Beitragvon Roman Pelek » 12. Januar 2002, 14:45
Hi Jost,
Jost Schwider schrieb:
> Rezis sind nunmal oft vom persönlichen Geschmack geprägt,
> daher muss man sie mit Vorsicht geniessen.
> Wenn dort aber auf offensichtliche Fehler in der
> Spielmechanik hingewiesen wird, dann ist eine Rezi sehr gut
> brauchbar! (Wobei ich glaube, dass solche groben Schnitzer
> i.A. schon anhand der Regel erkennbar sind.)
M.E. nicht immer, aus meiner persönlichen Erfahrung (ich lese auch gerne Regeln vorher :) ) kann man damit auch ins Klo greifen. Man kann sich nicht jede Spielsituation vorstellen, und was allgemein gut klingt und funktioniert, kann von speziellen Konstellationen ausgehebelt werden, und dann taugt das Spiel vielleicht doch nicht so recht... Umgekehrt hab' ich schon manche Regel mit einem leichten Anflug von Gähnen oder Skepsis ob mancher Chaos-/Glückselemente gelesen, und hinterher beim Spielen war's ne Riesengaudi.
So oder so setze ich, wenn ich intensiv vor dem Erstehen eines (teuren) Spiels etwas wissen will und nicht vorher spielen kann, meist auf die Kombination Rezis, Meinungen und Regelstudium... Ansonsten habe ich eine ausgeprägte Neugier und Risikobereitschaft, was Spielekauf angeht ;-)
> > nicht möglich, aus der Anleitung jede mögliche
> > taktische Finesse eines Spiels zu ersehen...
>
> :-O Das will ich auch gar nicht, sonst fehlt mir der Spaß
> des Selberentdeckens. Aber eine Rezi kann (soll!) dir dies
> auch nicht bieten!
Nein, eine Rezi soll sicher keine Spieltaktiken im Detail erläutern. Aber z.B. kann doch Erwähnung finden, aus welchen Spielelementen sich solche taktischen Finessen herausholen lassen. Das sieht man auch nicht immer auf den ersten Blick. Manches "Naja, gut, schön, aber was soll das bringen?"-Element, das man in der Regel liest, entpuppt sich später zur Überraschung doch noch als fieser taktischer "Hammer" :-D
Ciao,
Roman