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Spiel des jahres - mir egal ....

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marten Holst

RE: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Marten Holst » 13. Juli 2005, 18:46

Hi :-)

> Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was
> es sonst noch so an Spielen gibt?

Drei:

(1) Hase und Igel war in meiner Kindheit so das erste Spiel mit "Anpruch", bei dem ich merkte, es gibt mehr als Würfeln ohne viel denken (wie die ganzen Kinderspielklassiker). Das brachte mich etwas in Richtung von "abstrakten Denkspielen", aber auch dazu, mir Brettspiele zu wünschen. Auch wenn viele davon dann dem Anspruchsgedanken nicht mehr nahe kamen :-)

(2) Bei einem Abend "Spielen ohne Schach" in meinem Schachverein brachte jemand Shark mit, hier wurde ich infiziert, habe Runden mit solchen Spielen gesucht.

(3) Endgültig zu dem, der sich zu informieren sucht, Zeitschriften abonniert etc. hat mich tatsächlich das viel gescholtene Siedler gemacht.

Ergäbe 2/3 SdJ... und H&I ist *weil* SdJ in unserer Familie aufgetaucht. Ansonsten sind Sagaland (kam nicht so an) und Sherlock Holmes (um so mehr damals) dem Weihnachtsmann und dem Pöppel zu verdanken. Spiele, die mich auch prägten, ohne Pöppel wären wohl (außer Klassikern wie Schach, Romme, Doppelkopf...) Targui und Stratego.

Tschüß
Marten

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Marten Holst

RE: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon Marten Holst » 13. Juli 2005, 18:48

Moin,

Ich finde es auch immer doof, wenn "Auto des Jahres" irgend so eine Familienkutsche wird. Niemals ein ordentlicher Schlitten für uns Motorsportfans. Ich werde den Preis "Auto des Jahres" bei meinen Autokäufen nicht berücksichtigen.

Tschüß
Marten

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Gerhard Passler » 13. Juli 2005, 20:19

Hallo Tanja!

100 % Zustimmung zu Deinem Beitrag!!

Na gut, dann will ich mich mal outen. :cool:
Nach einem Jahrzehnt Funkstille, sprich Spiele-Pause, habe ich 1995 mit - viele werden jetzt staunen :grin: [b]Die Siedler von Catan[/b] wieder angefangen zu spielen und mich für Brett- und Kartenspiele zu interessieren.
Seit ein paar Jahren - und gegenwärtig mehr denn je - bin ich vom Spielevirus infiziert. Diese Erkrankung soll ja anscheinend unheilbar sein ... so jedenfalls wird unter Experten gemunkelt. :razz:

Verspielte Grüße

Gerhard

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der drei

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon der drei » 13. Juli 2005, 21:25

Interessant ist doch nur, ob bei den Spieleverkäufen der Preis an Bedeutung verliert. Anscheinend nicht, also ist er ein Erfolg.

Sorry, Insider und Kenner haben immer andere Vorlieben als Normalspieler, aber das ist überall so, bei Comics, bei Büchern, bei Teesorten, bei Restaurants und bei Fernsehsendungen. Ich finde weiterhin, man soll die breite Masse nicht dafür nich beschimpfen, dass sie zu den ganz anspruchsvollen Spielen greift. Ein Käufer ein Spieles, was von Insidern nicht ganz die Höchstwerte erhält, kann sich zum Beispiel in einem anderen Gebiet sehr gut auskennen. Vielleicht weiß er mehr über den genuß von Apfelsorten.
Was hier als "kommerzielle Spiele" verunglimpft wird, sind sicherlich Spiele, die populär sind und von Leuten gern gespielt werden. Das hat man zu respektieren, auch wenn man sich vielleicht ein höheres Niveau wünscht.

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Wolfgang

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Beitragvon Wolfgang » 13. Juli 2005, 22:36

Hallo,

auch wenn mein Posting eines von vielen Zustimmungspostings ist, so finde ich es hier wichtig. Ich habe seit langem hier im Forum keinen so präzisen und guten Beitrag gelesen. Hinzu kommt, dass ich ihn 100% teile.

Vielen Dank an Christian

Wolfgang

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Denis Fischer

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Denis Fischer » 13. Juli 2005, 23:15

Spiele in meiner Kindheit. Tja, das waren vor allem Vier Gewinnt, Treppauf Treppab (echt lustig, bereitete die Spieler auf das Leben "von heute" rin: Kochen, Putzen, Treppauf treppab) und Memory. So. Davon hat keins den Preis bekommen. 1983 ging es dann los mit den SdJ-Spielen. Kein Wunder, Mutti hatte ja auch keine wirkliche Ahnung von der Spielszene und ich war noch zu jung um einen Überblick zu bekommen und somit hat sie damals - wie viele Familien es auch noch heute - zu Recht - tun, aauf den roten Pöppel geachtet). Es folgten noch Heimlich & Co, aber dann kam ein laaaaange Pause.

Nachdem 1984 die ersten Computer erschwinglich wurden, traten Gesellschaftsspiele (leider) in den Hintergrund. Unterbrochen von Rommee, MäDn und Uno Partien. Später auch Skat.

1992 begann ich mir dann aber doch einen grösseren Überblick zu verschaffen und habe ihn seitdem immer ausgebaut. Aber ich habe NIE ein Spiel bewusst gekauft, weil es Spiel des JAhres ist. Ich habe mir oft die Spiele gekauft, die mich thematisch angesprochen haben. Bei einigen prankte dann später der Pöppel drauf, aber ich weiss nicht wie viele ich besitze ohne Pöppel! Zuletzt waren es einige Spiele, die ich mir schon bei Erscheinen zugelegt habe und die dann einen Preis bekommen haben: Carcassonne (noch das schöne alte Cover), Alhambra, Zug um Zug und zuletzt Niagara (letztes Jahr im Dezember). Alles Spiele, die man auch mit Wenig-Spieler-Freunde spielen kann.

So Mitte der 90er haben wir sehr oft El Grande und Risiko gespielt. Siedler war nie und wird auch nie mein Fall sein. Und doch muss man diesem Spiel, welches nun wirklich eines der komplexeren Spiele des Jahres der letzten Jahre (da fallen mir nur noch Tikal & Torres ein, die auch heute noch bei einigen "Freaks" beliebt sind, bei Familien aber wegen ihrer Komplexität weniger) ist zugute halte, dass es verdammt viele Menschen - Familien - zusammen an den Tisch geführt hat wie anno dazumals Monopoly und MäDn!.

Gute Familienspiele, wirkliche Familienspiele, gibt es heute leider sehr wenige. Da liegen die "Klassiker" in den Regalen wie "Spiel des Lebens", "Mankomania", "Hotel" uvw, alles Familienspiele ohne Auszeichnung aber oft mit besseren Absatzzahlen als Spiele des Jahres. Spätestens mit 14 werden diese dann aber zum Grossteil uninteressant (persönliche Meinung).

Als ich Niagara kennenlernte, war es für mich von vornherein ein potentieller Kandidat und im Nachhinein bin ich froh, mit meiner Einstellung richtig gelegen zu haben. Auch Alhambra war für mich so ein potentieller Kandidat.

Imho sind die Entscheidungen, die die SdJ Jury trifft, nicht weit von meiner Einstellung entfernt. Was aber jetzt nicht heisst, dass ich die SdJ Spiele hochloben will. Puerto Rico, Goa, Amun Re, Robo Rally, Camelot - alles Spiele, die ich sehr sehr gerne auch spiele. Es kommt halt auf die Lust und Zeit an.

So. Das war der längste Thread, den ich je geschrieben habe. Schluss. Aus. Morgen darf ich mich wieder mit Spielen rumschlagen.

Denis - der auch mal gern ein schwarzes Schwert nach Camelot legt und die Kolonisten in die Pyramiden verbannt, während er Gewürze in St. Petersburg verkauft.

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 14. Juli 2005, 00:08

Tanja Schroedel schrieb:
>
> Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was
> es sonst noch so an Spielen gibt?

Bei mir war es [b]Res Publika[/b]. Ich weiß nicht mehr genau, wann das gewesen ist, aber nachdem ein Freund es mal mitgebracht hatte (zu einem Live-Spieleabend, nachdem wir ja pbm schon so viel spielten), musste ich das unbedingt haben.
Ein paar Jahre tat sich sonst nicht viel mit Spielen, evtl. mal hier eins, mal dort, aber nicht wirklich bemerkenswert. Als ich dann in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, hatte ich plötzlich Platz. Dieser Platz wurde dann mit Spielen gefüllt, die so nach und nach Einzug hielten. DSvC waren es bei mir somit sicher nicht, denn die stehen hier noch ohne Logo, es war (die paar Jahre früher) Res Publika und da ist [b]kein Logo[/b] drauf...

Gruß Carsten (der letztens einen Themenabend hatte: "Spiele von Autoren, die schon mal den Titel SdJ errungen haben - ihre anderen Spiele".)


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