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Die Sucht das Regelwerk zu studieren!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: OT: Kleinschreibung

Beitragvon Marten Holst » 11. November 2005, 15:32

Moin,

> Find ich super, dass hier kein "flame war" entstanden ist.

och, das bekommen wir noch hin. :-) Ihr spielt jetzt Pisspott, dann wählt Ihr Euch Mannschaften, dann pfeift wer an, und wir flamen.

*dingdong*

Oh, schade, Sportstunde schon zu Ende. Naja, nächstes Mal vielleicht ;-)

Tschüß
Marten

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Die Sucht das Regelwerk zu studieren!

Beitragvon Marten Holst » 11. November 2005, 15:32

Moin,


Die meisten Punkte "meiner" Meinung sind abgehakt, also zum Rest:

>> 3. Ist die Muehe die in ein Regelwerk gesteckt wird sofort
>> erkennbar?

Leider leider denke ich, "nein". Man merkt ihr fehlen. Gute Struktur ist "selbstverständlich" und wird als solche in meiner Erfahrung nicht wahrgenommen.

Tschüß
Marten

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Volker L.

Re: OT: Kleinschreibung

Beitragvon Volker L. » 11. November 2005, 15:56

ode schrieb:
>
> Wenn ihr meint. Ich will ja auch, dass ihr mich versteht.
> Sonst könnte ich mir das Geschreibsel hier ja sparen. Und im
> Moment ist mir das Forum recht wichtig. Ich finde es
> superschön, mit euch über diese ganzen Spielethemen zu chatten.
>
> [b]Vielleicht ist das auch nur wichtig, wenn die posts lang
> sind. So wie der, auf den ihr wohl gerade ansprecht.[/b]

Sehr richtig erkannt. Jedenfalls was mich angeht.
In einem kurzen Beitrag finde ich es zwar ebenfalls angenehmer, wenn
die normale Groß- und Kleinschreibung benutzt wird, aber es ist
erträglich, wenn nicht.
Aber eine so lange Abhandlung wie eben jener Beitrag von
Dir ist in der Tat sehr anstrengend zu lesen, wenn konsequent
alles klein geschrieben wird, und wird mitunter zum
Entscheidungskriterium, ob man das liest oder nicht.

> Ich gelobe hiermit Besserung im Sinne der Lesbarkeit!!!!

Fein :-)

Gruß, Volker (der manchmal versehentlich Hauptwörter durch
zu frühes Loslassen der Shift-Taste klein schreibt :-( )

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achim

RE: Die Sucht das Regelwerk zu studieren!

Beitragvon achim » 11. November 2005, 17:28

Ich gehe noch ein Stückchen weiter:

Ein Spiel besteht, wenn man sich die Angelegenheit aus der Ferne besieht, zunächst nur aus Regeln (und Material). Daraus schließe ich, taugen die Regeln nichts, so taugt auch das Spiel nichts. Punkt aus.
Folglich erkenne ich gute Regeln daran, ob mir ein Spiel "gut" ist oder nicht.

Gruß
achim

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Roman Pelek

Der Ansatz "Die Spielregel ist das Spiel"

Beitragvon Roman Pelek » 11. November 2005, 18:56

Hi Achim, und natürlich auch Marten und Martin,

achim schrieb:
>
> Ich gehe noch ein Stückchen weiter:
>
> Ein Spiel besteht, wenn man sich die Angelegenheit aus der
> Ferne besieht, zunächst nur aus Regeln (und Material). Daraus
> schließe ich, taugen die Regeln nichts, so taugt auch das
> Spiel nichts. Punkt aus.

Nun, ganz brutal in Anlehnung an Altmeister Alex Randolph aufgefasst, kann man natürlich sagen: "Die Spielregel ist das Spiel." Dieser Ansatz ist ja theoretisch, distanziert betrachtet absolut richtig (mehr noch: brillant auf den Punkt gebracht), und dann gilt das Gesagte natürlich ohne Wenn und Aber.

> Folglich erkenne ich gute Regeln daran, ob mir ein Spiel
> "gut" ist oder nicht.

Nun, aber in der Praxis kann es durchaus Sinn machen, dennoch zwischen der Intention des Autors und dem geschriebenen Spielregelwort zu unterscheiden. Und sei's nur drum, um szeneintern zu sagen "Hey, hier wurde grade eine gute Spielidee durch mangelnde Eloquenz oder Mühe verhunzt, tut das Not? Müssen wir einen guten Karren mutwillig in den Dreck fahren? Können wir uns das leisten, haben wir zuviele Karren?" oder auch, um aus Kundensicht notfalls eine Revision der Regel (es gibt ja viele engagierte Spielefreaks, die manches Spielregeldesaster in ihrer Freizeit ausbügeln) zu bemühen, um die eigene Investition in ein potenziell gutes Spiel zu retten. Verlangen kann man das natürlich von niemanden, denn das ist "free will" des Empfängers und keinesfalls etwas, wofür er das erworbene Produkt bezahlt hat.

So oder so betrachtet, ist es für mich als alter Spielanleitungsrumnörgler Wasser auf meine Mühlen: Wenn wir den Zugang zu Spielen verhunzen, dann haben wir's nicht verdient, mehr als ein Nischendasein zu fristen. Ganz egal, wie gut unsere Ideen sein mögen, so sie denn einer "da draußen" verstünde. Zu einer Idee gehört intrinsisch die Kommunikation derselben, diese beiden Aspekte eines Spiels schlafen nachgerade im selben Bett, selbst wenn man sie separat zu betrachten sucht. Spätestens bei einem fertigen Produkt im Regal des Händlers muss der Anleitungstext einfach stimmen.

In diesem Sinne möchte ich nebenbei ein herzliches Dankeschön an Jeff richten - und zwar dafür, dass er wieder mal ein höchst interessantes Diskussionsthema aufs Trapez gebracht hat, bei dem das Mitlesen und Mitdiskutieren, der Erfahrungs- und Meinungsaustausch hier richtig Spaß macht.

Ciao,
Roman

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achim

Re: Der Ansatz "Die Spielregel ist das Spiel"

Beitragvon achim » 12. November 2005, 20:03

Roman Pelek schrieb:
>
> So oder so betrachtet, ist es für mich als alter
> Spielanleitungsrumnörgler Wasser auf meine Mühlen: Wenn wir
> den Zugang zu Spielen verhunzen, dann haben wir's nicht
> verdient, mehr als ein Nischendasein zu fristen. Ganz egal,
> wie gut unsere Ideen sein mögen, so sie denn einer "da
> draußen" verstünde. Zu einer Idee gehört intrinsisch die
> Kommunikation derselben, diese beiden Aspekte eines Spiels
> schlafen nachgerade im selben Bett, selbst wenn man sie
> separat zu betrachten sucht. Spätestens bei einem fertigen
> Produkt im Regal des Händlers muss der Anleitungstext einfach
> stimmen.
>
> In diesem Sinne möchte ich nebenbei ein herzliches Dankeschön
> an Jeff richten - und zwar dafür, dass er wieder mal ein
> höchst interessantes Diskussionsthema aufs Trapez gebracht
> hat, bei dem das Mitlesen und Mitdiskutieren, der Erfahrungs-
> und Meinungsaustausch hier richtig Spaß macht.
>
> Ciao,
> Roman


Hallo Roman,

da bin ich mal ganz deiner Meinung.

Als Spieler, der ein fertiges Spiel aus dem Ladenregal auf seinen Spieltisch bringt, interessiert mich zunächst überhaupt nicht, was sich ein Autor oder wer auch immer vielleicht dachte, oder was irgend wo in den Weiten des Internet dazu zu finden ist. Meine Entscheidung, habe ich ein gutes odes schlechtes Spiel erworben, fälle ich ausschließlich nach dem Schachtelinhalt. Dass man aus einem miesen Spiel vieleicht doch noch ein gutes oder besseres Spiel durch Regeländerungen bewirken kann, ist in dieser Hinsicht sekundär und dann Basis einer neuen anderen Entscheidung.

Am Rande:
Bob Dylan gab in einem Interwiew zu Protokoll, dass er eigentlich mit keiner seiner Platten zufrieden ist, und er alle andersartig hätte aufnehmen wollen. Hilft uns Plattenkäufer/Musikhörer leider nicht weiter, da seine theoretische Absicht nicht im Plattenregal steht, sondern nur die tatsächlichen Produktionen. So ist das auch bei Spielen. Nur was tatsächlich produziert wurde kann begutachtet werden.

Gruß
achim


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