friedemann schrieb:
>
> Eins würde ich hier nur gerne mal klar stellen, bevor das
> vielleicht falsch gesehen wird.
>
> Auf keinen Fall soll ein solcher Preis etwas sein, bei dem
> kleine Verlage mehr Chancen haben, ich will nur ähnliche
> Chancen
Das habe ich auch so verstanden.
> Ich mache mir einfach Gedanken zur Aussagekraft eines Preises
> und ich möchte gerne, daß der Preis nicht nur abbildet, was
> eh bereits jeder hat und gerne spielt, sondern eine
> Empfehlung gibt, was sich lohnt zu kaufen.
Kann man den Preis dann noch auf eine breite Basis Abstimmender stellen? Ich denke, nein.
Ferner ist dies eine knifflige Gratwanderung: Um eine fundierte Basis für das Abstimmungsergebnis schaffen zu können, müssen die entsprechenden Spiele schon häufiger gespielt worden sein. Dies nimmt Zeit in Anspruch.
Als Kaufempfehlung muß der Preis aber relativ aktuell vergeben werden, schon allein wenn Kleinauflagen darin berücksichtigt werden.
Zurück aber zu der Anpassung der Chancen. Dies läuft entweder nur über eine x-köpfiges Gremium, oder man muß an den Abstimmungsmodalitäten basteln: Kann man vielleicht erhaltene Stimmen und Auflagengröße in ein Verhältnis setzen und somit eine Anpassung der Chancen erhalten? (Schuß aus der Hüfte)
Vielleicht eine Mischung aus Jury und Öffentlichkeit? Eine breite Basis liefert eine Teil einer Nominierungsliste, ein bestimmtes Gremium steuert einen zweiten Teil hinzu. Damit sollten ähnliche Chancen für alle geschaffen werden können. Über die endgültigen Preisträger entscheidet dann eine Jury. Ähnlich läuft es ja beim Spiel der Spiele in Österreich, nur daß dort in meinen Augen die kleinen Verlage keine vergleichbare Chance zu den großen haben, da die Nominierungen, so wie ich es verstanden habe, über "die breite Masse" kommen.
Abgesehen davon, halte ich eine Unterteilung des Preises in ein paar Kategorien, wie es andere Preise auf internationaler Ebene schon gemacht haben, für recht sinnvoll (ich tu mir z.B. relativ schwer, ein abstraktes Spiel abolut mit einem thematischen Spiel zu vergleichen). Dann müssen "nur" noch Spiele innerhalb ihrer Kategorie verglichen werden, was für Kaufentscheidungen auch praktikabler ist, da jeder auf seine Vorlieben achten kann. Ferner erringen Spiele aus kleineren Auflagen in ihrer Kategorie bestimmt eher Aufmerksamkeit, als in der breiten Masse aller erschienen Spiele. Vielleicht gelingt es sogar, aus den Gewinnern der einzelnen Kategorien einen Hauptpreis zu küren, quasi als Querschnitt. :-?
Tschö,
- Arne - (noch ratlos, ob es hier einen "besten" Weg geben kann)