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Preisentwicklung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Plau
Brettspieler
Beiträge: 71

Re: Preisentwicklung

Beitragvon Plau » 4. November 2005, 09:16

Hallo

Ich denke, dass man die Preise nicht einfach so eins zu eins auf die anzahl des Spielmaterials umlegen kann. Das Material kostet einfach dadurch, dass kein Standardmaterial ist mehr. Die vielen Holzteile bei Antike sind da vom Stückpreis her eher weniger stark zu gewichten. Der Plan ist da eher ein größerer Kostenpunkt.
Bei BigKini sind denke ich die vielen Stanzbögen der größere Kostenfaktor gewesen. Dass sind vier Druckvorlagen mit zwei verschiedenen Stanzungen (oder zwei große mit einer Stanzung) was auch deutlich kostet. Hinzu kommt, dass für beide Spiele ein Grafiker am Werk war, der auch unterschiedlich viel kosten kann. Wie groß der Preisunterschied letztlich ist kann ich so nicht sagen, ich kann mir aber denken, dass in der Herstellung Antike trotzdem mehr als 30% teurer ist, als BigKini. Nun steht man als Verlag aber auch vor der entschiedung, ein Spiel mit einem etwas größeren Gewinn pro Spiel schlecht zu verkaufen, oder auf einen Teil der Möglichen Einnahmen zu verzichten und wesentlich mehr zu verkaufen. Und so haben beide einen Preis gewählt, den man ohne große Bauchschmerzen bezahlen kann. (Wenn dir BigKini gefällt nimmt man es für 28€ mit, auch wenn Antike einen besseren Preis pro kg hat)

Gruß Paul
(der findet, dass die Spiele im Vergleich zum letzten Jahr billiger geworden sind)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Hinkende Vergleiche und anregende Diskussionen

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 4. November 2005, 09:57

Roman Pelek schrieb:
>
> Klar, weil wir alle hier, die darüber diskutieren, als
> Spieleliebhaber natürlich auch immer "ein klein wenig
> voreingenommen und bekloppt sind", wenn ich das hier so
> selbstkritisch äußern darf ;-)

[b]Du[/b] darfst das - dir wird das jeder glauben. Marten wäre sicher auch noch so ein Kandidat und X und Y, aber da möchte ich jetzt lieber keine Namen nennen ;-)


> "Hallo, die
> besten Exemplare von Unterhaltungsmöglichkeit X schlagen den
> Schnitt von Unterhaltungsmöglichkeit Y".

Ich glaube, daß mir diese Aussage in deinem Posting wirklich am besten gefallen hat. Die trifft den Kopf auf den Nagel.


> > Sicher würde das alles gelten, wenn wir nur 3 Spiele im
> > Haushalt haben. Aber wir haben mehr, oder?

geringfügig :hüstel:


> Das wirklich schöne an dieser Diskussion finde ich, dass die
> "Taschenlügen" von beiden Seiten nachvollziehbar sind, sich
> eine Balance einstellt.

Wo kommt denn dieser nette Neologismus her? Und warum passt der so gut?


> Ich zumindest genieße das, endlich ist
> das Forum mal wieder im positiven Sinne "anstrengend", auch
> wenn wir auf 'nem alten Hut wie Spielepreisen rumreiten
> müssen dafür ;-)

Man merkt es und die Spielepreise - auch komm - ohne diese Diskussion würde und doch genau so viel fehlen, wie ohne das Posting "Meine Spielbox ist noch nicht da - und Eure?". Aber sie machen das Forum auch wieder ein Stück liebenswert. Für mich zumindestens.

Gruß Carsten (auch ein wenig... aber lassen wird das ;-) )

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Die Eltern von heute

Beitragvon Marten Holst » 4. November 2005, 11:56

Moin Roman,

> Ich glaube nicht dran, dass wir besser waren, das ist so
> ziemlich dasselbe, worüber unsere Eltern in meiner
> Jugendzeit schimpften.
> (...)
>schon die alten Griechen bewegt hat,
> über ihre Jugend zu schimpfen. Aber wenn's wirklich wahr
> wäre, was wir immer über die Jugend sagen, wären wir als
> Menschheit in logischer Konsequenz schon seit Jahrtausenden
> ausgestorben.

Nun ja, reden sie vom Untergang der Menschheit? Oder jammern sie darüber, dass ihre jeweilige Kultur den Bach runterginge? Die ganzen, von Abiturientenentlassungen hinreichend bekannten, Zitate antiker Denker ob des Niederganges ihrer Kultur, und dass das alles ja so neu nicht sei, sie kommen von Griechen, Römern, Babylonägyptern... und wo sind sie heute? :-)

Andererseits kann das auch nur heißen, es nutzt nix über die Jugend zu schimpfen, man muss selber auch was tun :-)

Tschüß
Marten

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Bernd Eisen
Kennerspieler
Beiträge: 311

Big Manitou

Beitragvon Bernd Eisen » 4. November 2005, 12:24

Hallo!

Ich sollte einem Freund Big Manitou mitbringen. Am Donnerstag wollte der Verlag 20 € dafür haben... für ein Kartenspiel mit ein paar Plättchen.

Ich überlegte hin und her und siehe da: Am Freitag hatte der Verlag den Preis auf 15 € gesenkt, was auch noch gutes Geld ist für ein Kartenspiel.
Scheinbar dachten da noch andere Kunden so und rissen sich nicht um ein an sich altes Spiel zu überhöhtem Preis.

In sofern gab es preistechnisch nicht sehr viel zu Meckern - eher über die Essenspreise in der Cafeteria :-)

Grüße
Bernd


www.irongames.de

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Roman Pelek

RE: Die Eltern von heute

Beitragvon Roman Pelek » 4. November 2005, 12:48

Hi Marten,

Marten Holst schrieb:

> Die ganzen, von Abiturientenentlassungen hinreichend
> bekannten, Zitate antiker Denker ob des Niederganges ihrer
> Kultur, und dass das alles ja so neu nicht sei, sie kommen
> von Griechen, Römern, Babylonägyptern... und wo sind sie
> heute? :-)

:-)) Wieso habe ich bloß geahnt, dass ein solcher Einwurf hübscher Art kommen könnte...

> Andererseits kann das auch nur heißen, es nutzt nix über die
> Jugend zu schimpfen, man muss selber auch was tun :-)

Gut möglich, Marten; mit dieser Schlussfolgerung könnte ich mich anfreunden :-)

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: Hinkende Vergleiche und anregende Diskussionen

Beitragvon Roman Pelek » 4. November 2005, 20:11

Hi Carsten,

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> > Das wirklich schöne an dieser Diskussion finde ich, dass die
> > "Taschenlügen" von beiden Seiten nachvollziehbar sind, sich
> > eine Balance einstellt.
>
> Wo kommt denn dieser nette Neologismus her? Und warum passt
> der so gut?

Der Neologismus fiel gedanklich vom Himmel. Ich stünde für eine weitergehende Analyse durchaus zur Verfügung, aber die Kernspintomo bezahlst Du, ich hoffe Deine Portokasse gibt das her ;-)

> Man merkt es und die Spielepreise - auch komm - ohne diese
> Diskussion würde und doch genau so viel fehlen, wie ohne das
> Posting "Meine Spielbox ist noch nicht da - und Eure?". Aber

Natürlich, die wiederkehrenden Running Gags sind ja auch ein "Stück Heimat", ein bisschen Wohlgefühl ob Verlässlichkeit in einer unberechenbaren Welt. Und unerklärlicherweise freuen mich die "spielbox"-Threads sogar.

Ciao,
Roman

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

RE: Preisentwicklung

Beitragvon Werner Bär » 5. November 2005, 15:50

peer schrieb:

> Aber: ein gutes
> Spiel kostet jetzt so fast im Schnitt 25-35 EUR, dass sind
> 50-70 DM. Wenn ich mir mal alte Preislisten ansehe, gabs
> damals nicht viel in dem Preissegment - nur absolute
> Luxusware eben.

Wo fängt bei dir Luxusware an?
Siedler kostete damals, als es neu war, 50-60 DM. Erst nachdem es Spiel des Jahres wurde, kostete es 40-50 DM.
Städte und Ritter kostete anfangs ebenfalls 50-60 DM, und das ist nur eine Erweiterung.
El Grande kostete anfangs 90 DM. Als es Spiel des Jahres wurde, sank der Preis dank höherer Auflage auf 60 DM.

Ich gebe zu, das waren Ladenpreise. Wenn du alte Preislisten anschaust, dann vermutlich von Versendern.

Werner.

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peer

RE: Preisentwicklung

Beitragvon peer » 5. November 2005, 16:33

Hi,

Werner Bär schrieb:
>
> peer schrieb:
> Ich gebe zu, das waren Ladenpreise. Wenn du alte Preislisten
> anschaust, dann vermutlich von Versendern.

Jupp.
Kann aber auch historische Verblendung sein :-) Andererseits erinnere ich mich an eine Aussage von Fritz Gruber, dass damals Preise ünstlich unter 50 DM gehalten wurden, weil dass eine psychologische Grenze war.

Mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass ich mir bis zum Euro nur 2 Spiele gekauft habe, die mehr als 100 DM gekostet haben: Aztek und Das Spiel. Bei 50-EUR-Spielen ertappe ich mich aber mehr und mehr die vielleicht doch kaufen zu wollen :-)

ciao
peer (lässt sich aber lieber erstmal was schenken)


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