Beitragvon Roman Pelek » 13. Dezember 2001, 11:34
Hi hannes,
>Also sorry Leute, so macht mir das Rätsellösen keinen Spass (sorry, Knut). Vor allem das elitäre Getue drumherum nicht.
Es sieht hier auch mehr nach Verbissenheit als nach Spiel aus.<
Hm, ich persönlich muss sagen, dass generell mir die [b]Diskussion[/b] um ein Rätsel, an dem man teilnehmen kann oder nicht, etwas verbissen erscheint :) Es ist ein kostenloses Zubrot, bei dem man sogar 'was gewinnen kann - wo ist das Problem?
>Dass spielenet von so einem Adventsrätsel profitiert, möchte ich stark bezweifeln. Natürlich werden ein paar Leute, die einen Tagespreis ergattern konnten, ihre nächste Bestellung dankbar bei spielenet abgeben. Aber viele andere werden negative Assoziationen damit verknüpfen und sich beim Spielekauf woanders umsehen.<
Nuja, wenn jemand anfängt, aufgrund eines kostenlosen Rätsels mit Gewinnoption, bei dem vielleicht die eine oder andere Frage persönlich nicht lösbar ist, den entsprechenden Versender damit negativ zu assoziieren, dann ist das - für mich - wahrliche "Verbissenheit", die hoffentlich nicht allgemein auftritt.
>Noch etwas. Dort, beim Kleingedruckten bei spielenet steht auch : "Und wer nicht gleich gewinnt, hat zumindest etwas dazugelernt."
Abgesehen davon, dass wohl gemeint ist "wer die Lösung nicht herausfindet, hat zumindest etwas dazu gelernt", stört mich hier das Wort lernen.<
Nicht notwendigerweise, denn auch durch Recherche für eine richtige Lösung mit der man vielleicht aber nicht gewinnt, lernt man dazu. Das kann auch gemeint sein. Abgesehen davon, dass ich das gar nicht vertiefen will, denn dann wären wir wieder beim Thema "verbissen" ;-)
>Als Lehrer weiss ich, dass Lernen stark mit Neugier und mit Motivation zusammenhängt. Wenn das Lernziel zu hoch gesteckt ist, frustriert das aber alle, ausser vielleicht den Klassenbesten.
Das "Lernen", dass eigentlich hier im zitierten Text steckt, ist aber bei dieser Art Rätsel viel mehr ein "Zeigen, dass du wieder mal nichts weisst". Und das hat mit wirklichem Lernen gar nichts zu tun. Im Gegenteil.<
Wäre das Rätsel wirklich mit einem didaktischen Lehranspruch verbunden, könnte man das in dieser Form monieren. Man kann sicher auch offen zum Ausdruck bringen, dass einem die Rätsel zu schwer erscheinen oder zu speziell auf den Besitz der gefragten Spiele zielen, denn das führt ja vielleicht beim nächsten Rätsel zu anderen Fragen, falls die Mehrheit das so empfindet. ABER: wegen eines (1.) Gewinnspiel-Rätsels für (2.) erwachsene Spielefreaks, bei dem es (3.) primär um [b]Spass[/b] geht, einen didaktischen Diskurs anzufangen, halte ich dann doch für übertrieben. Hier wird mir persönlich mehr reininterpretiert, als das Rätsel für sich in Anspruch nimmt. Auf einen lockeren, nett gemeinten Spruch wie "...und wer's nicht weiss, hat was dazu gelernt..." muss man ja nicht gleich didaktische Grundlagenforschung betreiben. Da gibt's andere Themen in der Spieleszene, wo sowas berechtigter wäre m.E. Und wo man auch dafür bezahlt, didaktische Leistungen zu empfangen. Aber das ist eine andere Geschichte...
Alles in allem stehe ich persönlich in letzter Zeit etwas ratlos vor manchen Diskussionen, in denen recht heftig über solche und ähnliche Gratisangebote im Web debattiert wird. Wenn ich eine kostenlose Leistung wie Gewinnspiele, Rätsel etc. empfange, gebe ich zwar auch gerne Feedback, was mir gefallen hat oder nicht, aber ich mach' doch keine Staatsaffäre aus sowas... Ich finde, hier ist die Erwartungshaltung ab und an etwas in Schieflage geraten.
Unverbissenes Ciao,
Roman (sieht andere Sachen deutlich enger als das eigene Versagen bei Gewinnspielrätseln :-) )