Anzeige

Untergegangene Spieleschätze

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Untergegangene Spieleschätze: Minos

Beitragvon Michael Andersch » 12. Februar 2002, 11:37

Marc Figel schrieb:
>
> Minos von Ravensburger.

Da stimme ich zu. Obwohl mir der richtige Einsatz der Wächterfiguren nie so ganz klar war (bzw. warum ich mich damit auf die relativ zähen Landwege machen sollte).

> Schoko&Co: schliese ich mich an.

Da schliesse ich mich nicht an. Aus Nostalgiegründen haben wir's kürzlich mal wieder gespielt, und es war schon etwas zäh. Werde ich definitiv nicht mehr ausgraben (künftige Nostalgieanfälle allerdings nicht ausgeschlossen ;-) )

Unvergessliche Grüße,
Micha

Benutzeravatar
Matthias Esken

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Matthias Esken » 12. Februar 2002, 12:04

"Carsten Wesel" hat am 12.02.2002 geschrieben:

> Gruß Carsten (der auch einen Schatz hat)

Fein. Dann komm' ich mal zum Spielen vorbei. :-)

Gruß,
Matthias

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 12. Februar 2002, 12:27

Matthias Esken schrieb:

>> Gruß Carsten (der auch einen Schatz hat)

> Fein. Dann komm' ich mal zum Spielen vorbei. :-)

Oh, oh .... :grin:

Benutzeravatar
peer

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon peer » 12. Februar 2002, 12:49

Hi,
Löwenherz ist wirklich sehr gut, ohne Zweifel! Aber Untergegangen? Immerhin gewann es doch den Deutschen Spielepreis!
ciao,
Peer

Benutzeravatar
peer

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon peer » 12. Februar 2002, 12:56

Hi,
Matthias Esken schrieb:
>
> "peer" hat am 11.02.2002 geschrieben:
> Ob Malefiz mit etwa komplizierteren Regeln als "gutes
> Taktikspiel mit Tiefgang" zu bezeichnen ist wage ich doch zu
> bezweifeln.

dass Magalon nicht so beliebt ist, habe ich mittlerweile verstanden (wenn es mich allerdings überrascht), aber wieso Malefiz? Wie gesagt "Das Phantom" ist recht ähnlich, aber auch da...
Ausser das auch Mauern ("Sperren") vorkommen, kann ich eigentlich keine Parallelen entdecken: Kein Rauswerfen, kein Würfeln (bei Malefiz nicht unwichtig), Sperren gezielt auf Felder stellen und der Weg ist etwas freier. mmh, wie kommst du auf Malefiz?
Athos von Kramer war definitiv eine taktische Malefizvariante, die ich allerdings noch nicht gespielt habe, aber darum geht es hier nicht :-)
ciao,
Peer

Benutzeravatar
Jürgen Schmidt

Re: Untergegangene Spieleschätze: Minos

Beitragvon Jürgen Schmidt » 12. Februar 2002, 15:24

Marc Figel schrieb:
> Schoko&Co: schliese ich mich an.
> Super Wirtschaftsspiel!

Wenn dies Spiel von so vielen hochgelobt wird, dann muss ich das wirklich mal ausprobieren

Jürgen (Mag Schokolade eigentlich eher real)

Benutzeravatar
Arne Hoffmann

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Februar 2002, 15:29

Moin Peer!

Peer schrieb:
> Anno 4000 (Parker): Super Mechanismus, meines Wissens in
> keinem Spiel wieder aufgetaucht, tolles Strategiespiel.
> Leider verhinderten eine katastrophale Optik und ein
> unglückliches Spielziel (alle Mitspieler vernichten) einen
> Erfolg, den das Spiel zweifelsohne verdient hätte.

Bei Anno 4000 kann ich Dir nur zustimmen, auch wenn ich es bisher nur einmal habe spielen koennen. Der Mechanismus der Hyperraumbewegung ist wirklich genial - die Gegner koennen erahnen, was potentielle Ziele sind, sich aber nie ganz sicher sein. Ich hoffe auch schon instaendig, dass sich ein Verlag evtl. noch einmal dieses Spieles annimmt, ihm eine schoenere Grafik verpasst und evtl. auch die Spielziele aendert (da gibt es ja viele Alternativen).

Ein Spieleschatz, der erst im letzten Jahr untergegangen ist, ist fuer mich Njet!. Auf den ersten Blick wirkt es ja nur wie ein Stichspiel unter vielen. Kennt man erst einmal die subtilen Moeglichkeiten, so kann man sehr viel Einfluss auf den Spielverlauf und auf eine gute eigene Plazierung nehmen. Dass Goldsieber gerade dieses Spielchen aus seinem Programm nimmt, ist wirklich schade.

Ferner denke ich, dass aktuell Doge von vielen verkannt wird - zu dem Spiel gab es ja schon frueher einige Threads hier. Fuer mich ist es jedoch ein kurzweiliges Bluff-Spiel, das jedesmal aufs Neue Kribbeln hervorruft.

Tschoe,

- Arne -

Benutzeravatar
Stephan Zimmermann

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Stephan Zimmermann » 12. Februar 2002, 15:57

peer schrieb:

> Löwenherz ist wirklich sehr gut, ohne Zweifel! Aber
> Untergegangen? Immerhin gewann es doch den Deutschen
> Spielepreis!

Untergangen bedingt, dass es einmal oben war :-)
Andere Spiele müsste man als "nie entdeckt" bezeichnen.

Und seit dem DSP-Jahr hat man fast nix mehr gehört davon (und bei uns ist es auch nicht mehr auf den Tisch gekommen).

Stephan

Benutzeravatar
christof Tisch

Re: Spieleschätze Njet, Insider

Beitragvon christof Tisch » 12. Februar 2002, 16:15

Arne Hoffmann schrieb:

> Ein Spieleschatz, der erst im letzten Jahr untergegangen ist,
> ist fuer mich Njet!. Auf den ersten Blick wirkt es ja nur wie
> ein Stichspiel unter vielen. Kennt man erst einmal die
> subtilen Moeglichkeiten, so kann man sehr viel Einfluss auf
> den Spielverlauf und auf eine gute eigene Plazierung nehmen.
> Dass Goldsieber gerade dieses Spielchen aus seinem Programm
> nimmt, ist wirklich schade.

Rede und Gegenrede. Ich fand »NJET« schon immer überbewertet. Als es rauskam hat es ja überwiegend gut Kritiken bekommen und ist nun, wie ich finde, zu recht vergessen. Da jeder Spieler ein Mitspracherecht hat bei der Trumpfentscheidung erhebt jeder Einspruch um entweder das beste aus seinen Karten zu machen oder das Schlimmste zu verhindern (was irgendwie auf das gleiche rauskommt). Das Ergebnis ist, dass niemand ein richtig gutes und niemand ein richtige schlechtes Blatt hat. Also spielen sich die Stichrunden immer ziemlich »lauwarm«. Überraschende Kombinationen oder ein Superblatt zwischendurch (wie zum Beispiel bei TICHU) gibts eigentliche nie.

Ansonsten sollte man hier und da die Kirche im Dorf lassen. »DRUNTER & DRÜBER« als vergessen zu bezeichnen bei einer Auflage von, blind geschätzt, 400 000 ist ja wohl nicht realistisch, zumal das Spiel immernoch im Programm ist. Ebenso KREML welches natürlich schon einige Jahre auf dem Buckel hat und sicher nicht mehr so häufig gespielt wird aber vergesse ist es deswegen nicht. Es geht ja eher um Spiele, die mal aufgetaucht sind und auch bei der Veröffentlichung kaum ein Echo bekommen haben.

Vor einigen Wochen habe ich eine alte FAIRPLAY gelesen in der INSIDER von Gerhard Kodis (<-richtig geschrieben?) damals bei Piatnik erschienen, als sehr gut eingestuft wurden. Kennt das jemand und kann es bestätigen?

Gruß Christof

Benutzeravatar
hajo

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon hajo » 12. Februar 2002, 16:40


> Außer dem schon erwähnten [b] "Quo Vadis" [/b] von Reiner
> Knizia (astreines Verhandlungsspiel für Interaktionshungrige,
> mit prachtvollem Vohwinkel-Design) möchte ich noch an Sid
> Sacksons spannendes und äußerst clever konzipiertes
> Edelsteintauschspiel [b] "Bazaar" [/b] erinnern.

Bazaar! Richtig! Das war echt Klasse und erfüllt wohl alle Bedingungen, die es für dieses Thema gibt...

Gruss,

Hajo

Benutzeravatar
Lutz

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Lutz » 12. Februar 2002, 16:56

Hi!

Mit Interesse habe ich die Beiträge zu den "untergeganenen Spielen" gelesen und kann vielen zustimmen, besonders MINOS und VERNISSAGE. Selber möchte ich aber auch noch ein paar Spiele nennen:

RÖMER (Hexagames), ziemlich geniales Kartenspiel um die Zusammenstellung von römischen Streitwagen von Rudolf Ross aus der "schwarzen Serie". Haben wir früher sehr gerne gespielt und war immer spannend, leider nur zu viert optimal.

MAESTRO (Hans im Glück), sehr schönes Legespiel um Konzerte und Musiker von Rudi Hoffmann. Erschien im gleichen Jahr wie sein Spiel des Jahres CAFE INTERNATIONAL, und es gibt Leute, die MAESTRO für deutlich besser halten.

GOLD CONNECTION (Schmidt), von Sid Sackson. Auch immer gerne gespielt worden, weil man hier das Glück so schön herausfordern kann.

MODERN ART (Hans im Glück), tolles Versteigerungsspiel um Künstler und deren Kunstwerke von Reiner Knizia. Warum das Spiel immer eine Art Insidertip geblieben ist kann ich mir nicht erklären, für mich einer der Top-Titel von Knizia.

DEMON TOWERS (Heidelberger), muss ich hier erwähnen weil wir's eine Zeit lang sehr oft gespielt haben und es wirklich einige sehr interessante Elemente hat. Ein Fantasyspiel um die Eroberung von Türmen mit Armeen verschiedener Fabelwesen. Leider ist es mir nie vergönnt gewesen das Spiel mal zu gewinnen, das kann ich aber nicht unbedingt dem Spiel anlasten.

THE GREAT KHAN GAME (TSR), das war der Renner schlechthin. Ein Import-Fantasykartenspiel von Tom Wham (Kings & Things) und Richard Hamblen (Merchant Of Venus) in leider schlechter Qualität. Das habe ich mit Spielgruppen gespielt, mit Nicht- und Wenigspielern, und es waren hinterher immer alle begeistert. Hier hoffe ich schon seit Jahren auf eine Neuauflage in guter Qualität.

Bis dann...
Lutz

Benutzeravatar
Carsten Wesel

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Carsten Wesel » 12. Februar 2002, 17:49

"Lutz" hat am 12.02.2002 geschrieben:

> THE GREAT KHAN GAME (TSR), das war der Renner schlechthin.

Ich habe es letzten Freitag versucht, bin aber beim Vorlesen der Regeln fast eingeschlafen, so daß ich dann darauf verzichtet habe, mitzuspielen und den Heimweg angetreten habe.
Hinterher sagte man mir, daß ich ein gutes Spiel verpasst habe. Ich bin mir da aber noch nicht sicher...

Gruß Carsten (spielt selten, um besser einschlafen zu können)

Benutzeravatar
Ulrich Schumacher

[OT]: (Gar Nicht) Untergegangene Schätze zum Spielen

Beitragvon Ulrich Schumacher » 12. Februar 2002, 18:48

Matthias Esken schrieb:
>
> "Carsten Wesel" hat am 12.02.2002 geschrieben:
>
> > Gruß Carsten (der auch einen Schatz hat)
>
> Fein. Dann komm' ich mal zum Spielen vorbei. :-)

Du solltest dich was schämen: Du hast doch mindestens zwei äußerst nette Schätze zum Spielen daheim! ;-)


Grüße

Uli

Benutzeravatar
Erhard Portner

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Erhard Portner » 12. Februar 2002, 19:12

Jost Schwider schrieb:
>
> "Drunter & Drüber"
> Genial einfache Regeln mit (bei 2 Spielern!) unheimlichen
> Tiefgang.
> Dafür werde ich wieder gelyncht werden... :-/ ;-)
>

Nein, dafür kann man Dich ob des guten Spielegeschmacks nur loben! "Drunter & Drüber" halte auch ich für ein sehr unterhaltsames und fast geniales Spiel. (Ich hätte mir allenfalls vielleicht eine etwas andere Grafik gewünscht.)

Ich weiß aber nicht, ob man "Drunter & Drüber" als "untergegangenen Spieleschatz" bezeichnen kann. Immerhin war "Drunter & Drüber" 1991 - m.E. völlig zu Recht! - Spiel des Jahres und hatte seinerzeit auch beachtlichen Erfolg.

Ich spiele übrigens auch heute "Drunter & Drüber" immer noch sehr gerne.

Mit verspielten Grüßen
Erhard

Benutzeravatar
Lutz

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Lutz » 12. Februar 2002, 19:32

Hi Carsten!

Wie so oft bei komplexeren Importspielen macht die Spielregel auch "THE GREAT KHAN GAME" nicht eben leicht zugänglich. Man muss sich bei den ersten 2 oder 3 Partien schon etwas durchkämpfen, aber wenn man die Funktionen und Möglichkeiten der einzelnen Karten kennengelernt hat ist es recht leicht zu spielen. Gibt es in der Runde einen oder sogar mehrere Spieler, die das Spiel erklären können, so haben auch Neulinge einen leichten Zugang. Ich habe es wirklich öfter gespielt als etwa 95% meiner anderen Spiele, weil es halt eine Zeit gab, wo es an jedem Spieleabend von jemandem vorgeschlagen wurde (ist allerdings schon lange her) und es war immer wieder lustig (man muss natürlich das Thema mögen) und aufs Neue interessant weil man mit immer anderen Kartenkombinationen konfrontiert war. Auch Leuten, die mal garkein Kartenglück und deswegen nur geringe Siegchancen hatten waren am Ende nie enttäuscht.
Ich habs sogar mal an eine Gruppe Nichtspieler (mein Bruder und seine Computerfreunde) ausgeliehen, die sonst nur vor dem Computer sitzen und eigentlich nie Brettspiele spielen. Kommentar danach: "Das ist toll, wo kann man denn sowas legal erwerben?"

Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du wirklich mal mitspielen!

Bis dann...
Lutz

Benutzeravatar
peer

Re: Spieleschätze Njet, Insider

Beitragvon peer » 12. Februar 2002, 20:31

Hi,
christof Tisch schrieb:
>> Rede und Gegenrede. Ich fand »NJET« schon immer überbewertet.
> Als es rauskam hat es ja überwiegend gut Kritiken bekommen
> und ist nun, wie ich finde, zu recht vergessen. Da jeder
> Spieler ein Mitspracherecht hat bei der Trumpfentscheidung
> erhebt jeder Einspruch um entweder das beste aus seinen
> Karten zu machen oder das Schlimmste zu verhindern (was
> irgendwie auf das gleiche rauskommt).
Vor allem sind die Farben zu kurz, wenn jeder (womöglich gleich 2) Karten drücken kann. Ich spiele lieber Mü. Aber wie gesagt, ist ja auch ein bisschen Geschmackssache

> Ansonsten sollte man hier und da die Kirche im Dorf lassen.
> »DRUNTER & DRÜBER« als vergessen zu bezeichnen bei einer
> Auflage von, blind geschätzt, 400 000 ist ja wohl nicht
> realistisch, zumal das Spiel immernoch im Programm ist.

Ich hätts nicht ganz so undiplomatisch ausgedrückt :-) Aber du hast recht: Es ging mir natürlich auch darum auf unbekannte Spiele aufmerksam zu werden. Vielleicht habe ich mich da aber auch unklar ausgedrückt. Und es sind ja auch noch Menge Geheimtipps (Max X, Minos, Schoko & Co...) gefallen.

> Vor einigen Wochen habe ich eine alte FAIRPLAY gelesen in der
> INSIDER von Gerhard Kodis (<-richtig geschrieben?) damals bei
> Piatnik erschienen, als sehr gut eingestuft wurden. Kennt das
> jemand und kann es bestätigen?
Ich habe es nie gespielt, die Regeln haben mich aber nicht umgehauen Aber das kann natürlich täuschen.
ciao,
Peer

Benutzeravatar
PetraL.

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon PetraL. » 12. Februar 2002, 20:41

Hallo peer,

zu den von dir genannten untergegangenen Spieleschätzen:
Bei Anno 4000 muss ich dir unbedingt beipflichten - sicher eines der besten Spiele überhaupt; wahrscheinlich ist es daran gescheitert, dass man sich den Spielplan dreidimensional als Quader vorstellen muss - und räumliches Vorstellungsvermögen hat man oder hat man nicht.
Aus meiner Sicht wären da noch erwähnenswert:
- grass: Ein Kartenauslegespiel (überflüssigerweise zum Thema "Drogenhandel"),
das bei uns als Import-Spiel mit deutscher Spielregel erschienen ist. Das Geniale
dabei: Die Karten, die man benötigt, kann man oft nur bekommen, wenn man
verdeckt mit den Mitspielern tauscht, wobei man diese aber auch betrügen kann
(und manchmal sogar muss). Ein ziemlich fieses Spiel, genauso wie....
... Conflix (ASS, 1989): ebenfalls absolut hinterhältig, denn die Spielsteine können
nur in Gruppen vorankommen, innerhalb der Gruppen darf aber geschlagen
werden. Deswegen kommen bald dunkle Gedanken und böse Pläne ins Spiel.
Conflix ist mir deshalb noch in guter Erinnerung, weil es unseren Spielekreis
damals ziemlich dezimiert hat...

Petra,
die neugierig auf weitere untergegangene Schätze ist. (Vielleicht sollte man/frau wirklich einmal eine Liste zusammenstellen.

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 12. Februar 2002, 21:13

Als ich eben meinen Blick übers Spieleregal schweifen ließ, ist mir noch ein Spiel aufgefallen, daß m.E. zu Unrecht in Vergessenheit geraten scheint: JANUS von Rudi Hoffmann (Spear-Spiele 1975). Das macht immer noch Spaß!

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 12. Februar 2002, 21:19

>> ... kommen dunkle Gedanken und böse Pläne ins Spiel ...


>> Conflix ist mir deshalb noch in guter Erinnerung, weil es
>> unseren Spielekreis damals ziemlich dezimiert hat...

Ooops! Wenn die Gedanken und Pläne so dunkel sind, daß nicht alle Spieler überleben, sollte man es lieber nicht so oft spielen ... es ist so schon schwierig genug, die Spieleabende mit Leben zu füllen ... :grin:

Benutzeravatar
Erhard Portner

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Erhard Portner » 12. Februar 2002, 21:26

Hallo,

ich habe mal folgende Liste mit Spielen zusammengestellt, die aus meiner Sicht zum Thema passen:

Bazaar von Sid Sackson
Cartino von D. F. Oudolf
Code 777 von Robert Abbott
Corner von Sid Sackson
Dallas von Phil Orbanes
Das Agenten Comptoir von Gerald Noack
Sleuth von Sid Sackson
Monad von Sid Sackson
Executive Decision von Sid Sackson
Fibonacci von Thomas Naylor
Forma von H. J. Geesink
Forum Romanum von Wolfgang Kramer
Gold Connection von Sid Sackson
Havannah von Christiaan Freeling
Janus von Rudi Hoffmann
Licht und Schatten von Klaus Teuber
Maestro von Rudi Hoffmann
Marrakesch von Prince Joli Kansil
McMulti von James J. St. Laurent
Mentalis von Adam Godfroy
Metropolis von Sid Sackson
Millionenspiel von Rüdiger Koltze
Mister Zero von Rudolf Schweikert & Wilfried Bauer
Sindbad von E. Duchatel, J. P. Postel und Jean Vanaise
Spiel der Türme von Rudi Hoffmann
Steppe von David M. Rea
Strike it Rich von Phil Orbanes
Timberland von Klaus Teuber
Towers of Hamburg von Benjamin Soberekon
Venture von Sid Sackson.

Mit verspielten Grüßen
Erhard

Benutzeravatar
MS

Re: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon MS » 12. Februar 2002, 23:10

Kennt jemand noch "Der Feuersalamander" (noris)? Mir hat das Spiel immer sehr gut gefallen. Auch die Aufmachung ist hübsch. Allerdings ist es jetzt lange Zeit nicht mehr auf unserem Spieletisch aufgetaucht. Vielleicht verkläre ich es auch ein wenig in meiner Erinnerung: Ich habe es damals von meiner Frau zum Geburtstag bekommen, obwohl ich es (und den Titel) zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte. Dabei war ich immer sehr gut über Neuerscheinungen auf dem Laufenden.

Ein weiterer Titel, der mir zu den "untergegangenen Schätzen" einfällt ist "Favoriten". Wie ist eure Meinung zu diesen beiden von mir genannten Schätzchen?
MS

Benutzeravatar
Roman Pelek

Re: Spieleschätze Njet, Insider

Beitragvon Roman Pelek » 13. Februar 2002, 02:48

Hi Christof,

christof Tisch schrieb:

> Rede und Gegenrede. Ich fand »NJET« schon immer überbewertet.
> Als es rauskam hat es ja überwiegend gut Kritiken bekommen
> und ist nun, wie ich finde, zu recht vergessen. Da jeder
> Spieler ein Mitspracherecht hat bei der Trumpfentscheidung
> erhebt jeder Einspruch um entweder das beste aus seinen
> Karten zu machen oder das Schlimmste zu verhindern (was
> irgendwie auf das gleiche rauskommt). Das Ergebnis ist, dass
> niemand ein richtig gutes und niemand ein richtige schlechtes
> Blatt hat. Also spielen sich die Stichrunden immer ziemlich
> »lauwarm«. Überraschende Kombinationen oder ein Superblatt
> zwischendurch (wie zum Beispiel bei TICHU) gibts eigentliche
> nie.

Das ist richtig - aber ist es schlecht? Ist eine Runde eines Stichspiels mit einem Spieler, der ein überragendes Blatt hat, spannend? Ich empfinde es eher als öde, weil ich da am liebsten mein Blatt hinschmeißen würde und sagen: "Nimm die Punkte, nächste Runde bitte". Zudem ist ein reines Superblatt reine Glückssache. "Njet" relativiert sowas m.E. auf angenehme Weise, es versetzt die Spieler, gleich welches Blatt sie haben, in die Zwänge, dieses auch durchzusetzen. Zudem gibt's den Aspekt, dass man darauf achten muss, mit wem man zusammen spielt, man kann sehr viel aus den Platzierungen der Steine lesen (sofern man's will ;-) ). Kurzum: in meinen Augen kommt's bei "Njet" noch mehr darauf an, spielerisch zu glänzen als bei vielen anderen Stichspielen, wo einem das Kartenglück auch mal todsichere Blätter oder Nullrunden zuschanzen kann. Außerdem und hauptsächlich find ich's 'ne Riesengaudi, den anderen ihr Blatt im Vorfeld zu vermiesen :)

Um's mal im Sinne einer fruchtbaren Diskussion sehr ketzerisch auf die Spitze zu treiben: ich halte "Njet" für unterbewertet, "Tichu" für überbewertet... Prinzipiell würde ich beide Spiele für mich persönlich gleich gut bzw. gleich sehr gut bewerten, die "Tichu"-Manie und die "Njet"-Vergessenheit wundert mich persönlich in diesen Extremen schon...

> INSIDER von Gerhard Kodis (<-richtig geschrieben?) damals

Da Du fragst: "Kodys". Aber dieses Spiel von ihm kenne ich leider nicht.

Um der Diskussion "Spieleschätze" was beizusteueren: ich halte "Vino" von Christwart Conrad für eines der am meisten unterbewerteten Spiele der letzten Zeit, es mag eine der Spielvorbereitung wenig dienliche Grafik haben und nicht unbedingt "authentisch" sein, aber ansonsten halte ich es spielerisch für exzellent und deutlich besser als das zumeist höher bewertete "Pfeffersäcke"...

Ciao,
Roman

Benutzeravatar
Roman Pelek

Der Feuersalamander

Beitragvon Roman Pelek » 13. Februar 2002, 03:08

Hi MS,

> Kennt jemand noch "Der Feuersalamander" (noris)? Mir hat das
> Spiel immer sehr gut gefallen. Auch die Aufmachung ist
> hübsch. Allerdings ist es jetzt lange Zeit nicht mehr auf
> unserem Spieletisch aufgetaucht. Vielleicht verkläre ich es
> auch ein wenig in meiner Erinnerung.

M.E. ist die Sache mit dem "Feuersalamander" Verklärung. Es ist prinzipiell von der Konzeption her ein sehr schönes Deduktionsspiel mit gutem Material und Atmosphäre, aber die Wertung und der Spielmechanismus kranken an einigen Ecken und Enden.

Zum einen variiert die Punktezahl, die man für einen deduktiv herbeigeführten "Drilling" erzielt, zwischen 1 und 84, was eine zu große Spanne für eine relativ glücksabhängige Punktwertung ist. Dies führt dazu, dass ein Spiel 15 Minuten oder 3h dauern kann, je nachdem, ob man 49, 84, 85 oder sonstwelche Punktzahlen ansetzt und wie das Spiel verläuft.

Zudem ist die Sache mit dem Verlies und dem Freikommen ein zweischneidiges Schwert: Mitspieler, die schnell und zur rechten Zeit freikommen, können durch Auflösen des richtigen "Drillings" viele Punkte machen, andere würfeln 4,5,6 Runden lang ohne Erfolg und sind vollkommen vom Spiel ausgeschlossen...

Kurzum: ich halte den Feuersalamander für arg verklärt, auch wenn die Idee zum Spiel sowie die Atmosphäre (neben der Grafik z.B. mit dem Rätsel im Spielplanrand) brillant sind. Nur krankt die Umsetzung mindestens an zwei Punkten, namentlich der Wertung und dem Verlies. Sowas ist zumindest heutzutage zu Recht nicht mehr "up to date", da mag der "Spieletest im Radio 1987" noch so anders urteilen :)

Ciao,
Roman (der den Feuersalamander von der Idee her sehr mag, aber hier Hausregeln einführen würde...)

Benutzeravatar
Jost Schwider

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Jost Schwider » 13. Februar 2002, 07:57

"Erhard Portner" hat am 12.02.2002 geschrieben:

>> "Drunter & Drüber"
>> Dafür werde ich wieder gelyncht werden... :-/ ;-)
>
> Nein, dafür kann man Dich ob des guten Spielegeschmacks
> nur loben!

:-)) :-)) :-))

> Ich hätte mir allenfalls vielleicht eine etwas
> andere Grafik gewünscht.

Ich dagegen finde die Grafik klasse so wie sie ist (wir sprechen natürlich über die erste Auflage, nicht wahr? ;-) )

> Immerhin war "Drunter & Drüber" 1991 - m.E. völlig
> zu Recht! - Spiel des Jahres

100% ACK.

> Ich spiele übrigens auch heute "Drunter & Drüber" immer
> noch sehr gerne.

Dito.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

Benutzeravatar
Jost Schwider

RE: Untergegangene Spieleschätze

Beitragvon Jost Schwider » 13. Februar 2002, 07:57

"Erhard Portner" hat am 12.02.2002 geschrieben:

> ich habe mal folgende Liste mit Spielen zusammengestellt,
> die aus meiner Sicht zum Thema passen:
> [Riesenliste]

:-O :-? ;-)

Welche dieser Spiele sind nun [b]besonders[/b] hervorzuheben?
Nenne maximal fünf! :-D

Viele Grüße
Jost aus Soest (mag lieber Qualität als Quantität, nicht nur beim Essen - oder muss das jetzt "in Essen" heißen? :-) )


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste