Hi,
also ich habe da teilweise ganz andere Erfahrungen:
> Kleinste Reiche: werden die im Osten. Denn keiner will die Reiche in der Nähe erweitern, denn da kommt ja jeder leicht hin, kann mich blockieren - und wenn die Reiche hier zu groß sind, dann muss ich mit dabei sein, wenn das nicht klappt, bin ich nicht vorne dabei. Also lieber im Westen vergrößern und zusehen, dort schnell hinzukommen.
Der Osten wuchs bei uns die letzten Male erst gegen Ende zu.
> Reichsmehrheiten? Fast unmöglich, wenn doch, dann nur durch Zufall. In der letzten Partie wurden nur zwei Reichsmehrheiten vergeben, für das Größte und das drittgrößte Reich. In den beiden anderen war Gleichstand. Auch die im drittgrößten Reich war mit 2 Städten sehr billig - und kam nur zu Stande, weil die Spieler mit Schiffen in den Feldern nicht mehr auf 5 Karten zur Stadtgründung kamen > obwohl wirklich heftig gefeilscht wurde.
> Die Gebietsmehrheit mit 3 oder 4 Städten im größten Reich (ich weiß leider nicht mehr, wieviele es waren) reichte aber nicht zum Sieg, sondern nur zum zweiten Platz. Dieser Spieler konnte in seinem letzten Zug nur noch Schiffsmehrheiten zerstören (und bekam sogar noch eine dazu), gereicht hat es aber nicht, der Spieler mit den 4Städte/4Gebiete-Bonus war vorne - dank Mehrheitsbonus im drittgrößten Reich.
Ergo: Die Beobachtung, dass der Spieler mit der Mehrheit im größten Reich gut dabei ist, ist richtig. Man muss diese Mehrheit dann aber auch eifersüchtig verteidigen - wenn dieses Reich im Osten liegt, dann werden alle dort partizipieren wollen. Ob es dann eine Mehrheit gibt? Im Westen kann man es verteidigen, ob es aber reicht, steht nicht fest, wie hier gesehen. Abgesehen davon hatten wir alle (vier) den Spieler ganz vorne gesehen (bis auf ihn selbst vielleicht), der am Ende letzter wurde, da ihm konsequent Handelsmöglichkeiten verweigert und Schiffsmehrheiten zerstört wurden.
Entschieden wurde das Spiel im Endeffekt erst in der letzten Runde - und das ist auch gut so :-)
Bastl