Beitragvon Maike » 4. September 2002, 17:38
Also nun auch noch ich zu Thema
Also vorneweg ich kenne beide Parteien nicht gut genug um mir ein Urteil über die persönliche Beziehung machen zu können, aber:
Ist es in diesem Fall wirklich notwendig auf die Rechtslage hinzuweisen. Ja man darf private Briefe nicht einfach veröffentliche, man darf aber auch nicht über rote Ampeln gehen. Steht den hier wirklich zu befürchten das irgendwer wegen Beleidigung oder Verletzung des Persönlichkeitsrechts angeklagt wird?
Sicher ist es nicht gut schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen und daher finde ich es nicht gut diesen Brief zu veröffentlichen.
Aber
Ich finde es auch nicht gut auf ein Kommentar (egal ob er nun beleidigend ist oder nicht) zwei antworten zu geben, eine "stubenreine", die alle lesen sollen und in der sich sachlich auseinandergesetzt wird und eine "private", dessen Ton ein gänzlich anderer ist. Das empfinde ich als sehr unehrlich und das wiederum finde ich geht mich als Leser solcher Kommentare was an und ist nicht mehr privat.
Nur die mail OK völlig private Sache, nur der Kommentar im Forum, vielleicht im Ton nicht schmeichelnd aber nun wirklich auch nicht beleidigend.
Für mich persönlich stellt sich die Frage: passiert das öfter, das zwei Versionen einer Antwort gegeben werden? eine Privat und eine stubenrein? Das würde für mich bedeuten, das ich die Kommentare hier im Forum anders bewerte. Da sich fast keiner über die zweite antwort wundert liegt nah zu vermuten, das so was öfter vorkommt. Dabei möchte ich gar nicht einzelne Personen beschuldigen, mir kommen dann ganz allgemein Zweifel, wie die zum Teil doch recht privaten Kommentare auf sachliche Diskussionen Zustandekommen und könnte erklären warum oft so überempfindlich reagiert wird und immer wieder das-habe-ich-so-nicht-gemeint-Gespräche aufkommen.
Noch eine Stellungnahme von mir zu den Geschehnissen (ganz von außen):
Die eine Partei fühlen sich angegriffen, ob nun berechtigt oder nicht ist meiner Meinung nach gar nicht wichtig, weil Empfindungen den objektiven Gesetzten eh nicht folgen. Sie schreiben eine mail im Eifer des Gefechts um ihrer Empörung darüber freien Lauf zu lassen. Dabei werden sie auch verletzend (was meiner Meinung nach in einer Streitsituation -in der sie sich ihrer Auffassung nach ja befanden- völlig normal, wenn auch nicht sachdienlich ist. Die Antwort kommt (auch aus der Streitsituation, die jetzt für beide Seiten bestand) in einer unpassenden Form. OK Beide Seiten haben aus einer Streitsituation verletzend gehandelt und die falsche Form gewählt dabei meine ich vor allem den Tonfall und die Art des Angriffes (zwei Antworten und Veröffentlichung der mail).
Aber ich denke da sind sich auch alle einnig, das die Form von beiden Seiten sicher nicht ganz unumstritten ist.
Was mich bei all dem befremdet ist die Art im Forum damit umzugehen. Das erste was mir auffiel als ich Romans Antwort gelesen habe war: Ist das wirklich so schlimm was da in dem Brief steht? Ja er ist verletzend und greift vielleicht auch ungerechtfertigt an, aber ob es sich lohnt sich so darüber aufzuregen, die Energie, die man für den Streit braucht kann man doch besser anders einsetzten. Mich hätte die mail auch geärgert, sicher. Vielleicht hätte ich auch genauso gehandelt in erstem Moment aber im späterem Kommentar? Warum nicht "OK war vielleicht ein bisschen hart das hier zu diskutieren und die Formulierung auch nicht astrein, fand aber einfach das die mail ein Unding war" In gewisser Weise ist das ja auch passiert mit dem Vorschlag zur Güte.
Und die direkte Antwort der Ditts? Die mail war auch nicht ganz OK und man hätte sich ja etwas entgegenkommen können nach dem Motto" wir stehen zu dem was wir inhaltlich gesagt haben auch wenn die Formulierung vielleicht etwas hart war", statt dessen ein hinweise auf die Rechtslage?!? und das in so abgeklärten Ton?!? Ist den das echt einen Rechtsstreit wert?!?
Und die Reaktionen darauf waren ganz andere über Kritikrecht und Meinungsfreiheit, Rechtslage und Partei ergriffen. Wem bringt das was.
Roman schreibt:
Autor: Roman Pelek
Datum: 03.09.02 05:52 (Beitrag Nr. 50299)
Website: www.pelek.de
>Grüßgott zusammen, auf ein heiteres Stelldichein (und das wird's werden ,
>
>aufrgrund meiner untenstehenden neutralen, aber kritischen Nachfrage zu der >Dittschen PR-Variante erhielt ich neben der offiziellen Forums-Antwort von >Wolfgang eine persönliche E-Mail von Brigitte und Wolfgang. Der beleidigende >Tonfall und Inhalt dieser Mail veranlassen mich allerdings dazu, diesen Diskurs >öffentlich zu führen, da ich gerne Verhältnisse geradegerückt sehen würde und >mich die öffentlichen Meinung diesbezüglich sehr interessiert. Um's vorweg zu >schicken: ja, ich bin verärgert, sogar sehr, und ich würde mich freuen, wenn >unabhängige Meinungen vielleicht etwas Ruhe in den Sturm bringen könnten. >Oder, alternativ, wenigstens meinen Ärger rechtfertigen....
Er weist ausdrücklich auf BEIDE Antworten hin und auch darauf das er SEHR verärgert ist, für mich währe das schon eine Vorabentschuldigung für den Tonfall, nach dem Motto "Sorry bin so sauer das ich wahrscheinlich nicht immer die Form bewahren kann", aber dann hätte er doch auch den Tonfall in der mail so lesen können.
Er möchte keinen Streit sondern RUHE IM STURM. Na schön aber Streit war ja schon da.
Nur sehr wenige reagieren hier in der auf die Einleitung sondern nur auf den Streit an sich oder die Form.
Ich glaube nicht, das das die Bitte war, die Roman geäußert hat. Er wollte UNABHÄNIGE Meinungen, ob das nur Parteiergreifen sein sollte wage ich zu bezweifeln. Er wollte hälfe mit der Situation umzugehen und die hat er glaube ich nicht bekommen und auch ich kann sie sicherlich nicht liefern.
Noch an die Ditts direkt:
In meinem Beitrag sieht es sicherlich nach Partei ergreifen für Roman aus. Sorry in gewisser weise stimmt das auch, aber nicht wirklich. Ich glaube Ihr ward wirklich verletzt auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann. Das gib Euch aber in meinen Augen mildernde Umstände. Ich finde das von BEIDEN Seiten Fehler gemacht worden sind. Das einzige was ich Roman zugute halten kann ist das er eine Klärung versucht hat. Ihr seht Euch dazu nicht im Stande OK. Ich will aber hoffen das es zumindest irgendwann, wenn man nicht mehr so verletzt ist, geht. Und weil ich das glaube mache ich auch wirklich nicht den Vorwurf, das von Euch noch kein Entgegenkommen gab.
Und an Roman direkt:
Ditts schreiben:
Re: Vorschlag zur gütlichen Einigung
Autor: Brigitte und Wolfgang Ditt
Datum: 03.09.02 18:15 (Beitrag Nr. 50397)
>Die gleichzeitig gestellte Forderung nach einer öffentlichen Entschuldigung >unsererseits können wir nicht erfüllen, da es keine öffentlichen Äußerungen von >uns gab.
Wenn es eine private Entschuldigung gab würde sich die Diskussion hier erledigen und gehörte meiner Meinung nach auch "veröffentlicht" nach dem Du das ganze jetzt veröffentlicht hast, nach dem Motto: "Wir sind uns privat wieder etwas näher gekommen und damit endet dieser Thread für mich"
Gruß Maike