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Größter Reinfall von Essen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marion Menrath
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Beiträge: 447

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Marion Menrath » 22. Oktober 2006, 22:34

Ich habe zufällig eine Unterhaltung an einem Stand mitgehört (nicht bei Hans im Glück), wo sich ein nicht allzu alter Spieler (schätzungsweise unter 30) bei einem Erklärer beklagt hat, Thurn und Taxis wäre ja sooo kompliziert. Da bräuchte man schon eine halbe Stunde, bis es endlich losginge. Und er will Spiele, wo man in fünf Minuten loslegen kann... :-I

Ich habe mir daraufhin für die ganzen Familien "Nacht der Magier" angeschaut...

Einerseits ist so eine 1000-Auflage von einem Kleinverlag ruckzuck ausverkauft; andererseits ist den Gelegenheitspielern fast alles zu kompliziert.

Marion auf der Suche nach dem Durchschnittsspieler

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VolkiDU

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon VolkiDU » 22. Oktober 2006, 23:20

Marion Menrath schrieb:
> Ich habe zufällig eine Unterhaltung an einem Stand mitgehört
> (nicht bei Hans im Glück), wo sich ein nicht allzu alter
> Spieler (schätzungsweise unter 30) bei einem Erklärer beklagt
> hat, Thurn und Taxis wäre ja sooo kompliziert. Da bräuchte
> man schon eine halbe Stunde, bis es endlich losginge. Und er
> will Spiele, wo man in fünf Minuten loslegen kann... :-I

Hallo Marion,

danke für das Stichwort. :-)

Das ist ein heutiges bekanntes Problem in der Gesellschaft. Lesen ist bei vielen absolut out. Und das auch nicht nur lesen, sondern das auch noch gleichzeitig verstehen und dann noch erklären können. Da können Lehrer Bände schreiben. Da aber ein Spiel einen guten Spieleanleitungsleser und dementsprechend einen guten Spieleerklärer benötigt, haben viele Spiele wie auch TuT Probleme, und so bleiben viele Spiele daheim - leider - nur angespielt oder sogar unbespielt.

Bekannten von mir bleib ein "Carcassonne" wahrscheinlich bis heute unbespielt, weil sich keiner gefunden hat, das Spiel zu erklären.

Spielegrüße
Volker
(fragt sich, wo bei Marion die Altersspanne für 'nicht allzu alter Spieler' liegt)

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: GRVE - Hier die "Queen Games"

Beitragvon Marten Holst » 23. Oktober 2006, 00:12

Eine Regellücke sag ich zwar auch nicht, aber ne gute Note bekommt das Spiel von mir auch nicht (das war allerdings auch schon vor der Messe so).

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Helmut Lehr

Re: TdA-Wiener "Spiel der Spiele"

Beitragvon Helmut Lehr » 23. Oktober 2006, 07:26

Rainer schrieb:
> > Von "banal" keine Spur!
>
> ..da möchte ich dir doch wiedersprechen. Herr Schranz hat es
> uns auch erklärt und sinngemäß gesagt: Dies ist kein Spiel
> für Spieler. Für die sei es zu einfach. Dies sei ein Spiel
> für Familien, die sonst nicht spielen und um diese geht es
> bei dem Preis.

Richtig! Ein einfaches Spiel, aber längst nicht banal. Mit Karten einer Farbe die Figur möglichst weit nach vorne in den Plusbereich ziehen und noch Karten dieser Farbe auf der Hand zu behalten, halte ich nicht für banal. Das muss man erst einmal zum Sieg hinbringen!

Er betonte auch, daß die deutsche Jury auf dem
> falschen Weg ist, zu komplexe Spiele, wie Thurn und Taxis,
> auszuzeichnen.

Auch richtig, weil selbst TuT nicht von wenigspielenden Familien auf dem Weihnachtstisch kapiert wird.

Wir hörten uns die Dinge an, reagierten ein
> wenig, aber unsere Rhetorik war nicht ausgereift genug, um
> ihn davon zu überzeugen, daß die Spiele entsprechend der
> Menschen nicht immer einfacher werden sollten.

Ja, Walter kann glänzend seine Posotion vertreten. :-))
Einfacher und trotzdem pfiffig wäre super!

Darüber hinaus
> schaue Dir mal bitte den Bericht von Wieland Herold über die
> Auszeichnung in der Spielbox an (Ich nehme diese Anmerkung
> zurück, falls Herr Herold sich mit den Infos verhauen hat).

Da bin ich anderer Ansicht als Wieland Herold.
Ich möchte nicht wissen, wie viele SdJ ungespielt in den Schränken deutscher Weihnachtsgeschenke-Käufer verstauben, weil die Leute keine Lust haben , 4-6 Seiten Spielregeln zu lesen.
Bei vielen Kindern und Jugendlichen heißt es: "Ich habe Ferien. Da lese ich nichts." Wurde ja schjließlich nicht vom Lehrer als Hausaufgabe aufgegeben!

> Ich weiß ja, daß das Spiel gefallen darf. Aber dieser Preis
> für das Spiel ist für mich völlig unverständlich.

Der einzige Kritikpunkt, der verhindert, dass das Spiel die Familien erreicht, für die es gedacht ist. Aber überschwängliche TV-Werbung wird noch einges ausrichten.

SG
Helmut

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Dieter Niehoff

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Dieter Niehoff » 23. Oktober 2006, 07:41

Zudem äußerte Herr Schranz im Gespräch, dass der Deutsche Spielepreis überflüssig sei. Hier würden Spiele für Spieler benannt, und diese Spieler hätten sowieso bereits den Überblick über die Güte der Spiele - da brauche es keine Auszeichnung.
Gegeargumente im Gespräch uberzeugten ihn nicht.


Zum TAL DER ABENTEUER - auch m. E. der größte Reinfall in Essen:

Im "Knizia-Almanach" der spielbox steht zu lesen (S. 2 ff.), dass Herr Dr. Knizia eine Zeit lang (2003/2004) der Wiener-Spiele-Akademie, also dem Vergeber der Auszeichnung "Spiel der Spiele" sehr nahe stand. Vielleicht konnten die Wiener durch diese persönlichen Kontakte "mehr" in den von ihnen ausgezeichnetene Knizia-Titeln erkennen, als andere Spielerkreise.

Dr. Reiner Knizia hat mit Sicherheit für manche seiner Spiele mehr Auszeichnungen verdient, und für seinen umfassenden Einsatz zur allgemeinen Spielkultur sowieso. Aber TAL DER ABENTEUER ist nun wirklich ein schlecht aufgemachtes und damit redaktionell fehlerhaftes Spiel was durch den Schachtelaufdruck "Autorenspiel" dem Vielspieler einen Anspruch vorgaukelt.

Beworben wird TAL DER ABENTEUER mit der Bemerkung "Die neue Autorenspielreihe mit der besonderen Ausstattung von Parker". Besodnere Ausstattung????????


Dieter Niehoff

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Helmut Lehr

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Helmut Lehr » 23. Oktober 2006, 09:18

Für Dich, Dieter, ist das Spiel nicht gemacht und gedacht.
Komisch, dass so viele Leute Probleme haben mit der Zielgruppe "Einmal im Jahr ein Spiel kaufen und direkt losspielen können".

Die leider nur ca. 1700 Spielpreis-Abstimmer kennen alle Spiele, die auf der Liste stehen. Wenig- und Seltenspieler werden diese Liste nie zu Gesicht bekommen, weil sie in der Tagsespresse nicht auftaucht, und sie auch kein Interesse daran haben.

Welches familientaugliche Spiel für Wenigspiueler hätten denn die Wiener nehmen sollen?

SG
Helmut

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Hartmut

RE: Ja ! Richard Breese fängt an...

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2006, 09:54

"Rainer" hat am 22.10.2006 geschrieben:
> ...sich Gedanken über die ebay-Preise seiner Spiele zu
> machen und versucht dies so auszuhebeln.
>
> Gruß,
>
> Rainer

...bzw. reiht sich womöglich in die Linien der dort agierenden Preistreiber ein. Nee, mal ehrlich, wenn DAS der treibende Hintergedanke ist (also sinngemäß: "die Spieler-Trottel zahlen doch für alles, was ich mache") ist's aus mit der Liebe zu diesen Spielen, egal wie gut sie auch in Zukunft sein mögen.

Ob wohl die Mehrheit der an seinen Spielen (!) interessierten Spielern (!) bereit ist, die bei Ebay teilweise erzielten Mondpreise auch zu löhnen? Natürlich nicht, ich jedenfalls nicht. Für ein vergriffenes und gesuchtes Spiel greife ich gerne mal maßvoll (!) in die Tasche, aber wir reden hier über ein neues Spiel! Also wenn es so ist (man beachte die spekulativ vermutete Bedingung!), soll er doch sein nächtes Spiel gleich komplett selbst bei Ebay vermarkten, dann ist's mir völlig wurscht!

Bis dahin lasse ich weiter die Unschuldsvermutung gelten und nehme an, dass Richard seine Spiele nicht unter solchen Überlegungen zu Markte trägt. Unternehmerischer Gewinn sei von Herzen gegönnt, gerne auch eher mehr als weniger, aber der Preis hat sich dennoch am gebotenen Produkt sinnvoll zu orientieren. Ich jedenfalls übe nächstes Mal Nachfrageverzicht, wenn es nicht so ist.

Hartmut

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Hartmut

RE: TdA-Wiener "Spiel der Spiele"

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2006, 10:03

Veto, Helmut!

Du willst doch hier nicht den denkfaulen Mehrheiten im Lande das Wort reden, oder? Nur weil es viele sind, ist dieser verbreitete Dämmerzustand doch nicht erstrebenswert.

> Da bin ich anderer Ansicht als Wieland Herold.
> Ich möchte nicht wissen, wie viele SdJ ungespielt in den
> Schränken deutscher Weihnachtsgeschenke-Käufer verstauben,
> weil die Leute keine Lust haben , 4-6 Seiten Spielregeln zu
> lesen.

Nein, bzw. nur indirekt. Stimmt, die wollen das nicht lesen, eben weil sie es nicht wollen, die hätten sich das auch nie selbst gekauft! Die Spiele verstauben, weil sie geschenkt wurden und der Beschenkte oft genug damit nichts anfangen kann und will. Gleiches gilt für unmodische Krawatten usw. Ist halt eine Krux mit dem Produkt Spiel, dass ein großer Anteil vom Gesamtumsatz immer noch an entsprechenden Festtagen nur durch Schenken an seinen Besitzer gelangt, der es dann nicht immer liebevoll zu würdigen weiß.

Hartmut (keine Meinung zu "Tal der Abenteuer" da nicht selbst gespielt - wundert sich nur, dass ein Spiel schon mit Auszeichnung auf dem Markt erscheint, bevor man es in dieser Form kaufen konnte)

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peer

RE: GRVE - Hier die "Queen Games"

Beitragvon peer » 23. Oktober 2006, 10:18

Hi,
Marten Holst schrieb:
>
> Eine Regellücke sag ich zwar auch nicht, aber ne gute Note
> bekommt das Spiel von mir auch nicht (das war allerdings auch
> schon vor der Messe so).

Ich mags, kanns abe verstehen, wenns jemandem nicht gefällt. Aber das es nicht funktionieren würde oder Regellücken enthält ist schlichtweg falsch.

ciao
peer

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Oktober 2006, 10:22

> aber als Kunde darf man schon grössere Auflagen
> als 100 Stück erwarten,
Streng genommen darf man als Kunde natürlich gar nichts erwarten, weil nur der Verleger sein Risiko und das einsetzbare Kapital beurteilen kann.

Aber grundsätzlich gebe ich Dir recht, angesichts der Grundkosten für Stand und Anreise ist schwer verständlich, wieso dann so winzige Auflagen vorgesehen werden.

Wobei 100 Stück ja noch optimistisch ist.
Die Krönung war ja ein Verlag, der drei Spiele mit Auflage 40 (!) herausgab. Das ist mit wirtschaftlicher Vernunft nicht mehr zu erklären.

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Niccolo
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Beiträge: 1333

RE: TdA-Wiener

Beitragvon Niccolo » 23. Oktober 2006, 10:27

Hartmut schrieb:

> Du willst doch hier nicht den denkfaulen Mehrheiten im Lande
> das Wort reden, oder? Nur weil es viele sind, ist dieser
> verbreitete Dämmerzustand doch nicht erstrebenswert.
...
> Hartmut (... wundert sich nur, dass ein Spiel schon mit
> Auszeichnung auf dem Markt erscheint, bevor man es in dieser
> Form kaufen konnte)

Das find ich auch seltsam - lese ich in einem Dokument auf der entsprechenden Hompage mitten in der Lobesrede: [b]"... Wir haben die gewohnte Kategorisierung unserer Spiele Hits beibehalten, die sich ausschließlich am Konsumenten orientiert ... "[/b]

Aber vielleicht Wortklauberei - "Zielpuplikum" hätte ich auf jeden Fall verstanden. Und das Zielpublikum - oder die von dir zitierte "denkfale Mehrheit" - will halt i.d.R. schnelle, einfache, lustige Spiele.

Die Hitliste der Spiele in meinem Umfeld der Nicht-Spielefreaks:
UNO
SKIBO
Monopoly
u.ä.

Und ich finde ein Preis FÜR DIE MEHRHEIT, hat eigentlich die Vorgabe ein Spiel gut zu bewerten, dass vor allem FÜR DIE MEHRHEIT tauglich ist.

Und TuT find ich tatsächlich schon ziemlich gewagt! Da ist weil mehr Kompliziertheit/Komplexität drinnen, als ich Tante Mizzi abverlangen würd'.

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Hartmut

RE: TdA-Wiener

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2006, 11:14

Hallo Niccolo,

> Aber vielleicht Wortklauberei - "Zielpuplikum" hätte ich
> auf jeden Fall verstanden. Und das Zielpublikum - oder die
> von dir zitierte "denkfale Mehrheit" - will halt i.d.R.
> schnelle, einfache, lustige Spiele.

Yep, die will ich auch! Und dennoch dürfen sie originell, neu, anspruchsvoll sein - wobei ich letzteres nicht mit "kompliziert und denklastig" verwechselt sehen möchte. Ich denke mehr an "atmosphärisch und begeisternd". TuT erfüllt diesen Anspruch genausogut wie gerade auf der Messe mit Begeisterung gespielte Spiele wie Mr. Jack und Space Dealer, nur um noch ein paar Beispiele zu nennen, denn da waren noch einige mehr.

> Die Hitliste der Spiele in meinem Umfeld der
> Nicht-Spielefreaks:
> UNO
> SKIBO
> Monopoly
> u.ä.

...und das sind doch alles "olle Kamellen", oder? Das wird auch noch lange so bleiben, wenn man nicht frische neue Ideen z.B. mit Auszeichnungen ins Bewusstsein der Masse hebt.

> Und ich finde ein Preis FÜR DIE MEHRHEIT, hat eigentlich
> die Vorgabe ein Spiel gut zu bewerten, dass vor allem FÜR
> DIE MEHRHEIT tauglich ist.
>
> Und TuT find ich tatsächlich schon ziemlich gewagt! Da ist
> weil mehr Kompliziertheit/Komplexität drinnen, als ich
> Tante Mizzi abverlangen würd'.

Ich kenne Deine Tante nicht, aber ich (44) sehe kein Problem meinen Tanten oder Eltern (73 Jahre jung) TuT nahezubringen und mit Ihnen gemeinsam Spaß an TuT zu haben. Gut, nicht jeder hat einen "Erklärbär". Sich die Regeln anhand der gedruckten beiliegenden Fassung anzueignen kann man nun aber auch jedem Menschen zumuten, der sich ansonsten nicht scheut, einen japanischen Videorekorder zu bedienen (was weitaus schwieriger ist).

Deswegen nun zurück zu einer "neuen Leichtigkeit" a la Tabu & Co.? Ab und zu finde ich auch diese Spiele okay, aber nur sowas langweilt auf Dauer - es sei denn man kennt nichts anderes oder will nichts anderes kennenlernen, aber da drehen wir uns dann im Kreis. Man muss ja nun auch nicht jeden von der Schönheit und Vielfalt moderner Spiele überzeugen. Da muss jeder selbst interessiert sein oder soll mit dem glücklich sein, was ihm Spaß macht.

Die MEHRHEIT bringt jedenfalls die Mindest-Voraussetzungen zum Lesen und Verstehen einer solchen Spielregel gewiss mit - es mag lediglich so sein, dass der Umgang damit nur allzu selten praktiziert wird und man sich damit nach Bewältigung des Alltags nicht mehr plagen möchte, wenn nicht wirklich aktives Interesse an neuen Spielen gegeben ist. Und das will erst einmal geweckt werden, denn das ist wohl kaum der Mehrheit im Lande gegeben, wird es auch nie, muss es auch nicht. Das muss "von innen" kommen, und diesen neuen Interessierten muss man dann ein Angebot machen. Und genau darin sehe ich die Aufgabe von Spielepreis-Auszeichnungen. Ein Spielepreis darf, ja sollte sogar Akzente setzen, neue Wege weisen. "Spiel des Jahres" und der aktuelle Titelträger Thurn und Taxis erfüllen dieses Ziel m.E. bestens. Wieweit dies im hier diskutierten Einzelfall gelungen ist, kann ich wie gesagt nicht beurteilen, da ich das Spiel nicht kenne.

Hartmut

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: GRVE - Hier die "Queen Games"

Beitragvon Marten Holst » 23. Oktober 2006, 12:01

Moin,

"Marten Holst" hat am 23.10.2006 geschrieben:
> Eine Regellücke sag ich zwar auch nicht, aber ne gute Note
> bekommt das Spiel von mir auch nicht (das war allerdings
> auch schon vor der Messe so).

äh, bevor ich in die "Bällebätsch, ich habe was und gebe an"-Fraktion einsortiert werde, hier vertippselte ich mich gar all zu freudsch. Der erste Halbsatz sollte natürlich heißen:

Eine Regellücke [b]sag[/b] ich zwar auch nicht, (...)

Tschüß
Marten

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Hendrik

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Hendrik » 23. Oktober 2006, 13:12

VolkiDU schrieb:
>
> Das ist ein heutiges bekanntes Problem in der Gesellschaft.
> Lesen ist bei vielen absolut out. Und das auch nicht nur
> lesen, sondern das auch noch gleichzeitig verstehen und dann
> noch erklären können. Da können Lehrer Bände schreiben. Da
> aber ein Spiel einen guten Spieleanleitungsleser und
> dementsprechend einen guten Spieleerklärer benötigt, haben
> viele Spiele wie auch TuT Probleme, und so bleiben viele
> Spiele daheim - leider - nur angespielt oder sogar unbespielt.
>



Vielleicht haben deswegen gewisse Verlage bei einzelnen Spielen versucht den Zugang zu vereinfachen indem noch eine Regel-DVD beigelegt wurde, in der mittels Film die Regeln erklärt wurden. Beispiel Manila.

Evtl. könnte dieses "Film als Regel" als Ergänzung zur gedruckten Regeln noch Schule machen.

Cheers Hendrik

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Hendrik

Re: Größter lgnorant von Essen

Beitragvon Hendrik » 23. Oktober 2006, 13:37

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Zudem äußerte Herr Schranz im Gespräch, dass der Deutsche
> Spielepreis überflüssig sei. Hier würden Spiele für Spieler
> benannt, und diese Spieler hätten sowieso bereits den
> Überblick über die Güte der Spiele - da brauche es keine
> Auszeichnung.
> Gegeargumente im Gespräch überzeugten ihn nicht.
>


Für solch destruktive Äusserungen ggü. der SdJ Jury und ggü. des DSP sollten die Organisatoren überlegen, ob man Hr. Schranz das nächste Jahr nicht mit einem Hausverbot beglücken sollte.

Mit der gleichen Argumentation gegen den DSP könnte man jede Preisverleihung als überflüssig erklären: Den dt. Comedy-Preis braucht man nicht, denn die Comedians wissen eh schon wer witzig ist und wer nicht.
Den Bravo-Otto braucht es nicht, denn die jungen Leute wissen eh schon, wer ihre Idole sind.

Gewisse Awards dienen dem Zwecke, dass sich eine Branche selber oder erfolgreiches Kundenfeedback feiert und nicht wie das SdJ, welches unbedarften Bürgern den Horizont erweitern will.
Den DSP als überflüssig zu erklären ist ziemlich arrogant.

Kopfschüttelnde Grüße
Hendrik

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achim

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon achim » 23. Oktober 2006, 13:58

Hendrik schrieb:
> Vielleicht haben deswegen gewisse Verlage bei einzelnen
> Spielen versucht den Zugang zu vereinfachen indem noch eine
> Regel-DVD beigelegt wurde, in der mittels Film die Regeln
> erklärt wurden. Beispiel Manila.
>
> Evtl. könnte dieses "Film als Regel" als Ergänzung zur
> gedruckten Regeln noch Schule machen.

Hallo Hendrik,
superschlau hat das Day of Wonder gelöst. Im Spiel Kleopatra sind auf der beiliegenden DVD die Regeln anderer DoW-Spiele erklärt, nicht aber diejenigen des gekauften Spieles.

Gruß
achim

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Dieter Niehoff

Re: Größter Reinfall von Essen

Beitragvon Dieter Niehoff » 23. Oktober 2006, 15:26

Hallo Helmut

ich finde es nur seltsam, dass auf der Schachtel ein Aufdruck "Autorenspiel" pappt. Denn diese Bezeichnung ist eindeutig NUR ein Begriff, mit dem wirklich Spielinteressierte etwas anfangen können.

Und zudem ist die Bewerbung des Verlages "besondere Ausstattung" reichlich gewagt. Da kann für diesen Verkaufspreis ja selbst ein Kleinstverlag mehr "besondere Ausstattung" bieten (z.B. SPACE DEALER, ebenfalls für 30 EUR im Handel).

Und der Gedankengang, dass ein Spiel vor allem dann "neue" Spieler an den Tisch holen kann, wenn die Regeln kurz sind, halte ich für falsch. "Mensch-ärgere-dich-nicht", "Doppelkopf", "Schach", "Carcassonne", "Siedler von Catan", Monopoly" (alle nicht ganz einfach zu erklären) sind nach wie vor mindestens so große Verkaufsrenner wie "Tabu" oder "Acitivity", also Leztere mit Regeln, die in 60 Sekunden erklärt werden können.

Nein, ohne ein klein wenig (5 bis 10 Min) Regelinteresse können Spieler nicht zu Spielern werden.

Dieter Niehoff

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Olav Müller
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Beiträge: 638

(OT) RE: GRVE - Hier die "Queen Games"

Beitragvon Olav Müller » 23. Oktober 2006, 19:33

"Marten Holst" hat am 23.10.2006 geschrieben:
> "Marten Holst" hat am 23.10.2006 geschrieben:
>> Eine Regellücke sag ich zwar auch nicht, aber ...
>
> äh, bevor ich in die "Bällebätsch, ich habe was und gebe
> an"-Fraktion einsortiert werde, hier vertippselte ich mich
> gar all zu freudsch. Der erste Halbsatz sollte natürlich
> heißen:
>
> Eine Regellücke [b]sag[/b] ich zwar auch nicht, (...)

Die beste Korrektur einer eigenen Aussage seit langem. Danke Marten ;-)

CU,
Olav

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Andre

Re: "Queen Games" Widerspruch

Beitragvon Andre » 23. Oktober 2006, 21:38

Alle Queen Games sind super.
aber ich habe noch nichts über Shogun von euch gelesen!
Würde gerne mal Eure Meinung dazu hören.
Die Regeln von Seeräuber haben absolut keine Regellücken.

Ciao Andre

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Marion Menrath
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Re: Lesen und auch noch verstehen

Beitragvon Marion Menrath » 23. Oktober 2006, 22:13

Nicht allzu alte Spieler sind alle, die jünger als ich sind. :D

Mit dem Problem der Leseverweigerer bin ich zweimal beim Projekt "Zeitung macht Schule" direkt konfrontiert worden. Der Kulturschock an einer Hauptschule (auf dem platten Land, nicht in einer Großstadt) war schon arg. Ich würde wahrscheinlich als Lehrer dort nach der ersten Woche das Handtuch schmeißen. Die Jungs kann man eigentlich nur mit Sportberichten über lokale Vereine ködern, in denen ihre Kumpels spielen. Die Mädchen waren schwieriger zu durchschauen und heterogener.

Aber da ich zurzeit mal wieder für eines dieser täglich erscheinenden Druckerzeugnisse arbeite und die Stammleserschaft schon zur Hälfte über 60 ist, ist die Frage, wie man Menschen zum Lesen bringt, durchaus existentiell.

Marion

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Marten Holst
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RE: (OT) RE: GRVE - Hier die "Queen Games"

Beitragvon Marten Holst » 24. Oktober 2006, 03:45

"Olav Müller" hat am 23.10.2006 geschrieben:
> "Marten Holst" hat am 23.10.2006 geschrieben:
>> "Marten Holst" hat am 23.10.2006 geschrieben:
>>> Eine Regellücke sag ich zwar auch nicht, aber ...
>>
>> äh, bevor ich in die "Bällebätsch, ich habe was und gebe
>> an"-Fraktion einsortiert werde, hier vertippselte ich mich
>> gar all zu freudsch. Der erste Halbsatz sollte natürlich
>> heißen:
>>
>> Eine Regellücke [b]sag[/b] ich zwar auch nicht, (...)
>
> Die beste Korrektur einer eigenen Aussage seit langem.
> Danke Marten ;-)

Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, ich muss nochmal üben...

Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.
Eine Regellücke [b]seh[/b] ich nicht.

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DOtt
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Re: Größter lgnorant von Essen

Beitragvon DOtt » 24. Oktober 2006, 11:59

Stimme Dir da zu. Mir kommt es bei den Österreichern auch immer so vor, als wolle man sich mit aller Gewalt von der SDJ-Jury unterscheiden und abheben. Da bleiben dann allerdings oft seltsame Spiele übrig. Wer erinnert sich nicht an das noch nicht einmal zum Zeitpunkt der Preisvergabe veröffentlichte "King Arthur"?
Ich zweifle jedenfalls an der Spielekompetenz der Jury "Spiel der Spiele".


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