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Warum Spiele untergehen - war: untergegangene Spieleschätzchen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bettina

RE: Guter Vergleich

Beitragvon Bettina » 15. Februar 2002, 13:18

"Carsten Wesel" hat am 15.02.2002 geschrieben:


> Gruß Carsten (der weiß, daß dieser - wie jeder - Vergleich
> hinkt)

Hallo miteinander,

ich finde nicht wirklich, dass der Vergleich hinkt. So was in der Art ging mir auch durch den Kopf, als ich Michaels Anfrage las ;-)
Und hier lebt wieder die alte, wohl ewig geführte Diskussion neu auf:
-Was macht ein Hobby aus?
-"Wieviel" braucht man dafür?
-Wann ist es genug?

Wie weiter unten ("Nie zu viel") beschrieben, zackere ich da seit Urzeiten speziell mit meinem Papa `rum :-(
In der Kinderzeit hatte ich seiner Meinung nach genug "Material", um mit meiner Barbie zu spielen, da konnte die Wunschliste noch so lang sein.
Dann in der Jugendzeit lösten die Schallplatten den "Kinderkram" ab ("Aber Kind, was willst Du denn mit soviel Schallplatten, die kannst Du doch gar nicht alle hören")
Und derzeit ist es eben die Spielesammlung :-))

Egal welches Hobby, irgendwann hat der Begeisterte "mehr als genug" und trotzdem fehlt oft noch genau [i]das eine ..... (Spiel, Buch, oder...) [/i]

Ich habe ein schlechtes Gewissen abgelegt, verteidige mich und mein Hobby auch nicht mehr. Was soll, ich lebe darin auf und bin´s zufrieden.
Ich schüttel auch nicht den Kopf über Menschen, die Dinge aufheben, die ich längst entsorgt habe ;-)

Wobei natürlcih nicht auszuschliessen ist, dass ich irgendwann in einem überfüllten Kinderzimmer stehe, den Kopf schüttel und die Worte "Aber Kind...." murmel :lol:

Gruss
Bettina (klar bin ich bluna - und nicht nur ein bisschen :lol: )

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Bettina

RE: Nie zuviel

Beitragvon Bettina » 15. Februar 2002, 13:23

Jost Schwider schrieb:
>
> "Bettina" hat am 14.02.2002 geschrieben:
>
> > Das drucke ich mit Deiner werten Erlaubnis aus, und lege es
> > meiner lieben Verwandtschaft vor. Da heisst es nämlich
> > meist nach einem Blick auf meine Wunschliste zu Geburtstag
> > oder Weihnachten :"Sag mal, hast Du nicht langsam genug
> > Spiele?" :-|
>
> Och, sooo viele Spiele sind es doch gar nicht...

[b]GENAU[/b] :-))

> (Oder hast du einen riiieeesigen Keller?) ;-)
> (Oder habe ich ein Zimmer nicht gesehen?) :LOL:

Zweimal nein.
Aber für´s Haus eine Regalerweiterung rausgeschlagen ;-)

Liebe Gruesse
Bettina

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Bettina

RE: Äh...

Beitragvon Bettina » 15. Februar 2002, 13:25

Bettina schrieb:
> Wie weiter unten ("Nie zu viel") beschrieben,

:oops:
[i]weiter oben[/i] natürlich :evil:

Gruss
Bettina (weiss nicht immer, wo oben und unten ist :lol: )

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Roman Pelek

Re: Warum Spiele untergehen - war: untergegangene Spieleschätzchen

Beitragvon Roman Pelek » 15. Februar 2002, 13:27

Hi Poque,

Poque schrieb:

> Habt ihr einfach zu viele Spiele?

Nö - nur zu wenig Platz ;-)

> Spielt ihr am liebsten doch Neuheiten?

Nicht am liebsten, aber natürlich reizt das Neue durchaus, wenn auch manchmal nur eine Partie lang :)

> Sind die Regeln zu kompliziert als dass man sofort einen
> Einstieg ins Spiel schafft?

Normalerweise nicht. Bei komplexen Strategiespielen ist allerdings manchmal schon die Hürde da, dass man Vorbereitungszeit braucht und es allen Spielern (nochmal) erklären muss, so dass viele dieser Spiele leider seltener gespielt werden als sie es verdient haben...

> Fehlen die passenden Mitspieler?

Meist nur für die richtig komplexen Spiele...

> Sind Spiele wie Bücher - ein Mal gespielt, für gut (oder
> schlecht) befunden und dann zum Verstauben ins Regal?

Normalerweise nicht, auch nicht so tolle Spiele bekommen schon 'ne 2. und 3. Chance (ganz üble, seltene Ausnahmen mal ausgenommen), generell wird das meiste aber immer wieder gespielt.

> Noch ein anderer Aspekt: Werden Spiele nicht über die Jahre
> verklärt?

Mit Sicherheit häufig. Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass es verschiedene Ursachen haben kann:

- Manche Spiele entwickeln sich aus vollkommen irrationalen Gründen oder persönlichen Erinnerungen zum "Kult"
- Manche Spiele waren damals wegweisend und halten sich deshalb lange, sind aber heute mehr von nostalgischem Wert als aktuell "up to date".
- Vieles hat man früher auch aus Ermangelung an guten Alternativen häufig gespielt und seinen Spass daran gehabt, heutzutage würd's aber vermutlich eher untergehen.

Dennoch gibt's natürlich Klassiker, die auch heute noch jenseits persönlicher Verklärung einfach richtig gut sind :-) Als Probe hilft da immer, seine eigenen Favoriten mal mit Unbedarften zu spielen, die sind da viel härter und unabhängiger im Urteil :)

Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

RE: Äh...

Beitragvon Carsten Wesel » 15. Februar 2002, 13:56

"Bettina" hat am 15.02.2002 geschrieben:

> Bettina (weiss nicht immer, wo oben und unten ist :lol: )

Das ist in den Zeiten, seit wir SO-OR haben, auch ein Problem.
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=6&i=1574&t=1572

Gruß Carsten (der mal wieder was angerichtet hat.)

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Marten Holst

RE: Guter Vergleich

Beitragvon Marten Holst » 15. Februar 2002, 14:00

Moinle,

> > Gruß Carsten (der weiß, daß dieser - wie jeder - Vergleich
> > hinkt)
>
> Hallo miteinander,
>
> ich finde nicht wirklich, dass der Vergleich hinkt. So was in
> der Art ging mir auch durch den Kopf, als ich Michaels
> Anfrage las ;-)

Obwohl ich schon denke, dass der Vergleich ein wenig so humpelt, wie ein Wallach vor der Notschlachtung, kann ich es aber gut verstehen.

> Egal welches Hobby, irgendwann hat der Begeisterte "mehr als
> genug" und trotzdem fehlt oft noch genau [i]das eine .....
> (Spiel, Buch, oder...) [/i]

Genau: Da war doch noch dieser eine großartige Videofilm, den ich damals mit Päivi gesehen hatte, die eine CD, die mit den ganzen Stücken von dieser Weltklasse Silvesterparty, das eine Buch (ich hab eh schon alle anderen von dem Autor), das eine Spiel, damit die Alea-Gesichter komplett sind.

> Dann in der Jugendzeit lösten die Schallplatten den
> "Kinderkram" ab ("Aber Kind, was willst Du denn mit soviel
> Schallplatten, die kannst Du doch gar nicht alle hören")

Ist Dein Papa irgendwie mit dem meinen verwandt? ("Junge, Du hast jetzt 100 CDs, so viele braucht man doch gar nicht")

> Ich schüttel auch nicht den Kopf über Menschen, die Dinge
> aufheben, die ich längst entsorgt habe ;-)

Manchmal würde ich die Dinge ja selber gerne aufheben, aber manchmal gewinnt auch die Vernunft gegen den Sammeltrieb, sodass all die Spiegel und Huddle doch irgendwann den Weg ins Altpapier finden, auch wenn da dieser eine Artikel irgendwann fehlt (und archivieren will ich es eh nicht...)

> Wobei natürlcih nicht auszuschliessen ist, dass ich
> irgendwann in einem überfüllten Kinderzimmer stehe, den Kopf
> schüttel und die Worte "Aber Kind...." murmel :lol:

"Aber Kind, Du hast doch schon drei Legosteine in verschiedenen Farben. Probier erst mal alle Methoden aus, die zusammenzustecken" :-)

Tschüß
Marten (ist zwar XY, sammelt aber eher XX)

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Jost Schwider

RE: Nie zuviel

Beitragvon Jost Schwider » 15. Februar 2002, 15:12

"Bettina" hat am 15.02.2002 geschrieben:

>> Och, sooo viele Spiele sind es doch gar nicht...
>
> [b]GENAU[/b] :-))

100% Genau! ;-)

>> (Oder hast du einen riiieeesigen Keller?) ;-)
>> (Oder habe ich ein Zimmer nicht gesehen?) :LOL:
>
> Zweimal nein.
> Aber für´s Haus eine Regalerweiterung rausgeschlagen ;-)

:-O Wie, [i]kein[/i] ganzes Spielzimmer? :-?

Bei unserer gerade erworbenen "Haushälfte" haben wir uns ein wunderschönes Esszimmer eingerichtet. Das denkt Simone tatsächlich...
In Wirklichkeit ist dies natürlich ein Spielzimmer! :-D

Viele Grüße
Jost aus Soest (Spielt und ißt gerne)

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Bettina

RE: Spielzimmer

Beitragvon Bettina » 15. Februar 2002, 16:04

Jost Schwider schrieb:
> :-O Wie, [i]kein[/i] ganzes Spielzimmer? :-?

[i]Mein[/i] Zimmer wird mein Spieleregal nebst Tisch und Stühlen zum Zocken beherbergen, aber vermutlich werde ich dort auch eine Ecke für mein
[i]Zweit[/i]hobby "Basteln" einrichten.
Also ein Kreativzimmer :lol:

> Bei unserer gerade erworbenen "Haushälfte" haben wir uns ein
> wunderschönes Esszimmer eingerichtet. Das denkt Simone
> tatsächlich...
> In Wirklichkeit ist dies natürlich ein Spielzimmer! :-D

:lol:

Gruss
Bettina (die sich hoffentlich das essende Spielzimmer dies Jahr noch anschaut - oder doch das spielende Esszimmer :-? )

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Roman Pelek

Filme vs. Spiele

Beitragvon Roman Pelek » 20. Februar 2002, 02:22

Hi Carsten,

um den Spass hinkender Vergleiche aufrechtzuerhalten: bei Filmen habe ich noch ein ganz anderes Problem - ich schaue mir ca. 0,5% der Filme, die ich sehe, binnen absehbarer Zeit ein zweites Mal an. Und das sind auch nur die abgedrehten, spinnerten Werke, die man beim ersten Mal nicht wirklich versteht oder erfasst... Genauso geht's mir bei Büchern, es muss schon wirklich sehr komplex oder "künstlerisch" sehr ansprechend sein, damit ich demselben "Plot" zweimal kurz hintereinander folgen mag. Anders geht's mir bei Musik, da kann ich ein gutes Album auch 30x hintereinander hören, aber das ist für mich persönlich auch etwas, wobei's primär um eingefangene Stimmungen denn um Handlung geht...

Zurück zum Thema: ein Brettspiel, mögen Mechanismen und Material immer gleich sein, ist jedes Mal ein anderes Erlebnis, selbst mit den selben Mitspielern. Nichts ist von vorneherein klar, jedesmal kommt auf andere Weise Spannung auf. Somit ist für mich der "Wiederverwendungswert" bei Spielen extrem hoch für's Geld im Vergleich z.B. zu einem Kinofilm. Wenn man ein durchschnittliches Brettspiel nur dreimal spielt hat sich's schon genauso rentiert wie ein Kinobesuch und sicher mehr als z.B. ein schönes Essen (ohne diesem seinen Reiz absprechen zu wollen :) ).

Die größte Crux beim Spielen ist nur der Platzbedarf: auf 1000 CDs oder DVDs kommen grade mal 50 große Spiele im knappen und teuren Wohnraum ;-)

Ciao,
Roman


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