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War of the ring

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd

Re: (OT) Probespiele

Beitragvon Bernd » 15. Juli 2005, 09:46

Hallo Attila,

danke für deine Tipps ...

> Naja, also in meinem Spielerbekanntenkreis gibt es eigentlich
> immer jemanden der ein Spiel schon hat

Ist bei uns eigentlich anders - wir sprechen uns im Bekanntenkreis vorher immer ab. So haben nicht alle dieselben Spiele ...

> viele beschäftigen sich *richtig* mit
> den Spielen und auch sind einige Autoren dort aktiv!

Wow, harte Kritik am Forum ... ich denke doch, dass sehr viele hier im Forum sich "richtig" mit Spielen beschäftigen. Viele wandern ja auch in beiden Welten.
Auch Autoren melden sich hier zu Wort (z.B. Rüdiger Dorn, M.A. Cassasola Merkel, F. B. Delong ...).

Ich bleibe weiterhin der spielboxforum treu (wundere mich aber, dass du dich herabläßt überhaupt hier im Forum zu schreiben - obwohl du dich doch bestimmt "richtig" mit Spielen auskennst.

Gruß

Bernd

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Attila
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Re: (OT) Probespiele

Beitragvon Attila » 15. Juli 2005, 10:49

Bernd schrieb:

> > viele beschäftigen sich *richtig* mit
> > den Spielen und auch sind einige Autoren dort aktiv!
> Wow, harte Kritik am Forum ...

Nein, durchaus nicht - das hast du falsch verstanden!

> Ich bleibe weiterhin der spielboxforum treu (wundere mich
> aber, dass du dich herabläßt überhaupt hier im Forum zu
> schreiben - obwohl du dich doch bestimmt "richtig" mit
> Spielen auskennst.

Schöne Polemik, aber wo ist der Sinn?

Wenn ich bei BGG eine Frage im Forum stelle, dann bekommt man meistens anworten von Leuten die das Spiel in-und-auswendig kennen - ganz egal welches Spiel! (Cosim, Familienspiel, Wargame, etc)
Das ist hier im Forum auch der Fall, allerdings nicht in *der* Masse in der es dort der Fall ist - das liegt einfach daran das bei BGG ein vielfaches der Schreiber haben. Wieso und warum das so ist, ist mir eigentlich egal - ich schätze beide Foren. Beide haben ihre Vorzüge und beide haben ihre Nachteile - bei BGG ist aber einfach mehr los! (Es gibt freilich auch noch andere Foren)

Nehmen wir mal ein "Arkham Horror" - hier im Forum wurde es als "innovativ" und "neu" beschrieben - in wirklichkeit ist es aber eine Neuauflage. Das Spiel ist 1987 bereits erschienen (unter diesem Namen) und die neuauflage ist überarbeitet (in so fern kann man es also schon als neues Spiel bezeichnen - kann man sich aber auch drum streiten :-) ) - bei BGG finde ich dazu (zum neuen)

- 12 "Reviews" (ähnl. Rezi)
- 121 Bewertungen (115 mit Kommentar)
- eine Regelübersicht (in dt. und engl.)
- eine Erweiterung zum Selberbasteln
- 10 "Session Reports (ähnl. PEEP)
- 45 Regelfragen (die meisten beantwortet)
- 35 allg. Threads zu diesem Spiel (z.b. wie man "Cthulhu" ausspricht :-), aber auch interessantere Dinge)
- 15 Threads zu Varianten
- 5 Threads über Strategiediskussionen
- insgesamt 818 Beiträge zu diesem Spiel (und nur diesem)
- 6 Links zu anderen Pages (FFG HP, Designer Notes, Yahoo Group, original Game, link zu den Online-Regeln und ein link auf eine franz-sprachige Seite)
- 28 Bilder von diesem Spiel
- Das Spiel wurde 189 mal gespielt (von Leuten die es bei BGG eintragen - und davon 182 mal im Juli, von 79 verschiedenen Leuten - also mehr Leuten als hier wahrscheinlich aktiv sind)

Und noch einige Details mehr!

Ich wüsste auf Anhieb nicht wo ich mehr, detailiertere oder umfangreicher Informationen zu einem Spiel herbekommen könnte.

Das hört sich jetzt vieleich überschwänglich an, aber so ist es nicht gemeint! - Ich schätze BGG ganz einfach nur aufgrund der Masse an Informationen die man dort abrufen kann - und das ganze in einer "Selbstorganisation", d.h. jeder BGG Teilnehmer kann seinen Beitrag leisten (neue Spiele einpflegen, Daten korrigieren, Bilder hinzufügen, etc) - also in einer Forum wo man sich "als Community" fühlt und man nicht die Einheitskost des Betreibers konsumieren muss!

Atti

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Andi-spielbox

Re: War of the ring

Beitragvon Andi-spielbox » 15. Juli 2005, 12:34

Also zu euren Antworten fällt mir folgendes ein:
1) Ich hab leider keine Möglichkeit dieses Spiel Probe zu spielen. Ich muß mich daher auf das Urteil anderer verlassen
2) Natürlich muß man bei BGG auch vorsichtig sein. Allerdings kann man aufgrund der Bemerkungen und Profile der Leute recht gut Rückschlüsse ziehen, wie ernst man deren Bemerkungen nehmen sollte.
3) Ich habe kein Problem mit komplexen Spielen. Ich finde nur, daß es in letzter Zeit oft zur Regel wird, daß derartige Spiele nur noch mit seitenweise FAQs und Livingrules auskommen. Und das kann es bei dem Preis nicht sein.
4) Mir scheint, daß hier viele den Unterschied zwischen komplex und kompliziert nicht kennen (da gabs doch mal einen Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist). Und ich bin mir nicht sicher, ob all die fitzeligen Regelfeinheiten das Spiel verbessern, oder nur wegen eines mangelhaften Spielsystems nötig sind...
5) Ich bin ebenfalls ein Ringe-Fan. Nur kommt es mir so vor, wie wenn viele Leute aus lauter Herr der Ringe-Leidenschaft die Mängel dieses Spieles nicht sehen oder unterbewerten...

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peer

Re: War of the ring

Beitragvon peer » 15. Juli 2005, 13:50

Hi,
Andi schrieb:
> 4) Mir scheint, daß hier viele den Unterschied zwischen
> komplex und kompliziert nicht kennen (da gabs doch mal einen
> Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig
> kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist). Und ich bin
> mir nicht sicher, ob all die fitzeligen Regelfeinheiten das
> Spiel verbessern, oder nur wegen eines mangelhaften
> Spielsystems nötig sind...

In diesem Fall muss ich sagen, dass die Regeln nicht Selbstzweck sind (wie z.B. Fellowship of the ring) sondern sich relativ organisch aus der Simulation ergeben. Anders als bei den Brettspielen Amerikanischer Schule, die viele Regeln haben, die das Spiel nur komplizierter aber nicht besser machen, hab ich hier den Eindruck eines sinnvollen Ganzen. Auch die "Ausnahmen der Ausnahmen" gibt es hier nicht - Das Spiel ist umfangreich, keine Frage, aber nicht unnötog kompliziert.

> 5) Ich bin ebenfalls ein Ringe-Fan. Nur kommt es mir so vor,
> wie wenn viele Leute aus lauter Herr der Ringe-Leidenschaft
> die Mängel dieses Spieles nicht sehen oder unterbewerten...

Naja, die Gefahr besteht immer. AUnd natürlich kann ein Nicht-HdR-Fan weniger die vielen Details wie die Kartentexte etc. würdigen, als der Fan, für den das Spiel ja letztendlich ist.
Nun: Die Umsetzung ist gelungen. Was man verbessern könnte? Die Kartentexte könnten größer sein, und der Spielplan bezüglich der Siedlungen etwas übersichtlicher. Aber das ist imho alles - das Spiel funktioniert sehr gut, erscheint mir sehr ausgetestet und setzt das Szenario auf eine hervorragende Weise um, ohne zu komplizieret zu werden (wie es z.B. bei Fellowhip passiert ist)

ciao
peer

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: War of the ring

Beitragvon Attila » 15. Juli 2005, 14:50

Andi schrieb:

> 3) Ich habe kein Problem mit komplexen Spielen. Ich finde
> nur, daß es in letzter Zeit oft zur Regel wird, daß derartige
> Spiele nur noch mit seitenweise FAQs und Livingrules
> auskommen. Und das kann es bei dem Preis nicht sein.

Das ist nicht seit "letzter Zeit" so, sondern das ist schon immer so. Das liegt daran das bei Spielen mit komplexen Regeln (=komplizierte Spiele nach deiner Definition, denke ich) in den Regeln halt *nicht* jede Situation im Detail beschrieben sein kann. Ich habe es schon erlebt das bei Spielen wo ich schon >100 Partien hinter mir habe plötzlich eine Situation auf's Brett gekommen ist, welche durch die Regeln nicht eindeutig geklärt wird - bis vor einer Partie hätte ich so eine Situation für unmöglich gehalten!
So ist die ungerechte Welt nunmal! - Und sie dreht sich trotzalledem weiter! Erstaunlich, oder?

> Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig
> kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist).

Also bei WotR sind die Regeln unnötig kompliziert, aber nicht das Spiel!

Atti

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richard sivel

Re: War of the ring

Beitragvon richard sivel » 15. Juli 2005, 14:59

ich glaube es sollte doch gar nicht darum gehen, ob bei BGG der note die ein spiel bekommt uneingeschränkt zu trauen ist; und auch nciht darum, ob man dieses spiel das auf rang 5 oder 10 gut oder schlecht findet.

Das in meinen augen entscheidende bei BGG ist die unglaubliche organisiertheit der datenbank:

* Ich will was wissen über das spiel XY. Ich finde es auf BGG.
* Ich kann mir meist viele fotos ansehen.
* Ich kann spielberichte lesen
* Ich finde regelfragen und antworten.
* ich kann privat-rezensionen lesen
* Ich kann mir ankucken, welche noten das spiel bekommen hat. Die meisten user geben zu ihren noten noch einen kurzkommentar ab. Aus diesem kann man meist erahnen ob die note ungefähr dem eigenen gusto entspricht oder nicht.
* Okay, jetzt gibt ein Willi Müller dem Spiel XY eine 10 ... Ich kann sogar kucken, wie willi müller sonst so spiele bewertet: Hat er nur diesem spiel eine note gegeben? (dann ist vorsicht geboten, vielleicth ist er ein fiktiver user). Gibt er nur 10er Noten. Oder gibt er allen spielen die in den top20 rangieren prinzipiell eine 1? -- Außerdem: vielleicht hat er einem spiel, das ich toll finde auch eine note gegeben. Daraus lassen sich rückschlüsse zu, inwiefern sich unsere geschmäcker decken (oder auch nicht).
* Ich persönlich lese zu einem Spiel immer gerne die besten noten/kommentare und die schlechtesten. Das gibt ein ganz gutes bild über die bandbreite der meinungen.

Das ist doch der große Vorteil von BGG: das eine unglaublich transparente datenbank ist, wo die verfaßten beiträge nicht im dauerhaft dahinfließenden forum meist schon nach einer woche untergehen, sondern strukturiert dem suchenden spieler zur verfügung stehen.

Die Qualtiät der individuellen meinungsäußerungen ist dort genauso gut wie überall. Kann gut sein, kann schlecht sein. Ich habe aber möglichkeiten, da ein wenig nachzuforschen.

richard

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Michael Weber

Ringkrieg durch die Lupe, nicht die rosarote Brille gesehen

Beitragvon Michael Weber » 15. Juli 2005, 15:04

Andi schrieb:
> 1) Ich hab leider keine Möglichkeit dieses Spiel Probe zu
> spielen. Ich muß mich daher auf das Urteil anderer verlassen

Das ist grundsätzlich in der Tat ein Problem, denn es handelt sich um ein Abend füllendes Spiel. Ein Fehlkauf wäre dann tatsächlich extrem ärgerlich.

> 3) Ich habe kein Problem mit komplexen Spielen. Ich finde
> nur, daß es in letzter Zeit oft zur Regel wird, daß derartige
> Spiele nur noch mit seitenweise FAQs und Livingrules
> auskommen. Und das kann es bei dem Preis nicht sein.

Was die Regelfragen und FAQs speziell im deutschen Forum angeht, bin ich der Meinung, dass hier sehr übertrieben wurde. Es wurden so lange Extremfälle konstruiert, bis eine FAQ überhaupt erst nötig wird. Das Spiel lässt sich mit gesundem Menschenverstand ganz hervorragend interpretieren. Und wenn man die Regeln genau liest, hat man nicht mal viel Spielraum für Interpretationen. Meiner Meinung sind etwa drei Viertel aller FAQ-Einträge aus Regelfehllesungen entstanden.

> 4) Mir scheint, daß hier viele den Unterschied zwischen
> komplex und kompliziert nicht kennen (da gabs doch mal einen
> Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig
> kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist). Und ich bin
> mir nicht sicher, ob all die fitzeligen Regelfeinheiten das
> Spiel verbessern, oder nur wegen eines mangelhaften
> Spielsystems nötig sind...

Nein, Ringkrieg ist vielschichtig und durchaus komplex. Aber für ungeübte Spieler sicher auf den ersten Blick komplitziert. Immerhin ist das Rand volle Regelheft genauestens zu lesen. Das ist selbstverständlich auch nicht jedermanns Sache. Die Regeln kennen keine Ausnahmen o. ä. Fast alle sind sinnvoll und logisch.Die Regelfeinheiten sind deshalb nötig, weil das Spiel die enorme Vielfalt des Romans auf das Brett bringt und deshalb viele Ebenen spielerisch abhandelt. Und das schafft es um Klassen besser als Knizias HdR, wenn auch der Ribgkrieg den Schwerpunkt auf den Kampf legt. Und die Abstimmung der Regeln ist einwandfrei gelungen und passt ganz hervorragend zu einem atmosphärischen Ganzen.

Mir ist nur nicht ganz klar, warum du meinst, Ringekireg sei komplitziert, obwohl du es noch gar nicht gespielt hast? Es hat viele Regeln, aber komplitziert ist es nicht.

> 5) Ich bin ebenfalls ein Ringe-Fan. Nur kommt es mir so vor,
> wie wenn viele Leute aus lauter Herr der Ringe-Leidenschaft
> die Mängel dieses Spieles nicht sehen oder unterbewerten...

Welche Mängel doch gleich? Ich bin HdR-Fan, aber ich kann durchaus erkennen, welche Spiele zu Thema nix taugen. Und davon gab es eine ganze Menge. Dazu muss ich sagen, dass mir cosim-änliche Spiele meist nicht gefallen und vier Stunden hält micht meist auch nix am Tisch. Aber dieses Spiel hat mich überzeugt. Und zwar weil es gut ist, nicht weil ich es gut sehen wollte. Im Gegenteil ich bin wegen der cosim-ähnlichen Ausrichtung extrem skeptisch gewesen.

Kleinigkeiten wie die Sache mit den Figuren, sind auf den ersten Blick kritikwürdig, aber wer das Spiel erst mal auf dem Brett hat, sieht darin keine Probleme mehr. Die kleine Scrhift auf den Karten finde ich nicht schlimm und ist darin begründet, dass dort zum Teil recht viel Text stehen MUSS. Und viele andere Kritikpunkte sind für mich nicht nachvollziehbar und meist vor einer ersten Partie hervorgebracht. Es wäre jetzt einfach, zu sagen, erst spieln, dann meckern. Aber trotz des mindestens vierstündigen Programms ist eben auch hier etwas wahres dran. Und noch einmal der Hinweis: Wer das deutsche Forum verfolgt und das Spiel schon kennt, wird mitunter die Hände über den Kopf zusammenschlagen, was für Threads über Fragen oder Kritik dort laufen. Ich bügel diese Kritik nicht allgemein ab und es wirkt sicher abschreckens, wenn "Neulinge" dort hineinlesen, aber wenn die Diskutanten dort nicht einmal die Regeln kennen oder vernünftig gelesen haben, muss man sich über fragwürdige Kritikpunkte nichtmehr wundern. Das Spiel ist in den ersten Partien nicht leicht zu spielen und sicher wird es niemanden geben, der keine Fehler amcht, aber zu meckern, bevor man es überhaupt verstanden hat (also vor der ersten Partie) ist unredlich.

Ringkrieg ist sicher nichts für jedermann, aber wer HdR mag und mit "Würfelkriegsspielen" klar kommt, findet ein Spiel, dass in diesem Bereich so schnell nicht übertrupft werden kann. Es gibt sicher eine ganze Menge von Menschen, denen ich nicht zu diesem Spiel raten würde, wer aber mit dieser Spielart keine Probleme hat, kommt eigentlich gar nicht daran vorbei. Dazu ist es zu gut ausbalanciert und einfach auch auf Dauer interessant genug.

Michael

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Attila
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Re: War of the ring

Beitragvon Attila » 15. Juli 2005, 15:04

Hiho,

:lol: ...

Na wo die Zitate wohl her sind? :-)

Aber trotzdem ist das Spiel nicht auf Platz 2468 sondern auf Platz 8! (Platz 2468 ist Nero :lol: ). Das heisst zwar nix, zeigt aber wie sehr diese Leute in der Minderheit sind.
Aber schliesslich soll sich jeder mit den Spielen vergnügen die ihm Spass machen.

Atti

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Matthias Staber

Re: War of the ring

Beitragvon Matthias Staber » 15. Juli 2005, 15:10

>4) Mir scheint, daß hier viele den Unterschied zwischen komplex und kompliziert nicht kennen (da gabs doch mal einen Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist). Und ich bin mir nicht sicher, ob all die fitzeligen Regelfeinheiten das Spiel verbessern, oder nur wegen eines mangelhaften Spielsystems nötig sind...<

Wenn du deine Meinung sowieso schon gefasst hast und das Spiel ablehnst ("mangelhaftes Spielsystem"), und wenn du des weiteren der Meinung bist, dass dir hier nur Deppen antworten, an denen deine fein ziselierten semantischen Unterscheidungen vorbei gehen: Warum fragst du hier überhaupt nach Meinungen? Das ist doch Zeitverschwendung.

Matthias

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Andi-spielbox

Re: War of the ring

Beitragvon Andi-spielbox » 15. Juli 2005, 15:31

Reg dich mal nicht so auf. Kein Mensch hat hier irgendjemanden als Deppen bezeichnet. Und das "mangelhafte Spielsystem" hast du definitiv aus dem Zusammenhang gerissen. Lies dir den Satz einfach nochmal durch...
Glaub mir, ich war schon so oft davor, mir dieses Spiel zu kaufen. Aber irgendwie haben mich viele Kritikpunkte davon abgehalten. Und ob du es glaubst oder nicht, aber die 33 Kommentare auf meine Frage hin haben mich eher wieder Richtung Kauf bewegt. Ich besitze mehr als genug Spiele um ein Regelwerk auch ohne spielen halbwegs beurteilen zu können. Aber in diesem Fall fällt es mir einfach sehr schwer, weil ich selbst beim Lesen den Eindruck hatte, daß es unnötig kompliziert ist, weil viele negative Kritiken auftauchen, aber trotzdem sehr viele Leute von diesem Spiel begeistert sind...

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Andi-spielbox

Re: War of the ring

Beitragvon Andi-spielbox » 15. Juli 2005, 15:32

Genau so sehe ich das auch....

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Marko

Re: War of the ring

Beitragvon Marko » 15. Juli 2005, 18:14

Hallo Matthias,:

> Wenn du deine Meinung sowieso schon gefasst hast und das
> Spiel ablehnst ("mangelhaftes Spielsystem"), und wenn du des
> weiteren der Meinung bist, dass dir hier nur Deppen
> antworten, an denen deine fein ziselierten semantischen
> Unterscheidungen vorbei gehen: Warum fragst du hier überhaupt
> nach Meinungen? Das ist doch Zeitverschwendung.

Was mochtest Du denn durch Deine Polemik erreichen?

Viele Grüße
Marko

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Marcus Segler
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Beiträge: 209

Re: War of the ring

Beitragvon Marcus Segler » 15. Juli 2005, 22:15

richard sivel schrieb:

> Das in meinen augen entscheidende bei BGG ist die
> unglaubliche organisiertheit der datenbank:
> * Ich will was wissen über das spiel XY. Ich finde es auf BGG.
> * Ich kann mir meist viele fotos ansehen.
> * Ich kann spielberichte lesen
> * Ich finde regelfragen und antworten.
> * ich kann privat-rezensionen lesen
[...]
> * Ich kann mir ankucken, welche noten das spiel bekommen hat.
> * Ich persönlich lese zu einem Spiel immer gerne die besten
> noten/kommentare und die schlechtesten. Das gibt ein ganz
> gutes bild über die bandbreite der meinungen.


das würde ich unterschreiben. Ich wollte auch nur vor der Noten- und Platzierungsgläubigkeit einiger Leute warnen. Die oben genannten Punkte sind zutreffend und genau so gehe ich auch vor wenn ich mich über ein Spiel informieren will.

Und um die Kurve zur Spielbox zu schaffen: auch dort sind mir die Noten meist egal. Wichtiger ist mir der Text/die Kritik zu einem Spiel, wenn ich den Geschmack des Rezensenten kenne.
Unter solchen Umständen reicht mir manchmal schon eine Meinung um zu entscheiden: genauer ansehen oder vergessen. Wenn ich den Geschmack eines Rezensenten kenne, weiß welche Spiele er mag, dann kann ich daraus zusammen mit seiner Kritik zu einem Ergebnis kommen, was für mich Aussagekraft hat.

Gruß Marcus

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Marcus Segler
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Re: War of the ring

Beitragvon Marcus Segler » 15. Juli 2005, 22:27

Christian Koppmeyer schrieb:

> die Wahl des Wortes Lobhudelei läßt mich schon ahnen das es
> dir gar nicht auf eine ehrliche Auskunft über das Spiel
> ankommt weil du es schon im Vorfeld "verdammt" hast. Das
> ist dein gutes Recht und da sind wir uns einig - jeder hat
> seinen eigenen Geschmack.

wie man sich irren kann. Ich habe schon vor einiger Zeit meine Meinung zu dem Spiel geschrieben. Die Kurzform war: ein funktionierendes System das vermutlich besonders für HdR-Liebhaber seinen Reiz hat. Ich halte HdR nicht für ein hochklassiges Spiel, jedoch für ein spielbares Spiel.

> Wieso du allerdings auf die Idee kommst das bei BGG die
> "breite Masse" verteten ist entzieht sich meiner Kenntnis.

was sonst bewertet Spiele auf einer Seite für Spieler? Die breite Masse der Spieler. Und damit sind keine Gelegenheitsspieler gemeint, sondern Leute wie Du und ich (mir gefällt Euphrat&Tigris gut, da bin ich Teil der Masse. Andere Spiele die ich mag sind nicht in den Top 100 vertreten) und Leser dieses Forums. Es war also keineswegs abwertend gemeint.

> Mir kommt deine Einstellung relativ weltfremd vor. Ich zum
> Beispiel verstehe solche Listen wie die BGG als Anregung
> teilweise auch Bestätigung meiner eigene Spielinteressen. Ich
> muss nicht alles gut finden, ABER wenn da ein Spiel ganz oben
> steht dann schaue ich es mir an. Und - Überraschung
> Überraschung - meistens ist es dann auch ein richtig gutes
> Spiel.

schau Dir mal das Posting von Richard weiter unten an, dort steht alles wesentliche.
Man muss sich einfach davon lösen die Platzierung oder die Durchschnittsnote als Qualitätsmerkmal für ein Spiel zu sehen. Wichtig ist doch eher die Meinung eines Menschen, der das Spiel gründlich gespielt hat und der einen ähnlichen Geschmack hat wie ich.
Mit nützt es nichts wenn 1000 MÄDN-Spieler ein Spiel x mit 10 benoten. Sicher ist es für sie dann gut, und dadurch vielleicht in den Charts weit oben. Aber was bedeutet das für jemanden der MÄDN nicht mag? Eigentlich doch genau das Gegenteil.
Deshalb immer hinter die Noten und Bewertungen schaun.

> Wie du auf die Idee kommst das da nur Spacken und Vollidition
> (deine "breite Masse" halt) wird auf immer dein Geheimnis
> bleiben.

die Ausdrücke stammen von DIR.

Liebe Grüße,
Marcus

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Ringkrieg durch die Lupe, nicht die rosarote Brille gesehen

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 18. Juli 2005, 12:41

Michael Weber schrieb:
>
> Andi schrieb:
> > 3) Ich habe kein Problem mit komplexen Spielen. Ich finde
> > nur, daß es in letzter Zeit oft zur Regel wird, daß derartige
> > Spiele nur noch mit seitenweise FAQs und Livingrules
> > auskommen. Und das kann es bei dem Preis nicht sein.
>
> Was die Regelfragen und FAQs speziell im deutschen Forum
> angeht, bin ich der Meinung, dass hier sehr übertrieben
> wurde. Es wurden so lange Extremfälle konstruiert, bis eine
> FAQ überhaupt erst nötig wird. Das Spiel lässt sich mit
> gesundem Menschenverstand ganz hervorragend interpretieren.
> Und wenn man die Regeln genau liest, hat man nicht mal viel
> Spielraum für Interpretationen. Meiner Meinung sind etwa drei
> Viertel aller FAQ-Einträge aus Regelfehllesungen entstanden.

ACK; allerdings ist die deutsche Regel zum Teil etwas ungenau .... zeiht man bei Regelfragen (aufgrund von ungenauer Übersetzung) die englische Regel zusätzlich zu Rate, ergibt sich ein klares Bild. Des Weiteren fehlen eindeutig einige Regel-Hilfsmittel, die es aber im internet inzwischen in Hülle und Fülle gibt.

> > 4) Mir scheint, daß hier viele den Unterschied zwischen
> > komplex und kompliziert nicht kennen (da gabs doch mal einen
> > Thread). Schach ist komplex, WarOfTheRing eindeutig
> > kompliziert (was nicht unbedingt ein Lob ist). Und ich bin
> > mir nicht sicher, ob all die fitzeligen Regelfeinheiten das
> > Spiel verbessern, oder nur wegen eines mangelhaften
> > Spielsystems nötig sind...
>
> Nein, Ringkrieg ist vielschichtig und durchaus komplex. Aber
> für ungeübte Spieler sicher auf den ersten Blick
> komplitziert.

Hier habe ich ein vollkommen andere Wertung:

Ringkrieg ist nicht komplex. Aufgrund der formulierten Gewinnbedingungen und des Settings ist es sogar in die Sparte der "mittelschweren" einzuordnen.

Aber es ist furchtbar kompliziert. Aufgrund der vielen Spezialfälle, die in der Regel beschrieben sind, und aufgrund der Art des Spiels (Aktionskarten, Ereigniskarten), und aufgrund der verschiedenen Handlungsebenen (Jagd (in 2 Varianten), Kampf, Politik, Ringe) ist das Spiel wirklich kompliziert und regeltechnisch schon für Normalspieler unübersichtlich. Wenigspieler sind grundsätzlich überfordert.

> Und das schafft es um Klassen besser als Knizias
> HdR, wenn auch der Ribgkrieg den Schwerpunkt auf den Kampf
> legt.

Dem muss ich widersprechen. Ringkrieg ist ein tolles Wargaming-Spiel, aber es ist sicher keine bessere oder auch schlechtere Umsetzung des HdR-Romans. Beide Spiele habe ihre Berechtigung, bedienen unterschiedliche Spiele- und Spielertypen und setzen andere Schwerpunkte.

Gruß Wolfram


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