Beitragvon Roman Pelek » 1. September 2006, 05:01
Moin zusammen,
das hier riecht nach jeder Menge Spaß. Also lad' ich mich einfach mal selbst dazu ein:
Günter Cornett schrieb:
>
> Ralf Arnemann schrieb:
> >
> > Und eben nur die Varianten "Kommentarlose Schlicht-Absage"
> > oder "Gebühr mit Prüfungsergebnis" zur Auswahl sind - dann
> > kann dem Neuling mit zweiterer Variante deutlich mehr
> geholfen sein.
>
> Aber darüber sollte er eben selbst entscheiden können.
>
> > Vor allem, weil er sonst normalerweise gar keine Chance hat,
> > irgendwo ein qualifiziertes Urteil zu kriegen.
>
> Doch, in örtlichen Spieleautorenrunden, in Göttingen, ...
> Und für Ravensburger wäre es ein leichtes, das auf der
> Webseite zu formulieren und einen kurzen Hinweis hierauf am
> Ende jeder Spielanleitung abzudrucken.
Sehen wir es doch mal realistisch: wem es im Leben an Kreativität mangelt, sich selbst zu verkaufen, der wird niemals irgendwo landen. Du kannst so genial sein wie Du willst - wenn Du Dich und Deine Ideen nicht verkaufst, kannste den ganzen Rest grade mal in die Tonne kloppen.
> > Wenn der heimische Küchentisch immer nur kritiklos begeistert
> > war, und die Prüfung zeigt einige Punkte auf, die aus einer
> > schönen Grundidee eine hirnlose Würfelei machen - das kann
> schon helfen.
>
> Ja, aber der Verlag sollte nicht die erste Testrunde nach der
> eigenen Familie sein.
Ist er aber oft.
> Ja, von daher sind zusätzliche 65 Euro als
> Abschreckungskosten etwas seltsam.
> Sie wirken mehr als Geste: Du erhältst eine Leistung schon
> dadurch, dass wir so gnädig sind, uns mit deinem Spiel zu
> beschäftigen.
Ich persönlich halte von dieser Idee auch nicht allzu viel. Andererseits würde ich auch ganz gerne mal Geld damit verdienen, Nachwuchsautoren zu sagen, was hierzulande als Fehler angesehen wird.
> > Es ist eben nicht so, daß Ravensburger und Co. verzweifelt
> > die Spieletreffs nach potentiellen Autoren absuchen müßten.
> > Sondern sie werden überschwemmt von Interessenten, die
> > dankbar den Boden küssen wenn sie akzeptiert werden.
>
> Aber sie suchen auch nach wirklich guten Spielevorschlägen.
> Die sind nach wie vor nicht so leicht zu finden.
Das ist auch wieder wahr. Gute Spiele wachsen nicht an Bäumen.
> > > Ich persöhnlich bin zudem der Meinung, dass
> > > ein talentierter unbekannter Spieleautor
> > > dieselben Chancen haben sollte, wie ein bekannter.
Du bist nicht zufällig Idealist?
> Ich finde es schon ok, dass ein Spieleautor, mit dem ein
> Verlag schon länger zusammenarbeitet oder der woanders schon
> erfolgreiche Spiele gemacht hat, dort bessere Chancen hat.
> Und nicht erst durch die gleiche Mühle muss wie ein Neuling.
>
> > Wer irgendwo beweisbar einen Erfolg realisiert hat wird immer
> > bessere Chancen haben als jemand, der vor seinem ersten
> Versuch steht.
>
> Aber man sollte keine künstlichen Hürden aufbauen, die einen
> möglichen Partner zum Antragsteller degradiert.
Da sagst Du was Wahres...
Ciao,
Roman (A worried man with a worried mind / No one in front of me and nothing behind / There's a woman on my lap and she's drinking champagne / Got white skin, got assassin's eyes / I'm looking up into the sapphire tinted skies / I'm well dressed, waiting on the last train".)
Und jetzt versuchen wir das mit diesem Posting nochmal, weil der Pelek irgendwie mal wieder zuviel an sich selbst rungenörgelt hat:
Hallo Spielegemeinde,
Wenn ich mal so groß und alt bin wie Bob Dylan, dann setze ich mir auch lustige Partiehüte auf, esse gelangweilt Sandwiches in Musikvideos und erzähle Leuten, dass Kultur kein Schwein interessiert und es eigentlich im Männerleben nur darum geht, die schönste Frau zu kriegen.
Eine Alice finde ich noch dafür - aber ob sie weiß, wo ihr Wunderland liegt?
Ciao,
Roman (und eigentlich bin ich hier auch nur hängengeblieben, weil ich den Fahrplan nicht lesen konnte. Da stand: 10:12 Abfahrt ins Paradies. Und ich Idiot lese 12:10.)