Beitragvon Marten Holst » 22. Oktober 2006, 22:46
Moin,
> Beide Spiele sind von Reiner Knizia und sind 1999
> erschienen, allerdings in versch. Verlagen (Kosmos und
> Schmidt). Weil sie vom gleichen Autor stammen, wird es von
> der Community so akzeptiert, dass sie "verwandt" sind.
Bei welcher Community?
Zugegeben liegt es nahe, zwei flotte Kartenspiele des selben Autors aus dem selben Jahr zu vergleichen. Allerdings fällt bei mir dieser Konstellation dann wirklich nichts weiteres ein. Und ich denke schon, dass die Mechanismen des Spieles dann wichtiger sind, als Autor (gerade Onkel Reiner neigt ja etwas dazu, in verschiedenen Sektoren des Marktes herumzustümpern ;-) ), selbst wenn man es mit dem Erscheinungsjahr kombiniert. Ich würde allerdings in so weit zustimmen, dass beide Spiele ähnliche Zielgruppen beziehungsweise einen ähnlichen Bedarf (Absacker für zwei, Zwischendurchspiel, die Ecke) ansprechen. Als "verwandt" würde ich sie dennoch nicht bezeichnen.
Im Sinne eines anderen Posts dieses Threads denke ich aber auch, dass LC ein "universell bekanntes" (also so relativ universell mit Einschränkungen) und generell in einschlägigen Kreisen hoch geschätztes Spiel ist, weswegen es sicher nicht verkehrt ist, sich eine eigene Meinung zu diesem Spiel zu bilden - die Chance, ein Spiel zu entdecken, das einem Freude bereitet, sehe ich als hoch genug an, um ein paar Minuten zu riskieren. Es ist nun wieder die Frage, ob es das ist, was ein "Must Have" definiert - denn ein echtes solches gibt es ja nicht, je nach Blickwinkel wird jedes Spiel mal scheitern.
Tschüß
Marten (mag LC ebenfalls sehr, obwohl es wirklich nicht all zu komplex ist und nicht wesentlich über Rückenmark hinausgeht - versteht deswegen allerdings durchaus auch, dass andere es gar nicht schätzen)