell vorüber, während die übrigen Mitspieler noch einige Runden munter weiterschnippsen und mich aus den punkteträchtigen Feldern hinauswerfen bzw. von mir errichtete Pyramiden in Schutt und Asche legen.
Fazit meinerseits: Eine schöne Idee, aber irgendwie in den Sand gesetzt.
Ich möchte allerdings nicht ausschliessen, dass das erwähnte Ungleichgewicht im Familienkreis oder unter Kindern nicht als störend empfunden wird. In diesem Fall kann Cairo sicherlich durchaus Spaß machen!
Geschnippste Grüße,
Micha