Beitragvon Günter Cornett » 31. Juli 2006, 18:11
Niccolo schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > Bitte großer Meister, klär uns doch mal auf, wie wir darüber
> > zu denken haben!
>
> Prinzipiell mag ich den Ansatz - doch les ich noch immer
> einen etwas patzigen Unterton da heraus.
Tja, wenn du das magst, dann sollte 'Reglementierungshilfssherrifs' wohl ein Lob sein keine Kritik? Und du der Sherrif?
Unsereiner jedenfalls verwendet recht fleißig den Konjunktiv und auch das 'imho' während du voller Überzeugung feststellst: 'Das ist der Sinn der Bewertungen'.
:D
> > Es geht hier um die These, dass manche ein Spiel unabhängig
> > von dem Spielspaß mit einer 1 bewerten, im konkreten Fall
> > weil sie den Autor nicht mögen.
>
> Jein.
>
> Ja - und darüber gibt es keine Kontroverse zu führen, da sind
> wir einer Meinung => Eine "Meta-Wertung" hat da nichts verloren.
> &
> Nein - darüber hinaus sind wir uns uneins, was die Benotung
> auf BGG ausdrücken soll. Eine rezessionstaugliche Wertung
> (deine Sicht) oder persönliche Wertung (meine Sicht) ... also
> zumindest ich sprach den Strang eher davon, deshalb auch die
> Subjecterweiterung.
Aber was soll dabei der Hilfssherrifvorwurf?
Wären wir nicht unterschiedlicher Meinung würden wir nicht darüber diskutieren.
> > Hendrik nennt das 'wider besseres Wissen'.
>
> Da lass ich mich gerne korrigieren - aber so wie ich das las
> und lese, gang 'wider besseres Wissen' gegen den Akt einer
> 1er-Bewertung allgemein (gar gegen renomierte Spiele).
Nicht allgemein, aber gegen renommierte Spiele.
> > Ich nehme mir das Recht heraus, solche Wertungen zu
> > ignorieren, als nicht relevant anzusehen.
>
> Sprech ich nicht ab.
>
> Aber "irrelevant" stand unter meiner Aussage, dass ich auf
> BGG bewerte wie MIR ein Spiel gefällt und ich dabei
> unberücksichtigt lasse, wie es anderen gefallen könnte --
Jo, eben, deshalb sehe ich es auch als 'für die anderen irrelevant' an.
Was, bitteschön, soll an deinem Spielegeschmack für mich relevant sein?
> dafür gibt es imho Reviews/Rezessionen. Dort mach ich mir
> über mögliche Zielgruppen Gedanken.
>
> Ich werte auf BGG i.d.R. so, wie ich das Spiel finde. Und
> wenn ich ein Spiel grottenschlecht finde, dann bekommt es von
> mir eine 1. Bisher 1x passiert.
Kann bei mir auch passieren.
Aber: ich mag keine Cosims, bei denen man stundenlang in Tabellen nachschlagen muss.
Deshalb gehe ich jetzt aber nicht die ganzen Listen durch und werte jedes Cosim mit 1.
Die Wertung überlasse ich den Leuten, die sich mit Cosims auseinandersetzen, die differenzieren können zwischen ihrer Meinung nach guten und ihrer Meinung nach schlechten Cosims.
Ich kann etwas für mich ablehnen, ohne es zu kennen.
Aber ich kann nichts benoten, ohne mich damit auseinanderzusetzen.
Wenn ich eine pauschale Ablehnung gegen eine bestimmte Art von Spiel habe, setze ich mich kaum mit einem einzelnen Spiel dieser Gattung auseinander.
> > Dann erzähl doch auch mal, weshalb bei der Bewertung
> > automatisch 100 5er-Noten hinzugezählt werden. Irgendwie
> > scheint es für die BGG-Betreiber schon ein Problem zu sein,
> > dass Einzelne ihre ganz persönlichen Extrem-Noten abgeben.
> > Was ist der Sinn dieser Automatik-Noten?
>
> Vermutung...
> Wenn ein Spiel 100 "echte" Wertungen hat und durch den
> Durchschnittswert hinter jedem Spiel mit einer 10er Wertung
> liegen würde, macht für so TOP-Rankings dieser
> Abschwächmechanismus wohl Sinn.
Wenn es nur um persönlichen Geschmack des Einzelnen geht, dann macht eine Durchschnittsnote überhaupt keinen Sinn. Allenfalls eine Nennung in absoluten Zahlen:
127 finden es Spitze, ...., 13 grottenschlecht
Eine Durchschnittsnote macht dann Sinn, wenn es um das Spiel geht und nicht um den individuellen Geschmack des Notengebers.
Um den Geschmack des Notengebers zu bewerten, müsste man seine Noten für die Spiele beurteilen, allerdings nicht die Gesamtdurchschnittsnote vergeben sondern Abweichungen abhängig von der Art des Spieles.
Die Notengebenden klassifizieren die Spiele unter einer Vielzahl von Gesichtspunkten. Wer Geschmacksgenossen in bezug auf eine Art Spiel oder Thema oder was auch immer sucht, wählt die nötigen Kriterien und lässt sich die Spieler mit den geringsten Abweichungen pro Notengebung anzeigen.
Das Ranking ist dann egal.
> Wie gesagt - vermutlich. Da mich die Plazierung eines Spieles
Hm, warum gibt es bei BGG eine Ranking-Liste?
Warum werden wohl die Noten dafür verwendet?
> nicht wirklich interessiert... weil hier haben wir genau das,
> was du mit Äpfel und Binrnen angesprochen hattest: Aus
> zahllosen Spieltypen ergibt sich eine gemeinsame Chart, aus
> der vor geraumer Zeit mal die Kriegsspiele rausgeklammert
> wurden. Tolle Sache, so ne Chart.
Ironie?
Ich versteh nicht ganz. Tolle Sache, die dich nicht interessiert?
Gruß, Günter