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Ausstattung vs. Spielwert

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd Eisen

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Bernd Eisen » 4. September 2001, 22:42

Hallo!

Also das absolut Wichtigste ist der Spielspass und das Funktionieren des Mechanismus´. Die Grafik und das Material ist da eher zweitrangig (vorausgesetzt es ist zweckmäßig).
Die größte Enttäuschung war dabei Im Zeichen des Kreuzes (auch schon oft diskutiert). Da habe ich mich vom Material blenden lassen, ohne eine Proberunde gespielt zu haben. Das Spiel ist dann ziemlich langweilig. Ebenso gerade erst Cortez - auch schönes Material... aber sonst?!

Da bevorzuge ich Spiele, wie zum Beispiel Colorado County, Flower Power oder Formel Fun, die alle von der Grafik nicht besonders toll sind, aber einen großen Spielspaß garantieren.

(...sonst hätte ich wohl nie ein Colorado County für 10 DM bekommen "g")

Gruß

Bernd

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Udo Möller

Reinhold Wittig

Beitragvon Udo Möller » 5. September 2001, 01:53

Da muss ich dir teilweise widersprechen: Doctor Faust ist ein klasse Spiel - leider klärt die Regel nicht alle Fälle! Müller & Sohn ist in einer netten Runde ein wirklich schönes, einfaches Spiel. Und Kula Kula ist ein einfach nur schäön anzusehen, das Spiel selbst ist wirklich nicht so der Gewinn.

Bei Reinghold Wittig merkt man oft sehr den künstlerischen Ansatz hinter den Spielen - da wird ein Spiel schnell zum Kunstobjekt, was ja auch nichts verkehrtes sein muss. Dafür bleibt es dann meist bei einer kleinen Auflage...

LUdo ergo sum

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Udo Möller

Farbgebung

Beitragvon Udo Möller » 5. September 2001, 02:00

Ja, da kenne ich auch ein leidliches Bespiel: Pepper! Super Kartenspiel, aber wenn man mit 6 Personen oder mehr spielt, kann man einige Farben (lila, braun, rot) selbst bei guten Lichtverhältnissen kaum auseinanderhalten.
Ich habe bei meinem Exemplar die lila-Karten einfach mit schwarzen Punkten markiert - Problem gelöst! Trotzdem schade, denn manchmal kann ein schlechtes Design auch den schnellen Tod eines Spiels bedeuten (Pepper, Erstauflage Zum Kuckuck).

LUdo ergo sum

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Udo Möller

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Udo Möller » 5. September 2001, 02:09

Am schönsten ist es, wenn alles zusammen passt wie z.B. bei El Grande oder La Citta. Am ärgerlichsten ist es, wenn das Spiel schön aussieht, aber ansonsten ganz schwach und schlecht spielbar ist, z.B. Edison oder Handicap. Das letztere sieht aber im Regal sehr schön aus, so daß es zumindest kein so arger Verlust war.

Ich lasse mich manchmal auch vom Design bzw. der Ausstattung blenden, wenn ich sonst keine Informationen zum Spiel habe.

Das Hauptproblem der Spielverlage ist es wohl, das Materail ansprechend zu gestalten, dabei das Spiel spielbar zu machen und gleichzeitig den Preis ziemlich niedrig zu halten. Denn über den Preis werden viele Spiele abgesetzt - deshalb wurde ein Euphrat und Tigris nie zum richtigen Renner - erst, wenn es denn aus dedm Programm genommen und verramscht wird.

Spiele Grüße
LUdo ergo sum (freut sich auf den Spieletreff morgen - uups, heute abend ;-))

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Udo Möller

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Udo Möller » 5. September 2001, 02:16

Am schönsten ist es, wenn alles zusammen passt wie z.B. bei El Grande oder La Citta. Am ärgerlichsten ist es, wenn das Spiel schön aussieht, aber ansonsten ganz schwach und schlecht spielbar ist, z.B. Edison oder Handicap. Das letztere sieht aber im Regal sehr schön aus, so daß es zumindest kein so arger Verlust war.

Ich lasse mich manchmal auch vom Design bzw. der Ausstattung blenden, wenn ich sonst keine Informationen zum Spiel habe.

Das Hauptproblem der Spielverlage ist es wohl, das Materail ansprechend zu gestalten, dabei das Spiel spielbar zu machen und gleichzeitig den Preis ziemlich niedrig zu halten. Denn über den Preis werden viele Spiele abgesetzt - deshalb wurde ein Euphrat und Tigris nie zum richtigen Renner - erst, wenn es denn aus dedm Programm genommen und verramscht wird.

Spiele Grüße
LUdo ergo sum (freut sich auf den Spieletreff morgen - uups, heute abend ;-))

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Carsten Wesel

Re: Farbgebung

Beitragvon Carsten Wesel » 5. September 2001, 09:55

Udo Möller schrieb:
>
> manchmal kann ein schlechtes Design auch den schnellen
> Tod eines Spiels bedeuten (Pepper, Erstauflage Zum Kuckuck).

Was ist mit "Zum Kuckuck"? Meinst du da die etwas kindliche Graphic?
Ansonsten ist das Spiel auch in der ersten Auflage schon gut.

Gruß Carsten (der noch nie "land unter" hatte)

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Sven

Re: Reinhold Wittig

Beitragvon Sven » 5. September 2001, 10:37

Hallo Udo!
An dieser Stelle werde ich als Liebhaber von Wittig-Spielen wohl auch mal einhaken.
Die Spiel-Optik spielt bei mir eine sehr große Rolle.Ausstattung und Spielhintergrundthema stellen meist den ersten Anreiz dar um sich mit einem Spiel näher zu befassen,und auch beim Spielen selbst hängt der Spielspaß erheblich vom optischen Reiz ab.Schön ist es natürlich wenn Ausstattung und spielerische Qualität gleichermaßen gut sind.Aber allein die Freude am Spielmaterial, oft ergänzt durch das Drumherum (Essen,Musik,Kommunikation),
lassen eigentlich sehr einfache Spiele (Molukki,Hill(y)Billy etc) zum Star eines Spieleabends werden.Und bei Wittig-Spielen bereitet allein das Auspacken und Ansehen schon Vergnügen.
Wenn es geht versuche ich auch oft Spiele nachträglich aufzupeppen (Zinnfiguren etc).
Ich muß natürlich zugeben,daß ich mich auch schon von der Ausstattung zu Fehlkäufen habe verleiten lassen.Doch der eine oder andere Beitrag hier im Forum (z.B. "Cortez") verhindert Schlimmeres.
Andererseits verliere ich bei schlecht designten Spielen auch schnell die Spiellust.Da entsteht einfach keine Stimmung in die man eintauchen kann.Labberbretter mit zig fast gleich aussehenden Pappcountern sind doch eher abschreckend.Zumindest bedarf es einiger Überzeugung mich dem Spiel näher zu bringen - zuletzt geschehen bei "Union Pacific" (gar gruselige Graphik und Ausstattung...Ich weiß es gibt schlimmeres,aber man ist halt verwöhnt).
Mancher Spieler wird das vielleicht nicht verstehen,weil es ihm allein um den spielerischen Wettkampf geht.Für mich ist das Spielen aber eher ein komplexer Zeitvertreib,der auf vielerlei Ebenen die Sinne anspricht.Das können rein optische und haptische Komponenten sein,die Umsetzung von Lieblingsthemen und -büchern.Oft sind es schon einzelne Spielutensilien die einen hohen Aufforderungscharakter darstellen (Autos in Hill(y) Billy,Flugzeuge in Aeronautica,Roboter in Robo Rally etc).
Da erwacht das Kind im Manne.
Gruß Sven

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Marten Holst

Re: Reinhold Wittig

Beitragvon Marten Holst » 5. September 2001, 11:15

Moinle,

Sven schrieb:
> Andererseits verliere ich bei schlecht designten Spielen auch
> schnell die Spiellust.Da entsteht einfach keine Stimmung in
> die man eintauchen kann.Labberbretter mit zig fast gleich
> aussehenden Pappcountern sind doch eher
> abschreckend.(...)
> Mancher Spieler wird das vielleicht nicht verstehen,weil es
> ihm allein um den spielerischen Wettkampf geht.Für mich ist
> das Spielen aber eher ein komplexer Zeitvertreib,der auf
> vielerlei Ebenen die Sinne anspricht.Das können rein optische
> und haptische Komponenten sein,die Umsetzung von
> Lieblingsthemen und -büchern.Oft sind es schon einzelne
> Spielutensilien die einen hohen Aufforderungscharakter
> darstellen (Autos in Hill(y) Billy,Flugzeuge in
> Aeronautica,Roboter in Robo Rally etc).
> Da erwacht das Kind im Manne.

Aber natürlich, und das ist auch gut so (Ha! Welch wonnig witziges Wortspiel!). Wer die Probe aufs Exempel machen will, der spiele mal ein schönes Spiel mit Papierfetzen rein auf die Mechanik beschränkt, es macht nur noch halb so viel Spaß (wenn überhaupt), und das ist nicht nur schlechtere Handhabbarkeit, sondern durchaus auch Lustmangel. Das Auge isst halt mit. Oder so.

Und die diversen Edelstein-Holz-Spiele, die so über den Markt huschen, die laden mich tausend Mal mehr ein, als ein Plastikpöppel auf einem lieblos gestalteten Pappspielplan.

Tschüß
Marten (ästhetisch anspruchsvoller als er es sich leisten kann)

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Udo Möller

Zum Kuckuck

Beitragvon Udo Möller » 5. September 2001, 15:24

Hallo Carsten,

ja, das Spiel ist höllisch gut! Aber es ist in der Erstauflage sehr schwer, die Kakadus von den Kuckucken zu unterscheiden. Und versuch mal das Spiel zu erklären, ohne mindestens drei mal Kakadus mit Kuckucken zu verwechseln! ;-) Das sorgt immer wieder für sehr viel Durcheinander. Da ist Land unter schon besser, weil die Verwechslungsgefahr nicht besteht! Ich hatte zwar keine Schwierigkeiten, aber ein Teil meiner Mitspieler.

LUdo ergo sum [heute abend endlich wieder Spieltreff :-)]

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Carsten Wesel

Re: Zum Kuckuck

Beitragvon Carsten Wesel » 5. September 2001, 16:11

Udo Möller schrieb:
>
> versuch mal das Spiel zu erklären, ohne
> mindestens drei mal Kakadus mit Kuckucken zu verwechseln! ;-)

@!#$ - das triffts.

Gruß Carsten (der es schon auf unter 3x gebracht hat (aber nicht immer))

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KMW

Re: [OT] Sorry, dein Fehler

Beitragvon KMW » 5. September 2001, 16:46

Hi Carsten,
die Funktion hat nicht KMW gebastelt, die ist standardmäßig im Forum enthalten, funktioniert aber offenbar nicht zuverlässig.
KMW

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Zum Kuckuck

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 5. September 2001, 20:38

Huch, seit wann funktionieren den die Smilies als Bilder?

Roland (Test: ;-) :-D )

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Martin

Re: Zum Kuckuck

Beitragvon Martin » 6. September 2001, 14:59

Hallo,

hm, ich finde das Design von Zum Kuckuck um einiges besser als bei Land unter. Das hat eine wirklich gruselige Grafik. Besonders die Wetterkarten sind irgendwie matschig/chaotisch bebildert. Unschoen. Und das es ein Problem beim unterscheiden der Kakadus/Kuckucks gibt, ist uns noch nie passiert. Obwohl mit durchaus verschiedenen Leuten gespielt.

Gruesse Martin


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