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Alles im Eimer Regelfrage

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Guenter Burkhardt

Alles im Eimer Regelfrage

Beitragvon Guenter Burkhardt » 20. April 2002, 10:57

Hallo,

bei meiner letzten Partie Alles im Eimer zu fünft trat ein Problem auf (außer dem mit den Zahlen).
Es wird so lange gespielt, bis 2 Pyramiden abgebaut sind. Wer aber spielt aus, wenn der erste Spieler ausgeschieden ist? Dieser Spieler hat ja nun nichts mehr zu verlieren und kann alle hohen Karten auslegen und der Nachfolger wäre immer chancenlos. Das kann nicht sein.

Spiele Grüße

Günter

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Arne Hoffmann

Re: Alles im Eimer Regelfrage

Beitragvon Arne Hoffmann » 20. April 2002, 11:06

Hallo Günter!

Wir haben das in unserer letzten (meiner ersten) Partie so gehandhabt, daß der ausscheidene Spieler schon vor dem Aufspiel ausscheidet und somit der nächste im Uhrzeigersinn das neue Aufspiel hat. Dann tritt das von Dir genannte Problem nicht auf.

Tschö,

- Arne - (fand Alles im Eimer sehr spassig)

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hannes

Re: Alles im Eimer [RF]

Beitragvon hannes » 20. April 2002, 11:21

Hi

> Arne Hoffmann schrieb:
>
> Wir haben das in unserer letzten (meiner ersten) Partie

Ich hatte gestern auch Eimerpremiere.

> so gehandhabt, daß der ausscheidene Spieler schon vor dem
> Aufspiel ausscheidet und somit der nächste im Uhrzeigersinn
> das neue Aufspiel hat. Dann tritt das von Dir genannte
> Problem nicht auf.

Genau so haben wir diese kleine Regellücke auch überbrückt.

> - Arne - (fand Alles im Eimer sehr spassig)

hannes (fand AiE nicht so umwerfend)

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hannes

[PEEP] Alles im Eimer

Beitragvon hannes » 20. April 2002, 13:01

Hi

Gestern spielte ich die ersten fünf Partien , jeweils zu viert resp. zu fünft.

Das erste Spiel machte noch Spass. Ich dachte auch, in den nächsten Partien könne ich durch besseres Spielen mehr Einfluss aufs Spielgeschehen nehmen. Bis wir dann merkten, dass dies nur sehr beschränkt möglich ist. Ich kann zwar mein Eimerdreieck - es handelt sich in keinster Weise um eine Pyramide ! - clever arrangieren. Aber je nach Kartenhand meines Vorspielers und nachgezogenen Karten kann ich dann meistens bloss machtlos zuschauen, wie immer mehr meiner Eimer umgeworfen werden.

Als uns das nach drei Partien klar geworden ist, haben wir dann eine Variante ausprobiert, die tatsächlich mehr Fun gebracht hat.
Ich denke, dass wir in Zukunft nur noch mit dieser Hausregel spielen werden.

1. Wenn man schon "gespielt" wird, dann aber richtig : Das Eimerdreieck wird hingelegt, bevor man seine Handkarten gesehen hat.
2. Wessen Dreieck beschädigt worden ist, darf sich beim Aufspiel entscheiden, ob er die Spielrichtung wechselt oder nicht. Allerdings höchstens jedes zweite Mal, damit das Ganze nicht zu einem Pingpong zwischen zwei Spielern ausartet, die sich gegenseitig die Eimer herunterschiessen.

Über die teilweise schlecht "entzifferbaren" Karten (6 vs 9 resp. 1 vs 4 vs 7) haben wir uns auch gelegentlich geärgert, obwohl wir den Sachverhalt im Voraus kannten.

Ciao
hannes

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Stefan Dorra

Re: Alles im Eimer Regelfrage

Beitragvon Stefan Dorra » 20. April 2002, 16:14

Hallo Günther,
unter der Überschrift "Spielende und Wertung" steht der Satz: "Verliert ein Spieler seinen letzten Eimer, so muss er aus dem Spiel ausscheiden". Folglich kommt sein linker Nachbar zum Zug. Der ausgeschiedene Spieler darf im weiteren Spielverlauf natürlich keine Karten mehr ausspielen.

Das Spiel hat natürlich durch die unterschiedliche Kartenverteilung einen gewissen Glücksfaktor; wie bei vielen Kartenspielen. Aber auch ein Spieler, der unverhältnismäßig viele hohe Karten nachzieht, hat in seiner Pyramide sicherlich den ein oder anderen Schwachpunkt, den es herauszufinden gilt.

Die weiter oben angesprochene Idee, die Richtung während des Spiels zu ändern, halte ich für sehr spannend und werde ich heute abend sicherlich noch ausprobieren.

Grüße
Stefan

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Roman Pelek

Re: [PEEP] Alles im Eimer

Beitragvon Roman Pelek » 21. April 2002, 10:36

Hi Hannes,

>1. Wenn man schon "gespielt" wird, dann aber richtig : Das Eimerdreieck wird hingelegt, bevor man seine Handkarten gesehen hat.<

Mir erschließt sich nicht ganz der Sinn dieser Sache. Wenn man seine Handkarten gesehen hat, kann man sich doch überlegen, wie man in etwa spielen will und danach seine Eimer aufbauen. So z. B. finde ich die Überlegung, wenn man viele und hohe Karten einer Farbe hat, ganz spannend, ob man diese Eimer mehr unten platziert (und die Farbe zurückhält) oder die Eimer weiter oben einsetzt und in dieser Farbe gezielt Mitspieler attackiert. Dies ist zwar sicher keine übermäßige Taktikkomponente, zumal sie durch das Nachziehen relativiert wird, aber immerhin ist es doch ein Teil des Spaßes. Warum willst Du das komplett streichen? Dann kann man seine Pyramide doch auch gleich auswürfeln, wenn man keine Anhaltspunkte hat... Warum ein Spiel, das einen hohen Glücksfaktor hat, zu einem noch zufälligeren machen?

Der Reiz von "Alles im Eimer" liegt für mich darin, dass es locker, einfach zu spielen und durchaus glücksabhängig ist, aber man eben doch an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen rudimentär taktisch spielen kann.

Mir erscheint diese Variante ein eher ein bisschen trotzig denn wirklich spieldienlich... ;-) Da finde ich Deine Spielrichtungswechselvariante schon deutlich interessanter, die wäre vielleicht wirklich mal einen Versuch wert...

Ciao,
Roman (den obiger Vorschlag erstaunt hat)

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hannes

Alles im Eimer : Spielspass

Beitragvon hannes » 21. April 2002, 11:46

Hi Roman

> >1. Wenn man schon "gespielt" wird, dann aber richtig : Das
> Eimerdreieck wird hingelegt, bevor man seine Handkarten
> gesehen hat.<
>
> Mir erschließt sich nicht ganz der Sinn dieser Sache. Wenn
> man seine Handkarten gesehen hat, kann man sich doch
> überlegen, wie man in etwa spielen will und danach seine
> Eimer aufbauen. So z. B. finde ich die Überlegung, wenn man
> viele und hohe Karten einer Farbe hat, ganz spannend, ob man
> diese Eimer mehr unten platziert (und die Farbe zurückhält)
> oder die Eimer weiter oben einsetzt und in dieser Farbe
> gezielt Mitspieler attackiert. Dies ist zwar sicher keine
> übermäßige Taktikkomponente, zumal sie durch das Nachziehen
> relativiert wird, aber immerhin ist es doch ein Teil des
> Spaßes. Warum willst Du das komplett streichen? Dann kann man
> seine Pyramide doch auch gleich auswürfeln, wenn man keine
> Anhaltspunkte hat... Warum ein Spiel, das einen hohen
> Glücksfaktor hat, zu einem noch zufälligeren machen?

Ich denke, dass es bei AiE wirklich ziemlich Wurst ist, wie die Eimer aufeinandergestellt sind. Der Zufallsanteil ist so gross, dass ich auch schon mal mit einer schlechten Ausgangskonstellation überleben oder sogar gewinnen kann. Umgekehrt nützt die beste Eimerverteilung nichts, wenn meine beiden Vorspieler bessere karten haben als ich.

Der konsequente Schritt ist tatsächlich, seine Eimer zuerst verdeckt zu mischen, dann zum Dreieck aufzubauen und umzudrehen. Werden wir am nächsten Freitag mal so spielen.

Apropos Spielspass : Der kann tatsächlich wachsen, wenn sich herausstellt, dass ich einen silbernen Eimer in die Mitte der untersten Reihe platziert habe, aber gar keine Silberkarten gekriegt habe. Natürlich habe nicht ich diesen Spass, sondern alle Mitspieler, wenn sie merken, dass ich auf Silber schwach bin. Für mich ist das aber auch nicht so schlimm, weil
es ja eine Revanchepartie geben wird, wo es wahrscheinlich einen andern trifft.

Wenn ein Spiel verspricht, mit cleverem Vorgehen ein grosses Glücksmoment stark reduzieren zu können und dieses Versprechen dann nicht einhalten kann, macht es für mich ganz schnell keinen Spass mehr. Wenn ich mich aber andererseits darauf einstelle, dass ich ein reines Glücksspiel spiele, dann kann ich durchaus Spass haben, sogar wenn ich verliere. Das Glück herauszufordern kann auch Spass machen. Mindestens solange wie man dabei kein Geld verliert oder seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzt ...

Ciao
hannes (der vermutlich Spielspass anders definiert als Roman)

Pyramidales P.S. :
Wenn die Eimer perspektivisch richtig designt wären, der Eimerhaufen also auch eine wirkliche 3D-Vorstellung hervorrufen würde, würde ich den Begriff Pyramide noch tolerieren. Auch wenn es sich im Prinzip eher um ein "abgestuftes Prisma" handelt.

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Roman Pelek

Alles im Eimer: was egal ist und was nicht...

Beitragvon Roman Pelek » 21. April 2002, 12:11

hannes schrieb:

> Ich denke, dass es bei AiE wirklich ziemlich Wurst ist, wie
> die Eimer aufeinandergestellt sind. Der Zufallsanteil ist so
> gross, dass ich auch schon mal mit einer schlechten
> Ausgangskonstellation überleben oder sogar gewinnen kann.
> Umgekehrt nützt die beste Eimerverteilung nichts, wenn meine
> beiden Vorspieler bessere karten haben als ich.

Wobei "besser" teilweise arg relativ zur Sitzreihenfolge ist. Wenn man seinen Nachfolger "kurz und klein" hauen kann, erspart einem das mitunter, selbst unterzugehen :) Aber warum sollte man denn unbedingt noch die kleinen, aber m. E. feinen, Gemeinheiten oder Überlegungen beim Pyramidenbau ausklammern? Die tragen für mich schon zum Spaß und durchaus auch mal was zum Ausgang einer Runde bei. Ich finde es z. B. sehr witzig, auch mal eine Farbe, von der ich sehr viel habe, weit nach oben (aber nie komplett zusammen, das ist zu einseitig und gefährlich m. E.) zu stellen und dann damit genüßlich die anderen Mitspieler zu ärgern, indem ich mich in dieser Farbe mutwillig blank spiele :-D Ebenso ist es in der Regel eine sehr dumme Idee, eine blanke Farbe ganz unten in die Mitte zu stellen. Dementsprechend kann man ein kleines bisschen auch aus den "Pyramiden" der Mitspieler lesen.

Natürlich ist nicht extrem viel mit sowas zu "reißen" (muß ja auch gar nicht), aber Spielspaß und ein bissl Taktik steckt da schon für mich drin. Und obig geschildertes beeinflusst m. E. eine Runde schon recht entscheidend mit, auch wenn's durch Glück und Mitspielerverhalten immer anders kommen kann (wobei darin natürlich auch für mich "Fun" und ein netter Ärgerfaktor liegt ;-) ).

> Der konsequente Schritt ist tatsächlich, seine Eimer zuerst
> verdeckt zu mischen, dann zum Dreieck aufzubauen und
> umzudrehen. Werden wir am nächsten Freitag mal so spielen.

Sagen wir es mal so: diejenigen am Tisch, die das so machen wollen, werden durch die Regel ja nicht davon abgehalten. Aber warum jemanden sowas aufzwingen? Du limitierst das Spiel ja in seinen Möglichkeiten ohne Notwendigkeit, indem Du den Freiraum der Regeln einengst. Und unkomplizierter wird das Spiel ja auch nicht dadurch.

> Apropos Spielspass : Der kann tatsächlich wachsen, wenn sich
> herausstellt, dass ich einen silbernen Eimer in die Mitte der
> untersten Reihe platziert habe, aber gar keine Silberkarten
> gekriegt habe. Natürlich habe nicht ich diesen Spass, sondern
> alle Mitspieler, wenn sie merken, dass ich auf Silber schwach
> bin. Für mich ist das aber auch nicht so schlimm, weil
> es ja eine Revanchepartie geben wird, wo es wahrscheinlich
> einen andern trifft.

Ich bleibe dabei, dass Du das Spiel nach meinem Dafürhalten nur beliebiger, aber weder unkomplizierter noch spaßbringender machen dürtest. Wer mischen will, soll das tun - ich selbst hab's aus Gaudi in unseren Runden auch schon mal gemacht (und bin ziemlich untergegangen :) ), aber aufzwingen würde ich das nicht wollen...

> Wenn ein Spiel verspricht, mit cleverem Vorgehen ein grosses
> Glücksmoment stark reduzieren zu können und dieses
> Versprechen dann nicht einhalten kann, macht es für mich > ganz
> schnell keinen Spass mehr. Wenn ich mich aber andererseits

Hm? Jetzt verwunderst Du mich aber doch sehr. Für mich versprach "Alles im Eimer" niemals, den Glücksfaktor stark reduzieren zu können. Es ist ein unkompliziertes Familienspiel ab 8 Jahren in entsprechender Aufmachung und bietet für mich dementsprechend genau das, was ich erwartet habe. Woran machst Du das denn fest?

> darauf einstelle, dass ich ein reines Glücksspiel spiele,
> dann kann ich durchaus Spass haben, sogar wenn ich verliere.

Gegen ein nettes Glücksspielchen ist nix zu sagen, aber warum sollte man "Alles im Eimer" dazu machen, wenn die durch die Regel vorgegebene Spielweise die Möglichkeiten weiter fasst bzw. es eh jedem frei stellt, wie er die "Pyramide" aufbaut - das beinhaltet ja auch Mischen für den, der Spaß dran hat.

> Ciao
> hannes (der vermutlich Spielspass anders definiert als Roman)

Da bin ich mir gar nicht so sicher, ob wir da differieren. Ich habe eher das Gefühl, dass Du vielleicht den Spaßfaktor und das Quentchen Taktik beim Aufbau der Eimer in Deinen Runden noch nicht so erlebt hast, wie's bei uns der Fall war... So wenig, wie man m. E. zuviel ins Spiel reininterpretieren sollte (siehe oben), so verwundert bin ich ob der Tatsache, es ohne Not in seinen Möglichkeiten einschränken zu wollen.

Ciao,
Roman (mag Alles im Eimer als Spiel so wie's ist, mal von diversen Designbelangen und dem Preis abgesehen)


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