Beitragvon Günter Cornett » 28. Juli 2006, 20:27
Niccolo schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > Nun, das ein Spiel nicht so schlecht ist, dass es die 1
> > verdient hat.
>
> Ja sicher absolut richtig - aber deswegen ist ja nicht die
> Meinung von einem gültig - sondern die Summe der Meinungen
> *sollte* es wider spiegeln.
>
>
> > So ist es für manche ein absolutes Negativ-Kriterium, wenn
> > ein Spiel von Autor X stammt. Wäre es nicht von Autor X aber
> > ansonsten identisch, würde er es vielleicht mit 6, 7 oder 8
> > bewerten - aber dieser Name auf der Schachtel - dann ist es
> > eben nur eine 1.
>
> Das ist sowieso trottelig -- aber weshalb sollte gerade BGG
> vor Deppen gefeit sein?
Das sagt ja niemand.
ich bezog mich nur auf
|: > Jeff, Du wirst auf BGG immer Spiele finden, welche von ein
|: > paar Unverbesserlichen wider besseren Wissens mit einer 1
|: > bewertet werden.
|:
|: ???
|:
|: Wider was für ein besseres Wissen?
> > Soewas gibt es. man kann der Meinung sein, dass es so in
> > ordnung ist. Aber hilfreich ist es nicht, wenn man aus der
> > BGG-Bewertung irgendwelche Schlüsse über die Qualität des
> > Spieles ziehen will.
>
> Naja, Günter -- man muß mit den Bewertungen natürlich ein
> wenig "arbeiten", dass sie einen "Wert" für einen bekommen.
> Kommentar lesen, Profil checken und die Bewertung von
> anderen, bekannten Spielen berücksichtigen, usw usw - eh bekannt.
Macht nicht jeder, ich auch nicht.
Dann könnte ich mich ja gleich mit dem Spiel selbst beschäftigen. ;-)
Eine besonders gute Note bei BGG erregt schon etwas Aufmerksamkeit,
hilft mit zu entscheiden, welches Spiel man sich genauer anschaut..
> Und stimmt schon - ich hab schon oft den Eindruck, dass
> manche die EIGENE Spüielbewertung als möglichst
> ALLGEMEINGÜLTIGE Wertung verstehen.
Ich glaube schon, dass man zwischen einer Note für das Spiel und persönlichem Geschmack differenzieren soll. Ganz trennen lässt sich das natürlich nicht.
> Sollte es imho nicht sein.
>
> Weil dann müßte ich ja fast alles recht hoch bewerten -
> vielleicht bin ich ja gar nicht die Zielgruppe?
Na, ich denke, man sollte die Spiele benoten, mit denen man sich auseinandersetzt.
Kommt man zu dem Schluß, dass man nicht die Zielgruppe ist, sollte man es entweder nicht bewerten oder - falls man beurteilen kann, wie es in der Zielgruppe ankommt - entsprechend der Zielgruppe.
Du spielst mit einem Fünfjährigen ein Kinderspiel, dass du langweilig findest, dem Fünfjährigen und seinen Freunden aber gefällt, wie beurteilst du dann das Spiel?
Steht zwar drauf ab 5 Jahren, aber du gibst ne 3 und kommentierst: unterfordert Erwachsene ? Also: keine Wertung oder eine Wertung, die beurteilt, wie es bei den Fünfjährigen ankommt. Also andere wäre nicht hilfreich für Dritte, die sich für Spiele für Fünfjährige interessieren.
Ebenso sollte jemand, der abstrakte Spiele grundsätzlich langweilig findet, besser keine abstrakten Spiele bewerten - es sei denn er bewertet etwas anderes als seinen persönlichen Geschmack.
> Wenn ich in ein Profil gucke, sehe ich, wie der GuteIN andere
> Spiele die ich mag/nicht mag bewertet. Da heraus kann ich
> vage Schlüsse auf die Bewertung des aktuell interessanten
> Spieles ziehen.
Ein Spiel bekommt zig Noten. Da schau ich nicht in das Profil jedes Einzelnen.
> Wenn alle - ich schreib es jetzt provokant -. schwammige "ein
> Spiel nicht so schlecht"-Wertungen abgeben, dann können wir
> wohl alle Zahlen tiefer als 10 locker kübeln.
Darum geht es nicht. Wenn man ein Spiel für schlecht hält, soll man es ruhig niedrig bewerten. Beispiel: Rennfieber (ich glaube von ASS) ist für mich ne glatte 1.
> Erklärung:
> weil dann ist halt nicht 1 die schlechteste, sondern eben
> eine höhere. Haben wir ja eh schon! Oder weckt ein Spiel mit
> einem Schnitt unter 6 Interesse??? Dabei ist 5 noch
> Durchschnitt. DURCHSCHNITT!!!! Durchschnitt ist doch toll,
> oder?
Nö, bei Spielen nicht. :)
> Also wär dann die 6 die Zahl der "Unverbesserlichen"?. Wir
> nähern uns der schönen, neuen Zehn dann echt toll an.
>
>
> Es ist doch nur eine "doofe" Internetseite, wo ich und andere
> Schwindlige vermelden, welche Spiele sie mögen und welche
> nicht - oder?
Wen interessiert, welche Spiele du magst?
Allenfalls Leute, die dich kennen.
Die anderen interessiert vermutlich auch weniger, ob viele ein Spiel mögen ('Millionen Fliegen können sich nicht irren'), sondern welche Qualitäten es besitzt. Eine Note von vielen kann ein erster Hinweis sein, wenn sie als Werturteil und nicht als Geschmacksäußerug verstanden wird.
> Ich meine: ist irgendwem bekannt, wie groß der Impact von BGG
> auf den Verkaufserfolg eines Spieles ist?
>
> In meinem Freundes-/Bekanntenkreis, wo durchaus
> Brettspielinteressierte sind! - sind Seiten wie Boardgamegeek
> oder Spielbox unbekannt. Also ich glaube, dass der Einfluß
> der Onlinecommunity vernachlässigbar ist - also für
> Hysterieausbrüche bei Negativbewertungen - oder auch der
> imho inflationär werdenden Awards - kein Grund besteht.
Hysterie nicht. Aber wenn es so egal wäre, würden nicht so viele Leute mitmachen.
>
> Oder irr ich?
Ich etwa? ;-)
Gruß, Günter