Beitragvon Volker L. » 30. Oktober 2002, 14:02
Oli schrieb:
>
> Patrick schrieb:
> >
> > naja, ich bin nur so scharf auf die Anleitung/Tipps und
> > Tricks, weil wir am Freitag den ganzen Mittag Shogun spielen
> > werden (zu 5.)
>
> Den ganzen Mittag?? Wohl eher den kompletten Tag bis
> Samstagmorgen! :D Meine Shogun-Zeit ist zwar schon eine Weile
> her, aber ich kann mich an keine Partie unter 8 h erinnern
> und die längste ging (mit 2 Pausen) über 3 Tage. (Ja, damals
> hatten wir für so etwas noch viel Zeit. *seufz*)
Also, wir haben's immer an einem Abend geschafft. Ist ein paar
Jahre har, aber ich wuerde auf ca. 6 Stunden Spielzeit tippen
(bei Neulingen muss aber die Erklaerungsphase dazugerechnet
werden).
> > Derjenige, der das Spiel hat, erklärt nicht
> > immer alles so genau...
> > Und genau ich will nicht derjenige sein, welcher frühzeitig
> > ausscheidet ;-) Zumal ein paar recht gute Strategen
> > mitspielen werden...
>
> Wie gesagt, ist bei mir schon eine Weile her, aber ich
> probier's mal.
>
> - Am Anfang schnell ein zusammenhängendes Gebiet schaffen.
> NIE in der Mitte von Japan (selbst wenn Du da viele Gebiete
> haben solltest); bei einem 2- oder 3-Frontenkrieg bist Du
> ganz schnell ko. Sehr gut war immer die rechte Küste oder die
> große Insel (dann solltest Du aber einen Brückenkopf auf dem
> Festland halten).
Zustimmung
> - Die Armeen vor allem am Anfang zusammenhalten. Dadurch
> drohst Du immer mit einem Gegenschlag, falls jemand eine von
> Deinen Armeen angreifen sollte. Außerdem sie nicht zu stark
> exponieren, d. h. mindestens noch eine Provinz bis zum
> Feindesland. Klärt vor allem am Anfang ausführlich die
> Bewegungsregel, die ist immer wieder Anlass zu Streitigkeiten.
Bedingte Zustimmung.
Man sollte auch darauf achten, dass anfangs die Armeen jeweils
so stehen, dass sie jede Runde eine schwach verteidigte
(1 Speerkaempfer) Provinz angreifen koennen, um Erfahrung
zu sammeln. In unseren Partien hat es auch oefters
Traingsvertraege gegeben, d.h., 2 Spieler hatten zwischen sich
eine Provinz, die sie immer abwechseln gegenseitig angegriffen
haben, ansonsten hatten sie einen Nichtangriffspakt.
> - Das Geld hauptsächlich in Leute investieren. Mach vor allem
> Deine Armeen stark und spare auch nicht an Kanonenfutter
> (Speerkämpfer). Provinzverluste sind leichter zu kompensieren
> als Armeeverluste. Gunmen bieten übrigens in meinen Augen das
> beste Preis/Leistungsverhältnis.
Weitgehende Zustimmung. Genug Kanonenfutter ist unerlaesslich.
Beim Plazieren der ersten Armeen und Speerkaempfer unbedingt
die Armeen in eine Provinz stellen, die bereits 2 zusaetzliche
Speerkaempfer bekommen hat, und diese sofort eingliedern.
Nur wenn keine feindliche Armee in der Naehe ist, sollte man
es bei einer "Doppeltruppen-Provinz" belassen, um im ersten
Zug 2 Angriffe machen zu koennen.
[b]Aber[/b] auch eine Burg oder Festung strategisch guenstig
gesetzt ist eine gute Investition.
> - Ronin nur in absoluten Notfällen (drohender Armeeverlust)
> oder bei geplanten Überraschungsangriffen einsetzen. Dein
> Geld ist kostbar genug; investiere es lieber in richtige
> Soldaten.
Zustimmung
> Im Zweifelsfalls auch mal eine schwache Armee
> opfern, aber dafür Deine anderen beiden schwer aufrüsten.
> Eine vollgepackte Armee mit einem erfahrenen Daimiyo kann
> riesigen Schaden anrichten.
Nur im absoluten Notfall (wenn andernfalls der Verlust von
2 mittelstarken Armeen droht). Ansonsten eher versuchen, die
schwache Armee auf eine eigene Burg oder Festung in Sicherheit
zu bringen.
> - Der letzte in der Runde hat großen Vorteil, da er noch
> Gebiete erobern kann, ohne sie gleich sichern zu müssen (bzw.
> erst beim Nachkaufen).
Stimmt.
> Wenn die anderen das Spiel noch nicht
> so gut kennen, könntest Du schon in der ersten Runde einen
> Koku riskieren, um als letzter dran zu sein.
Insbesondere bei 5 Spielern, wenn jeder anfangs nur 4 Koku hat,
wuerde ich lieber 2 in eine Burg investieren als 1 in die
Schwerterwahl. Aber das ist eine Frage des persoenlichen
Geschmacks.
> - Und bei 5 Leuten anfangs sehr unaufffällig spielen. Sobald
> die anderen meinen, daß Du besser stehst, hast Du keine
> Chance mehr.
Korrekt :-D
Noch ein Hinweis von mir: Sollte es sich bei der Anfangsverteilung
ergeben, dass Dein (zukuenftiges) Herrschaftsgebiet im Ruecken
oder an der Flanke ein Nadeloehr hat (z.B. lange Seeverbindung),
und jenseits dieses Nadeloehrs macht sich ein starker Konkurent
breit, dann kann es sinnvoll sein, eine Armee genau dorthin
zu stellen und in der ersten Runde eine Burg zu bauen. In der
ersten Runde duerfen Armeen noch nicht angegriffen werden. Die
Armee in dieser Burg stehen lassen. In der zweiten Runde dann
die Burg zur Festung ausbauen. Damit sollte diese Front erstmal
fuer laengere Zeit gesichert sein, da der potenzielle Gegner
sich die hohen Verluste beim Angriff auf die Festung zunaechst
nicht leisten kann - eventuell kann man sogar die Armee spaeter
wegziehen, wenn man eine Starke Provinzgarnison (z.B. je einen
Bogenschuetzen, Arkebusier und Schwertkaempfer sowie zwei
Speerkaempfer) dort laesst. Zumindest, wenn der Angriff auf diese
Festung dann noch ueber See erfolgen muss, braucht ein Angreifer
auch dafuer dann schon eine sehr starke Armee mit ausreichend
Ronin.
Gruss, Volker