Nach zwei Partien Wildlife, die gänzlich unterschiedlich liefen, geht mir gerade die folgende Frage durch den Kopf: Wie spielt es sich gänzlich ohne die fünf verschiedenen Wildlife-Fähigkeitskarten?
Vor einiger Zeit wurde in der Pöppel-Revue mal der Hinweis veröffentlicht, DIE HÄNDLER (ebenfalls ein Kramer-Spiel) ganz ohne Ausstattungs-und Einflusskarten zu spielen. Wir taten das - und das Ergebnis war phantastisch! Ein ganz feines Wirtschaftsspiel! Könnte Wildlife auch ohne diese Fähigkeitskarten gut sein?
Das seltsame an der letzten Wildlife-Parte (zu dritt) war, das das Kartenglück (oder Pech) von Anfang an das Spiel reichlich schräg laufen ließ. Der eine bekam erst in der fünfte Runde erstmals eine andere als eine Geländekarte in die Hand. Bis dahin hatten sich die zwei anderen reichlich mit Fähigkeitskarten und Anpassungskärtchen eindecken können. Deren Vorsprung war nicht mehr einholbar.
Nach ein paar Runden hatte einer von uns dreien bereits alle fünf verschiedenen Fähigkeitskarten. Unglaublich - aber möglich! Was nun? Angriffskarte wegkaufen? Mit der Verteidigungskarte ist er weiterhin toll geschützt. Und da die zweimal im Spiel ist hat man wenig Chancen diese ihm auch noch wegzunehmen ohne das er entsprechend reagieren kann. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das für drei Spieler zu viele (15) Fähigkeitskarten im Spiel sind.
Oder anders gefragt: Welche Taktik ist bei WILDLIFE erfolgversprechend, wenn die Karten nur bestimmte Dinge zulassen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dem Kartenglück einfach ausgeliefert ist - oder doch?
fragt
Dieter Niehoff